Umwelt & Ressourcen
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  • Klimawandel: Umschlag in die Katastrophe?
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  • Zur Notwendigkeit der politischen Neu-Ausrichtung von transnationaler Organisierungs- und Solidaritätsarbeit
  • Die Verunglückungen des Komparativs
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Wald

  • Waldsterben in Österreich
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  • Ein Auwald ist ein ganz besonderes Gehölz
  • Donaustrom und Auwälder in Niederösterreich
  • Afrika: Die Gefahren bedenkenloser Waldrodungen
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Wasser

  • Einsparungsmöglichkeiten im Haushalt
  • Wasser in Not
  • Arche Noah Hainburg
  • Armes Marchfeld
  • Alles Chlor!
  • (...)
Beiträge
Internationale Situationniste, Numéro 8

Domination de la nature, idéologies et classes

janvier
1963

L’appropriation de la nature par les hommes est précisément l’aventure dans laquelle nous sommes embarqués. On ne peut la discuter ; mais on ne peut discuter que sur elle, à partir d’elle. Ce qui est en question toujours, au centre de la pensée et de l’action modernes, c’est l’emploi possible du (...)

FORVM, No. 198/II/199

Die Oekologie-Bombe tickt

Juni
1970

Während in Südostasien ungebetene amerikanische Soldaten fremde und in manchen Lebensqualitäten ihnen überlegene Völker in den American Way of Life hineinzubombardieren versuchen, ist in den USA selbst eine mächtige Bewegung aufgebrochen, die den American Way of Life grundsätzlich in Frage stellt. (...)

FORVM, No. 202/II/203/I

Weltmeerkloake

Oktober
1970

Arnold Künzli, Politologieprofessor in Basel, Präsident unseres Internationalen Dialogkomitees, das im Oktober in Wien sein jährliches Seminar zum Thema Ökologie durchführt, berichtet hier über die Konferenz „Pacem in Maribus“ auf Malta, veranstaltet von dem uns befreundeten „Center for the Study of (...)

FORVM, No. 237/238

Die Verschwörung der Öko-Faschisten

Wie das Kapital seine große Krise lösen will
September
1973

Die Kapitalisten sind anpassungsfähig und schlau. Wenn sie sich langsam für Ökologie erwärmen, so doch nur, um uns besser einwickeln zu können. Sie wollen uns eine scheinbar neue Welt andrehen, die abermals unter ihrer Kontrolle steht. 1 Neue Langzeitstrategie des Kapitals Als das (...)

FORVM, No. 280/281

Atomic Austria

Wir brauchen keine Atomenergie
März
1977

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FORVM, No. 280/281

Atommüll

oder der Abschied von einem teuren Traum
März
1977

Arbeitsgruppe „Wiederaufbereitung“ (WAA) an der Universität Bremen: Atommüll oder der Abschied von einem teuren Traum, rororo aktuell 4117, Rowohlt Taschenbuch Verlag, Reinbek Februar 1977, 219 Seiten, DM 5,80, öS 44,70 Sie wollen diesen Text online lesen?
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FORVM, No. 284/285

Atome raus

Alternativen zur Kernkraft
■  Paul Blau
August
1977

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FORVM, No. 303/304

Ich bin Öko-Optimist

März
1979

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FORVM, No. 307/308

Die Angst des Prometheus

25 Thesen zu Technik und Gesellschaft
Juli
1979

Daß man mit 81 immer noch kraftvoll philosophieren kann, bewies Herbert Marcuse, als er bei den Frankfurter Römerberggesprächen Mitte Mai zur aktuellen Technikdiskussion sprach. Prometheus brachte den Menschen das Feuer, und das war die Ursünde, die die Götter ihn büßen ließen ... Wir bringen (...)

FORVM, No. 321/322

Wir werden überflüssig

Günther Anders und die Abschaffung des Menschen
September
1980

Günther Anders: Die Antiquiertheit des Menschen, Zweiter Band: Über die Zerstörung des Lebens im Zeitalter der dritten industriellen Revolution, Verlag C. H. Beck, München 1980, 465 Seiten, DM 38, öS 292 Linke Ökologie vorausgedacht Was ist menschliches Handeln noch wert, verglichen mit der (...)

Wurzelwerk, Wurzelwerk 4

Monokultivierung — Mischkulturanbau

September
1981

Zur geschichtlichen Entwicklung Die Vorzüge der in Land- und Forstwirtschaft gebräuchlichen Monokulturen erwiesen sich in den letzten Jahren als immer fragwürdiger. Sie entsprechen nur rein ökonomischen Überlegungen und werden den ökologischen Erfordernissen eines Landschaftstyps und letztlich den (...)

Wurzelwerk, Wurzelwerk 7

Chemie ist in Verruf geraten — die Opposition formiert sich (I)

Januar
1982

Die positiven Seiten des chemischen Fortschritts sind unbestritten. Dennoch ist die Verseuchung ganzer Landstriche und Ökosysteme bittere Realität: Seveso, Love Canal, Dünnsäureverklappung in der Nordsee, unkontrollierte Sondermülldeponien allenthalben — dies sind nur die ersten Rauchsignale eines (...)

Wurzelwerk, Wurzelwerk 7

Umweltfreundliche Wasserkraft?

Januar
1982

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Wurzelwerk, Wurzelwerk 8

Chemie ist in Verruf geraten — die Opposition formiert sich (II)

Februar
1982

Einem Jahrhundert der Vergiftung unseres Planeten müssen Jahrzehnte der Entgiftung folgen. Doch die chemische Industrie hat aus den Katastrophen der Vergangenheit wenig gelernt. Selbst Seveso bracht für die Konzerne keinen grundlegenden Wandel — chemische Pestizide verseuchen weiterhin ungehemmt (...)

Wurzelwerk, Kamptaler Öko-Nachrichten

Sanfter Tourismus — Aktiver Umweltschutz

Bürgerinitiativen entwickeln neue Ideen
März
1982

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Wurzelwerk, Wurzelwerk 12

Soll das Atomkraftwerk Zwentendorf in Betrieb genommen werden?

Juni
1982

I Argumentation über die Gefahren der Atomenergie Ganz allgemein ist es im Umgang mit großindustriellen Prozessen erforderlich, die unbeabsichtigten Neben- und Spätfolgen, die damit verbunden sind, zu berücksichtigen. Bei der Energieerzeugung durch Kernspaltung ist es die künstlich erzeugte (...)

Wurzelwerk, Wurzelwerk 13
BRD

Ökokur Teichkultur

Anwendung von Teichen in der Abwasserreinigung
August
1982

Zur Behandlung häuslicher und landwirtschaftlicher Abwässer werden seit je Teiche benutzt. Schon die Antike kannte in ihren Kulturkreisen Fischteiche, welche mit Abwassern gespeist wurden; im 19. Jahrhundert gab es in Mitteleuropa zahllose Anlagen dieser Art. Seit langem bekannt sind anaerobe (...)

Wurzelwerk, Wurzelwerk 13

Verpackung und Umwelt

August
1982

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Wurzelwerk, Wurzelwerk Extra

Allgemeine Grundsätze

September
1982

1. Präambel Die GRÜNEN ALTERNATIVEN stellen die Wegweiser um: Nicht weiter auf der Schnellstraße zur Lebensverarmung und zur Endkatastrophe. Sondern umschwenken auf sanfte Wege zum Überleben und zu einem entfalteten Leben. Dafür ist eine tiefgreifende Änderung der Ziele und Strukturen der (...)

Wurzelwerk, Wurzelwerk 16

Perspektiven ökologisch orientierten Wirtschaftens

November
1982

1. Merkmale der gegenwärtigen Strukturkrise Spätestens seit Anfang der siebziger Jahre zeichnet sich eine Strukturkrise der entwickelten Industrieländer ab, deren Merkmale insbesondere die folgenden sind: Die hohe einzelwirtschaftliche Produktivität der führenden Wachstumsindustrien wird durch (...)

Wurzelwerk, Wurzelwerk 17

Donaustrom und Auwälder in Niederösterreich

2. Teil: Donaulandschaft und Kraftwerksbau
Dezember
1982

Au ist Wasserwald, ist Überschwemmungswald, nicht einfach eine unstrukturierte, monotone Waldwildnis. Sumpfschwertlilie, Heimorchidee oder Schneeglöcken findest Du nur an ganz bestimmten Stellen. In Abhängigkeit von der relativen Höhenlage der Standorte zu gewissen Bezugswasserständen (etwa (...)

Wurzelwerk, Wurzelwerk 17

Umwelterziehung

Erkenntnisse zu Erlebnissen gestalten
Dezember
1982

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Wurzelwerk, Wurzelwerk 18
Umwelt Arbeitsplatz

Wunder und Zeitbomben aus der Retorte

Februar
1983

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FORVM, No. 349-351

Rekonstruktion der Freiheit

Die Macht der Begriffe oder Die Rache des unentschuldigt getöteten Bären
März
1983

Die Aufgabe, philosophisch über die Zeit, in der wir leben, zu denken, ist schwierig. Allzu leicht gleitet der Blick auf Nebensächliches. So begnüge ich mich damit, zunächst einmal zwei Ereignisse zu thematisieren. Wilde & Verwilderte Zum ersten ist es nahezu sicher, daß wir in den nächsten (...)

Wurzelwerk, Wurzelwerk 21

Aluminiumwerk Ranshofen

Der Verpackungswahnsinn geht weiter, wann stoppen wir die Dosenproduktion?
Mai
1983

Ranshofen, das größte Aluminiumwerk in Österreich, stellt eine große Belastung für seine Umwelt dar. 1938 galt es als modernstes Werk seiner Zeit. 1983 trifft das nicht mehr zu. In einer Zeit, in der Energiesparen zu einem Hauptanliegen der Allgemeinheit wurde, ist es bedenklich, mit Subventionen, (...)

Wurzelwerk, Wurzelwerk 21

Ist das Überleben finanzierbar?

Mai
1983

Wer vor 4, 5 Jahren ökologische Sachfragen aufwarf, avancierte bestenfalls zum Fabelwesen. Zwentendorf war zwar des Pudels Kern, aber um die Schale kümmerte sich außer ein paar Wissenschaftlern niemand. Grüne? Vollkommen überflüssig in Österreich ... Inzwischen ist der Begriff überstrapaziert, die (...)

Wurzelwerk, Wurzelwerk 21

Saurer Regen

Mai
1983

Die Wissenschaftler streiten ... die Politiker warten ... die Bäume sterben ... Das Außmaß der Schädigung hängt vom Kalkgehalt (das heißt: Neutralisationsvermögen des Bodens) ab sowie von waldbaulichen Fehlern, von der Störung des Wasserhaushaltes, von Pilz- und Bakterienbefall. Zusätzlich werden die (...)

Wurzelwerk, Wurzelwerk 23

Der Bauer als Spielball

Das Ölsaatenprojekt
August
1983

Problematik In einer so wichtigen Sparte wie der Speiseöl- und Fettversorgung ist Österreich zu 97% vom Ausland, davon allein zu 85% von den USA abhängig. Insbesondere beim Auftreten von internationalen Krisen, wie z.B. dem Falklandkrieg — Argentinien bestreitet 40% des Weltexportes an (...)

