Reichtum & Armut
Beiträge
Internationale Situationniste, Numéro 4

Sur l’emploi du temps libre

juin
1960

La plus grossière banalité des sociologues de gauche, depuis quelques années, est d’insister sur le rôle des loisirs comme facteur déjà dominant dans la société capitaliste développée. Ceci est le lieu d’infinis débats pour ou contre l’importance de l’élévation réformiste du niveau de vie ; ou la (...)

Internationale Situationniste, Numéro 7

Géopolitique de l’hibernation

avril
1962

L’« équilibre de la terreur » entre deux groupes d’États rivaux qui est la plus visible des données essentielles de la politique mondiale en ce moment signifie aussi l’équilibre de la résignation : pour chacun des antagonistes, à la permanence de l’autre ; et à l’intérieur de leurs frontières, résignation (...)

FORVM, Heft 173

Zur Pathologie der Utopie

Mai
1968

Gerd-Klaus Kaltenbrunner, Mutmaßungen über Marcuse, Neues FORVM, Januar/Februar 1968 Die geistige Bewegung, die sich als „Neue Linke“ präsentiert, ist die totale Revolte gegen die klassische Tradition des Marxismus. Sie hat, in wenig mehr als einem Jahrzehnt, eine geschlossene Gedankenwelt (...)

FORVM, No. 194/I

Aus Durst wird Coca-Cola

Hilflose Entwicklungshilfe
Februar
1970

Es ist heute üblich zu fordern, daß die reichen Völker ihre Kriegsmaschinerie in ein Entwicklungsprogramm für die dritte Welt umwandeln mögen. Die ärmeren vier Fünftel der Menschheit vermehren sich in unkontrollierbarer Weise, während ihr Konsum ständig abnimmt. Dies ist bedrohlich und bleibt es, auch (...)

FORVM, No. 194/II

Indien bleibt elend

Entwicklungshilfe als Schwindel
Februar
1970

P. S., Student der Wirtschaftswissenschaften, veröffentlicht diese Studie als Ergebnis einer Südasienreise. 1. Zerstörung der vorkolonialen Produktionsweise Der offenbare Hauptwiderspruch in den Ländern der armen Welt besteht darin, daß der größte Teil der arbeitsfähigen Bevölkerung mit (...)

FORVM, No. 196/I

Humanismus — gibt’s den noch?

April
1970

Elitärer und egalitärer Humanismus — „Reine Menschlichkeit ist wehrlos“ — Humanismus vor und nach der Revolution — Humanismus als Negation des Bestehenden. Die totale Manipulationsgesellschaft kann den Humanismus nicht brauchen, er wird in ihr technisch und psychisch unmöglich — Integration selbst der (...)

FORVM, No. 241/242

Werkzeug-Krise

Die freundliche Gesellschaft, II. Teil
Januar
1974

Die Symptome einer herannahenden weltweiten Krise sind unverkennbar. Überall forscht man nach ihren Ursachen. Ich für mein Teil schlage folgende Erklärung vor: Die Wurzel der Krise liegt im Scheitern des Grundstrebens unserer Zeit, nämlich des Versuchs, den Menschen durch die Maschine zu ersetzen. (...)

FORVM, No. 275

Nestlé liebt Babies

Schweizer Kühe am Amazonas
November
1976

Die Giftgas-Katastrophe von Seveso, für die eine Tochtergesellschaft einer Tochtergesellschaft von Hoffmann-La Roche verantwortlich ist, hat einen anderen Skandal um einen anderen Schweizer Multi in den Hintergrund gedrängt: den Prozeß Nestlé contra Arbeitsgruppe Dritte Welt in Bern. Ein Verfahren, (...)

FORVM, No. 307/308

Lärm und Delogierung

Neuland unterm Fluch
Juli
1979

Aus dem Loch in die Helle Ich versteh das nicht! Früher sind wir auch durchgekommen, aber jetzt geht es einfach nicht mehr! Mir ist es richtig peinlich, daß ich zu Ihnen kommen muß. Aber ich weiß einfach nicht mehr weiter! Mit diesen oder ähnlichen Worten kommen immer wieder Menschen zu privaten (...)

FORVM, Sonne Nr. 3

Aus dem Leben der Taugenichtse

Von Eichendorff bis Zürich
Mai
1981

I. Grün ist, wer bunt ist Die neue Jugendbewegung ist eine Umweltbewegung. Instandbesetzer und Steineschmeißer sind — neben der Wirtschaftskrise — unsere schönste Hoffnung, daß sich die neue vernünftige Ökologie durchsetzt gegen die alte wahnwitzige Ökonomie. Sie ist das Kreislaufmittel für alle (...)

FORVM, Sonne Nr. 5

Zigeuner kommen von weither

November
1981

Lieber Tiger auf dem Berg als Affe im Tal Trotz fortgeschrittenem Abstieg der Zigeuner in die Niederungen der Industriegesellschaft läßt sich an ihnen noch feststellen, wieviel Ausdrucksvermögen, Unmittelbarkeit, geistige und körperliche Beweglichkeit erst dem feudalen und in der Folge dem (...)

Wurzelwerk, Wurzelwerk 38

Reichtum, der ständig Armut hervorbringt

Rohstoffe aus der Dritten Welt: Tatsachen und Zahlen
April
1985

Die Entwicklungsländer sind in hohem Maße, nämlich zu rund 70% von den Exporten ihrer Rohstoffe abhängig. Der Anteil der Rohstoffe (mit Erdöl) am Weltmarkt sank aber von 31% 1950 auf fast die Hälfte, auf 17,3% im Jahr 1981, rechnet man Erdöl weg, von 28% auf nur 9,7%. Rund vier Fünftel der Importe der (...)

MOZ, Nummer 41
Moçambique, Angola, Nicaragua, Vietnam:

Sozialpolitik am Ende

Mai
1989

Nicht nur in den kapitalistischen Ländern werden Sozialprogramme und Staatsausgaben gekürzt. Auch die fortschrittlichen Länder der sogenannten „Dritten Welt“ können dem Druck des Weltmarktes und der militärischen Zermürbung immer weniger entgegensetzen. Ihr Handlungsspielraum wird zusehends geringer. (...)

MOZ, Nummer 42
Niederlande:

Armut im Königreich

Juni
1989

Als sozialer Modellfall haben die Niederlande längst kapituliert. Der neue wirtschaftliche Aufschwung hat eine neue Armut geschaffen. Politisch sind die Probleme — nach dem Rücktritt der Mitte-Rechts-Regierung — bis zu den Neuwahlen im Herbst auf Eis gelegt. Suchend gleitet der Blick in den (...)

MOZ, Nummer 45
Indiens Städte vor dem Kollaps:

Kein Platz, kein Heim: Kalkutta

Oktober
1989

Ende des Jahres stehen in der „größten Demokratie der Welt“ Parlamentswahlen an. Der zukünftige indische Premier wird voraussichtlich wieder Rajiv Gandhi heißen. Regierungspartei wird, Umfragen zufolge, die „Congress-Partei“ bleiben — trotz zahlreicher innen- und aussenpolitischer Affären und Skandale. (...)

MOZ, Nummer 48
Die Reichen und die Armen

Buntes Ungarn, graues Ungarn

Januar
1990

Von Gleichmacherei keine Spur mehr. Auf Schritt und Tritt lacht und weint einem Glück und Elend einer Gesellschaft entgegen, die sich im Umbruch befindet. Ungarn hat innerhalb von zwei Jahren sein Gesicht total verändert. Eine Sozialreportage. Auf der Überholspur des Autobahn teilstückes (...)

MOZ, Nummer 54

Lüstlinge aller Länder, entschleunigt die Zeit

Juli
1990

Seit der Kapitalismus materielle und kulturelle Produktion gleichgeschaltet hat, d.h. den Verlust des Gebrauchswerts affirmiert, läßt sich von einer künstlerischen Avantgarde bloß noch im emphatischen Sinn reden: Jeder Designer, der einen ‚neuen‘ Warencharakter entwirft, postuliert, seiner (...)

MOZ, Nummer 54
Die große Obdachlosigkeit im Sommer 1910

Soziales Elend in der Kaiserstadt

Juli
1990

Vor dem Asyl Ein Fall ging damals durch die Wiener Boulevardzeitungen: die 25jährige Fabriksarbeiterin Marie Riegler hatte ihre Miete nicht mehr bezahlen können, sie wurde mit einem kranken und einem gesunden Kind delogiert. Es folgte eine Odyssee von einem Spital zu einem Frauenheim und zu (...)

MOZ, Nummer 56
Reichtum und Armut in Deutschland:

Die Tugend des Teilens bleibt allein den Armen

Oktober
1990

Seid umschlungen, Millionen — die Kapitalkonzentration im vereinigten Deutschland nimmt immer größere Dimensionen an. Dem Großteil der Bevölkerung hingegen soll das Motto „Geteiltes Leid ist halbes Leid“ die zunehmende Verarmung schmackhaft machen. Zuerst glaubte ich an ein Mißverständnis: Nein, ich (...)

Context XXI, ZOOM 2/1998

Fluchtgrund: Elend

Die ökonomische Situation in den Ländern Osteuropas
Mai
1998

Niemand spricht heute mehr von den Anwerbungsbüros für Hilfsarbeiter, die mit Unterstützung der Bundeswirtschaftskammer und sozialpartnerschaftlichem Segen in türkischen Städten um Arbeitskräfte gebuhlt haben. Keine 30 Jahre ist es her, daß man ausreisewilligen jungen Männern aus Istanbul von guten (...)

Streifzüge, Heft 4/1999

Die Enteignung der Zeit

Zeitarmut und Beschleunigung in der Nonstop-Kultur
Dezember
1999

In den letzten Jahren ist eine erstaunliche Fülle von Literatur über die Kategorie der Zeit erschienen. Radio-Features und Theaterstücke, wissenschaftliche Tagungen und sogar Talk-Shows nehmen sich des Themas an. Die Zeit ist gewissermaßen zum Medienstar geworden. Nicht allein die (...)

Context XXI, Radiosendungen 2001

arm in arm out

Armutsbekämpfung und Regulation ...
Juni
2001

Den Knick in der Sozialpolitik erläuterte uns Johannes Jäger, Volkswirt am Institut für Stadt- und Regionalentwicklung, in einem Interview zur sozialen Lage unter den Bedingungen des derzeitigen Weltwirtschaftssystems sowie zu Perspektiven einer (...)

Streifzüge, Heft 2/2001

Der postfaschistische Sozialpakt

Juli
2001

Der deutsche Staat in Gestalt des Ministeriums für Verbraucherschutz tötet und verbrennt, vernichtet Hekatomben von Rindern, Schafen und Schweinen, um die Verbraucher zu schützen, sprich, ihnen das Vertrauen in die Unbedenklichkeit des Fleischverzehrs zurückzugeben und sie so bei der Stange des qua (...)

Streifzüge, Heft 2/2002

Selbst-Bewegung statt Auto-Mobilismus

Zur Perspektive einer Bewegung gegen den Mobilis-muss als emanzipatorischer Praxis
Juni
2002

Dass nur noch die Gedanken frei seien und sonst nichts mehr, ist eine Horrorvorstellung. Sollen Kritik und Analyse auf Dauer mehr bewirken, als selbstgenügsame Insassen von Elfenbeintürmen mit Erkenntnis und Gedankenfutter zu versorgen, so müssen sie immer wieder auf ihre Tauglichkeit als Zugang (...)

Context XXI, Heft 3-4/2002
kanalB nr_13:

argentinien märz 2002

Juni
2002

Argentinien nach den großen unruhen vom dezember 2001. die menschen sind verarmt, die marginalisierten haben jetzt nichts mehr zu essen und können ihre kinder nicht mehr zur schule schicken, weil sie ihnen keine schuhe, hefte und bleistifte kaufen können, die mittelklasse, von (...)

Streifzüge, Heft 2/2003

Sozialkritik in Zeiten der Konterreform

Juni
2003

Schön langsam spüren es auch die krisenresistenten Geister. Irgendwie funktioniert das alles nicht mehr. Die Portionen an Ideologie, die notwendig sind, die Wahrnehmung von der Wahrheit abzuhalten, werden größer. Doch unbarmherzig schlägt die Wirklichkeit zu. Was wir erleben, das ist die Abwicklung (...)

Streifzüge, Heft 2/2003

Zur Theorie des Informationskapitalismus

Teil 2: Produktive und unproduktive Arbeit
Juni
2003

Im ersten Teil dieser kleinen Artikelserie (Meretz 2003) ging es um die „Keimform-Debatte“, also um die möglichen Wege gesellschaftlicher Transformation. Die These von der Freien Software als Keimform einer gesellschaftlichen Konstitution jenseits der Warenform basiert auf einer bestimmten Analyse (...)

