Michael Hardt
Beitræge
Café Critique, Jahr 1997

Beten zu Dionysos

Antonio Negris und Michael Hardts Staatskritik
Dezember
1997

Antonio Negri zählte neben Mario Tronti und den Autoren der Zeitschrift Quaderni Rossi in den 60er und 70er Jahren zu den wichtigsten Theoretikern der operaistisch orientierten italienischen Neuen Linken. Im deutschsprachigen Raum hatte er vor allem bei Spontis und Autonomen seine Fans. In der (...)

Context XXI, Heft 3-4/2001

Im Empire

Negri und Hardt im postfordistischen Kapitalismus
Juli
2001

In ihrem Buch Empire analysieren Hardt / Negri die Umstrukturierung des Kapitalismus vom Imperialismus zum Empire. Dieses Buch führt in eine Diskussion, die sich weder auf das Beklagen der Schrecken des kapitalistischen Systems noch auf das Hochjubeln einer wie auch immer gearteten (...)

Streifzüge, Heft 3/2001

„Wer nicht für uns ist, ist gegen uns“

Oktober
2001

Dieser Beitrag stellt eine überarbeitete und erweiterte Fassung eines Artikels dar, den ich unmittelbar nach den Anschlägen vom 11. September geschrieben habe. Ich bezweifle, dass es der Linken bis dato gelungen ist, die Reaktion auf den Anschlag vom 11. September wirklich zu verarbeiten. Obwohl (...)

Grundrisse, Nummer 35

Produktivität als Autonomie?

Zum Abschluss der Trilogie Empire, Multitude, Commonwealth von Antonio Negri und Michael Hardt
September
2010

Dieser kleine Text stellt selbstverständlich keine umfassende Analyse und Einschätzung der im Jahre 2000 mit Empire begonnen und nun mit Commonwealth abgeschlossenen Trilogie dar. Ob ein derartiges Unterfangen angesichts der oftmals unscharfen und schillernden Begriffsbildung und (...)

Grundrisse, Nummer 38

Auf der Reise durchs Immaterielle

Noch mehr Anmerkungen zu Negri / Hardt, Common Wealth
Mai
2011

Inmitten des Strudels, durch den die LeserInnen am Ende der Trilogie von Negri und Hardt zu rudern gezwungen sind, wird „ein Mann namens Mohammed“ vorgestellt, der in Monrovia / Liberia „über mehrere tausend Männer verfügt haben soll“, die er für „eine Vielzahl unterschiedlicher informeller Jobs (...)

Grundrisse, Nummer 48

Kampf für das Gemeinsame

Der (Post-)Operaismus als Interventionsstrategie für die radikale Linke
Dezember
2013

Prolog Seit der Veröffentlichung der Empire-Trilogie von Antonio Negri und Michael Hardt, die weltweit die Bestsellerlisten erklommen und beide weltberühmt machte, ist der (Post)Operaismus die einflussreichste postmarxistische Bewegungstheorie. Der Philosoph Slavoj Žižek sah in dieser gar das (...)

Grundrisse, Nummer 48

Zum Begriff der immateriellen Arbeit von Michael Hardt und Antonio Negri

Eine Kritik aus entwicklungspolitischer Sicht
Dezember
2013

Der Begriff der immateriellen Arbeit wird von Antonio Negri und Michael Hardt, in ihrem Buch „Empire“ (2000) verwendet, um auf veränderte Arbeitsprozesse aufmerksam zu machen. Diese neue Arbeitsform wird von Robert Foltin (2004) weiterhin wie folgt beschrieben: „Die jetzt dominierende immaterielle (...)

Grundrisse, Nummer 52
Reflexionen über die Entwicklung der Grundrisse (2001 – 2014)

Ende der Grundrisse und die Krise der Linken

Dezember
2014

Die Einstellung der Grundrisse ist eine traurige Nachricht. Damit endet ein pluralistisches linksradikales Projekt, das den Anspruch hatte strömungsübergreifend zu sein. Als ich vor zehn Jahren zu den Grundrissen ging, zog mich besonders der kontroverse Charakter der Redaktionssitzungen an: Fast (...)

Michael Hardt 2008 beim Seminário Internacional Mundo

Michael Hardt (* Januar 1960 in Washington, D.C.) ist ein US-amerikanischer Literaturtheoretiker der Duke University.

Sein wohl bekanntestes Werk ist Empire, das er gemeinsam mit Antonio Negri geschrieben hat. Im Nachfolgeband Multitude, der im Original im August 2004 veröffentlicht wurde, legen Hardt und Negri die Idee der Multitude im Detail dar, die in Empire nur vage und in ihrer Richtung erörtert wurde. Die Autoren sehen diese Idee als einen möglichen Katalysator für das Entstehen einer globalen Demokratie.