Wurzelwerk, Wurzelwerk 24

Afrika: Die Gefahren bedenkenloser Waldrodungen

Oktober
1983

Nairobi, (IPS). — Der ehedem reiche Waldbestand des afrikanischen Kontinents galt vielen Regierungen in der Vergangenheit als Hindernis auf dem Weg zu Entwicklung und technischem Fortschritt, die Natur stand der Erschließung landwirtschaftlicher Nutzflächen im Wege, Buschwerk und Bäume fielen (...)

Wurzelwerk, Wurzelwerk 24

Sinnesverwirrung?

Treibstoff aus Getreide
Oktober
1983

Es wird ernst: Nach dem Willen der Biosprit-Produzenten soll in Bälde im oberösterreichischen Aschach wertvolles Getreide zu Motorentreibstoff vergärt werden. Der Hintergrund: Mittels Zerstörung weiter Naturflächen und Gifteinsatz produziert die österreichische Landwirtschaft, speziell die (...)

Wurzelwerk, Wurzelwerk 25
Nord-Süd-Dialog:

Auch eine ökologische Notwendigkeit

November
1983

Die UNCAT VI — die große Handels- und Entwicklungskonferenz der Vereinten Nationen — die im Juni d.J. in Belgrad stattfand, war vor allem für die armen Entwicklungsländer enttäuschend. Die Industrienationen sind mit eigenen wirtschaftlichen Sorgen belastet, sodaß sie für die Probleme der ganz armen (...)

Wurzelwerk, Wurzelwerk 26
Scheiterhaufen

Schilauf — ein Geschäft mit der Umweltzerstörung

Dezember
1983

Niemand wird bestreiten, daß hinter der Vergötterung des Spitzenskilaufs durch die Massenmedien eine ganze Reihe von Sportartikelfirmen steht, die ihre Idole geschickt als Werbekasperln einsetzen. Daß nebenbei noch dem Wunsch des Volkes nach Gladiatoren Genüge getan wird, steht wohl auf einem (...)

Wurzelwerk, Wurzelwerk 26

Die ökologische Modernisierung des Energie-Sektors

Dezember
1983

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FORVM, No. 366

Weniger ist mehr

Juni
1984

Ökologische Überlegungen sind Privathobby einiger Spinner und Fanatiker. Die Öffentlichkeit rechnete bestenfalls nach, was uns der Spaß kostet. Inzwischen beginnen Experten auszurechnen, was es uns allen kosten wird, daß wir uns über diese „Spinner“ bloß lustig gemacht (...) Sie wollen diesen Text online lesen?
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FORVM, No. 366

Arche Noah Hainburg

Juni
1984

Unterhalb Wiens ist der natürliche Verlauf der Donau eine Arche Noah für die Fauna: Die Au ist Lebensraum für Tierarten, die nirgends sonst in Europa überleben können. Österreich hat rund 9000 stehende Gewässer, wenn man jene berücksichtigt, die auf den Kartenblättern 1:50.000 zur Darstellung gebracht (...)

FORVM, No. 366

Arbeitsplätze mal 3

Juni
1984

Ein 3-jähriges Wald-Rettungs-Programm wäre sauber, billiger und könnte neue Arbeitsplätze schaffen. Sie wollen diesen Text online lesen?
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FORVM, No. 366

Das Ende der Kompromisse

Juni
1984

Sollten wir nach wärmetechnischer Sanierung tausender Gebäude, nach Abwärmenutzung, nach Kartwärme-Kupplung, nach Einführung energieeffizienterer Geräte, nach Reaktivierung tausender Kleinkraftwerke, nach Nutzung von Solar- und Windenergie, nach Tarifgestaltung mit Sparanreiz, nach Übergang zu (...)

FORVM, No. 366

Was die Scheibbser alles wollen

Juni
1984

Bericht der Naturkundlichen Arbeitsgemeinschaft des Bezirkes Scheibbs, Niederösterreich, mit einer Einleitung von Fritz von Herzmanovsky-Orlando. [(Die Stadt Scheibbs hatte rastlos, seit Dezennien schon, um einen zweiten Donnerstag in der Woche gebeten. Man war höheren Ortes nachgerade erstaunt, (...)

FORVM, No. 366

Grüne Politik als Kunst des Möglichen

Juni
1984

Die „Besänftigung“ der Produktionstechnik ist mehr als Naturschutz: Sie ist Forderung nach Gleichberechtigung und Autonomie. Es ist an der Zeit, „sanft“ nicht mehr mit „grün“ zu verwechseln, auch wenn die grüne Politik in der Praxis sich weitgehend für Besänftigung der naturgestaltenden Technik (...)

FORVM, No. 366

Die Angst der Unke vor dem Bagger

Juni
1984

Geständnis

FORVM, No. 366

Kein Schlaraffenland, aber leben

■  Paul Blau
Juni
1984

Es hat keinen Zweck, Pläne für den Weltuntergang zu schmieden. Gescheiter ist es, sich gegen sein Kommen zu wehren — auch in den (bestehenden) Parteien. Der ökologische Notstand, der auch unser von der Natur begünstigtes Land trifft und der unter anderm auch das einsetzende großräumige Waldsterben (...)

FORVM, No. 366

Lieber Günther

Juni
1984

FORVM, No. 367/370

Halt die Luft an!

Oktober
1984

Die Pest unseres Jahrhunderts ist Krebs, Herz- und Kreislaufkrankheiten. Der beste Schutz gegen Pest ist Sauberkeit. Jahrzehntelang war man weltweit der Meinung, für das Streben nach möglichst billigen Produktionsabläufen die Umwelt umsonst benützen zu können. Heute wissen wir, wie lebensnotwendig (...)

FORVM, No. 367/370

Rekonstruktion der Gesellschaft

Oktober
1984

In seinem Vortrag an der Universität Wien stellte der amerikanische Nobelpreisträger Zusammenhänge zwischen gesellschaftlicher Macht- und Güterverteilung und dem Raubbau an der Umwelt her. Das Problem ist, daß nach 3 Billionen Jahren des Lebens auf diesem Planeten und nach vielleicht 10.000 Jahren (...)

Wurzelwerk, Wurzelwerk 37

Familie Normalverbraucher ins Stammbuch geschrieben

März
1985

Liebe Ottilie, lieber Otto! Gelegentlich haut die Bundesregierung auf den Tisch. Sofortprogramm gegen das Waldsterben. Energiekonzept. Es soll so aussehen, als hätte man die Probleme voll im Griff. Aber von grundlegenden Ansätzen ist wenig bis nichts zu bemerken. Keine Rede von sanften (...)

Wurzelwerk, Wurzelwerk 38

Reichtum, der ständig Armut hervorbringt

Rohstoffe aus der Dritten Welt: Tatsachen und Zahlen
April
1985

Die Entwicklungsländer sind in hohem Maße, nämlich zu rund 70% von den Exporten ihrer Rohstoffe abhängig. Der Anteil der Rohstoffe (mit Erdöl) am Weltmarkt sank aber von 31% 1950 auf fast die Hälfte, auf 17,3% im Jahr 1981, rechnet man Erdöl weg, von 28% auf nur 9,7%. Rund vier Fünftel der Importe der (...)

Wurzelwerk, Wurzelwerk 39
Wasser:

Einsparungsmöglichkeiten im Haushalt

Mai
1985

Geschirrspülmaschinen In Österreich verfügen 11% der Haushalte über Geschirrspülmaschinen, in der BRD bereits jeder fünfte. Der Verbrauch pro Spülgang beträgt im Mittel 48,2 l und schwankt je nach Fabrikat von 43 bis 55 l. Als bemerkenswerte Ausnahme präsentiert sich die Eudora GW 522 S mit einem (...)

Wurzelwerk, Wurzelwerk 40

Unser Boden, der letzte Dreck?

Über die Zerstörung von Landschaft und Umwelt durch die moderne Landwirtschaft
Juni
1985

Erwin R. Müller, Zytglogge Verlag, Gümlingen, broschiert, 176 Seiten Sie wollen diesen Text online lesen?
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FORVM, No. 381/382/383

Das Elend der Entwicklung

Mexiko vor und nach dem Beben
Dezember
1985

Das Erdbeben in Mexiko am 19. und 20. September hat nach offiziellen Angaben 5.000 Todesopfer gefordert. Inzwischen weiß man allerdings, daß es mindestens 35.000 waren, die durch das Beben umgekommen sind, und daß etwa 250.000 Menschen ihr Obdach verloren haben, was die Regierung jedoch (...)

MOZ, Nummer 19

Energietiger und Umweltfresser

Mai
1987

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MOZ, Nummer 27

Roundup aus dem Multipack

Einsatz um Pestizide im Kaffee- und Früchteanbau in der 3. Welt
Februar
1988

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MOZ, Nummer 27

„Umweltmusterstadt“ kürzt Radverkehsbudget

Februar
1988

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MOZ, Nummer 30

Ökologisches Projekt Graz

Mai
1988

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MOZ, Nummer 46
Öko-Steuern:

Ablaß oder Weg zur Umweltsanierung?

November
1989

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MOZ, Nummer 46

Lieber industrieverträglich als umweltfreundlich

November
1989

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MOZ, Nummer 47
Nationalparks in Österreich

Der Ruf der Wildnis

Dezember
1989

Natur — (k)ein Erlebnis mehr? Zwischen „Gemma Biotop schaun“ und alltäglich vermeldeten ökologischen Katastrophen wird der menschliche Lebensraum immer beengter. In Österreich bewerben sich drei geplante Nationalparks unterschiedlichen Modellcharakters um internationale Anerkennung. (...)

MOZ, Nummer 47
Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit

Die grünen Sansculotten

Dezember
1989

Ich träumte mich gerade durch Fotografien von Franz Antoine, die den damaligen Wintergarten im Burggarten zeigten. Während „die grüne Welt der Habsburger“ schon eine Sonderausstellung wert war, scheint der gartenbauliche Aspekt bei den 200-Jahr-Feiern der Französischen Revolution ziemlich (...)

MOZ, Nummer 48
Die DDR im Umbruch:

Konsumterror oder ökologische Vernunft

Januar
1990

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MOZ, Nummer 49
Ökoglasnost in Bulgarien:

„Sie haben das Land liquidiert!“

Februar
1990

In Bulgarien ist die Glasnost ökologisch. Daß sich bei einer wirtschaftlichen Umgestaltung die Probleme einer weitgehend zerstörten Umwelt nicht automatisch lösen, darüber sprachen zwei MONATSZEITUNG-Mitarbeiterinnen mit dem führenden Repräsentanten von Ökoglasnost in Sofia. 11.12.1989, 10 Uhr (...)

MOZ, Nummer 50

... denn sonst sind wir zum Tod verurteilt

März
1990

Josef Vavroušek ist derzeit für das Zukunftsprogramm des Bürgerforums verantwortlich. Er war eines der ersten illegalen Mitglieder und ist von Beruf Umwelttechniker. Ulrike Sladek sprach mit ihm in Prag über die tschechoslowakische Umweltproblematik. MONATSZEITUNG: Hat sich die Revolution im (...)

MOZ, Nummer 51
Zellstoffindustrie in Österreich:

Alles Chlor!

April
1990

Österreichs Zellstoffindustrie gerät im Zuge der für Juni angekündigten Wasserrechtsnovelle erneut unter Beschuß. Denn die Bleichereiabwässer enthalten mehr als tausend unbekannte Chlorverbindungen, die tonnenweise in die Flüsse geleitet werden. Das Flüsschen Ybbs in Kematen in Niederösterreich bietet (...)

MOZ, Nummer 52
Das Geschäft mit der Umwelt:

Gutachten gefällig?