Streifzüge, Heft 30
2000 Zeichen abwärts

Zynische Verklärung der Armut

März
2004

In einem der unzähligen Lifestyle-Blättchen wird eine „Gelddiät“ propagiert. „Geld regiert die Welt, aber nicht dich! Eines der ungelösten Rätsel deiner Existenz: Wohin verschwindet das liebe Geld? Das findest Du am besten selbst heraus. Dreh den Spieß um. Verweigere Dich dem Konsum. Lass dein Geld (...)

Streifzüge, Heft 30

Welchen Reichtum?

März
2004

Die Dritte Oekonux-Konferenz trägt das Motto: „Reichtum durch Copyleft“. Mit der Wahl dieses Mottos sind zwei Annahmen oder Hypothesen verbunden, die Gegenstand der Konferenz sein werden: Erstens wird dem wirtschaftlichen System, das mit geistigem Eigentum verbunden ist, zumindest von einigen (...)

Streifzüge, Heft 30

What’s Copyleft?

Eine kurze politökonomische Betrachtung
März
2004

Ein juristischer „Hack“ – genannt „Copyleft“ – bringt den Widerspruch auf den Punkt: Reichtum muss nicht Wertform annehmen. Was steckt dahinter? Copyleft, der Name deutet es schon an, ist eine rechtsförmige Subversion der ursprünglichen Intention des Copyrights bzw. des Urheberrechts – mehr dazu (...)

Streifzüge, Heft 31

Wo bitte geht’s hier raus?

Produktivkraftentwicklung und Kultur
Juni
2004

Im Marxismus gilt die aktive menschliche Gestaltung des „Stoffwechsels zwischen Mensch und Natur“ als der zentrale Punkt für das Geschichtsverständnis. Stefan Meretz spricht darauf aufbauend von einem Dreiecksverhältnis Mensch-Mittel-Natur, aus dem die „Produktivkraftentwicklung der Arbeit“ (...)

Streifzüge, Heft 31

Was zu haben ist, ist zu haben

Reichtum jenseits der Ware
Juni
2004

Von besonderer Wichtigkeit sind uns zwei Dinge: erstens, dass Reichtum und Ware nicht als Synonyme gesehen werden, und zweitens, dass es gerade deswegen gilt einen positiven Begriff von „Reichtum“ zu entwickeln. Dazu einige Notizen. Vorab ist einiges festzuhalten, was nicht als (...)

Streifzüge, Heft 32
Immaterial World

Knappheit

Eine Realabstraktion
Oktober
2004

Die freie Enzyklopädie Wikipedia (de.wikipedia.org als „das (zu) seltene Vorkommen angestrebter materieller oder ideeller Güter/Werte“. Die Klammer verrät die Unsicherheit bzw. das Ambivalente dieser Definition: Handelt es sich um ein „absolut“ seltenes Vorkommen oder bemisst sich Seltenheit an einem (...)

Streifzüge, Heft 32
2000 Zeichen abwärts

Der Finanzierungsvorbehalt für den Start ins Leben

Oktober
2004

Wie würden Sie sich fühlen? Nehmen Sie an, Sie sind Anfang 20. Sie haben ihre dreijährige Ausbildung zur Krankenschwester fast hinter sich gebracht. Langsam aber sicher geht es in den Endspurt ums Examen. Ein bisschen Bammel gehört dazu, aber in der Hauptsache freuen Sie sich, dass Sie jetzt bald (...)

Streifzüge, Heft 33

Vom Mangel zur Fülle

Das Grundeinkommen als Richtungsforderung
März
2005

Dass ein bedingungsloses Grundeinkommen sowohl möglich als auch notwendig sei, behaupten viele. Doch welche Rolle diese Forderung im sozialen Kampf zu spielen hätte, wird weit seltener diskutiert. Bürgerliche Volkswirtschaft begreift jegliche Ökonomie als Verwaltung des Mangels. Das ist keineswegs (...)

Streifzüge, Heft 33

Der Katastrophenauflauf

Globalisiertes Unglück und kulturindustrielle Verwertung
März
2005

Als diese Zeilen geschrieben wurden, sprachen alle vom Tsunami, als diese Zeilen veröffentlicht wurden, fast niemand mehr. Das Vergessen geht schnell. Vor allem in den sich beschleunigenden Zeiten. Da ist es naheliegend, dass jedes uns medial zugetragene Unglück ein kulturindustrielles (...)

Streifzüge, Heft 34

Wechselseitige Geiselhaft

Die Beziehung von Kapital und freier Software
Juni
2005

In der öffentlichen Debatte wird seit den Achtziger Jahren ein Bereich gehandelt, in dem sich künftig angeblich enorme Felder für produktive Arbeit auftun sollen. Es handelt sich um die Verheißungen der so genannten „Wissensgesellschaft“, in welcher Wissen zur wichtigsten Produktivkraft und zum (...)

Streifzüge, Heft 35

Obszönität und Reichtum

Oktober
2005

Bei diesem Beitrag handelt es sich um ein überarbeitetes und ausgebautes Referat im Zuge eines Forschungsprojekts zum Thema Ethik, das der Autor nach folgender vorgegebener Problemstellung ausgearbeitet hat: Obszönität des Reichtums: Armut als strukturelle Gewalt: Demütigung, Desperados und (...)

Streifzüge, Heft 35
Immaterial World

The Next Free Project

Was kommt nach Freier Software und Wikipedia?
Oktober
2005

Der deutsche Mathematiker David Hilbert stellte auf dem Welt-Mathematikerkongress von 1900 zehn ungelöste Probleme der Mathematik vor, die er später auf 23 ausweitete. Sie beeinflussten die weitere Entwicklung der Mathematik erheblich. Auf dem Wikipedia-Kongress in Frankfurt/M. im August 2005 (...)

Streifzüge, Heft 36

Wenn uns die Arbeit ausgeht …

März
2006

Eine seltsame Sucht beherrscht die Arbeiterklasse aller Länder… Es ist dies die Liebe zur Arbeit, die rasende bis zur Erschöpfung der Individuen und ihrer Nachkommenschaft gehende Arbeitssucht. Statt gegen diese geistige Verirrung anzukämpfen, haben die Priester, die Ökonomen und die Moralisten die (...)

Streifzüge, Heft 36

Hans im Glück

Ein Anti-Märchen für Erwachsene
März
2006

Hans hatte sieben Jahre bei seinem Herrn gedient, da sprach er zu ihm: „Herr, meine Zeit ist herum, nun wollte ich gerne wieder heim zu meiner Mutter, gebt mir meinen Lohn.“ Der Herr antwortete: „Du hast mir treu und ehrlich gedient, wie der Dienst war, so soll der Lohn sein“, und gab ihm ein Stück (...)

Streifzüge, Heft 37

Totale Reklame

Juni
2006

Mit der Aufgabe betraut, einer durch das Warenangebot des kapitalistischen Markts bis zur Lähmung quantitativ überwältigten und bis zur Zerrüttung qualitativ überforderten Bedürfnisstruktur seelischen Beistand zu leisten und therapeutische Pflege zuteil werden zu lassen, findet sich das (...)

Streifzüge, Heft 37

Vom Einkaufen

Notizen zum gesellschaftlichen Stoffwechsel – Teil 1
Juni
2006

Henry Ford hat kürzlich hundert Millionen Dollar für die Errichtung einer Schule gestiftet, die er die Schule der Zukunft nennt. , Ich habe so lange Autos fabriziert‘ erklärte er, , bis ich den Wunsch bekam, nunmehr Menschen zu fabrizieren. Die Losung der Zeit ist Standardisierung. ‚ – – Die erste (...)

Streifzüge, Heft 37
Immaterial World

Alles für alle

Zur Debatte um eine freie Gesellschaft
Juni
2006

Jede Gesellschaft besitzt unabhängig von der Form eine basale Eigenschaft: Der Erhalt der Gesellschaft ist durchschnittlich auf die Beiträge der Menschen angewiesen, jedoch vom Beitrag des konkreten Einzelnen unabhängig. Damit sich eine Gesellschaft erhalten kann, braucht sie einen (...)

Streifzüge, Heft 40

Müßiggang ist aller Tugend Anfang

Juni
2007

Nicht Arbeit, sondern Muße ist das Ziel des Menschen – oder schöne Dinge herstellen oder schöne Dinge lesen oder einfach die Welt mit Bewunderung und Entzücken betrachten. Oscar Wilde: Oscariana – Oder Wildes Denken, Zürich 2000. Ein aktueller Bestseller über den Müßiggang? Erstaunlich! Die Welt am (...)

Grundrisse, Nummer 22
Mike Davis:

Planet der Slums

Juni
2007

Berlin: Assoziation A, 2007, 248 Seiten, 20 Euro Grober Backstein, Stroh, Recycling-Plastik, Zementblöcke und Abfallholz! Laut Mike Davis sind das die Materialien, aus denen die weniger betuchten Städter und Städterinnen in Zukunft – voraussichtlich sind das dann eine Milliarde an der Zahl (...)

Streifzüge, Heft 42
2000 Zeichen abwärts

Hunger 1

März
2008

Es soll ja wirklich Menschen mit der Auffassung geben, Armut fange erst mit dem Hunger an. Aber selbst solche müssen inzwischen der Aussage zustimmen, dass in Deutschland die Armut um sich greift. Seitdem im Januar 2005 die Hartz-IV-Gesetze in Kraft getreten sind, können Lehrer immer häufiger von (...)

Streifzüge, Heft 42
2000 Zeichen abwärts

Hunger 2

März
2008

Von Zeit zu Zeit machen sie ein wenig von sich reden, die „Brotunruhen“ in verschiedenen Ländern der so genannten Dritten Welt. Ob in Mexiko, Jemen, Mauretanien, Usbekistan, Senegal, Pakistan oder Indonesien – die Polizei prügelt Hungerdemonstranten. Diese melden mit ihren Umzügen und (...)

Streifzüge, Heft 45

Vom Schöpfen

Einwürfe jenseits des Bilderverbots
März
2009

In folgendem Beitrag soll das Schöpfen im Sinne von Schaffen wie Entnehmen der heutigen Praxis des Kaufens und Verkaufens gegenübergestellt werden. Wie ist direkte Vergesellschaftung denkbar? Wie können wir uns in Stoffen und Diensten aufeinander beziehen, ohne auf ein Medium, also Geld als (...)

Streifzüge, Heft 45
2000 Zeichen abwärts

Leere Kassen – volle Supermärkte

März
2009

Komische Welt ist das! Stand letztens in der Zeitung, „wir“ hätten in den letzten Jahren über „unsere“ Verhältnisse gelebt. Außerdem irgendwas von Anspruchsdenken, das in Deutschland zu ausgeprägt sei. Dann kam in den Nachrichten, dass Deutschland wieder Exportweltmeister ist. Das heißt: Niemand (...)

Streifzüge, Heft 45
2000 Zeichen abwärts

Markt

März
2009

Als ein Geschöpf sich arbeitsteilig reproduzierender Gesellschaften dient formell oder aus Sicht derer, die er versorgt,der Markt der Distribution von Gütern und der Befriedigung der auf diese Güter gerichteten Bedürfnisse. Reell hingegen oder in der Perspektive derer, die ihn betreiben, bezweckt (...)

Streifzüge, Heft 46

Reichtum und Ressource

Juni
2009

Richtig Reich … … war A. Onassis bedauerlicherweise nicht. Vielmehr ein armer Mann mit viel Geld, gemäß eigener Einschätzung. Hierin ist die heikle Ambivalenz von Reichtum auf den Punkt gebracht. Denn Geld und Ware sind nur in einer Welt der Knappheit denkbar. Sie gründen auf Mangel und treiben (...)

Grundrisse, Nummer 32

Die „dritte Kraft“

Dezember
2009

Die hier vorliegende journalistische Intervention von S’bu Zikode, des Vorsitzenden von Abahlali baseMjondolo, löste bei ihrem Erscheinen im November 2005 eine landesweite Sensation aus, insbesondere auch aufgrund der Nachdrücklichkeit, in der der Text verfasst ist. Der Ausdruck „dritte Kraft“ (...)

Grundrisse, Nummer 32

Land und Unterkunft

Lebende Politik und lebender Kommunismus
Dezember
2009

Text einer Rede von S’bu Zikode im Diakonia Council of Churches am Forum für ökonomische Gerechtigkeit im Jahr 2008. Der Text wurde für die vorliegende Ausgabe gekürzt. Ich wurde gefragt, zu den brennenden Themen von Land und Unterkunft etwas zu sagen. Ich wurde nur eingeladen wegen der Stärke der (...)

