François Rastier
Beitræge
FORVM, Philosophie im Kontext

Schiffbruch eines Semiotikers

Zu François Rastiers These einer Teilhabe
von Martin Heidegger am Holocaust
November
2018

Überblick der Vorgeschichte In einem Aufsatz in der Libération und in The Conversation teilte F. Rastier mit, (mit siebzehn Mitgliedern besetzte) „Ausschuss für Rechtsphilosophie“ habe die Nürnberger Gesetze vorbereitet und (in Besetzung von 12 Personen) „in der Praxis und der Theorie“ am Holocaust (...)

Beitræge von François Rastier
FORVM, Philosophie im Kontext

Den Völkermördern entgegen gearbeitet

Oktober
2018

Vorbemerkung des Autorenduos Der Leiter des Feuilletons der FAZ, Patrick Bahners, hat es abgelehnt, die Antwort von S. Kellerer und F. Rastier auf den am 11. Juli 2018 in der FAZ erschienem Artikel „Den Völkermördern entgegengearbeitet?“ (siehe das PDF unter dem dortigen Fließtext) zu drucken und (...)

François Rastier (* 12. Februar 1945 in Toulouse) ist ein französischer Linguist und Semiotiker.

Rastier ist bekannt dafür, dass er eine gesamtheitliche Theorie interpretativer Semantik entwickelte: von der Ebene des Wortes bis zum Text, und ausgeweitet bis zum literarischen Korpus.[1] Er arbeitete am Centre national de la recherche scientifique.

Einer der Forschungsschwerpunkte liegt im Bereich der Semiotik der Kulturen. Rastier arbeitete als Mitglied einer europäischen Projektgruppe, die sich mit der automatischen Erkennung von rassistischen Webauftritten befasste. Er hat verschiedene Studien zur Literatur der Vernichtung und zum Genre der Aussagen von Zeitzeugen veröffentlicht. Sein Buch über Primo Levis Gedichte Ulysse à Auschwitz wurde 2005 mit dem Preis der Fondation Auschwitz ausgezeichnet.[2] In dem Buch Schiffbruch eines Propheten setzt sich Rastier kritisch mit der Interpretation Martin Heideggers nach dem Erscheinen der Schwarzen Hefte auseinander.

Debatte um „Fake News“[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rastiers in Zeitungsartikeln geäußerter Vorwurf, der Ausschuss für Rechtsphilosophie, dem Heidegger angehörte, sei „in der Praxis“ am Holocaust beteiligt gewesen[3], wurde von Kaveh Nassirin als „ganz unhaltbar“ zurückgewiesen.[4] Eine gemeinsame Replik von Sidonie Kellerer und François Rastier, die sich dem Vorwurf der „Fake News“ ausgesetzt sahen, erschien unter dem Titel Den Völkermördern entgegen gearbeitet[5], gefolgt von der Duplik Schiffbruch eines Semiotikers: Zu François Rastiers These einer Teilhabe von Martin Heidegger am Holocaust.[6]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.signosemio.com/rastier/index-en.asp
  2. Prize-winners of the Auschwitz Foundation Prizes
  3. François Rastier, Heidegger, théoricien et acteur de l’extermination des juifs?, The Conversation, 1. November 2017
  4. Kaveh Nassirin: Den Völkermördern entgegengearbeitet? In: FAZ.net. Abgerufen am 17. Juli 2018.; ders., Martin Heidegger und die Rechtsphilosophie der NS-Zeit: Detailanalyse eines unbekannten Dokuments (BArch R 61/30, Blatt 171), komplette Version des gekürzten Textes in der FAZ, academia.edu, 2018, pdf (Memento des Originals vom 18. November 2018 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.academia.edu auch in: FORVM mit dem FAZ-Artikel als PDF.
  5. In: FORVM (Zugriff am 28. Oktober 2018)
  6. FORVM (Zugriff am 13. November 2018)