Mai
1990

Nur allzu oft entsprechen Gutachten haargenau den Wünschen des Auftraggebers. Wen wundert’s, wenn niemand die Gutachter begutachtet? „Ein Gutachter ist jemand, der eine Sache für gut erachtet“, brachte der Wiener Architekt Viktor Gruen die hervorstechendste Eigenheit dieses Berufes auf den Punkt. (...)

MOZ, Nummer 52

Ökologischer Stadtumbau

Mai
1990

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MOZ, Nummer 55
Öko-Invest:

Rendite machen, Umwelt schützen?

September
1990

Grünes Investieren soll jetzt auch in Österreich hof- bzw. publikumsfühig gemacht werden. Raiffeisen und Zentralsparkasse haben schon dementsprechende Fonds eingerichtet. Ein „Grüner Investklub“ hat Anfang August das Licht der Börsenwelt erblickt. Was haben die Konzerne Shell, Henkel und die (...)

MOZ, Nummer 55
Chemiestandort Bitterfeld/DDR

Leben im ökologischen Katastrophengebiet

September
1990

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MOZ, Nummer 55
Unser Öl, ihr Öl:

30 Jahre Golfkrieg

September
1990

Es geht ums Öl. Völker- und Menschenrechte müssen sich dem Kampf ums ‚schwarze Gold‘ unterordnen. England, Frankreich und — später — die USA stehen seit dem Ende des Osmanischen Reiches den Arabern gegenüber. Hintergründe, die die aktuelle Krise am Golf wohl eher erklären als das allseitig (...)

MOZ, Nummer 56
Umwelt:

Ökolemming

Eine Bilanz
■  Karl Lind
Oktober
1990

Vier Jahre große Koalition und vier Jahre Marilies Flemming führten zu einer eindeutigen Verschlechterung der Umweltpolitik. Würde Frau Bundesumweltminister Marilies Flemming von Journalist/innen gewählt, die oft mit ihr zu tun haben — Frau Minister hätte keine Chance auf weitere vier Jahre. Sie (...)

MOZ, Nummer 56

Postindustrieller Sozialismus

Eine exemplarische Kritik an André Gorz
Oktober
1990

„Der Verräter“ ist die Geschichte eines Individuums in der fremden, feindlichen Welt des 20. Jahrhunderts; manchmal taucht ein verirrtes ‚Ich‘ auf, welches am Ende den Text für einen gewissen André Gorz beansprucht. Schreiben als Akt der Distanzierung des Realen zugunsten einer abwesenden, nur (...)

MOZ, Nummer 57

Den Kapitalismus ökologisch modernisieren

November
1990

Joseph Huber ist Wirtschafts- und Sozial­wissenschaftler. Mit seinen Publikationen übte er bedeutenden Einfluß auf die öko­logische Debatte aus. Seine Hauptthese, daß es ökologische Modernisierung nur mit der, nicht gegen die Industriegesell­schaft gäbe, führte in der Grünbewegung zu heftigen (...)

MOZ, Nummer 57
Nach der Ostsee

Die Barentssee — ein zweites totes Nordmeer?

November
1990

Dem nordpolaren Meer vor dem einzigen eisfreien russischen Hafen, Murmansk, droht der ökologische Kollaps. Abfall, Chemie und „Bio-Dreck“. Kaum daß die Regierungschefs und Umweltminister der Ostseeanrainer, Norwegens und der Tschechoslowakei sich Anfang September im schwedischen Ronneby endlich (...)

MOZ, Nummer 58
Ökosteuern:

Ausweg aus der Umweltkrise?

Dezember
1990

Ökosteuern sind der Renner der Saison. Als „„marktgerechtes“ In­strument sollten sie die bisherige Umweltpolitik ablösen, sagen ihre Befürworter. Ob Umweltab­gaben halten können, was ver­sprochen wird, untersucht Ökologen und Grünbewegte sind sich einig. Die in den industrialisierten Staaten bisher (...)

MOZ, Nummer 58

Ökoimperialismus

Dezember
1990

Seit der Osten im Westen liegt, steht der Feind im Süden. Die BRD ist durch die Annektion der DDR ökonomisch noch stärker geworden. Einzelne Vertreter von Politik und Wirtschaft nehmen das zum Anlaß, für das ‚neue Deutschland‘ die Führungsrolle in der Weltmacht Europa zu reklamieren. Das kommt (...)

MOZ, Nummer 58
Cubatao/Brasilien:

Der dreckigste Platz der Welt

Dezember
1990

Über zwanzig Raffinerien, Düngemittelfabriken, Chemiewerke und eisenverarbeitende Betriebe konzentrieren sich im subtropischen Flußdelta südöstlich von Sao Paulo. Der dreckigste Platz der Welt soll jetzt zum ‚Tal des Lebens‘ erweckt werden. Zöge heute ein neuer Prophet durch das seit jeher für (...)

FŒHN, Heft 17

Kleines Beispiel Transitverkehr

 
1992

Wenn es heißt, die Österreicherinnen und Österreicher wollen keine schmutzigen Arbeiten mehr machen, das überlassen sie lieber den Ausländern, stimmt das einfach nicht. Für die allerschmutzigste Dreckarbeit, die es gibt, das Anschmieren der eigenen Bevölkerung, finden sich reinrassige österreichische (...)

FORVM, No. 485/486

Wien auf dem Weg zur Umweltmusterstadt

Juni
1994

M.H. ist, außer Landesparteivorsitzender der SPÖ Wien und FORVM-Autor, auch Wiener Umweltstadtrat — aus diesem Bereich seiner Engagements berichtet er hier. -Red. Wien hat sich das ehrgeizige Ziel gesetzt um das Jahr 2000 unter den Großstädten der Welt gleichsam als die »Umweltmusterstadt« zu (...)

radiX, Texte

Und ewig rauschen die Wälder

 
1996

Mit den ideologischen Grundlagen des organisierten tierrechtsbewegten Veganismus setzt sich der folgende Beitrag auseinander. Die Veganismus-Diskussion in der autonomen Szene ist zwar abgeflaut, das Potential von Bioregionalismus und Tiefenökologie, ökofaschistische Tendenzen zu stärken, ist (...)

Context XXI, ZOOM 1/1996

Pour Oil on Troubled Waters

Januar
1996

Ken Saro-Wiwas letzte Aufzeichnungen „Flammen der Hölle – Nigeria und Shell: Der schmutzige Krieg gegen die Ogoni“ sind im Rowohlt-Verlag erschienen. Trotz Androhung rechtlicher Schritte konnte Shell nicht verhindern, im Untertitel genannt zu werden. Doch wovor hat der multinationale Konzern Angst? (...)

Streifzüge, Heft 1/1996

Ökologie und Ökonomie

März
1996

1. ÖKOLOGIE behandelt nichts anderes als die Rationalität des menschlichen Daseins hinsicht­lich seiner stofflichen Bedingtheit, deren Form und Inhalt sind ihr Gegenstand. Insofern ist sie sowohl mit der Ökonomie als auch der Biologie aufs engste verbunden, und wer genau hinsieht, der wird den (...)

Context XXI, ZOOM 4/1998
Hans Kronberger:

Blut für Öl

Oktober
1998

Uranus Verlag, Wien 1998, 190 S, öS 198,— Kronberger ist Journalist, Lektor und FPÖ-Abgeordneter im Europäischen Parlament und setzt sich für erneuerbare Energieträger ein, weil sie Frieden bringen und Kriege um Rohstoffre­serven verhindern sollen, wie in den Kapiteln 6 und 7 nachzulesen ist. Das (...)

radiX, Nummer 1

EU-Umweltpolitik in der Sackgasse?

Dezember
1998

Zu Beginn der EWG im Jahre 1957 war Umweltschutz noch kein Thema. Erst bei der Pariser Gipfelkonferenz am 19./20. Oktober 1972 wurde das Thema erstmals behandelt, was zum Beschluß eines „Umwelt- Aktionsprogrammes“ mit der Dauer von 5 Jahren führte. Bis jetzt gibt es 5 solcher Aktionsprogramme, das (...)

radiX, Nummer 2

Eine ökologische Krise auf dem Balkan zeichnet sich ab!

Juni
1999

Daß Kriege oder auch nur die Vorbereitung von Kampfhandlungen enorme Folgen für die Menschen beziehungsweise für die Umwelt haben, ist bekannt. Ob es sich um den Einsatz des Entlaubungsmittels Agent Orange im Vietnamkrieg handelte, oder um russische Atom-U-Boote, die im Hafen von Murmansk vor sich (...)

radiX, Nummer 2

Sofortiger Atomausstieg in hundert Jahren

Juni
1999

Wer sich der Illusion hingegeben hat die rot-grüne Koalition in Deutschland würde für die Abschaltung der dortigen AKWs sorgen wurde bald eines besseren belehrt. Weder in Frankreich oder Italien, noch in Deutschland ist ein Ausstieg aus der Atomindustrie in Aussicht. In allen drei Staaten sind die (...)

radiX, Nummer 3

Der zweite Untergang Nubiens

Mai
2000

Große Teile der historischen Landschaft Nubiens an der Grenzregion zwischen Ägypten und dem Sudan verschwand bereits 1962 unter den Fluten des Nasser-Sees. Nun sollen weitere Dammbauten wiederum riesige Gebiete Nubiens unter Wasser setzen. Mit Unterstützung der Sowjetunien errichtete der (...)

radiX, Nummer 3

Krieg als langfristige Zerstörung von Lebensgrundlagen

Mai
2000

Generell, egal ob die Menschen in Österreich die NATO-Bomardements gegen Jugoslawien unterstützten oder dagegen auftraten, bestreitet niemand die schweren Schäden, die das Bombardement der jugoslawischen Industrie und Infrastruktur zugefügt hat. Aber dies stellt nicht die einzige Folge der (...)

radiX, Nummer 3

Die Folgen der Bomben auf Jugoslawien

Mai
2000

Während in den bürgerlichen Medien der NATO-Krieg gegen Jugoslawien kein Thema mehr ist, leidet die Bevölkerung in Serbien, im Kosovo und in Montenegro immer noch unter den Folgen von Krieg und Nationalismus. Um nicht nur immer von Außen über die Situation zu berichten führte für diese Nummer Thomas (...)

Context XXI, Heft 5/2000

Projektfinanzierung durch die Hintertür

Baut Österreich den türkischen Katastrophenstaudamm Ilisu mit?
September
2000

Mit Hilfe von Exportkrediten beteiligen sich die verschiedensten Industriestaaten an Monsterprojekten im Trikont, die weder umwelt- noch sozialverträglich sind. Voll im Geschäft ist dabei auch Österreich. Hasankayef ist eine kleine anatolische Stadt am Ufer des Tigris. Seit Jahrtausenden (...)

radiX, Aussendungen

Europäischer Rinderwahnsinn

Februar
2001

Die Ökologische Linke (ÖKOLI) protestiert gegen die beteits im Gange befindliche Massenschlachtung nicht an BSE-erkrankter Rinder und der folgenden Vernichtung des Fleisches. Ausschließlich zum Zwecke der Preisstabilisierung des infolge der BSE-Krise außer Kontrolle geratenen Rindfleischmarktes (...)