Streifzüge, Heft 48
Dead Men Working

Wer arm ist, soll schweigen

März
2010

Das „Europäische Jahr zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung“ wurde proklamiert. Den Wortlaut dieser Verkündigung muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Jetzt soll es plötzlich eine „Anerkennung des Rechts der von Armut und sozialer Ausgrenzung betroffenen Menschen auf ein Leben in (...)

Streifzüge, Heft 48

Was heißt „décroissance“?

Ein nüchterner Blick auf einen interessanten Vorschlag
März
2010

Es ist eine üble Sitte, die sich auch in der radikalen Linken immer weiter ausbreitet (nicht nur in der etablierten, die aus dieser Praxis schon einen Lebensstil gemacht hat), über Fragen und Probleme zu streiten, ohne zu wissen, worüber man eigentlich redet. Für diese Mentalität ist es oft (...)

Streifzüge, Heft 51

Was hindert uns

März
2011

Auf die Produktion von Schrott versteht sich die Marktwirtschaft. Ganze Branchen hängen am beschleunigten Verkürzen der Produktzyklen. Da mag die zivilisierte Welt in einem Meer aus Müll baden gehen. Der Strudel aus Kunststoff-Pellets im Nordostpazifik kann zur Illustration ebenso dienen wie die (...)

Streifzüge, Heft 52
2000 Zeichen abwärts

Am Anfang steht der Glaube

Juni
2011

Weil die meisten ZeitgenossInnen von klein auf gelernt haben, in ökonomischen Kategorien zu denken, fällt es gar nicht mehr auf, dass am Ursprung der ökonomischen Wissenschaften Annahmen stehen. Aber die Tatsache, dass es kaum noch auffällt, ändert nichts an der Tatsache, dass es sich um Fiktionen (...)

Streifzüge, Heft 54
2000 Zeichen abwärts

Das Nadelöhr

März
2012

Das Bild des Jahres 2008 zeigt einen Polizisten, der mit gezogener Waffe eine zu räumende Wohnung durchschreitet. Durch die Immobilienkrise konnten viele Wohnungsbesitzer*Innen die Raten an die Bank nicht mehr zahlen – und dann kam die Polizei. Aber was ist mit den Menschen geschehen, die noch (...)

Streifzüge, Heft 54
2000 Zeichen abwärts

Über die Verhältnisse leben

März
2012

In regelmäßigen Abständen verkünden Politiker*Innen jedweder Coleur, die Gesellschaft habe „über ihre Verhältnisse“ gelebt. Obwohl häufig gehört, macht diese Redewendung doch stutzig. Dass eine Gesellschaft in der Lage ist, „über ihre Verhältnisse“ zu leben, ist keineswegs selbstverständlich. Kein Mensch (...)

Streifzüge, Heft 54

Weg mit dem Handel

März
2012

Jahrhunderte lang haben Geld und Jana das gesellschaftliche Leben der Menschheit geprägt. Doch heute stehen diese beiden Dinge der weiteren Entwicklung dieser Spezies mehr den je im Weg, bewirken mehr Negatives als Positives. Eine Gesellschaft ohne diese beiden Elemente zu denken scheint selbst (...)

Grundrisse, Nummer 43

Kleine Kredite – große Scheiße

September
2012

Die Geschichte kommt im Westen gut an. Ein Professor aus Bangladesch, der in den USA studierte, will Armut „effektiv“ bekämpfen und „erfindet“ deshalb ein Konzept, dass es „armen“ Menschen ermöglichen soll, sich selbst aus dieser Armut zu befreien. Dieses Konzept nennt sich „Mikrokredite“ und ist heute (...)

Grundrisse, Nummer 47

Klassenkampf ohne Marx!

Zur bürgerlichen Theorie der Arbeit vor Marx
Mai
2013

So unbestritten es ist, dass der materialistische Ansatzpunkt der Marxschen Theorie in seinem beständigen reflexiven Rekurs auf die (Re-)Produktionspraxis der Menschen besteht, so sehr wirft diese besondere Bedeutung der menschlichen Arbeit innerhalb der Marxschen Theorie doch auch bei vielen (...)

Streifzüge, Heft 58

Wozu Entwicklung?

Tanzania, das Kupfer, und ein Ende des Kapitalismus
Juni
2013

Entwicklung war eine große Erzählung. Zu groß. Noch bis vor Kurzem galt ihr alles. Nachhaltig sollte sie sein, ein Segen für die Menschheit. Während die EU zusammen mit dem Internationalen Währungsfonds und der Europäischen Zentralbank ihre Ränder kurz und klein schlägt, verdampft die dünn gewordene (...)

Grundrisse, Nummer 50

„Das Kapital“ lesen: der erste Satz

Oder: Das Kapital beginnt mit dem Reichtum, nicht mit der Ware
Mai
2014

Der Reichtum der Gesellschaften, in welchen kapitalistische Produktionsweise herrscht, erscheint als eine „ungeheure Warensammlung“, die einzelne Ware als seine Elementarform. (MEW 23; 49) Einführung Nur wenige der vielen Kommentierungen von Marx‘ Werk „Das Kapital“ erwähnen überhaupt den ersten (...)

Streifzüge, Heft 61

Sparen wir uns das!

Von scheinbaren Notwendigkeiten zu notwendigen Einsichten
Juni
2014

Mit der Einsicht in den Zusammenhang stürzt, vor dem praktischen Zusammensturz, aller theoretische Glauben in die permanente Notwendigkeit der bestehenden Zustände. (Karl Marx, MEW 32:553, Brief an Kugelmann) Befreiung beginnt mit Ent-Täuschung. Der ebenso hartnäckige wie für die psychische (...)

Streifzüge, Heft 62
Immaterial World

Shareconomy

Oktober
2014

Für die Durchsetzung des Kapitalismus war es notwendig, die Menschen durch die „Einhegung der Commons“ von ihren Subsistenzmitteln zu trennen. Zu den traditionellen Commons gehörte die gemeinschaftliche Nutzung von Naturressourcen: Wiesen, Weiden, Wälder, Wasser. Gewohnheitsrechtlich wurden sie (...)

Streifzüge, Heft 64

Von der Deindustrialisierung zur Deklassierung*

Zur Kategorisierung schwindender Industriebelegschaften
Juni
2015

Unter Deindustrialisierung verstehen wir einen Schrumpfungs-, Zerschlagungs- und Liquidierungsprozess des industriellen Potenzials (Arbeitskräfte, Maschinen, Gebäude, Know-how). Zentral ist der Verlust von Industriearbeitsplätzen, die von der Industrie selbst nicht kompensiert werden können. (...)

Streifzüge, Heft 65

Charaktermaskerade

Goethe und Marx. Allegorien der Warenform im Faust II
November
2015

Dieser Artikel will eine Erkenntnis wieder ins Bewusstsein rufen, der die Zeit, zu der sie formuliert wurde, nicht günstig war. Es handelt sich um eine Deutung des zweiten Teils von Goethes Faust durch den Germanisten Heinz Schlaffer. Schlaffer ist einer der Scharfsinnigsten seines Fachs und hat (...)

Streifzüge, Heft 66

Die Notwendigkeit dessen, was unnötig ist

August
2016

Meinst du, es mache nichts aus, ob du selbst deine Leiden verschuldest oder das Schicksal? (Horaz, Satiren) 1. Die Notwendigkeit eines Tresors resultiert aus dem Besitz von Juwelen. Wer keine Juwelen besitzt, braucht auch keinen Tresor, um sie vor Diebstahl zu schützen. Die Notwendigkeit des (...)

Streifzüge, Jahrgang 2017

Hunger . Macht . Profite

Filme mit Diskussion im Wiener Top-Kino 9.-12.3.2017
März
2017

u.a. mit Lorenz Glatz organisiert von FIAN (FoodFirst Informations- und Aktions-Netzwerk), zusammen mit ÖBV Via Campesina, normale.at und attac Österreich. Wien Weitere Infos: http://www.hungermachtprofite.at/p/programm-wien.html im Top Kino, Rahlgasse 1 (Ecke Theobaldgasse), 1060 Wien Do (...)

Streifzüge, Heft 70

Wider den Gebrauchswert(begriff)

Juni
2017

Gibt es einen Gebrauchswert ohne Ware? Wie hängen Gebrauchswerte mit der Ware zusammen, sind sie überhaupt ohne Wert resp. Tauschwert zu denken? „Gebrauchswert“ ist keine Eigenschaft von Dingen, sondern eine Betrachtungsweise, also eine Kategorie. Diese Kategorie entstand in der Warengesellschaft, (...)

Streifzüge, Heft 70

Nützlichkeit verdummt!

August
2017

Die Nützlichkeit eines Dings macht es zum Gebrauchswert“ (Marx, 1890, S. 50) schreibt Marx gleich zu Beginn des Kapitals, bevor er den Gebrauchs- mit dem Tauschwert kontrastiert und damit scheint auf den ersten Blick alles geklärt. Im Gebrauchswert liegt der „stoffliche Reichtum“ verborgen, (...)

Streifzüge, Heft 70

Das unschuldige Ding

Facetten und Tücken des Gebrauchswerts
August
2017

Frisch sind die Zweifel ja nicht. Macht der Begriff des Gebrauchswerts überhaupt Sinn? Und wenn ja, welchen? Sind Gebrauchswerte universeller Natur, zumindest von hoher ontologischer Härte, unbeeindruckt von verschiedensten Produktionsverhältnissen, eine eherne und unhintergehbare Größe von (...)

Streifzüge, Heft 70

Anmerkung zu „Gebrauch“

September
2017

Χρῆμα (Chrêma) schreibt Aristoteles, wenn er „etwas“ meint, das als für Menschen brauchbar, nützlich gilt, zur Grundlage des Lebens und möglichen Reichtums zählt. Es ist ein vom Verb χράομαι (chráomai) – (ge)brauchen, sich etwas zunutze machen – abgeleitetes Substantiv, „Gebrauchswert“, „Nützling“ gewissermaßen. (...)

Streifzüge, Heft 71
Leopoldine Evelyne Kwas:

Ich bin das Volk

Februar
2018

Leopoldine Evelyne Kwas: Ich bin das Volk. edition a, Wien 2017, 139 Seiten, ca. 20 Euro Eine Rarität! Leopoldine Evelyne Kwas macht nicht das, was die allermeisten in ihrer Lage machen: sich zu verstecken und sich ihrer Armut zu schämen. Sie macht sich Luft! Sie schildert auf sehr plastische (...)

Streifzüge, Jahrgang 2018

Achtung Armutskonferenz: Anerkennung, Wertschätzung und Würde nur für angepasste Arme

Kritische Stimmen bleiben beim Armutsspektakel ausgeschlossen
März
2018

(Wien, 6.3.2018) Alle zwei Jahre trifft sich die boomende Armutsbranche, um sich auf einer groß angelegten „Armutskonferenz“ gegenseitig zu bestärken, wie gut man(n) & frau doch im Kampf gegen die Armut sei. Auch wenn diese nicht und nicht verschwinden will, weil die versammelten Sozialkonzerne (...)

Streifzüge, Heft 72
Dead Men Working

Totschweigen

Mai
2018

Ich könnte euch Verschiedenes erzählen Was nicht in euren Lesebüchern steht. Geschichten, welche im Geschichtsbuch fehlen, Sind immer die, um die sich alles dreht. … Wir litten Not und sah’n, wie sie entstand. Die großen Lügen wurden offenbar. So heißt es im Gedicht „Ein alter Mann geht vorüber“ von (...)

Streifzüge, Jahrgang 2018

Wunschdenken über Commons bzw. „Commonismus“, Basisdemokratie und „Vernetzung“

Mai
2018

Es ist wie beim Polaroidfoto. Je mehr es sich entwickelt, umso schärfer werden die anfangs verschwommenen Umrisse. Je klarer das Bild, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass Ihnen nicht gefällt, was Sie sehen. (Judith Sills) Der Vortrag „Der Kommunismus ist tot, es lebe der Commonismus“ am (...)

Streifzüge, Heft 73

Arbeit auf Abwegen

Überflüssige Arbeit bei Marx und heute
August
2018

Der Arbeitsbegriff von Karl Marx wurde lange Zeit vornehmlich entweder als anthropologische Kategorie im Sinne einer „ewigen Naturnotwendigkeit“ (Marx 23, 57) betrachtet oder im Kontext einer Klassen- und Ausbeutungstheorie diskutiert. Mit dem Begriff der „abstrakten Arbeit“ verband Marx darüber (...)

