Klaus Ottomeyer
Beitræge
Streifzüge, Heft 67

Alltägliche Befangenheit

August
2016

Veränderungen machen Angst. Allein der Gedanke daran stresst, versetzt uns in Abwehrhaltung. Haben wir uns einmal an etwas gewöhnt, bleiben wir gerne dabei – kein pausenloses Abwägen, kein ständiges Für und Wider, wir laufen bei alltäglichen Verrichtungen in einer Art Energiesparmodus. Routinen geben (...)

Klaus Ottomeyer (* 1949 in Frankfurt am Main) ist ein deutscher Psychologe, Psychoanalytiker, Traumatologe, Ethnopsychoanalytiker sowie Professor im Ruhestand der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt.[1]

Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ottomeyer studierte Soziologie, Psychologie und Ethnologie in Frankfurt am Main, Freiburg im Breisgau und Bremen. Er promovierte in Bremen. Anschließend war er wissenschaftlicher Angestellter am Institut für Soziologie und Ethnologie der Universität Heidelberg.

Von 1975 bis 1981 war Ottomeyer am Psychologischen Institut der Freien Universität Berlin Assistenzprofessor mit den Arbeitsschwerpunkten Sozialpsychologie und vergleichende Gesellschaftstheorie.

Tätigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1983 und bis zu seiner Pensionierung 2013 war er ordentlicher Professor für Sozialpsychologie an der Universität Klagenfurt mit den Schwerpunkten Arbeit mit ausländischen und inländischen Opfern von Gewalt sowie Psychologie des Rechtsextremismus.

Er besitzt Zusatzausbildungen in Ethnopsychoanalyse sowie in Psychotraumatologie und ist approbierter psychologischer Psychotherapeut.

Seit dem Jahr 2015 sitzt Klaus Ottomeyer im Beirat von Instahelp.me – einem Portal, das Online-Psychotherapie anbietet.[2]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ökonomische Zwänge und menschliche Beziehungen. Soziales Verhalten im Kapitalismus. Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 1977.
  • mit B. Preitler und H. Spitzer (Hrsg.): Look I am a Foreigner. Interkulturelle Begegnung und psychosoziale Praxis auf fünf Kontinenten. Drava Verlag, Klagenfurt 2010.
  • Jörg Haider – Mythos und Erbe. Haymon, Innsbruck 2010. (erw. TB-Ausgabe von „Jörg Haider – Mythenbildung und Erbschaft“)
  • Die Behandlung der Opfer. Über unseren Umgang mit dem Trauma der Flüchtlinge und der Verfolgten. Klett-Cotta, München 2011.
  • Rassismus. In: A. Pelinka (Hrsg.): Vorurteile. Ursprünge, Formen, Bedeutungen. Sir Peter Ustinov Institut zur Erforschung und Bekämpfung von Vorurteilen. de Gruyter, Berlin/ Boston 2012, S. 169–204.
  • Was ist eigentlich Identität? – Über Sinn und Missbrauch eines Begriffs. In: Thomas Heise, Solmaz Golsabahi (Hrsg.): Integration, Identität, Gesellschaft. (5. Kongress der DTPPP). VWB, Berlin 2012.
  • mit A. Lampe und P. Abilgaard (Hrsg.): Mit beiden Augen sehen: Leid und Ressourcen in der Psychotherapie. Klett-Cotta, Stuttgart 2013.
  • Chaos mit System. Wertegeschwätz und Wertekonflikte im Kapitalismus. Drava Verlag, Klagenfurt 2013.
  • Angst und Politik. Sozialpsychologische Betrachtung zum Umgang mit Bedrohung. Psychosozial-Verlag, Gießen 2022.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Abschiedsvorlesung Klaus Ottomeyer. (Memento vom 27. September 2014 im Webarchiv archive.today) auf: sozpsy.aau.at
  2. Instahelp.me - Über uns. Abgerufen am 13. Juni 2017.
  3. Bruno-Kreisky-Preis für Verdienste um die Menschenrechte u. a. an das Forschungs- und Beratungszentrum Aspis an der Alpen-Adria-Universität (Memento vom 24. Mai 2011 im Internet Archive)