Context XXI, Radiosendungen 2001

Äxte gegen Technokraten

■  Sendungsgestaltung: Mary KreutzerThomas Schmidinger
April
2001

Über den nubischen Widerstand gegen den Kajbar-Staudamm.

radiX, Aussendungen

Neuer Staudamm im Nordirak

März
2002

Die Patriotische Union Kurdistans (PUK), eine der beiden großen kurdischen Parteien des Nordiraq berichtet, daß laut der in Irakisch-Kurdistan erscheinenden Zeitung Rebazi Azadi die irakischen Behörden mit dem Bau eines neuen Staudamms im Gebiet Zab-Sherqat begonnen haben. Die arabischen Familien (...)

Grundrisse, Nummer 3

Die Grundstruktur des Marxismus und die Entwicklung der Umweltphilosophie in Japan

September
2002

Ich möchte in dieser Arbeit zuerst kurz die Situation der japanischen Linken vorstellen und dann die Frage nach dem Kern des Grundcharakters des Marxismus stellen. Danach möchte ich die Theorie des Marxismus im Zusammenhang mit ökologischer Problematik erläutern, wobei die Diskussion in Japan zu (...)

Context XXI, Heft 7/2002

Nubien unter Wasser?

Dezember
2002

Suad Ibrahim Ahmed wurde am 30. Mai 1935 in Khartoum in einer nubischen Familie geboren. Bereits früh schloss sie sich der jungen Kommunistischen Partei des Sudan an. 1960 schloss sie ihr Studium an der Khartoum University ab und begann als Lehrerin in der nubischen Grenzstadt Wadi Halfa zu (...)

Streifzüge, Heft 3/2003

Nachhaltiger Kapitalismus?

1. Teil: Über den Zusammenhang von Wirtschaftswachstum und ökologischer Nachhaltigkeit
Oktober
2003

Nachhaltigkeit – ein schillernder und modischer Begriff; viele flechten ihn in ihre Rhetorik ein. Aber gibt es jenseits des leicht dahin Gesagten eine ernsthafte Debatte über Nachhaltigkeit? Gibt es sie in der so genannten „Linken“? Kann den Herausforderungen der Nachhaltigkeit mit den gängigen (...)

Streifzüge, Heft 3/2003

Sustainability?

Verwürfe zum ökologischen Dauerlutscher der Nachhaltigkeit
Oktober
2003

Wörter steigen auf und Wörter steigen ab. Manche werden erfunden, andere sterben ab. Wie jede Zeit ihre Moden kennt, so auch eine ihr typische Sprache. Schaut man genauer hin, verraten manche Vokabel aber oft mehr von sich als ihre Kommunikatoren erkennen wollen. Insbesondere gilt das auch für (...)

Streifzüge, Heft 30

„Bildung für nachhaltige Entwicklung“

Rückblick in ideologiekritischer Absicht
März
2004

„Nachhaltigkeit“ als pädagogischer Renner Eine Zufallsstichprobe am 20. Dezember 2003 im Internet ergibt 71.300 Websites zu „Bildung für nachhaltige Entwicklung“. Hier finden sich fachlich versierte „Nachhaltigkeits“-TheoretikerInnen, die politische Analysen anstellen, in nationalen und (...)

Streifzüge, Heft 30

Nachhaltiger Kapitalismus?

2.Teil: Die gängigen Leitbilder der Nachhaltigkeit und ihre Schwächen
April
2004

Wer sich im Diskurs der Nachhaltigkeit ein bisschen umhört, hört eigentlich fast immer dasselbe. Der Glaube an die „ökologische“ oder gar die „ökologisch-soziale Marktwirtschaft“ beherrscht das Feld. Dessen Botschaft lautet so: Die Gegensätze zwischen Wirtschaft und Ökologie können ausgeräumt werden. (...)

Streifzüge, Heft 31

Nachhaltiger Kapitalismus?

3.Teil: Die ökologische Steuerreform
Juni
2004

Es gibt sie, die Zauberformel, die beinahe alles schafft: Mehr Steuer auf Energie, weniger Steuer auf Arbeit, so heißt sie. Diese ökologisch bzw. öko-sozial genannte Steuerreform ist ein Schlüsselelement der „öko-sozialen Marktwirtschaft“. Was ist davon zu halten? Kann die ökologische Steuerreform die (...)

Streifzüge, Heft 32

Nachhaltiger Kapitalismus?

4.Teil: Ökologische Alternativen zur ökosozialen Marktwirtschaft
Oktober
2004

In den ersten drei Teilen unserer Serie haben wir das Konzept der ökosozialen Marktwirtschaft dargestellt und diskutiert. Im vierten und letzten Teil geht es nun um ökologische Alternativen dazu. Wir systematisieren dabei die in der Literatur und im Diskurs der sozialen Bewegungen vorfindlichen (...)

Grundrisse, Nummer 13

Ein paar Gedanken über Unverträglichkeiten zwischen ökologischem und link(sradikal)em Denken

im Anschluss an die Lektüre von Saral Sakars und Bruno Kerns Manifest „Ökosozialismus oder Barbarei“
März
2005

Vorweg: Zur Charakterisierung der Lage des Ökosystems Erde, wie sie in diesem Manifest gegeben wird, kann ich nicht wirklich in eine substantielle Diskussion einsteigen. Dazu fehlen mir einfach die genauen Kenntnisse, die wie stets wohl nur in einer länger dauernden Auseinandersetzung mit der (...)

Streifzüge, Heft 37

Angst vor der eigenen Courage

Elmar Altvaters ökologische Kapitalismuskritik bleibt auf halbem Wege stehen
Juni
2006

Elmar Altvater ist einer der wenigen namhaften Ökonomen hierzulande, die die ökologischen Bedingungen der Ökonomie mitbedenken und ernsthaft in ihre Analysen einbeziehen. Das ist äußerst verdienstvoll. Viele „linke“ Ökonomen scheinen ja mit den viel gescholtenen Neoliberalen zumindest eine (...)

Streifzüge, Heft 40

Ein Leben in einer Welt

Wie Kritik wirksam werden kann (1.Teil)
Juni
2007

Der bekannte Astrophysiker Stephen Hawking will das öffentliche Interesse für die Raumfahrt steigern: „Ich denke, die Menschheit hat keine Zukunft, wenn sie nicht ins Weltall fliegt.“ Auf der Erde werde es nämlich angesichts des Klimawandels, des Atomkriegrisikos oder der Gefahr eines gentechnisch (...)

Streifzüge, Heft 40
2000 Zeichen abwärts

Biene Maja hat Aids!

Juni
2007

Diese Hiobsbotschaft sollte nicht nur Kinder oder Junggebliebene schockieren, sondern auch all jene, die gar keinen Honig mögen. Wie Wissenschafter unlängst herausgefunden haben, ist das Leben der Bienen akut bedroht. Sogar von einem Colony Collapse Disorder(CCD) ist die Rede, da sie vielerorts (...)

Streifzüge, Heft 40

Kapitaler Klimawandel

Juni
2007

Alle reden vom Wetter. Wer bei Klimawandel bis dato an vier Jahreszeiten dachte, denkt jetzt schon mal an den Untergang der Welt. Die jüngsten UN-Berichte zum Klimawandel haben beachtliche Aufregung verursacht. Nach Jahren postkatastrophischen Bewusstseins, wie es hieß, das Umweltprobleme nicht (...)

Café Critique, Jahr 2008

Rettung der Natur und Verdrängung des Souveräns: Umweltschutz als antikapitalistischer Wahn

Februar
2008

Die Natur ist Teile ohne Ganzes. (Alberto Caeiro / Fernando Pessoa) Solange es ein göttliches Subjekt der Geschichte gibt, fungiert Natur lediglich als eine Art Futteral für den Menschen. Das galt auch noch für die letzte Erscheinungsform dieses Subjekts: die vergöttlichte Arbeiterklasse. Marx (...)

Streifzüge, Heft 44

Die ökologische Krise des Kapitals

Oktober
2008

Bis zur Jahreshälfte 2008 stiegen die Preise für Energie, Rohstoffe und Lebensmittel drastisch. Inzwischen geht die Teuerung zwar zurück, doch werden sich die Ressourcen auch in einer Rezession weiter verknappen. Seit einem Tiefstand 1998 stiegen die Erdölpreise kontinuierlich. Bis 2007 hielt man (...)

Streifzüge, Heft 45

Chinas zweideutiger Aufstieg

März
2009

„The Rise of China and the Demise of the Capitalist World-Economy“, so lautet der Titel von Minqi Li’s Erstlingswerk, das im November 2008 bei Pluto Press erschienen ist, übersetzt „Der Aufstieg Chinas und der Niedergang der kapitalistischen Welt-Ökonomie“. Li vereint darin zwei Qualitäten, die (...)

Streifzüge, Heft 46

„Die Wahrheit ist dem Menschen zumutbar“*

Energiewende zwischen infantilen Phantasien und Ernüchterung
Juni
2009

Das Ende des fossilen Zeitalters ist inzwischen endgültig eingeläutet. Das hat sich heute bis in die Chefetagen der Mineralölkonzerne herumgesprochen. Der „Peak“ der Erdölförderung dürfte inzwischen erreicht worden sein. Dass das Wegbrechen der fossilen Energiebasis die Grundfesten unserer (...)

Streifzüge, Heft 46
2000 Zeichen abwärts

Linke Ökologie?

Juni
2009

Mit der Ökologie stehen viele Linke auf Kriegsfuß. Sie gilt ihnen als rein technische Frage, im Unterschied zum gesellschaftlichen Anliegen der Emanzipation. Davon abgesehen, so können wir hören, laufe das alles auf Verzichtsethik hinaus – und damit „lässt sich doch kein Hund hinterm Ofen vorlocken“, (...)

Streifzüge, Heft 46

Malthus Reloaded?

Juni
2009

Im Laufe der letzten Dekade deutet sich eine Richtungsänderung in der weltweiten Ernährungssituation an, und zwar eine äußerst unangenehme. Während nämlich der Anteil Unterernährter an der Bevölkerung der Entwicklungsländer bis zu Beginn unseres Millenniums zurückging (zwischen 1991 und 2004 von 20 auf (...)

Streifzüge, Heft 46

Natur

Juni
2009

Dank sei Buddha, Dank sei Brahma! Wenn nicht Butter, nun dann Rama, Wenn nicht Rama, nun dann Butter, die Natur ist unsere Mutter. I Dieser von Christa Reinig mit Ranküne ersonnene „kultische Spruch“ bescheidet sich nicht damit, „ein schönes Zeugnis … von der religiösen Toleranz der alten Inder (zu (...)

Streifzüge, Heft 46

Ist ein solarer Kapitalismus möglich?

Juni
2009

Was haben wir uns da nur eingebrockt. Wir sind Entäußerungen eines Widerspruchs, zweigeteilt und doch in einem einzelnen Menschen drin. Dabei ist die Frage, um die es geht, überlebenswichtig – nicht nur, weil der Klimawandel die Existenz der Menschheit in Frage stellt, sondern weil wir bis dahin (...)

Streifzüge, Heft 46

Klimawandel: Umschlag in die Katastrophe?

Juni
2009

Ist der Umschlag des Klimawandels in eine Klimakatastrophe noch vermeidbar? Zumindest im Umfeld der US-Regierung werden inzwischen auch radikale Maßnahmen zur Bekämpfung der rasant fortschreitenden globalen Erwärmung diskutiert. Barack Obamas wissenschaftlicher Berater John Holdren wollte in (...)