Streifzüge, Jahrgang 2018

Postkapitalismus ohne Verzicht

Plädoyer wider die Verzichtslogik in der gegenwärtigen Klimadebatte
September
2018

In der öffentlichen Diskussion über Ursachen und Folgen des Klimawandels sind zumeist die ganz großen Verallgemeinerungen an der Tagesordnung: Wir lebten über unsere Verhältnisse, der Mensch an sich treibe durch seine Gier die Welt in den ökologischen Abgrund, wir alle trügen irgendwie durch unseren (...)

Streifzüge, Heft 74

Haben, als hätte man nicht

Dezember
2018

In seinem Vorwort zu der Aufsatzsammlung „Schulen helfen nicht“ („Celebration of Awareness“), die Ivan Illich 1969 erstmalig publizierte, schreibt Erich Fromm: „Weder diese Aufsätze noch ihr Verfasser bedürfen einer Einleitung. Wenn trotzdem Ivan Illich mir die Ehre erwiesen hat, mich um eine (...)

Streifzüge, Heft 74

Hüter des Habens

Dezember
2018

„Was haben Sie nur davon, noch mehr zu haben, als Sie haben?“ fragte ich ihn, vermutlich naiv, denn für Haben hatte ich mein Lebtag nie Verständnis gehabt. (Günther Anders, Ketzereien) Ist das Haben nicht eine dürftige Position? – Selbstverständlich. Bedürftig wie wir sind, wollen wir haben, eben weil (...)

Streifzüge, Heft 74
2000 Zeichen abwärts

Mangel und Fülle

Januar
2019

Mangel Morgens las ich in der 8-seitigen Beilage zum Thema „Einsamkeit“ des Kurier (4.11.2018), dass es vielen Menschen an zwischenmenschlichen Kontakten mangelt. Ältere genauso wie jüngere fürchten sich vor Isolation. Merkwürdig, wo doch alle rund um die Uhr in den digitalen sozialen Netzwerken (...)

Streifzüge, Heft 74

Am Ende des Metabolismus

Januar
2019

Warum Leute reich werden und bleiben ist bereits hinlänglich gesagt. Brechts Diktum, dass Armut und privater Reichtum miteinander funktional verbunden sind, dass der private Reichtum Einzelner auf der relativen Verarmung der Vielen beruht, ist allgemein geläufig. Marx unterstrich, dass das (...)

Streifzüge, Heft 74
Dead Men Working

Wir Habe-Nichtse

Februar
2019

„Dem Armen zeigt die Welt ihr wahres Gesicht.“ Ein Zitat von Adolf Holl, jenem 88-jährigen Theologen, Soziologen und Publizisten, dem in den 1970er Jahren die Ausübung des Priesteramtes und die Lehrbefugnis wegen Unangepasstheit an die katholischen Dogmen entzogen wurden. Ja, wir Armen spüren (...)

Streifzüge, Heft 76

Zwei Bücher

September
2019

Irene Götz (Hg.): Kein Ruhestand – wie Frauen mit Altersarmut umgehen, Kunstmann Verlag, München 2019, 320 Seiten, ca. 20 Euro Franz Kolland u.a.: Wohnmonitor Alter 2018 – Wohnbedürfnisse u. Wohnvorstellungen im 3. u. 4. Lebensalter in Österr., Studien Verlag, Innsbruck 2018, 230 Seiten, ca. 30 Euro (...)

Streifzüge, Jahrgang 2020

Bizarr

Januar
2020

In der gegenwärtigen Debatte über Armut bzw. Wohlstand fällt dreierlei auf. 1. Die Behauptung von Wissenschaftlern, es ginge uns doch – weltweit – so gut wie noch nie, verbreitet sich auch im linksliberalen Milieu immer mehr. Angeblich seien der Lebensstandard, die Gerechtigkeit und das (...)

Streifzüge, Heft 79

Marode kapitalistische Misswirtschaft

September
2020

Rasant zunehmender Hunger und massenhafte Lebensmittelvernichtung – in der gegenwärtigen Krise tritt die mörderische Irrationalität der kapitalistischen Produktionsweise offen zutage. Da ist er wieder, der unvermeidliche Kartoffelstandard aus fast drei Jahrhunderten Krisen-, Kriegs- und (...)

Streifzüge, Jahrgang 2020

Nicht aus dem Sumpf

November
2020

Wie werden Arbeitslose wahrgenommen? „Nach etwa drei Jahren Arbeitslosigkeit “, schreibt Anna Mayr, „sieht man ihnen deutlich an, wo sie wohnen, wie sie wohnen und dass ihnen nichts mehr einfällt.“ (S. 9) Sie sind billig gekleidet, konsumieren schlechte Lebensmittel, können am kulturellen Leben kaum (...)

Streifzüge, Heft 81

Die am guten Leben orientierte Sozialität und die nachkapitalistische Vergesellschaftung

Mai
2021

Der Kampf von „unten“ gegen „die da oben“ sorgt häufig bestenfalls dafür, negative „Spitzen“ oder Extreme zu verhindern. Das Schlimmste lässt sich im Erfolgsfall unterbinden, das Schlimme bleibt. Hinz geht und Kunz kommt. Oder umgekehrt. Wer dieses Spiel nicht unendlich fortsetzen will, tut gut daran, (...)

Papiergeld, modernes Symbol für den „materiellen Reichtum“
Bücher als Sinnbild für den „geistigen Reichtum“

Reichtum bezeichnet den Überfluss an gegenständlichen oder geistigen Werten. Es gibt jedoch keine allgemeingültige Festlegung, da die Vorstellung von Reichtum von kulturell geprägten, subjektiven und zum Teil höchst emotionalen bzw. Normativen Wertvorstellungen abhängt. In den modernen Industriestaaten wird Reichtum häufig ausschließlich quantitativ auf Wohlstand und Lebensstandard bezogen, obwohl er sich tatsächlich nicht auf materielle Güter reduzieren lässt. Die Bedeutung geistigen Reichtums wird häufig unterschätzt. Gesellschaftlich gesehen erfordert die Entstehung von Reichtum die allgemein akzeptierte Übereinkunft, dass Dinge, Land oder Geld jemandem gehören und dass dieses Eigentum geschützt wird. So ist (bzw. war) Reichtum in egalitären Gesellschaften unbekannt. Die kulturelle Unterschiedlichkeit des Begriffes ist zum Teil Gegenstand heftiger Debatten.

Das Gegenteil von materiellem Reichtum bzw. wirtschaftlichem Vermögen – sprich: der Mangel an Gütern bzw. ein überdurchschnittlich niedriger quantitativer Wohlstand – wird als Armut bezeichnet; auch hier gibt es die Unterscheidung zwischen materieller und geistiger Armut.

Etymologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das entsprechende Adjektiv zu „Reichtum“ lautet reich. Es lässt sich auch in anderen germanischen Sprachen wiederfinden, so z. B. im englischen rich oder im schwedischen rik. In seiner historisch ältesten Form got. reiks bedeutet das Adjektiv „mächtig“ und das Substantiv „Herrscher, Obrigkeit“. Sprachwissenschaftler gehen letztlich von einem keltischen Ursprung aus.[1][2]

Materieller und monetärer Reichtum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Privatvermögen von Bill Gates entsprach 2013 etwa dem Bruttoinlandsprodukt des Staates Aserbaidschan.

Nach Berechnungen von Oxfam aus dem Jahr 2014 verfügen die reichsten 85 Menschen über denselben Reichtum wie die ärmere Hälfte der Erdbevölkerung zusammen. Nach dem Bericht verfügen diese 85 reichsten Menschen über ein Vermögen von einer Billion Britischer Pfund, was dem Vermögen der 3,5 Milliarden ärmsten Menschen entspricht. Das Vermögen des reichsten Prozentes der Weltbevölkerung belaufe sich weiterhin auf insgesamt 60,88 Billionen Pfund.[3][4]

Psychologische Effekte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unmoralisches Verhalten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Wohlstand eines Menschen beeinflusst dessen Denken, Handeln und Fühlen. Laut psychologischer Forschung tendieren wohlhabende Menschen dazu, etwa anderen in Not oft nur dann zu helfen, wenn dies öffentlich geschieht oder sie sich als Wohltäter inszenieren können. Außerdem lügen und betrügen Reiche häufiger als Menschen mit niedrigerem sozioökonomischem Rang. Reichtum verringert außerdem die Empathie. Entsprechendes Verhalten zeigt sich nicht nur in Feldstudien, sondern kann in experimentellen Laborstudien auch erzeugt werden, indem man bei den Studienteilnehmern das Gefühl eines höheren sozioökonomischen Status induziert.[5][6][7][8]

Begrenzter Einfluss auf Wohlbefinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Generell ist Geld zwar relevant für das Wohlbefinden, aber der Effekt wird meist überschätzt.[9] Speziell Einkommensreichtum hat zusätzlich nur einen (im wörtlichen Sinne) begrenzten Einfluss auf das Lebensglück, da ab einer gewissen Höhe des Einkommens die betreffenden Indikatoren für Glück eine Grenze oder „Sättigung” erreichen, d. h. ein Plateau, ab dem sie nicht mehr ansteigen. So wird für Westeuropa und Skandinavien dieses Plateau ab einem gewichteten Äquivalenzjahreseinkommen von 50.000 bis 100.000 US-Dollar erreicht (je nach Indikator). Letzterer Wert entsprach (im Jahr der Studienveröffentlichung) etwa einem Einkommen von 7.062 Euro im Monat. Aus Sicht der Studienautoren können die Studienergebnisse für Regierungen dazu beitragen, Maßnahmen zur Umverteilung des Reichtums zu motivieren.[10] Zum Vergleich: In Deutschland griff im Jahr der Studienveröffentlichung der Höchststeuersatz ab einem zu versteuernden Einkommen von 22.111 Euro im Monat bei Einzelveranlagung.[11]

Nicht auf der Ebene einzelner Personen, sondern auf der Ebene ganzer Länder wird der geringe Zusammenhang zwischen (volkswirtschaftlichem) Einkommen und Wohlbefinden als Easterlin-Paradox bezeichnet.

Solidarisierungseffekt mit den Reichen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der „Solidarisierungseffekt mit den Reichen“ beschreibt das Phänomen, dass sich auch Bevölkerungsgruppen, die sich weit unterhalb der wohlhabenden Mittelschichten mit großem Vermögen befinden, mit diesen identifizieren. Sie befürchten, dass ihr eigenes Gespartes von einer Umverteilungspolitik selbst betroffen sein könnte. Die Identifikation mit den Reichen gibt es nicht zuletzt auch deshalb, da Reichtum ein eigenes Lebensziel bzw. Ideal ist und sich mehr Menschen der Mittelschicht zugehörig fühlen, als es der Definitionen entspricht.[12]

Volkswirtschaftliche Effekte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wenn massive Anteile des Einkommens einer Nation in den Händen einiger weniger konzentriert sind, leidet das gesamtwirtschaftliche Wachstum. Eine Studie des Internationalen Währungsfonds aus dem Jahr 2015 ergab, dass „wenn der Einkommensanteil der obersten 20 % (der Reichen) steigt, nimmt das BIP-Wachstum mittelfristig tatsächlich ab, was darauf hindeutet, dass Gewinne nicht nach unten durchsickern“, während „eine Zunahme des Einkommensanteils der unteren 20 % (der Armen) mit einem höheren BIP-Wachstum verbunden ist.“[13][14][15]

Reichtum von Staaten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Reichtum von Ländern lässt sich anhand verschiedener Indikatoren vergleichen. Gemessen am Bruttoinlandsprodukt pro Einwohner waren 2019 die reichsten Länder der Welt Irland (80.504 Dollar pro Kopf), Schweiz (82.483 Dollar pro Kopf) und Luxemburg (115.838 Dollar pro Kopf). Deutschland belegte mit 46.472 Dollar den 18. Platz.[16]

Interessenvertretung auf EU-Ebene[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Laut dem Transparenzregister für die europäische Interessenvertretung kommen in Brüssel auf zwei Arbeitnehmervertreter 100 Interessensvertreter von Unternehmen und ihren Verbänden. Die Neue Zeit zog daraus die Schlussfolgerung, dass Menschen mit viel Geld eine 50 Mal stärkere Stimme haben als Menschen mit wenig Geld. Dies hebele die europäische Demokratie aus.[17]

Reichtum in Deutschland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Summe des absoluten Vermögens deutscher Haushalte nach Vermögensgruppen im Jahr 2018[18]

Deutschland ist – gemessen am Bruttoinlandsprodukt (BIP) – im weltweiten Vergleich ein sehr reiches Land. Zwischen 1960 und 2003 hat sich das inflationsbereinigte BIP verdreifacht. Zwischen 1991 und 2001 wuchs es um knapp 16 % von 1.710 Milliarden Euro auf 1.980 Milliarden Euro. Das Geldvermögen, das Privatleute besitzen, stieg in diesen zehn Jahren um rund 80 %, von 2,0 Billionen Euro 1991 auf 3,6 Billionen Euro 2001.