Hardt und Negri trafen erstmals 1986 in Paris aufeinander. Zu diesem Zeitpunkt war Hardt mit der Übersetzung von Negris Buch über Spinoza ins Englische beschäftigt. Im Anschluss an ein eine Woche andauerndes Arbeitstreffen entwickelte sich eine Freundschaft, die auch eine langjährige literarische Zusammenarbeit bedeutete.[1]

Hardt ist Unterstützer der Kampagne für ein Parlament bei den Vereinten Nationen.[2]

Hardt ist davon überzeugt, dass die Vorstellungen des Bildungsbürgertumes von einem fairen Zugang zu Bildung und Universitäten momentan Stück für Stück zurückgenommen werden – gerade der „War on Terror“ habe in den Vereinigten Staaten von Amerika ein Klima geschaffen, in dem nur ein begrenztes technisches und militärisches Grundverständnis gefördert werde und die Gemeinwohlidee untergehe. Das für die sogenannte biopolitische Ökonomie notwendige Wissen, „das Schaffen von Ideen, Bildern, Code, Neigungen und anderen immateriellen Gütern“, werde in seiner Notwendigkeit noch nicht als existentielle Voraussetzung für die ökonomische Innovation erkannt.

Im Jahr 2005 war Hardt Fellow des Kollegs Friedrich Nietzsche zum Thema „Democracy in the Age of Empire“.[3]

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Michael Hardt, Giorgio Agamben, Karen E. Pinkus: Language and Death: The Place of Negativity: Theory and History of Literature, University of Minnesota Press, 1991, ISBN 0-8166-4923-5 (englisch)
  • Gilles Deleuze: an Apprenticeship in Philosophy. University of Minnesota Press, 1993, ISBN 0-8166-2161-6 (eng.)
  • Michael Hardt, Giorgio Agamben: The Coming Community: Theory Out of Bounds. University of Minnesota Press, 1993, ISBN 0-8166-2235-3 (englisch)
  • Michael Hardt, Paolo Virno (Hrsg.): Radical Thought in Italy: A Potential Politics. University of Minnesota Press, 1996, ISBN 0-8166-2553-0 (englisch)
  • Michael Hardt, Antonio Negri: Labor of Dionysus: a Critique of the State-form. University of Minnesota Press, ISBN 0-8166-2086-5 (eng.)
  • Michael Hardt, Antonio Negri: Die Arbeit des Dionysos: Materialistische Staatskritik in der Postmoderne. (Aus dem Italienischen und Englischen von Thomas Atzert und Sabine Grimm), ID-Verlag, Berlin 1997, ISBN 3-89408-058-2.
  • Michael Hardt, Antonio Negri: The Savage Anomaly: The Power of Spinoza's Metaphysics and Politics. University of Minnesota Press, 2000, ISBN 0-8166-3670-2. (eng.)
  • Michael Hardt, Kathi Weeks (Hrsg.): Fredric Jameson - The Jameson Reader. Blackwell, 2000, ISBN 0-631-20269-2. (englisch)
  • Michael Hardt, Antonio Negri: Empire - die neue Weltordnung. Campus, Frankfurt/M. u. a. 2002, ISBN 3-593-37230-4.
  • Max Böhnel, Volker Lehmann (Hrsg.): American Empire - No Thank You!: Andere Stimmen aus Amerika. Verlag Kai Homilius, Berlin 2003, ISBN 3-89706-885-0. (deutsch, englisch)
  • Michael Hardt, Antonio Negri: Multitude. Campus, Frankfurt/M. u. a. 2004, ISBN 3-593-37410-2.
  • Michael Hardt, Patricia Ticineto Clough (Hrsg.): Jean O'Malley Halley: The Affective Turn - Theorizing the Social, Duke University Press, 2007, ISBN 978-0-8223-3925-0. (eng.)
  • Michael Hardt, Garnet Kindervater (Hrsg.): Michael Hardt presents: Thomas Jefferson - The Declaration of Independence. Verso, 2007, ISBN 978-1-84467-157-1. (englisch)
  • Michael Hardt, Kathi Weeks (Hrsg.): Angela Davis: A Critical Reader. Blackwell, ISBN 978-0-631-20274-5. (englisch)
  • Michael Hardt, Antonio Negri: Common Wealth - Das Ende des Eigentums. aus dem Englischen von Thomas Atzert und Andreas Wirthensohn, Campus Verlag, Frankfurt am Main/New York 2010, ISBN 978-3-593-39169-4.
  • Michael Hardt, Antonio Negri: Demokratie! Wofür wir kämpfen. Campus Verlag, Frankfurt am Main/New York 2013, ISBN 978-3-593-39825-9.
  • Michael Hardt, Antonio Negri: Assembly Oxford University Press 2017 (E-Book).
  • Michael Hardt: The Subversive Seventies, Oxford University Press 2023, ISBN 978-0-19-767465-9.
  • Michael Hardt über Gegenmacht im Historisch-kritischen Wörterbuch des Marxismus, Bd. 4, 1999.
Interviews

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Michael Hardt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Vgl.: Thore Prien: Antonio Negri (geb. 1933) und Michael Hardt (geb. 1960), in: Rüdiger Voigt (Hrsg.): Staatsdenken. Zum Stand der Staatstheorie heute. Baden-Baden 2016, S. 411.
  2. Campaign for the Establishment of a United Nations Parliamentary Assembly. (Memento vom 12. Januar 2016 im Internet Archive)
  3. Klassik Stiftung Weimar: Liste der Fellows