Streifzüge, Heft 46

Trinkbares Wasser, atembare Luft

Günther Anders zu ausgewählten Fragen der so genannten Umweltproblematik
Juni
2009

„Die Menschheit als Ganzes ist tötbar“, schreibt Günther Anders im 1956 veröffentlichten ersten Band der „Antiquiertheit des Menschen“. (AI, S. 243) Zeitlebens ist das „apokalyptische Monstrum der Atomgefahr“ (P, S. 6) sein Thema gewesen. Seit 1945 bestimmte es sein Fühlen, Denken und Handeln. Was er (...)

Streifzüge, Heft 46
Dead Men Working

Globaler Freilandversuch

Juni
2009

Der weltweite Handy-Verkauf ist krisenbedingt zum ersten Mal geschrumpft. Im ersten Quartal um 8,6 Prozent. Hochgerechnet auf ein Jahr wären das immer noch 1,076 Milliarden verkaufte Handys. Während in Europa die Penetrationsrate vielerorts bereits über 100 Prozent liegt – in Litauen ist sie mit (...)

Grundrisse, Nummer 30
Pilotprojekt Türkei:

Ein neuer Angriff auf unser Wasser — eine neue Stufe im kapitalistischen Akkumulationsprozess?

Juni
2009

Thousands have lived without love, not one without water. Wir Menschen bestehen zu ca. 70% aus Wasser. Kein Leben auf diesem Planeten ohne Wasser. Höchstens die Luft könnte als lebensnotwendiger betrachtet werden. Und doch sind es weltweit über 1 Milliarde Menschen - jede/r sechste also -, die (...)

Streifzüge, Heft 48

Capitalism in Emergency

Profit ohne Wachstum?
März
2010

Von Merkel bis Sarkozy will man, dass alles beim Alten bleibt. Weil’s aber schlicht nicht so bleiben kann, wie’s ist, muss man adaptieren. Da kommt die Wachstumskritik gerade recht. Die Krise bricht aus der Sicht der Lohnabhängigen und Kapitalisten wie ein Naturereignis über die Gesellschaft (...)

Streifzüge, Heft 48

Was heißt „décroissance“?

Ein nüchterner Blick auf einen interessanten Vorschlag
März
2010

Es ist eine üble Sitte, die sich auch in der radikalen Linken immer weiter ausbreitet (nicht nur in der etablierten, die aus dieser Praxis schon einen Lebensstil gemacht hat), über Fragen und Probleme zu streiten, ohne zu wissen, worüber man eigentlich redet. Für diese Mentalität ist es oft (...)

Grundrisse, Nummer 35
Walden Bello:

Politik des Hungers

■  Paul Pop
September
2010

Berlin: Assoziation A, 2010, 199 Seiten, 16 Euro Walden Bellos Verteidigung des Kleinbauerntums Der Titel der deutschen Übersetzung „Politik des Hungers“ täuscht etwas über den Inhalt des Buches hinweg. In Walden Bellos „The Food Wars“ geht es eigentlich weniger um Hunger, als um die Verhältnisse in (...)

Streifzüge, Heft 51

Das gute Leben produzieren

März
2011

Wenn wir über das gute Leben nachdenken, stellen wir uns ein Leben in Fülle vor – wo niemand Not leiden muss, wo es genug für alle gibt und jede/r seine oder ihre Bedürfnisse befriedigen kann. Aber geht das überhaupt? Scheitert die Möglichkeit eines Lebens in Fülle nicht zwangsläufig an der (...)

Streifzüge, Heft 51

Fukushima. So ist Kapitalismus

März
2011

Das Entsetzen nimmt kein Ende. Fukushima, das 9/11 des fossil-atomaren Energiesystems. Es ist das Schrecknis einer Welt, die nur Profit und Kapital kennt, das sich in diesem Kernreaktor und der unsichtbaren Todesstrahlung, die er aussendet, alptraumhaft verdichtet. Wie aus einem Katastrophenfilm (...)

Grundrisse, Nummer 38

Kämpfe um Land

Gut leben im post-fossilen Zeitalter
Mai
2011

Wer erinnert sich noch an die gute alte Zeit der hohen und sicheren wirtschaftlichen Wachstumsraten, eines beständigen Ausbaus von Sozialleistungen, des freien Hochschulzugangs? Wer hat noch die Zeit im Gedächtnis, als man sich um einen Arbeitsplatz keine Sorgen machen musste, und wenn man doch (...)

Streifzüge, Heft 52

Die ökologischen Grenzen des Kapitals

Wieso es keinen „grünen“ Kapitalismus geben kann
Juni
2011

Der Ideologie eines „grünen“ Kapitalismus fällt angesichts der sich global häufenden ökologischen Krisenerscheinungen künftig eine zentrale Rolle bei der Legitimierung der kapitalistischen Produktionsweise zu. Der Irrglaube an einen ökologisch „nachhaltigen“ Kapitalismus, wie er von den „Grünen“ (...)

Streifzüge, Heft 52
2000 Zeichen abwärts

Gespenstisch 1

Juni
2011

Glaubte man zu Beginn des Reaktorunfalls in Fukushima noch, die Welt ginge gleich unter, so ist es jetzt geradewegs so, als wäre fast gar nichts geschehen. Eine irre Bagatellisierung hat den jenseitigen Alarmismus abgelöst. So ein GAUcherl halten wir locker aus, das soll uns gar nicht (...)

Grundrisse, Nummer 40

Peak Oil

Wirtschaftliche Folgen und politische Folgerungen
Dezember
2011

Schon seit mindestens 40 Jahren weisen Arbeiten von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern darauf hin, dass der Welt das Erdöl ausgehen wird. Darüber gibt es keinen Zweifel, denn eine wachsende oder auch nur gleichbleibende Förderung von Erdöl ist in einer Welt mit endlichen Ölvorräten (...)

Streifzüge, Heft 54

Landnutzung ein Stück weit demonetarisieren

März
2012

Wir müssen das agrarpolitische Desaster auf den Äckern tagtäglich mitansehen. Mit Entmonetarisierung als Perspektive dagegen meine ich in diesem Beitrag, die landwirtschaftliche Produktion unabhängiger von Geld und seiner Logik zu gestalten. Wir organisieren Gemüseproduktion nach dem Leitsatz: (...)

Streifzüge, Heft 54
W. Rätz, T. von Egan-Krieger (Hrsg.):

Ausgewachsen!

Ökologische Gerechtigkeit. Soziale Rechte
März
2012

Der Sammelband zum Kongress „Jenseits des Wachstums?!“ (Attac 2011, Berlin) gibt einen Überblick, wie die Debatte zum „Ende des Wachstums“ aktuell verläuft. Ein Befund dazu, im Buch selbst nicht ausgesprochen, könnte sein: Degrowth ist das Ende des Kapitalismus, sein Herzstück, die unendliche (...)

Streifzüge, Heft 57

Wofür kämpfen wir?

Plädoyer für eine realistische Utopie
März
2013

Die Verwertung ist aussichtslos und zerstörerisch … In seiner Agonie greift das Kapital ein letztes Mal in voller Intensität um sich, alles – alle Lebensbereiche, alle Kontinente, alle Ressourcen, alle verbliebenen Nischen und Rückzugsräume, ja, unser Innerstes selber – soll der Verwertungslogik (...)

Streifzüge, Heft 58
2000 Zeichen abwärts

Naturkatastrophen?

Juni
2013

Geht es nach den sich häufenden Überschwemmungen, werden die Jahrhunderte immer kürzer. Doch schnell kehrt die Normalität wieder. Wenn die Japaner sich von keinem Supergau schrecken lassen, warum wir hier von einem Hochwasser? Zum Schluss erschlägt die mediale Dramaturgie die reale Tragödie durch (...)

Streifzüge, Heft 58

Wozu Entwicklung?

Tanzania, das Kupfer, und ein Ende des Kapitalismus
Juni
2013

Entwicklung war eine große Erzählung. Zu groß. Noch bis vor Kurzem galt ihr alles. Nachhaltig sollte sie sein, ein Segen für die Menschheit. Während die EU zusammen mit dem Internationalen Währungsfonds und der Europäischen Zentralbank ihre Ränder kurz und klein schlägt, verdampft die dünn gewordene (...)

Streifzüge, Heft 59
2000 Zeichen abwärts

Kleine Materialkunde

Oktober
2013

Im Grunde bleiben uns nur zwei Sichtweisen im Umgang mit dem, was wir „Tier“ nennen: Die eine, die uns erlaubt, die Welt als tauben Gesteinsklumpen zu betrachten, aus dem sich kleinere Klümpchen gesondert haben, welche sich nach und nach immer komplexer ordneten und irgendwann begannen, (...)

Streifzüge, Heft 59

Mensch und Tier

Anmerkungen zur Zivilisationstragik
Oktober
2013

Das berühmte Fragment „Mensch und Tier“ von Horkheimer und Adorno, das ins Textkompendium aufgenommen worden ist, welches ihr epochales Werk „Dialektik der Aufklärung“ beschließt, beginnt mit einem Paukenschlag von aphoristischer Prägnanz: „Die Idee des Menschen in der europäischen Geschichte drückt (...)

Streifzüge, Heft 59

Hohe Menschen und niedrige Tiere

Geht’s um Naturverhältnisse, sinkt das Niveau linker Debatten schlagartig
Oktober
2013

Die linksneoliberale Partei Die Grünen versuchte im deutschen Bundestagswahlkampf mit der nicht neuen Idee der Einführung eines „Veggie-Days“ pro Woche in öffentlichen Großküchen und Kantinen zu punkten. Dieses Vorhaben scheiterte kläglich. Gegen die drohende „Öko-Diktatur“ übte ein wutschäumender (...)

Grundrisse, Nummer 50

Vegan-Hype

Ursachen und Vereinnahmung aus kämpferischer Perspektive
Mai
2014

Was heute alltäglich ist, hätte noch vor fünf Jahren kaum jemand aus der Tierrechtsszene für möglich gehalten: Geschäfte werben damit, dass sie vegane Artikel führen, große, bürgerliche Zeitungen wie Die Süddeutsche oder Die Zeit behandeln den Veganismus in ganzseitigen Artikeln, im Privatfernsehen wird (...)

Streifzüge, Heft 61

Ausgeträumt

Realistisch gesehen gibt es keine Chance für eine nachhaltige Entwicklung
Juni
2014

Man muss – nach jahrzehntelangen frustrierenden Erfahrungen – das globale ökologische Versagen wohl auch einmal akzeptieren lernen, statt weiter leeren Hoffnungen nachzuhängen und (vermutlich) christlich kulturgeprägt doch noch an einen Ausweg aus der Öko-Krise zu glauben. Bei den erwähnten, leeren (...)

Streifzüge, Heft 61

Ausstieg aus der Apokalypse

Juni
2014

Einer der markantesten Züge dessen, was wir die „westliche Zivilisation“ nennen, ist ihre Apokalyptik. Ein Blick in die nächste Videothek genügt, um festzustellen, dass das Kino von der Idee der Weltzerstörung geradezu besessen ist. Apokalypsen endeten jedoch ursprünglich nicht mit dem Weltuntergang, (...)

Streifzüge, Heft 61

Die souverän ernährte Stadt?

Potenziale und Grenzen des urbanen Gärtnerns (Teil I)
Juni
2014

Urbanes Gärtnern gewinnt seit einigen Jahren zunehmend auch in Wien an Bedeutung. Die Gärten sind dabei nicht auf die physischen Gartenorte zu reduzieren, sondern mindestens ebenso als diskursives Phänomen von Bedeutung. Eine Reihe von Zuschreibungen fällt ins Auge, wonach die Gärten sozialen (...)