Je mehr Geld ein Mensch hat, desto höher setzt er subjektiv die Grenze an, ab der er jemanden für reich hält.[19] Wegen der niedrigen vermögensbezogenen Besteuerung wurde Deutschland 2013 als „Reichenparadies“ bezeichnet.[20]

Es wird unterschieden zwischen Reichtum bezogen auf das Einkommen (sogenannter Einkommensreichtum) und bezogen auf das Vermögen (Vermögensreichtum).

Vermögensreichtum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Merkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als objektiver Indikator für Wohlstand und Reichtum ist Vermögen eher noch wichtiger als das Einkommen. Vermögen kann als Sicherheit dienen und zeitlich begrenzte Einkommensausfälle ausgleichen.

Es besteht ein Zusammenhang zwischen Vermögensreichtum und Aktienbesitz auf zwei Ebenen. Zum einen kann nur bei ausreichendem Vermögen überhaupt in Aktien oder Fonds investiert werden. So ist beispielsweise im bundesweiten Vergleich im reichen Landkreis Starnberg der Anteil der Einwohner am höchsten, die Aktien (41 %) oder Fondsanteile (66 %) besitzen. Da zum anderen Aktien sich langfristig besser rentieren als Zinsprodukte, werden Vermögende zudem noch vermögender als Nicht-Aktienbesitzer.[21]

Einzelpersonen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2019 lag laut des weltweiten Vermögensberichts der Credit Suisse in Deutschland das mittlere Vermögen eines Erwachsenen bei 35.313 US-Dollar,[22] was ca. 31.500 Euro entsprach. Wird die von Ernst-Ulrich Huster vorgeschlagene Grenze von 200 % des Medians angewendet, ergibt sich für Deutschland der Vermögensreichtum ab einem Vermögen von 63.000 Euro. Laut offizieller Statistik lag 2013 diese sogenannte „Reichtumsschwelle“ dagegen bei 77.378 Euro.[23][24]

Haushalte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das iwd definierte 2019 Haushalte in Deutschland als vermögensreich, wenn sie über ein Nettovermögen von 477.200 Euro verfügen. Diese Grenze lag in der Altersgruppe unter 30 deutlich niedriger und in der Altersgruppe von 55 und 59 Jahren deutlich höher.[25]

Laut Daten der Bundesbank ist Immobilienbesitz ein guter Indikator für die Höhe des Vermögens von Haushalten. Haushalte, die in einer eigenen Immobilie leben, haben deutlich höhere Nettovermögen als Mieterhaushalte.[26]

Vermögensverteilung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Verhältnis des absoluten Nettovermögens je Haushalt in Euro an bestimmten Punkten der Vermögensverteilung im Jahr 2017.[26][27][28] Hinweis zur Interpretation: Ein Haushalt z. B. des 90. Perzentils liegt exakt auf dem 90. Prozent der Vermögensverteilung. Das 50. Perzentil entspricht damit zugleich dem mittleren Vermögen deutscher Haushalte.

Die Vermögen, besonders die Geldvermögen, sind sehr ungleich verteilt (siehe Vermögensverteilung in Deutschland). Während im Jahr 2003 die „unteren“ 50 % aller Haushalte zusammen 3,8 % des Gesamtvermögens besaßen, verfügten die „oberen“ 10 % der Haushalte über 46,8 % des privaten Vermögens in Deutschland. 1998 lag dieses Verhältnis noch bei 3,9 % zu 44,4 %.[29] Dieser Trend setzte sich in den folgenden Jahren fort. So verfügte 2017 die ärmere Hälfte der Bevölkerung über 1,3 % des Gesamtvermögens, die reichsten 10 % über 56 %.[30] Schätzungen des DIW, die fehlende Daten des Statistischen Bundesamtes ergänzten (siehe Abschnitt Einkommensreichtum), kamen zu einer noch stärkeren Konzentration des Vermögensreichtums. Demnach besaßen die reichsten 10 % der Deutschen mindestens 63 % des Volksvermögens.[31]

Auch innerhalb der reichsten 10 % besteht eine Konzentration des Vermögensreichtums. Im Jahr 2008 besaßen 0,001 %, also 380 Haushalte, ein Nettovermögen von 419,3 Milliarden Euro oder 5,28 % des Reinvermögens der privaten Haushalte. Die reichsten 0,0001 % der Haushalte (38 Haushalte) besaßen 132,35 Milliarden Euro oder 1,67 % des gesamten privaten Vermögens.[32][33]

Im Jahr 2014 besaßen die 45 reichsten Haushalte so viel wie die ärmere Hälfte der Bevölkerung, nämlich jeweils 214 Milliarden Euro Vermögen.[34]

Einzelne Gruppen von Vermögenden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Personen, deren Vermögen so groß ist, dass sie davon leben, ohne aktiv zu arbeiten, werden als Privatiers bezeichnet. In Deutschland gab es im Jahr 2018 rund 627.000 Privatiers. Das entspricht einer Steigerung von 68,5 % seit der Jahrtausendwende.[35][36]

2010 gab es in Deutschland noch 830.000 Vermögensmillionäre.[37] Bis zum Jahr 2013 erhöhte sich diese Zahl auf 1.015.000.[38] Obwohl Deutschland 2015 und 2016 zusammen insgesamt 5.000 Vermögensmillionäre das Land verließen,[39] stieg laut World Wealth Report bis 2018 ihre Zahl in Deutschland weiter auf 1,364 Millionen Millionäre.[40]

Bei den 1000 reichsten Personen, von denen knapp ein Viertel Milliardäre sind, nahm allein im Jahr 2017 das Vermögen um 13 % zu, während im gleichen Zeitraum das BIP um 2 % stieg. Das Vermögen belief sich zuvor schon auf 1177 Milliarden Euro. Zum Vergleich: 2018 umfasste der Bundeshaushalt 335 Milliarden Euro, also weniger als ein Drittel des Vermögens der 1000 reichsten Personen.[41]

Laut dem Wirtschaftsmagazin Forbes hat sich von 2010 bis 2019 die Anzahl der Milliardäre in Deutschland von 55 auf 107 fast verdoppelt.[42] Im Vergleich der Bundesländer lebten 2015 die meisten Milliardäre in Nordrhein-Westfalen mit einem Gesamtvermögen von 96 Milliarden Euro.[43]

Die reichsten Deutschen mit dem größten Vermögen waren 2020 Susanne Klatten (16,44 Milliarden Euro; SKion, BMW), Beate Heister und Karl Albrecht Jr. (29,25 Milliarden Euro; Aldi Süd) sowie die Familie Reimann (35 Milliarden Euro, Chemiekonzern Benckiser).[44][45] Zum Vergleich: Die Reimann-Familie hat damit ein größeres Vermögen als der Gesamtwert aller Güter, Waren und Dienstleistungen des Staates Lettland.[46]

Krisengewinner[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Laut PwC und UBS stieg die Anzahl der deutschen Dollar-Milliardäre während der Corona-Rezession bis Juli 2020 von 114 auf 119 erneut an, ihr Vermögen wuchs von 501 Milliarden auf 595 Milliarden Euro.[47] Für das gesamte Jahr 2020 kam die Financial Times zusammen mit Morgan Stanley zu einem ähnlichen Ergebnis. Die Zahl der Milliardäre in Deutschland stieg auf 136, ihr Vermögen stieg um mehr als 100 Milliarden Euro oder drei Prozent der Wirtschaftsleistung Deutschlands, während diese um etwa 170 Milliarden Euro oder 4,9 Prozent schrumpfte.[48]

Selbsteingeschätzter Reichtum von Vermögenden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Den reichsten 20 % der Bevölkerung ordneten sich 2017 nur 3 % der Haushalte korrekt zu. Ferner zeigte sich, dass je höher das Vermögen, desto höher der Anteil der Haushalte, die sich falsch einordnen. Auch die Abweichung von der geschätzten zur tatsächlichen Position in der Vermögensverteilung nimmt mit dem Vermögen zu.[26] Millionäre zählen sich oft zur „gehobenen Mittelschicht“.[49][50]

Im internationalen Vergleich[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Laut dem Global Wealth Report der Credit Suisse ist die Konzentration von Vermögen in Deutschland stärker als in anderen westeuropäischen Ländern. So verfügt das reichste Prozent der Einwohner in Deutschland über 30 % des Vermögens. Dagegen hat in Großbritannien das reichste Prozent der Einwohner 24 % des Vermögens, in Italien und Frankreich jeweils 22 %.[51][52]

Ursachen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Erbschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In einer Untersuchung des DIW wurden das (bereits zuvor) vorhandene Nettovermögen mit der Höhe der erhaltenen Erbschaften bzw. Schenkungen verglichen. Unter den Personen, die über einen 15-jährigen Zeitraum eine Erbschaft oder Schenkung erhielten, betrugen diese im Median 32.000 Euro bzw. 36.000 Euro. Die 20 % der Personen der Gesamtbevölkerung mit dem höchsten Nettovermögen erhielten jedoch auch die größten Erbschaften und Schenkungen mit 145.000 Euro.[53][54][55][56] Auch subjektiv sind Erbschaften und Schenkungen von Bedeutung. So wurden Hochvermögende (mit mindestens einer Million Euro Geldvermögen) nach den Gründen für ihre Vermögenssituation gefragt. Als häufigster Grund wurden mit zwei Dritteln der Antworten dabei Erbschaften und Schenkungen genannt.[57][58][59]

Beim reichsten Prozent der Deutschen stammen etwa 80 % des Vermögens aus Erbschaften.[60] Unter den 100 reichsten Deutschen sind zwei Drittel Erben.[61]

Erbschaftsteuer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Michael Hartmann zufolge ist die Vermögenskonzentration in Deutschland auf die hohe Zahl von Familienunternehmen und deren Begünstigung durch das Erbschaftsteuergesetz von 2009 zurückzuführen. Bei den Nutznießern handle es sich nicht, wie oft dargestellt, um größere Handwerkerunternehmen, sondern um große und sehr große Unternehmen. So sei anders als in anderen Ländern in Deutschland etwa die Hälfte der 100 größten Unternehmen in Familienbesitz.[62] (Der Hauptgeschäftsführer des Verbands der Familienunternehmer, der im Manager Magazin als „Cheflobbyist der Reichen” bezeichnet wurde, äußerte sich insoweit ähnlich, als das ihm zufolge bei Familienunternehmern das Betriebsvermögen in der Bilanz oft nicht vom Vermögen reicher Personen zu unterscheiden sei.[63]) Ein Beispiel dafür wäre die Robert Bosch GmbH, die 2020 den Rang zehn der umsatzstärksten Familienunternehmen der Welt besetzte. Der Konzern ist Firmenangaben zufolge zu 99 % im Besitz der Familie des Firmengründers.[64]

Das Erbschaftsteuergesetz, das durch eine Reform 2016 kaum verändert worden sei, ermögliche laut Hartmann ein nahezu steuerfreies Vererben von großen Unternehmensvermögen. Hartmann verweist dazu auf Statistiken, nach denen die Erbschaftsteuer bei Unternehmen um so höher, je kleiner das vererbte Vermögen war.[62]

Parteipräferenzen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Parteipräferenz nach Höhe des individuellen Nettovermögens[65]

Mit zunehmendem Vermögensreichtum ändert sich auch die Parteipräferenz. Mit ansteigendem Vermögen erhöht sich die Präferenz für CDU und FDP, für alle anderen Parteien fällt sie.[65]

Geographische Verteilung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es besteht ein hohes West-Ost-Gefälle der Vermögensverteilung. So stammten 2019 z. B. von den 1000 reichsten Deutschen nur zehn Familien aus Ostdeutschland.[66] Betrachtet man die Gesamtbevölkerung war 2019 das Durchschnittsvermögen eines Ostdeutschen etwa halb so hoch wie das eines Westdeutschen.[66] Allerdings scheint die Vermögenskonzentration in den neuen Bundesländern größer zu sein als in den alten.

Mit einem mittleren Vermögen von 139.800 Euro lebten die reichsten Haushalte in Baden-Württemberg, Bayern und Hessen (Gesamtdeutschland: 70.800 Euro).[26]

Der Anteil des vermögendsten ein Prozent an der Gesamtbevölkerung ist über Deutschland unterschiedlich geographisch verteilt. Am höchsten ist der Anteil dieser Personen an der Gesamtbevölkerung in:[67][68]

  • Bayern in mehreren Gebieten, die ungefähr im Bereich zwischen Ammersee im Nordwesten, Penzberg im Südwesten und Rosenheim im Osten liegen.
  • Berlin
  • Hamburg
  • Nordrhein-Westfalen in den Regionen von jeweils Essen, Düsseldorf, Köln und Bonn
Soziales Milieu[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine Studie im Auftrag der HypoVereinsbank von 2009 anhand einer Stichprobe von Personen mit mindestens einer Million Euro zeigte mehrere soziale Milieus bei Vermögensreichen. Die mit 20–25 % anteilig größte Gruppe bildeten die „statusorientierten Vermögenden“. Sie zeichneten sich aus durch Leistungsorientierung, ein Hocheinschätzen der eigenen Fähigkeiten und Verlangen nach Anerkennung. Typisch sei, dass die betreffenden Personen versuchen, durch Statussymbole und Luxuskonsum anderen zu imponieren und um Bewunderung für sich zu werben. Gleichzeitig hätten sie häufig das Gefühl, von anderen Vermögenden ebenso wie von Neidern nicht die volle Anerkennung zu erfahren.[69] In einer Einordnung der Studie durch den Spiegel wurde Carsten Maschmeyer als ein Vertreter der statusorientierten Vermögenden genannt.[70]

Schulden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Den Gegensatz zum privaten Vermögensreichtum bildet die Überschuldung von knapp 2,8 Millionen Haushalten. Im Jahr 2002 betrugen die Schulden privater Haushalte 1.535 Milliarden Euro, die Schulden der Unternehmen 3.142 Milliarden Euro und die öffentliche Verschuldung 1.523 Milliarden Euro (2006). Das Nettogeldvermögen aller Unternehmen lag im negativen Bereich bei −1.241 Milliarden Euro, das des Staates bei −1.061 Milliarden Euro. Spiegelbildlich dazu lag das Nettogeldvermögen privater Haushalte und der Versicherungen und Banken bei 2.380 Milliarden Euro.[71]

Einkommensreichtum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Personen mit mehr als dem Doppelten des äquivalenzgewichteten mittleren Einkommens leben in Einkommensreichtum. Diese Grenze wurde von Ernst-Ulrich Huster vorgeschlagen.[72] Entsprechend ist diese Reichtumsschwelle eine veränderliche Größe in Abhängigkeit von Einkommensveränderungen in der Bevölkerung. Im Jahr 2015 lag die Grenze bei ca. 3.390 Euro im Monat.[73]

Dagegen galt man laut Institut der deutschen Wirtschaft (iwd) man als reich, wenn man als Single über 3850 Euro netto verdient (Stand: 2019). Für ein Paar wird dieser Wert mit 1,5 multipliziert und für eine Familie mit zwei Kindern unter 14 Jahren beträgt der Multiplikator 2,1. Ein Paar ohne Kinder gilt folglich mit einem gemeinsamen Haushaltsnettoeinkommen von 5775 Euro als reich.[25]

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales definiert Einkommensreichtum als das Dreifache des Medians der Nettoeinkünfte von der Gesamtbevölkerung.[74] Dieser lag 2019 bei knapp 1900 Euro. Wer also über 5700 Euro pro Monat verdiente, galt als einkommensreich.[25]

Wer 100.000 Euro brutto im Jahr verdient, zählt zu den oberen 5 %.[75][76]

Häufigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 1991 bis 2019 stieg der Anteil der Reichen an der Bevölkerung, die Reichtumsquote, von 5,6 % auf 7,9 %.[77]

Die tatsächlichen Reichtumsquoten sind höher, da aufgrund der Datenerhebung mittels freiwilliger Selbstauskunft und durch mit steigendem Einkommen und Vermögen abnehmender Auskunftsbereitschaft die statistisch auswertbare Datengrundlage für hohen Einkommen und Vermögen so mangelhaft ist, dass das Statistische Bundesamt nur Haushaltsnettoeinkommen bis zur Abschneidegrenze von 18.000 Euro/Monat berücksichtigt. Rund 70 % der Selbstständigen- und Vermögenseinkommen sind deshalb in den Verteilungsberechnungen nicht enthalten. Zudem ausgeschlossen von der Erhebung sind nicht entnommene Gewinne Selbständiger und Personen in Gemeinschaftsunterkünften, beispielsweise Bewohner eines Pflegeheimes, sowie Obdachlose. Die Größe der Abweichung von den tatsächlichen Einkommen zeigt der Vergleich zwischen den Einkommenssummen der EVS mit den tatsächlichen Einkommenssummen der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung (VGR).[78][79]

2008 betrug die Abweichung der statistischen Selbständigen- und Vermögenseinkommen in Höhe von 139 Milliarden Euro in der EVS zu der gleichartigen Einkommensumme von 477 Milliarden Euro in der VGR rund 338 Milliarden Euro. Etwa 71 % dieser Einkommen wurden durch die EVS nicht erfasst und sind in den Verteilungsrechnungen und somit in den Ungleichverteilungsmaßen wie dem Gini-Index oder der Reichtumsquote nicht dargestellt. Laut Statistischem Bundesamt „deutet dies auf eine grundsätzliche Problematik der Messung von Selbständigen- und Vermögenseinkommen in (freiwilligen) Haushaltserhebungen hin“.[80]

Die Zahl der Einkommensmillionäre ist von knapp 12.500 im Jahr 2009 auf über 21.000 im Jahr 2015 gewachsen.[81][82]

Geographische Verteilung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Reichtumsquote war 2019 am höchsten in den Bundesländern Hamburg (10,9 %), Hessen (10,3 %) und Baden-Württemberg (9,9 %). Am niedrigsten war die Reichtumsquote in Sachsen-Anhalt (3,1 %), Mecklenburg-Vorpommern (3,6 %) und Thüringen (3,7 %).[83]

Die höchsten monatlichen Pro-Kopf-Einkommen gab es 2016 mit 2.916 Euro im Landkreis Starnberg und im Landkreis Heilbronn mit 2.697 Euro, die damit über dem Staat Luxemburg lagen (2.550 Euro).[84]

Den höchsten Anteil von Einkommensmillionären an gab es 2015 im Hochtaunuskreis, im Stadtkreis Baden-Baden und im Landkreis Starnberg.[85]

Angenommener vs. tatsächlicher Einkommensreichtum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach einer Umfrage der Humboldt-Universität zu Berlin im Auftrag des Magazins Geo 2007 nahmen die Befragten an, dass die durchschnittlichen Gehälter von Vorstandsvorsitzenden im Jahr 2006 bei 125.000 € monatlich lägen.[86] Das Monatseinkommen der Vorstandsvorsitzenden der DAX-Aktiengesellschaften lag 2006 jedoch bei 358.000 Euro. 2007 sind sie auf 374.000 Euro[87] bzw. 391.000 €[88] gestiegen.

Krankenversicherung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In einer 2020 veröffentlichten Studie im Auftrag der Bertelsmann Stiftung wurde das zweigliedrige System aus privaten (PKV) und gesetzlichen (GKV) Krankenkassen untersucht. Aus Sicht der Studie wandern die finanziell leistungsstarken Versicherten in die PKV ab. So lägen die monatlichen Einnahmen eines PKV-Mitglieds bei im Schnitt 3.155 Euro im Vergleich zu durchschnittlich 2.012 Euro bei einem GKV-Mitglied.[89][90][91][92]

„Reichensteuer”[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Zahl der Personen, die von der Reichensteuer betroffen sind, ist erheblich niedriger als die der Reichtumsquote, da „die Reichen” hier nur als Schlagwort für eine Teilgruppe und nicht im wissenschaftlichen Sinne gebraucht wird. Personen, die von der Reichensteuer betroffen waren, hatten 2009 ein Jahreseinkommen von über 250.401 Euro bei Einzelveranlagung und 500.802 Euro bei Zusammenveranlagung. Diese Anzahl belief sich 2009 auf insgesamt rund 57.942 Personen, also 0,22 % der Steuerpflichtigen.[93] Diese Anzahl stieg bis 2017 auf ca. 156.000 Steuerpflichtige an, bis 2018 auf ca. 163.000[94] (bei über 256.304 Euro Einzelveranlagung und 512.608 Euro Zusammenveranlagung).[95]

Steuerliche Prüfungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hingegen ist laut Auskunft des Bundesfinanzministeriums die Zahl der Betriebsprüfungen durch Steuerprüfer rückläufig bei Personen mit Einkünften über 500.000 Euro pro Jahr. Sie ist von 1.630 im Jahr 2009 um fast 30 % auf 1.150 im Jahr 2018 gefallen.[81][82] Bis zum Jahr 2020 sankt die Zahl abermals auf 909 Prüfungen.[96]

Durchsetzung von Interessen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Einfluss bei politischen Entscheidungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Laut einem Forschungsbericht von 2016 im Auftrag des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales werden in Deutschland bei politischen Entscheidungen die Präferenzen von sozialen Gruppen unterschiedlich stark berücksichtigt. Ausgewertet wurden dabei Daten aus der Zeit zwischen 1998 und 2015. Es zeigt sich ein deutlicher Zusammenhang von Entscheidungen zu den Einstellungen von Personen mit höherem Einkommen, aber keiner oder sogar ein negativer Zusammenhang für die Einkommensschwachen.[97]

Parteipräferenzen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Deutschland haben Wähler mit unterschiedlichen Parteipräferenzen verschiedene mittlere Netto-Haushaltseinkommen. Im Bundestagswahljahr 2017 waren laut DIW die drei Parteien, unter deren potentiellen Wählern sich die höchsten Haushaltseinkommen fanden, CDU und Bündnis 90/Grüne mit jeweils 3.000 Euro und FDP mit 3.400 Euro.[98][99] Zum Vergleich: die Reichtumsgrenze für Einkommen lag 2015 bei ca. 3.390 Euro.[73]

Im Jahr 2020 erhielten bei der Kreiswahl im Landkreis Starnberg, der in ganz Deutschland das höchste durchschnittliche Pro-Kopf-Einkommen aufweist, bei über 66.000 gültigen Stimmen die CSU 34 %, die Grünen 30 % und die Freien Wähler 14 % der Stimmen.[100]

Bund der Steuerzahler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach Meinung von Beobachtern vertritt der Bund der Steuerzahler entgegen seinem Namen nicht die Interessen aller Steuerpflichtigen, sondern nur die der Reichen. Zu diesem Schluss kamen Beobachter unter anderem, weil 22 % der Leser der Mitgliederzeitschrift über ein Haushaltsnettoeinkommen von mehr als 5.000 Euro im Monat verfügen (In der Gesamtbevölkerung: 8 %).[101] Auch SPD-Vertreter äußerten die Ansicht, dass der Verband vor allem Interessenpolitik für Einkommensreiche und Vermögende macht.[102]

Ursachen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Ursachen für Einkommensreichtum sind von denen für niedrige Einkommen zu unterscheiden. Während niedrige Einkommen seit der Wiedervereinigung vor allem durch Merkmale des Arbeitsmarkts verursacht wurden,[103] waren entscheidend für hohe Einkommen die (auch in anderen Industrieländern) zurückgegangene Steuerprogressivität. Das führte dazu, dass Haushalte und Unternehmen mit hohem Einkommen jetzt niedrigere effektive Steuersätze haben. Tatsächlich deutet eine Analyse des IWF darauf hin, dass die steigende Konzentration des Einkommens vor Steuern an der Spitze in vielen Industrieländern auch mit sinkenden Spitzensteuersätzen zusammenhing: Je höher die Senkung des Spitzensteuersatzes, desto höher war für das Top 1 % die Zunahme des Einkommensanteils an einer Volkswirtschaft.[104][105]

Reichtum in Österreich[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Privatvermögen in Österreich betrug im Jahr 2001 rund 581 Milliarden Euro. Die reichste in Österreich lebende Einzelperson war (verstorben am 5. Oktober 2006) mit 5,4 Milliarden Euro Friedrich Karl Flick. Der reichste gebürtige Österreicher war bis 2022 Dietrich Mateschitz. Neben ihnen gab es um 2022 noch 350 Menschen in Österreich, die über 10,9 Milliarden Euro zu ihrem Besitz zählen können und rund 28.000 Euro-Millionäre.

Spitzenverdiener finden sich in Österreich in den Bereichen Privatwirtschaft, Kunst oder auch dem professionell betriebenen Sport. Als Bestverdiener kann mit einem jährlichen Bruttoeinkommen von ca. 10 Millionen Euro Siegfried Wolf, Vorstandsvorsitzender der Magna-Austria, ausgemacht werden.