Streifzüge, Heft 61

Know-how für den Umbau

Harald Welzer und die Stiftung Futurzwei
Juni
2014

Aus der Masse der Publizisten und Wissenschaftler, die sich dafür verantwortlich fühlen, dass die Erwärmung der Erdatmosphäre in den kommenden Jahrzehnten nicht noch weiter zunimmt, die Polkappen nicht noch weiter abschmelzen, der Meeresspiegel nicht noch weiter ansteigt und die Weltmeere nicht (...)

Streifzüge, Heft 62

Die souverän ernährte Stadt?

Potenziale und Grenzen des urbanen Gärtnerns (Teil II)
Oktober
2014

Die bisherigen Ausführungen sprechen nur einzelne Bereiche des Diskurses zu urbanen Gärten an, veranschaulichen aber bereits die hohen Erwartungen, die mit den Gärten in der Stadt verbunden werden. Inwieweit die Gärten diese jedoch tatsächlich erfüllen können, das reale Potential der Gärten also, ist (...)

Streifzüge, Heft 67

Alltag

Vermutungen zum anstehenden Kultur-Bruch
Juli
2016

I. Alltag hat für unsereinen, der gerade im Auge des Orkans lebt, noch eher den Geruch des stabilen, normalen, ausgetretenen Pfads der Reibungslosigkeit. Man könnte auch sagen: der relativ sanften Indolenz und Resignation. Die Arbeit und der Freigang, das private und das öffentliche Gewirks (...)

Streifzüge, Heft 68

Eine andere Zukunft ist not-wendig

Dezember
2016

Wer glaubt noch daran, dass ein Temperaturanstieg auf der Erde um zwei Grad unterschritten werden kann? Dass dies höchst unwahrscheinlich ist, lässt darauf schließen, dass die nächsten Jahrzehnte nicht nur wärmer werden, sondern für viele Millionen Menschen die Lebensbedingungen unerträglich werden. (...)

Streifzüge, Heft 68

No Nature, No Future?

Dezember
2016

Die Zukunft war früher auch besser (Karl Valentin) Die Welt, so weit die materiellen Ressourcen der Erde damit gemeint sind, ist endlich. Nicht so der dem Kapitalismus inhärente Zwang, Wirtschaftswachstum qua Kredit zu generieren um Kapital zu akkumulieren. Bereits Rosa Luxemburg annotierte im (...)

Streifzüge, Heft 68

Bornierte Freiheit oder: Wie man blind und ungeplant ins Desaster stolpert

Februar
2017

Selbst wenn in einem Boot, das einen reißenden Fluss überquert, die Besatzungsmitglieder beim Rudern sich völlig verausgaben sollten, selbst dann wird das Boot durch die Strömung vom gegenüberliegenden Ufer extrem abgetrieben, sofern jeder allein und für sich, „völlig frei“ sich verausgabt und nicht (...)

Streifzüge, Heft 70
2000 Zeichen abwärts

So wird’s nichts werden …

August
2017

In den 1920er Jahren, als die meisten Haushalte im Westen elektrisches Licht hatten, erfanden die Glühlampenhersteller ein Kartell (Phoebuskartell): Die Lebensdauer einer Lampe wurde von den Herstellern mit 1000 Stunden „normiert“. Technisch minimal teurer wäre das Doppelte drin gewesen. Diese (...)

Streifzüge, Heft 70

Anmerkung zu „Gebrauch“

September
2017

Χρῆμα (Chrêma) schreibt Aristoteles, wenn er „etwas“ meint, das als für Menschen brauchbar, nützlich gilt, zur Grundlage des Lebens und möglichen Reichtums zählt. Es ist ein vom Verb χράομαι (chráomai) – (ge)brauchen, sich etwas zunutze machen – abgeleitetes Substantiv, „Gebrauchswert“, „Nützling“ gewissermaßen. (...)

Streifzüge, Jahrgang 2017

Unstillbarer Ressourcenhunger

Beschlossene Emissionsgrenzen sind jetzt schon Makulatur. Und das liege nicht nur an der Politik
November
2017

Beim Klima kommt es immer wieder schlimmer als befürchtet – selbst die negativsten Szenarien der Klimawissenschaft werden alle paar Jahre aufgrund neuer Erkenntnisse überboten. Die aktuellen Desaster: Die CO2-Konzentration in der Atmosphäre ist im vergangenen Jahr in einem Rekordtempo auf 403 parts (...)

Streifzüge, Heft 71

Aus Ratlosigkeit weitermachen?

Mit Politik und Wirtschaft wird nichts besser
Dezember
2017

„Wenn Wahlen etwas änderten, wären sie längst verboten“, ob das nun von Rosa Luxemburg, Kurt Tucholsky, Emma Goldman oder sonstwem stammt, so falsch ist der Spruch nicht, und in kritischen Kreisen ist er auch ganz geläufig. Dass es dann aber wenig Sinn macht, Wahlen allzu große Bedeutung beizumessen (...)

Streifzüge, Jahrgang 2018

Postkapitalismus ohne Verzicht

Plädoyer wider die Verzichtslogik in der gegenwärtigen Klimadebatte
September
2018

In der öffentlichen Diskussion über Ursachen und Folgen des Klimawandels sind zumeist die ganz großen Verallgemeinerungen an der Tagesordnung: Wir lebten über unsere Verhältnisse, der Mensch an sich treibe durch seine Gier die Welt in den ökologischen Abgrund, wir alle trügen irgendwie durch unseren (...)

Streifzüge, Jahrgang 2019

Strukturkrise der Marktwirtschaft und gesellschaftliche Emanzipation

Juli
2019

Seit 2008/09 beherrschen Staatsschulden- und Währungskrisen die europäische und internationale Medienlandschaft. Folgen wir den regierenden Parteien, dann handelt es sich bei diesen um vorübergehende Krisen. Es entsteht der Eindruck, die Politik und die nationalen WährungshüterInnen haben alles (...)

Streifzüge, Heft 76

Im Kontinuum des Lärms

September
2019

Lärm dokumentiert die industrielle Bewaffnung der Gesellschaften, zeigt welche Schlachten der Alltag so schlägt. Wir sind befangen im Sound des Kapitals. Wird es wirklich lauter oder werden wir bloß älter? Sind wir gar wehleidig? Vielleicht ist es ja ein Zeichen fortschreitender Mieselsüchtigkeit, (...)

Streifzüge, Jahrgang 2020

Vivihouse

Januar
2020

Ich möchte das Commons-Projekt Vivihouse vorstellen, und alle, die in Wien unterwegs sind, hätten eigentlich schon vorbeigehen können, um es sich anzuschauen. Hätten – leider steht der zweite Prototyp noch nicht. Dazu gleich mehr. Das Projekt Vivihouse baut Häuser, doch komplett anders, als wir es (...)

Streifzüge, Heft 79

Verhängnis ohne Perspektive?

September
2020

Wir leben in eigentümlichen Zeiten. Eigentümlich, weil sie nicht mehr wie der Anklang von etwas Besserem tönen oder wie der Vorabend einer noch kaum geahnten Katastrophe dämmern, noch wie der gewöhnliche Lauf der Dinge ihren Weg nehmen, sondern weil sie als Verhängnis auf uns zu lasten scheinen: wie (...)

Streifzüge, Heft 82

Monokultur

August
2021

Wie entstand das, was wir heute so selbstverständlich „Landwirtschaft“ nennen, und was ist das überhaupt? Diesen Fragen stellt sich Florian Hurtig in dem Buch „Paradise Lost – Vom Ende der Vielfalt und dem Siegeszug der Monokultur“ (Oekom Verlag, 2020). Hurtig rekonstruiert die Genese der modernen (...)

Streifzüge, Heft 82

Das globale Agrarsystem – Wahnsinn mit Methode

August
2021

Die Autodestruktivität der globalen Mehrwertmaschine kommt gerade bei der unmittelbaren Verwertung der Ökosysteme voll zur Entfaltung. Der kapitalistische Produktivitätsextremismus, bei dem alle betriebswirtschaftliche Rationalität dem irrationalen Selbstzweck uferloser Kapitalverwertung (...)

Streifzüge, Heft 83

Wachstum – dystopischer Wahn

Januar
2022

Der Kapitalismus ist ein Erfolgsmodell. Dumm ist nur, dass Bestandteil dieses Erfolgs ist, die natürlichen Lebensgrundlagen – uns darin eingeschlossen – zu zerstören. Dabei geht es nicht nur um die Klimakatastrophe, die der Kapitalismus erfolgreich produzierend in die Welt gesetzt hat. Viel weniger (...)

Streifzüge, Jahrgang 2023

Das Ende von etwas

Februar
2023

Den Kapitalismus überwinden? Wie soll das gehen? Doch tatsächlich hat die Überwindung bereits begonnen. Die Frage ist nur noch: Wird das Ende barbarisch sein – oder finden wir eine zivilisierte Art des Auswegs? Die Frage nach dem Weg aus dem Kapitalismus war nie so aktuell wie heute. Sie stellt (...)

Umweltschutz: Briefmarke der Deutschen Bundespost von 1981
Glas-Recycling (Berlin 2012)
Gepresste Dosen für das Aluminium­recycling (Norwegen 2006)

Umweltschutz (umgangssprachlich auch Ökologie) bezeichnet die Gesamtheit aller Maßnahmen zum Schutze der Umwelt, um die Gesundheit des Menschen zu erhalten.[1] Der Umweltschutz hat mehrere Funktionen und beinhaltet verschiedene Prinzipien. Er beugt Beeinträchtigungen der Umwelt vor (Prävention), drängt sie zurück (Repression) und stellt Naturressourcen wieder her, soweit das möglich ist (Reparation). Ihre Verursacher sollen Verantwortung für den Umgang mit der Umwelt übernehmen (Verursacherprinzip) und deren Nutzung nicht zu einseitigem Vorteil erfolgen (Kooperationsprinzip).[2] Zum Umweltschutz gehören auch ethische und ästhetische Ansprüche. Das Augenmerk des Umweltschutzes liegt dabei sowohl auf einzelnen Teilbereichen der Umwelt (wie Boden, Wasser, Luft, Klima), als auch auf den Wechselwirkungen zwischen ihnen.

Angesichts einer wachsenden Weltbevölkerung und des Strebens nach einem möglichst hohen Lebensstandard in Verbindung mit einer zunehmenden globalen Vernetzung sowie technischem und wissenschaftlichem Fortschritt steigt die globale Wirtschaftsleistung permanent an. Dies hat zu einem zunehmenden anthropogenen Einfluss auf die gesamte Biosphäre geführt, die den Umweltschutz immer wichtiger werden lässt. So gibt etwa der renommierte Wissenschaftliche Beirat der deutschen Bundesregierung „Globale Umweltveränderungen“ in seinem Gutachten von 1999 dem Schutz der Umwelt „die höchste Priorität aus überlebensstrategischen Gründen“ und mahnt dazu, „die Begrenztheit des Handelns zu erkennen“.[3]

Der Umweltschutz ist im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland (GG) Artikel 20 a als Staatsziel verankert. Die Schweizerische Bundesverfassung fordert in Artikel 74 „den Schutz des Menschen und seiner natürlichen Umwelt“.