Der statistisch durchschnittliche Österreicher verdient rund 18.750 Euro nach Abzug der Steuern pro Jahr und die statistisch durchschnittliche Österreicherin rund 12.270 Euro nach Abzug der Steuern pro Jahr. Dies sind Werte für unselbständig Erwerbstätige ohne Lehrlinge aus dem Jahr 2003.[106]

Selbsteingeschätzter Reichtum von Vermögenden in Österreich[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ähnlich wie in Deutschland gibt es in Österreich das Phänomen der falschen Selbsteinschätzung bezüglich dem eigenen Vermögen. Fast alle Österreicherinnen und Österreicher sehen sich als Teil der gesellschaftlichen Mitte, so z. B. auch ein Landeshauptmann[107] mit einem monatlichen Bruttogehalt von knapp 20.000 Euro[108]. Zwar will niemand als arm gelten und die Armen machen sich reicher als sie sind, dennoch – und noch viel mehr – kaum jemand sieht sich selbst als reich. Die Gründe dafür sind vielfältig (z. B.: die gesellschaftliche Mitte wird als Wohlfühlort wahrgenommen; die meisten denken, Reichtum beginne etwas oberhalb von ihnen selbst; es gibt große Erhebungslücken bei Umfragen, da die Reichen daran nicht teilnehmen), ebenso wie die Auswirkungen (Gefahr für die demokratische Grundordnung der Gesellschaft, die politische und wirtschaftliche Stabilität, das Gesundheitssystem; Ungerechtigkeit im Steuersystem - Arbeit deutlich mehr besteuert als Vermögen, etc.).[109] Eindeutig ist nur: Die Mitte, zu der sich alle Menschen in Österreich zählen, gibt es nicht, zumindest wenn es um Vermögen geht. Vielmehr teilt sich die Gesellschaft in Sachen Vermögen: Nach Schätzungen der Österreichischen Nationalbank aufgrund von Immobilien und anderen bekannten Vermögenswerten besitzt das oberste Prozent (1 %), die Multimillionäre und Milliardäre, rund 50 % des gesamten Vermögens in Österreich, die obere Hälfte aller Haushalte (50 %) besitzt den Großteil des restlichen Vermögens (95 %) und die untere Hälfte (50 %) besitzt zusammen weniger als fünf Prozent (5 %) des gesamten Vermögens in Österreich.[110] Beim Einkommen verdienen die obersten zehn Prozent (10 %), die Topverdiener, 30 % des Gesamteinkommens.[111]

Millionaires for Humanity[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aus Anlass der Corona-Krise forderten 83 Millionäre aus sieben Ländern, die sich „Millionaires for Humanity“ nannten, in einem durch Oxfam und andere Hilfsorganisationen verbreiteten offenen Brief an Regierungen weltweit, dass diese dauerhaft höhere Steuern für die Reichsten erheben sollten. Darin sehen die Unterzeichnenden einen Weg, Gesundheitssysteme, Schulen und soziale Sicherheit angemessen zu finanzieren. Sie appellierten „Besteuert uns. Besteuert uns. Besteuert uns. Es ist die richtige Wahl. Es ist die einzige Wahl.”[112][113][114][115]

Unterschiedliche Betrachtungsweisen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Viele Religionen, Weltanschauungen, Philosophen und indigene Kulturen betrachten materiellen Reichtum skeptisch wie Tendzin Gyatsho, der Dalai Lama.

„Die Liebe zum Besitz ist bei ihnen (den Weißen) wie eine Krankheit. Diese Leute haben viele Gebote erlassen, welche von den Reichen gebrochen werden dürfen, von den Armen jedoch nicht. Sie erheben Abgaben von den Armen und Schwachen, um die Reichen und Herrschenden zu ernähren. (…)“

Die sozialwissenschaftliche Sicht von Reichtum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Ethnologie und Soziologie beschreiben Gesellschaften auch über ihr Verständnis von Reichtum und über die Strukturen und Machtmittel, die sie einsetzen, um diesen Reichtum zu schützen. Überdies kann der Reichtum an Prestige verleihenden Gütern anthropologisch als Grund des Fetischismus untersucht werden. Unter anderem gibt es groteske Fälle, in denen Menschen von ihrem Kontostand oder dem darauf liegenden Geld sexuell erregt wurden (Paraphilie).

Darüber hinaus beobachtet die Sozialwissenschaft die Anhäufung von Reichtum unter dem Aspekt der Verteilung von Ressourcen und damit auch der Machtverteilung. Die moderne Elitesoziologie, insbesondere das Power Structure Research, betrachten die Reichtumsentwicklung sehr kritisch.

Kritik am Reichtum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bereits der antike Philosoph Platon verfasste eine umfangreiche Schrift über die Zusammenhänge von Reichtum, einseitiger Machtkonzentration und moralischem Verfall.[117] Der enorme Reichtum Roms wird von Historikern oft als Ursache für den Verfall der römischen Gesellschaft im 1. Jahrhundert v. Chr. gesehen. Heute wird häufig der ausschließlich materielle Reichtumsbegriff kritisiert: Menschen, die einen hohen Lebensstandard genießen, würden leicht ihre „geistige Wachsamkeit“ und ihren „sozialen Reichtum“ einbüßen.[118][119]

Friedrich Nietzsche meint, dass der Reichtum eine aristokratische Rasse erzeuge, weil er erlaube, die schönsten Frauen zu wählen, die besten Lehrer zu bezahlen, Sport zu treiben und sich von verdumpfender körperlicher Arbeit fernzuhalten. Diese Wirkungen entstünden schon bei geringem Reichtum, es gäbe keine Steigerung, auch wenn der Reichtum erheblich gesteigert werde. Armut sei nur für diejenigen nützlich, die ihr Glück im Glanze der Höfe, als Helfer für Einflussreiche oder als Kirchenhäupter suchten.[120]

Eine sehr detaillierte Auseinandersetzung mit den Ursachen des heutigen Reichtumsbegriffes lieferte der Sozialpsychologe Erich Fromm mit seinem 1976 veröffentlichten Werk Haben oder Sein. Er sieht die westliche Kultur als Nährboden für die Existenzweise des „ewigen Säuglings, der nach der Flasche schreit“, statt einer Haltung, die sich produktiv mit der Welt auseinandersetzt und wenig auf materiellen Besitz gibt.[121]

Christian Neuhäuser zufolge wäre eine Person reich, wenn sie mit Blick auf notwendige Erfordernisse für die Selbstachtung über viele Geldmittel verfügt. Fragwürdig werde Reichtum, wenn durch ihn verhindert oder es zumindest erschwert wird, dass andere Personen in Selbstachtung leben. So sei Reichtum moralisch problematisch, der eine nicht rechtfertigbare Machtausübung ermöglicht oder erleichtert. Neuhäuser sieht es daher als notwendig an, die Orientierung in der Gesellschaft auf das „Reich-Werden“ zu überwinden. Dies könnte erreicht werden, wenn Steuern auf Einkommen und Vermögen – sobald sie in den Bereich des Reichtums kommen – stark ansteigen. Als Konsequenz würde es sich nicht mehr lohnen, nach Reichtum zu streben. Unternehmer würden dann nicht mehr Reichtum als Ziel, sondern soziale Ziele verfolgen.[122][123]

Den Kritikern von Reichen wird zum Teil unterstellt, dass es ihnen nicht um Gerechtigkeit gehe, sondern dass sie von Neid getrieben seien. Dieser Vorwurf wird jedoch als nicht überzeugend bemängelt, da Neidgefühle eine soziale Nähe voraussetzen, die kaum entstehen kann, da Superreiche durch Abschottung in einer Art Parallelwelt leben. Beim Neidvorwurf solle es sich daher vielmehr um eine Immunisierungsstrategie handeln. Neid richtet sich demgegenüber viel häufiger auf ärmere Menschen – z. B. Flüchtlinge und Sozialhilfeempfänger –, die staatliche Unterstützung erhalten.[124][125][126][127]

Die Sicht der Weltanschauungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blendender Reichtum zu Ehren Gottes im katholischen Stift Melk

Im ursprünglichen christlichen Glauben predigte Jesus Christus: „Eher kommt ein Kamel durch ein Nadelöhr als ein Reicher in den Himmel.“ Im Markusevangelium wollte er zeigen, dass man sich nicht auf seinen Reichtum verlassen soll, wenn es darum geht, „das ewige Leben zu erben“ (Mk 10,17b).

Ausgehend vom Determinations-/Prädestinationsdenkens Luthers bzw. Calvins konnotierte die protestantische Mentalität Reichtum als Indiz der Erwählung des Reichen durch Gott (Calvinismus). Der Reiche habe deswegen seinen Reichtum im höchsten Sinne „verdient“. Soziokulturelle Auswirkungen hat dieses Denken bis heute in den Kernländern des Protestantismus wie Großbritannien oder den USA. In Verbindung mit Reichtum wird in protestantisch geprägten Staaten traditionell der Begriff Leistungsgerechtigkeit häufiger gebraucht als der im Katholizismus übliche Begriff Verteilungsgerechtigkeit.

In Bezug auf den Buddhismus wird Reichtum ähnlich wie im frühen Christentum als Belastung angesehen. Tenzin Gyatso, der derzeitige Dalai Lama, meint: „Genugtuung, Geld auf der Bank zu haben, macht vielleicht im Moment glücklich, doch mit der Zeit hat der Besitzende immer mehr Angst, dass er alles verlieren könnte. Der große Lehrer (Buddha) predigte deshalb Armut, da er darin eine Art von ‚Erlösung‘ sah.“

Auch die Vertreter indigener Völker wenden sich häufig gegen die eurozentrisch geprägten Vorstellungen von Reichtum und Fortschritt. Oftmals widerstrebt materieller Besitz ihren traditionellen Überzeugungen und spirituellen Vorstellungen.[128]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wiktionary: Reichtum – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
Wikiquote: Reichtum – Zitate