Ziele und Philosophien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Abgasfahne einer Schnellfähre
Abgasreinigung als Beitrag zum Umweltschutz in der Seeschifffahrt (Beispiel für technischen Umweltschutz)

Ausgangspunkt des Umweltschutzes ist die Erhaltung des Lebensumfeldes der Menschen und ihrer Gesundheit. Dies schließt den Schutz der die Menschen umgebenden Natur in einem gewissen Umfang mit ein. Dazu bedient man sich oft technischer Mittel. Die zu lösenden Probleme sind teils globale, teils regionale oder lokale, wobei der Umweltschutz eher nach allgemeinen oder großräumigen technischen Lösungen sucht. Auch wenn die Schutzgüter und Ziele im Prinzip dieselben sind, sind zuweilen Unterschiede zwischen Naturschutz und Umweltschutz erkennbar.

  • Ein Beispiel ist das Thema „nachwachsender Rohstoffe“: Naturschützer wollen die Bäume schützen, damit sie möglichst alt werden, Totholz produzieren und zu einem wertvollen Lebensraum für zahlreiche Arten werden. Umweltschützer sehen den Baum auch als nachwachsenden Rohstoff und befürworten die Nutzung von Holz als Energiequelle, sofern diese Nutzung nachhaltig und umweltverträglich stattfindet.
  • Konflikte zwischen Naturschützern und Umweltschützern sind bei der Errichtung von Windkraftanlagen und Kleinwasserkraftwerken häufig. Naturschützer argumentieren eher gegen Eingriffe in die Natur, während Umweltschützer eher den Vorteil der Einsparung von Kohlenstoffdioxid-Ausstoß durch Ökostrom-Kraftwerke sehen.
  • Das gemeinsame Ziel einer Vermeidung von Schäden für die Biosphäre von eher lokal handelnden Naturschützern und die global formulierten Ziele von Umweltschützern kann zu unterschiedlichen Prioritäten führen.

Trotz dieser unterschiedlichen Perspektiven sind Umwelt- und Naturschutz im Normalfall keine Gegensätze. Bei der Analyse der Umweltschäden durch Umweltverschmutzung, wie den Ökologischen Auswirkungen des Luftverkehrs, bestehen hohe Übereinstimmungen. Die Erarbeitung von Lösungen in verschieden orientierten Umwelt- und Naturschutzverbänden zum Nachhaltigen Konsum oder zur Energieeinsparung kann dann wiederum verschiedene Schwerpunkte haben.

Umweltschutz in der öffentlichen Meinung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine internationale Untersuchung in 12 Nationen (China, Großbritannien, Irland, Iran, Korea, Mazedonien, Norwegen, Portugal, Schweden, Serbien, Spanien und Tschechien) im Jahr 2009 ergab, dass die Menschen dem Umweltschutz unterschiedliche Bedeutung beimaßen. Verhältnismäßig geringe Bedeutung hatte der Umweltschutz in Irland, Iran und Südkorea. In Iran, Südkorea, Norwegen, Schweden und Tschechien wurde ein enger Zusammenhang mit dem Tierschutz gesehen.[4]

Bei einer repräsentativen Bevölkerungsumfrage des deutschen Umweltbundesamtes im Jahr 2012 nannten mehr als ein Drittel der Deutschen spontan Umwelt- und Klimaschutz als eines der wichtigsten Probleme der Gegenwart.[5] Im Jahr 2018 war in einer vergleichbaren Umfrage des Umweltbundesamtes für 64 Prozent der Befragten Umwelt- und Klimaschutz ein sehr wichtiges Problem. Nur 14 Prozent der Befragten gaben an, dass die Bundesregierung „genug“ oder „eher genug“ für den Umwelt- und Klimaschutz tue.[6]

Philatelistisches[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit dem Erstausgabetag 3. September 2020 gab die Deutsche Post AG in der Serie Umweltschutz ein Sonderpostwertzeichen im Nennwert von 80 + 40 Eurocent heraus. Der Entwurf stammt aus dem Designbüro All Things Letters von Chris Campe in Hamburg.

Aufgaben und Teilbereiche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu den wichtigsten Handlungsfeldern des Umweltschutzes zählen Klima-, Wald- und Gewässerschutz. Aktuell werden vor allem die Probleme der globalen Erwärmung und Luftverschmutzung diskutiert.

Klimaschutz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ziel des Klimaschutzes ist, anthropogenen Einflüssen, die zur globalen Erwärmung führen können, entgegenzuwirken und ihre Folgen abzumildern. Hauptansätze des Klimaschutzes sind gegenwärtig die Verringerung des von Menschen verursachten Ausstoßes von Treibhausgasen und die Erhaltung und Unterstützung der Funktionen von Ozeanen und Wäldern in diesem Zusammenhang: Diese nehmen als Kohlenstoffsenken das mengenmäßig bedeutsamste Treibhausgas Kohlenstoffdioxid auf. Der Klimaschutz ist daher stark mit den beiden Teilbereichen Waldschutz und Gewässerschutz verbunden.

Klimaveränderungen können regional auftreten, z. B. durch umfangreiche Waldrodungen und Versiegelung der Landschaft durch Straßen und Gebäude. Insofern ist Klimaschutz Aufgabe einzelner Länder und Regionen.

Waldschutz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Entwaldung im Amazonasgebiet

Der Waldschutz umfasst alle Maßnahmen zum Schutz von Wäldern und Baumbeständen vor Schäden jeglicher Art. Dabei werden sowohl die forstwirtschaftlichen wie die nicht-materiellen Ansprüche (wie Erholung, Klimawirkung oder Landschaftsgestaltung) an den Wald als schützenswert betrachtet. Aus forstwirtschaftlicher Sicht steht der Schutz des Waldes gegen schädliche Tiere, Pilze und Pflanzen (Forstschädlinge) oder Umwelteinflüsse im Vordergrund. Außerdem ist der Waldschutz ein entscheidender Faktor gegen übermäßige Waldrodung, um die Rate der jährlich abgeholzten Primärwald-Flächen (Urwald) zu verringern. Waldgebiete sollen als Lebensraum vieler Tier- und Pflanzenarten, aus klimatischen Gründen, aber auch im Zusammenhang mit dem Gewässerschutz möglichst erhalten werden. In manchen Regionen sind Wälder auch als Wasserschutzgebiet oder Naturschutzgebiet ausgewiesen.

Gewässerschutz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Gewässerschutz bezeichnet man die Gesamtheit der Bestrebungen, die Gewässer (Oberflächengewässer und das Grundwasser) vor Beeinträchtigungen zu schützen. Der Gewässerschutz dient einerseits der Reinhaltung des Wassers als Ressource für Trink- oder Betriebswasser als Teilaufgabe des Umweltschutzes, andererseits dem Schutz aquatischer (d. h. vom Wasser abhängiger) Ökosysteme als Teilaufgabe des Naturschutzes. Eine sehr weitgehende Maßnahme zum Schutz von Gewässern ist die Ausweisung von Wasserschutzgebieten.

Gesundheits-Schutz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zum Schutz der menschlichen Gesundheit wird auch der Lebensraum des Menschen betrachtet. Hier spielen hauptsächlich Lärmschutz und Luftreinhaltung, in neuerer Zeit Schutz vor der Belästigung durch Gerüche eine Rolle. In vielen Teilen der Welt ist der Gewässerschutz für den Menschen überlebenswichtig, um ausreichend sauberes Trinkwasser zur Verfügung zu haben. Für die Landwirtschaft und die Sicherung der Ernährung kann – je nach örtlichen Voraussetzungen – der Bodenschutz einen hohen Stellenwert einnehmen.

Umweltprobleme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Umweltprobleme sind von Menschen mitverursachte, sich negativ auswirkende Änderungen in der Umwelt. Sie wirken sich nachteilig auf die aktuelle oder zukünftige Existenz oder das Wohlergehen der Menschen aus. Menschliche Handlungen beeinflussen unvermeidbar die Umwelt. Neben den gewünschten Verbesserungen haben sie oft ungewollte, nachteilige Folgen.

Problemtypen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Umweltprobleme lassen sich nach verschiedenen Kriterien einteilen, z. B.

  • betroffenen Umweltbereichen (Umweltmedien Boden, Wasser, Luft; Ökosysteme)
  • räumlich
    • lokale (Luftverschmutzung in Ballungszentren)
    • grenzüberschreitende (Verschmutzung grenzüberschreitender Flüsse)
    • internationale (Kriege)
    • globale (Belastung der Atmosphäre, Ozonloch)

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die modernen westlichen Umweltschutzbewegungen wurden während der Industriellen Revolution begründet. Doch schon vorher machten sich unterschiedliche Kulturen Gedanken über den Schutz ihrer Umwelt. Seit den 1960er Jahren wurde der Umweltschutzgedanke zunehmend vorangetrieben, allerdings noch unter den Begriffen „Umwelthygiene“ und „Schutz der Umwelt“.[7] Das Kompositum Umweltschutz dagegen entstand wahrscheinlich Ende 1969 als Entlehnung zu engl. environmental protection. Mitarbeiter des damaligen Innenministers Hans-Dietrich Genscher sollen den Begriff aus den USA übernommen haben.[8] 1970 fand der Begriff Eingang in die parlamentarische Debatte und in die Presse.[7]

Die Freiburger Thesen, das Parteiprogramm der FDP vom 27. Oktober 1971, enthielten dann schon eine dem Umweltschutz gewidmete politische Position „Umweltschutz hat Vorrang vor Gewinnstreben und persönlichem Nutzen.“ Zudem formulierten die Freiburger Thesen das Ziel, das Recht auf eine „menschenwürdige Umwelt“ in Artikel 2 des Grundgesetzes zu verankern. Dies war die erste programmatische Haltung zum Umweltschutz in einer der wesentlichen westdeutschen Parteien.

Vorgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Altertum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit der Bildung von zusammenhängenden Siedlungen entstanden Probleme durch Abfälle und Abwässer. Schon im Altertum befasste man sich mit dem Problem der Abwasserbeseitigung. Entwässerungskanäle lassen sich bereits 3000 v. Chr. im Euphrattal nachweisen. Im Römischen Reich wurden meist offene Gerinne genutzt, aufgrund des hohen Bauaufwandes waren Abwasserrohre selten.

Mittelalter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im frühen Mittelalter ging das Wissen um eine geordnete Abwasserentsorgung weitgehend verloren. Das trug zu verheerenden Pest- und Choleraepidemien bei. Demgegenüber steht die berühmte Landgüterverordnung Karls des Großen „Capitulare de villis vel curtis imperii“, in der bereits staatliche Verordnungen zum Waldschutz im Sinne von Rodungsverboten enthalten waren. Ebenso gab es bereits sogenannte Bannwälder, die allerdings primär den Wildbestand für die Jagd des Adels erhalten sollten. Aus dem Spätmittelalter und der frühen Neuzeit sind wenige kleinere forstwirtschaftliche Projekte bekannt, bei denen der Schutz der Umwelt – allerdings in Verbindung mit Nutzinteressen – im Fokus stand: So etwa der Nürnberger Reichswald, der im 12. Jahrhundert durch künstliche Aussaat von Nadelbäumen auf abgeholzten und degradierten ehemaligen Laubwaldflächen entstand.[9]

Zudem registrierte man zwischen dem 16. und 17. Jahrhundert die durch land- und forstwirtschaftliche Eingriffe bedingte Anfälligkeit tropischer Ökosysteme. Erstmals gab es planmäßige Bestrebungen zum Umweltschutz.[10]

Ursprung der Umweltschutzbewegung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Europa begann die großflächige Umweltverschmutzung mit der Industriellen Revolution. Große Fabriken und die Verbrennung immer größer werdender Mengen von Kohle und anderer fossiler Brennstoffe führten zu zunehmender Luftverschmutzung. Der Müll der Fabriken und der Abfall der Städte ließ die Müllberge wachsen. Die Umweltschutzbewegung entwickelte sich als Gegenreaktion auf die Industrialisierung, Urbanisierung sowie Luft- und Gewässerverschmutzung.