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Wolfgang Pfeifer: Etymologisches Wörterbuch des Deutschen: Lemma reich
  2. DWB: reich
  3. The Guardian, Oxfam: 85 richest people as wealthy as poorest half of the world, 20. Januar 2014
  4. The Independent, World's 85 richest people have as much as poorest 3.5 billion: Oxfam warns Davos of ‘pernicious impact’ of the widening wealth gap, 20. Januar 2014
  5. Forscher beweisen: Geld verdirbt den Charakter. In: Frankfurter Rundschau. 28. Februar 2012, abgerufen am 17. September 2019.
  6. Daisy Grewal: How Wealth Reduces Compassion. In: Scientific American. Abgerufen am 12. September 2019 (englisch).
  7. Maia Szalavitz: The Rich Are Different: More Money, Less Empathy. In: Time. ISSN 0040-781X (online [abgerufen am 17. September 2019]).
  8. P. K. Piff, D. M. Stancato, S. Cote, R. Mendoza-Denton, D. Keltner: Higher social class predicts increased unethical behavior. In: Proceedings of the National Academy of Sciences. Band 109, Nr. 11, 13. März 2012, ISSN 0027-8424, S. 4086–4091, doi:10.1073/pnas.1118373109, PMID 22371585, PMC 3306667 (freier Volltext).
  9. Lara B. Aknin, Michael I. Norton, Elizabeth W. Dunn: From wealth to well-being? Money matters, but less than people think. In: The Journal of Positive Psychology. Band 4, Nr. 6, November 2009, ISSN 1743-9760, S. 523–527, doi:10.1080/17439760903271421.
  10. Andrew T. Jebb, Louis Tay, Ed Diener, Shigehiro Oishi: Happiness, income satiation and turning points around the world. In: Nature Human Behaviour. Band 2, Nr. 1, 2018, ISSN 2397-3374, S. 33–38, doi:10.1038/s41562-017-0277-0 (online [abgerufen am 17. September 2019]).
  11. § 32a EStG - Einzelnorm. Abgerufen am 7. Juli 2020.
  12. Sighard Neckel: „Reichtum muss begrenzt werden“. Reiche konsumieren viel mehr als andere. Doch es ist weniger ihr Konsum als ihre Verfügungsgewalt über die Produktion, was die Klimakrise verschärft. In: www.ews-schoenau.de. Elektrizitätswerke Schönau, 3. November 2023, abgerufen am 18. Januar 2024 (Der Soziologe Sighard Neckel im Gespräch mit Guido Speckmann).
  13. Era Dabla-Norris, Kalpana Kochhar, Nujin Suphaphiphat, Frantisek Ricka, Evridiki Tsounta: Causes and Consequences of Income Inequality: A Global Perspective. Hrsg.: International Monetary Fund. Juni 2015 (Online [PDF; 1,7 MB; abgerufen am 22. September 2021]): “if the income share of the top 20 % (the rich) increases, then GDP growth actually declines over the medium term, suggesting that the benefits do not trickle down” [while] “an increase in the income share of the bottom 20 % (the poor) is associated with higher GDP growth.”
  14. Larry Elliott Economics editor: Pay low-income families more to boost economic growth, says IMF. In: The Guardian. 15. Juni 2015, abgerufen am 27. Mai 2020.
  15. Tobias Kaiser: Einkommensverteilung: IWF warnt vor Ungleichheit und Armut. In: Die Welt. 15. Juni 2015, abgerufen am 27. Mai 2020.
  16. Ranking: Die zehn reichsten Länder der Welt. Abgerufen am 22. Oktober 2020.
  17. 25.000 Lobbyisten: Wie Wirtschaft und Reiche Europas Demokratie aushebeln. In: NeueZeit.at. 7. Oktober 2020, abgerufen am 5. Juli 2021 (deutsch).
  18. MACROFINANCE LAB BONN. Abgerufen am 10. Juni 2020 (amerikanisches Englisch).
  19. Hendrik Ankenbrand, Patrick Bernau: Arme Oberschicht: So lebt das reichste Prozent der Deutschen. In: FAZ.NET. Abgerufen am 22. Juli 2018.
  20. Claus Hulverscheidt: Vermögenssteuern im Vergleich - Reichenparadies Deutschland. Abgerufen am 4. Februar 2021.
  21. Harald Freiberger: Aktienbesitz in Deutschland - Studie zeigt Verteilung. Abgerufen am 21. März 2021.
  22. Anthony Shorrocks, Jim Davies, Rodrigo Lluberas: Global wealth report 2019. In: Credit Suisse Research Institute (Hrsg.): Global wealth reports. Oktober 2019 (englisch, Online [PDF; 2,3 MB; abgerufen am 22. September 2021]).
  23. Landeshauptstadt München (Hrsg.): Münchner Armutsbericht. München 2017 (online [PDF]).
  24. Jürgen Faik, Ernst Kistler: Kurzstudie zur aktuellen Entwicklung von Armut und sozialer Ungleichheit in Rheinland-Pfalz. Stadtbergen / Frankfurt am Main September 2016.
  25. a b c Nettogehalt: Ab welchem Einkommen gilt man in Deutschland als „reich“? 28. Mai 2023, abgerufen am 28. Mai 2023.
  26. a b c d Vermögen und Finanzen privater Haushalte in Deutschland: Ergebnisse der Vermögensbefragung 2017. In: Deutsche Bundesbank (Hrsg.): Monatsbericht. (Online [PDF; 427 kB; abgerufen am 22. September 2021]).
  27. Alle sind Mitte. In: Die Zeit. Abgerufen am 22. Juni 2020.
  28. Holger Zschäpitz: Bundesbank-Studie: Die Vermögen offenbaren Deutschlands Probleme. In: Die Welt. 15. April 2019, abgerufen am 22. Juni 2020.
  29. Lebenslagen in Deutschland. (Memento vom 28. März 2007 im Internet Archive) (PDF) Der 2. Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung. S. 24. Entwurf (Fassung für Ressortabstimmung und Beteiligung von Verbänden und Wissenschaft). 14. Dezember 2004. Abgerufen am 5. April 2024.
  30. Neue Studie zu Vermögensverteilung: Immer mehr für wenige. In: Die Tageszeitung. 2. Oktober 2019, abgerufen am 11. Mai 2020.
  31. Ulrike Herrmann: Das Vermögen der Millionäre: Versteckter Reichtum. In: Die Tageszeitung. 18. Dezember 2019, abgerufen am 11. Mai 2020.
  32. Joachim R. Frick, Markus M. Grabka, Richard Hauser: Die Verteilung der Vermögen in Deutschland – Empirische Analysen für Personen und Haushalte. Berlin 2010, S. 56. Zahlen dort nach Klaus Boldt: Die 300 Reichsten Deutschen. In: Manager Magazin Spezial, Oktober 2008, S. 12–57. und nach: Wojciech Kopczuk, Emmanuel Saez: Top Wealth Shares in the United States: 1916–2000: Evidence from Estate Tax Returns (PDF; 1 MB). In: National Tax Journal, 2004, 57, S. 445–488.
  33. Edward N. Woolf: The Asset Price Meltdown and the Wealth of the Middle Class. (PDF; 220 kB) New York University, 2012, S. 58.
  34. Florian Diekmann, DER SPIEGEL: 45 Superreiche besitzen so viel Vermögen wie die halbe deutsche Bevölkerung - DER SPIEGEL - Wirtschaft. Abgerufen am 27. September 2020.
  35. Martin Greive: Vermögen: Die Zahl der Privatiers in Deutschland steigt rasant. In: Handelsblatt. 1. September 2019, abgerufen am 3. September 2019.
  36. Vermögen in Deutschland: Zahl der Privatiers steigt rasant. In: Spiegel Online. 2. September 2019, abgerufen am 3. September 2019.
  37. Vermögensreport der Valluga Ag, Daten veröffentlicht von www.dasinvestment.com/.
  38. focus.de – In Deutschland leben mehr als eine Million Millionäre, abgerufen am 3. September 2013
  39. Millionäre gehen: Die Nerze verlassen das sinkende Schiff. Abgerufen am 14. Dezember 2021.
  40. World Wealth Report 2018: Gesamtvermögen der Millionäre über 70Bil USD. In: Capgemini Deutschland. 19. Juni 2018, abgerufen am 1. März 2020.
  41. Wolfgang Pomrehn: Obszöner Reichtum: Die oberen 1000 haben jetzt über eine Billion Euro. Abgerufen am 23. Januar 2021.
  42. Nina Jerzy: Länder mit den meisten neuen Milliardären. In: Capital.de. 17. Mai 2020, abgerufen am 19. Mai 2020.
  43. manager magazin: Hamburg und Co: So viele Milliardäre in Ihrem Bundesland - manager magazin - Unternehmen. Abgerufen am 28. September 2020.
  44. Andreas Bornefeld, Christoph Neßhöver, manager magazin: Reichste Deutsche: Die 1001 größten Vermögen 2019 - manager magazin - Politik. Abgerufen am 6. Juli 2020.
  45. Die reichsten Deutschen 2020 | Die aktuelle Liste der Milliardäre. 1. Januar 2020, abgerufen am 6. Juli 2020.
  46. Report for Selected Countries and Subjects. Abgerufen am 28. November 2020 (englisch, 34,1 Mrd. US-Dollar entsprachen 2019 etwa 30,5 Mrd. Euro).
  47. Wirtschaftswoche: Nettovermögen der Ultrareichen: Corona hat die Superreichen noch reicher gemacht. Abgerufen am 10. Oktober 2020.
  48. Ruchir Sharma: The billionaire boom: how the super-rich soaked up Covid cash. In: Financial Times. 14. Mai 2021 (ft.com [abgerufen am 24. Januar 2022]).
  49. Friedrich Merz: Der Millionär, der sich zur oberen Mittelschicht zählt. Abgerufen am 12. Juli 2023.
  50. Hans-Martin Tillack: Hat Friedrich Merz wirklich zwei Flugzeuge? Stern.de, 28. November 2018, abgerufen am 12. Juli 2023.
  51. Anthony Shorrocks, Jim Davies, Rodrigo Lluberas: Global wealth report 2019. In: Credit Suisse Research Institute (Hrsg.): Global wealth reports. Oktober 2019, S. 48 (englisch, Online [PDF; 2,3 MB; abgerufen am 22. September 2021] "Wealth inequality is higher in Germany than in other major West European nations… We estimate the share of the top 1 % of adults in total wealth to be 30 %, which is also high compared with Italy and France, where it is 22 % in both cases. As a further comparison, the United Kingdom['s] … share of the top 1 % is 24 %.").
  52. Kristina Antonia Schäfer: Global Wealth Report 2019: Die Wohlstands-Illusion. Abgerufen am 5. Januar 2020.
  53. tagesschau.de: DIW-Studie: Erben verschärft die Ungleichheit. Abgerufen am 18. Januar 2022.
  54. Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung: Erbschaften machen Vermögende in Deutschland noch reicher. In: Die Zeit. 3. Februar 2021, abgerufen am 18. Januar 2022.
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  56. Kira Baresel, Heike Eulitz, Uwe Fachinger, Markus M. Grabka, Christoph Halbmeier: Hälfte aller Erbschaften und Schenkungen geht an die reichsten zehn Prozent aller Begünstigten. In: DIW Wochenbericht. 2021, doi:10.18723/DIW_WB:2021-5-1 (diw.de [abgerufen am 18. Januar 2022]).
  57. Reichtum: Hohe Vermögen sind vor allem vererbt. In: Die Zeit. 19. Oktober 2016, abgerufen am 18. Januar 2022.
  58. Philip Plickert: Wohlstand: Woher die Reichen ihr Vermögen haben. In: FAZ.NET. ISSN 0174-4909 (faz.net [abgerufen am 18. Januar 2022]).
  59. D. I. W. Berlin: DIW Berlin: Für hohe Vermögen in Deutschland spielen neben Selbständigkeit und Unternehmertum auch Erbschaften und Schenkungen eine große Rolle. Abgerufen am 18. Januar 2022.
  60. Timm Bönke, Giacomo Corneo, Christian Westermeier: Erbschaft und Eigenleistung im Vermögen der Deutschen: Eine Verteilungsanalyse, April 2015. (Memento vom 19. April 2015 im Internet Archive) (PDF) S. 30, 34
  61. Cornelia Meyer: Eliteforscher erklärt, was zwei Drittel der reichsten Deutschen gemeinsam haben. 30. November 2020, abgerufen am 19. Januar 2022.
  62. a b Lea Fauth: Elitenforscher über Reichtum: „Milliarden steuerfrei vererbt“. In: Die Tageszeitung: taz. 16. Juli 2020, ISSN 0931-9085 (taz.de [abgerufen am 28. Juli 2020]).
  63. Lukas Heiny, manager magazin: Vermögenssteuer: Wie die Reichen die Politik beeinflussen - manager magazin - Unternehmen. Abgerufen am 28. Juli 2020.
  64. Die größten Familienunternehmen der Welt. 15. August 2020, abgerufen am 24. August 2020.
  65. a b Stefan Bach, Markus Grabka: Parteianhänger: Wohlhabende neigen zu Union und FDP – und zu den Grünen. In: DIW (Hrsg.): DIW Wochenbericht. Nr. 37, 2013 (Online [PDF; 168 kB; abgerufen am 22. September 2021]).
  66. a b Anne Kunz: Millionäre: Warum im Osten die reiche Oberschicht fehlt. In: Die Welt. 26. Dezember 2019 (welt.de [abgerufen am 11. August 2020]).
  67. Fabian Dinklage, Annick Ehmann, Philip Faigle, Vanessa Vu, Paul Blickle, Julian Stahnke: Vermögensverteilung: Das obere Prozent. In: Die Zeit. 14. Juli 2020, abgerufen am 19. November 2020.
  68. Carsten Schröder, Charlotte Bartels, Markus M. Grabka, Johannes König, Martin Kroh: A Novel Sampling Strategy for Surveying High Net‐Worth Individuals—A Pretest Application Using the Socio‐Economic Panel. In: Review of Income and Wealth. 9. Dezember 2019, ISSN 0034-6586, S. roiw.12452, doi:10.1111/roiw.12452 (wiley.com [abgerufen am 19. November 2020]).
  69. Christian Rickens, manager magazin: Oberschicht-Milieus: Expedition ins Reich der Reichen - manager magazin - Unternehmen. Abgerufen am 7. Juli 2020.
  70. Christian Rickens, DER SPIEGEL: Oberschicht-Milieus: Deutschland, deine Reichen – Der Spiegel – Wirtschaft. Abgerufen am 7. Juli 2020.
  71. Bundesbank
  72. Werkstatt Ökonomie e. V. (Hrsg.): Gibt es überhaupt Armut und Reichtum? Zum gesellschaftlichen Umgang mit Definitions- und Methodenproblemen. Heidelberg 2002, ISBN 3-925910-04-2.
  73. a b Reiche werden reicher, Arme werden ärmer - und die Mittelschicht schrumpft. 6. November 2018, abgerufen am 2. August 2019 (40.639 Euro / 12 = 3.387 Euro).
  74. Der Sechste Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung - Reichtum: R01 Einkommensreichtum. In: www.armuts-und-reichtumsbericht.de. Bundesministerium für Arbeit und Soziales, 12. Mai 2021, abgerufen am 28. Mai 2023.
  75. 100.000 Euro und mehr: Diese Berufe bringen richtig viel Gehalt. 28. August 2023, abgerufen am 1. September 2023.
  76. Über 100.000 Euro Gehalt: Das Rezept für das Traumeinkommen. In: The Stepstone Group. The Stepstone Group GmbH, 31. Juli 2023, abgerufen am 1. September 2023.
  77. Studie: Armut und Reichtum in Deutschland verfestigen sich. Abgerufen am 14. März 2020.
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