In den stark gewachsenen Städten musste eine geordnete Abwasserentsorgung errichtet werden. Im Jahr 1739 war Wien als erste Stadt Europas erstmals vollständig kanalisiert. Erst ab 1842 wurde in London mit dem Bau des Kanalisationssystems begonnen. Die erste Kläranlage auf dem europäischen Festland wurde 1882 in Frankfurt am Main in Betrieb genommen.

Umweltschutz im 20. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das historische Blue Marble, ein Foto von 1972, das half, den Umweltschutz der breiteren Öffentlichkeit näher zu bringen

Die frühe Naturschutz- und Umweltbewegung in Mitteleuropa, der bereits im 19. Jahrhundert einsetzende Tourismus, verklärten die Natur.

In Deutschland waren das Bewegungen wie Jugendbewegung, sozialdemokratische Naturfreunde, Wandervögel, Wandervereine oder die rechtsgerichtete Völkische Bewegung. Der Naturschutz wurde zwischen 1933 und 1945 ideologisch mit einem rassistischen Landschafts- und Heimat-Begriff sowie der Blut-und-Boden-Ideologie verknüpft.

Das neuzeitliche Bewusstsein für den Umweltschutz entwickelte sich in den westlichen Ländern in den 1960er Jahren, als man feststellte, dass sich industrielle Tätigkeiten sehr nachteilig auf die Umwelt auswirken können. Maßgeblich zu diesem Wertewandel beigetragen haben offensichtliche Missstände wie das Fischsterben im Rhein, die Versauerung der Meere, spektakuläre Chemiekatastrophen wie in Seveso oder Bhopal, sowie das zu jener Zeit propagierte Waldsterben.

Montagsdemonstration 1989 in Berlin für den Umweltschutz – gegen Müllimporte

1971 wurde die bekannte Umweltschutzorganisation Greenpeace von Friedensaktivisten in Vancouver, Kanada gegründet. Die Organisation entstand aus der Formation Don’t Make a Wave Committee, die von amerikanischen und kanadischen Atomkraftgegnern und Pazifisten gegründet worden war. Ziel dieses Komitees war es, eine Serie von Atombombentests zu verhindern. Später nahmen viele unabhängige Gruppen den Namen Greenpeace an. Erst am 14. Oktober 1979 wurden sie alle zu einer einzelnen Organisation Greenpeace International zusammengefasst.

1972 entstand das Blue Marble Foto durch die Besatzung von Apollo 17. Es war das erste klare Bild, das die von der Sonne beschienene Seite der Erde zeigt. Für die Umweltschutzbewegung der 1970er Jahre war das Bild ein wichtiges Symbol für die Zerbrechlichkeit und Verletzlichkeit der Erde und ihre Isoliertheit im All.

1983 wurde in Religionsgemeinschaften der Begriff Bewahrung der Schöpfung als ethisches Konzept entfaltet und geprägt, der der Umweltschutzbewegung ebenfalls wichtige Impulse vermittelte.

Zudem weitete sich die Idee des Umweltschutzes auch auf die Agrarwirtschaft aus. So versucht die ökologische Landwirtschaft über den Verzicht auf synthetische Pflanzenschutzmittel schädliche Einflüsse auf die Umwelt zu minimieren. Die dort angewandten alternativen Methoden zur Schädlingsbekämpfung, wie der Einsatz von Nützlingen oder thermischen Verfahren (beispielsweise Dämpfen zur Bodenentseuchung) sollen negative Auswirkungen auf Umwelt und Gesundheit ausschließen. In Deutschland arbeiten heute bereits mehr Menschen im Umweltsektor als in der Autoindustrie.

Umweltschutz seit den 2000er Jahren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im 21. Jahrhundert baut der Umweltschutz auf dem Engagement und den Erkenntnissen vorausgegangener Dekaden auf. In den 2010er Jahren konzentrierte sich die Aufmerksamkeit auf Themen zum Klimawandel. Die Institutionalisierung zum Umweltschutz und die Wandlungen im Bereich der öffentlichen Meinung und der sozialen Netzwerke haben zu sehr unterschiedlichen Betrachtungen zum Bereich des Klima- und Umweltschutzes geführt. Als gesunder Menschenverstand gilt allerdings, dass die Anstrengungen zum Umweltschutz global verstärkt werden müssen.[11][12]

Verstärkt in den Fokus des Umweltschutzes gelangt seit einigen Jahren die internationale Schifffahrt. Mit Stand 2018 verursacht die Schifffahrt weltweit etwa 400.000 vorzeitige Todesfälle und ca. 14 Mio. Asthmaerkrankungen von Kindern.[13] Das betrifft insbesondere die Verwendung umweltfreundlicher Treibstoffe statt des stark schwefelhaltigen Schweröls beziehungsweise den Einbau von Luftfiltern, die Abkürzung langer Transportwege und die Drosselung der Fahrtgeschwindigkeit (Slow steaming) zur Verringerung des CO2-Ausstoßes und sonstiger Emissionen. Ein wichtiges internationales Thema ist der stetig ansteigende Containerverkehr der maritimen Seidenstraße, welcher über den Sueskanal aus Asien nach Europa kommt. Derzeit nehmen die Containerschiffe den Umweg über die Straße von Gibraltar in die Nordhäfen, um dort gelöscht zu werden. Umweltschonender und nachhaltiger wäre das Entladen der Schiffe auf Züge bereits in Mittelmeerhäfen, wie Triest, Genua oder Venedig. Die Emissionen (CO2, NOx, SO2 etc.) von Port Said nach Warschau betragen beispielsweise über die Meeres- und Eisenbahnroute via Rotterdam 145 kg/TEU und via einem Nordadriahafen 84 kg/TEU.[14][15][16][17][18]

Umweltbehörden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unter Umweltbehörden versteht man die für den Umweltschutz zuständigen Behörden.

Deutschland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Logo des Bundesumweltministeriums in Deutschland (2014)

In Deutschland sind von staatlicher Seite in erster Linie das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUB) und das Umweltbundesamt (UBA) für den Umweltschutz zuständig. Auf Länder- und Landkreisebene sind weitere Behörden auf dem Gebiet des Umweltschutzes tätig. Das Bundesministerium und das Umweltbundesamt veröffentlichen unter anderem jährliche Umweltzustandsberichte.

Österreich[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Logo des Bundesministeriums in Österreich (2020)

In Österreich sind das Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (ab 2020: BMK) und das Umweltbundesamt für den Umweltschutz zuständig.

Schweiz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Schweiz liegt die Zuständigkeit beim Bundesamt für Umwelt. Dieses ist die Umweltfachstelle der Schweiz und gehört zum Eidgenössischen Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK).

Rechtsgrundlagen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Umweltrecht bezeichnet die Gesamtheit der Rechtsnormen, die den Schutz der natürlichen Umwelt und die Erhaltung der Funktionsfähigkeit der Ökosysteme bezwecken. Weder in Deutschland noch in Österreich gibt es ein einheitliches Umweltschutzgesetz. Anders in der Schweiz, die 1983 ein eigenständiges Umweltschutzgesetz erlassen hat. Das EU-Umweltrecht hat großen Einfluss auf die Gesetzgebung der einzelnen Mitgliedsstaaten. In der Charta der Grundrechte der Europäischen Union garantiert die EU ihren Bürgern:

„Ein hohes Umweltschutzniveau und die Verbesserung der Umweltqualität müssen in die Politik der Union einbezogen und nach dem Grundsatz der nachhaltigen Entwicklung sichergestellt werden.“(Artikel 37)[19]

Umweltrecht in Deutschland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 15. November 1994 verpflichtet Artikel 20a des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland dazu, die natürlichen Lebensgrundlagen zu schützen; zum 1. August 2002 wurde zusätzlich der Tierschutz eingefügt („Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen und der Tiere“):[20][21]

„Der Staat schützt auch in Verantwortung für die künftigen Generationen die natürlichen Lebensgrundlagen und die Tiere im Rahmen der verfassungsmäßigen Ordnung durch die Gesetzgebung und nach Maßgabe von Gesetz und Recht durch die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung.“

Es handelt sich um eine „Staatszielbestimmung“, die sich an den Gesetzgeber, die Verwaltung und die Rechtsprechung richtet.

Das deutsche Umweltrecht ist über zahlreiche Gesetze verstreut. Umweltwissenschaftler und Umweltjuristen fordern seit vielen Jahren, das Umweltrecht in einem Umweltgesetzbuch (UGB) kodifiziert zusammenzufassen und die Einzelvorschriften besser aufeinander abzustimmen. Die große schwarz-rote Koalition (2005–2009, Kabinett Merkel I) bzw. der damalige Umweltminister Sigmar Gabriel versuchten es; das Vorhaben scheiterte im Februar 2009 am Widerstand der bayrischen CSU.

Umweltrecht in Österreich[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Österreich gibt es noch kein einheitliches Umweltrecht. Die rechtlichen Grundlagen sind über zahlreiche Gesetzesbücher verteilt.

Umweltrecht in der Schweiz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grundlage der Umweltschutzgesetzgebung der Schweiz ist der Artikel 74 der Bundesverfassung. Absatz 1 dieses Artikels lautet: „Der Bund erlässt Vorschriften über den Schutz des Menschen und seiner natürlichen Umwelt vor schädlichen oder lästigen Einwirkungen.“

Gestützt darauf wurde das Bundesgesetz vom 7. Oktober 1983 über den Umweltschutz, das Umweltschutzgesetz (USG) erlassen. Das USG nennt als sein Ziel namentlich, „die natürlichen Lebensgrundlagen, insbesondere die biologische Vielfalt und die Fruchtbarkeit des Bodens, dauerhaft [zu] erhalten“. Der Gewässerschutz ist in einem separaten Gesetz für das Wasserrecht der Schweiz geregelt: Bundesgesetz über den Schutz der Gewässer vom 24. Januar 1991 (Gewässerschutzgesetz, GSchG). Das Energiegesetz (EnG), welches die Energiewirtschaft auf nationaler Ebene regelt, beinhaltet in seiner Anfang 2018 in Kraft getretenen Fassung die „Energiestrategie 2050“, welche erneuerbare und einheimische Energiequellen fördert.

Inter- und supranationaler Umweltschutz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Bereich des Umweltschutzes wird der nationalstaatliche Einfluss immer geringer. Durch den steigenden Grad an internationalen Kommunikationsnetzwerken und weltwirtschaftlicher Verflechtungen entsteht eine kollektive Verantwortung für die Umwelt. Die Staaten werden dazu gezwungen gemeinsam nach Problemlösungen zu suchen. Umwelt kennt keine von Menschen gezogenen Grenzen. Länderübergreifende Umweltpolitik rückt folglich zunehmend in das außenpolitische Blickfeld zumindest der Staaten, denen durch die Summe der globalen Umweltverschmutzung auch höhere Umweltbelastungen entstehen. Internationale Foren und Organisationen sind eine Antwort auf diesen Prozess.

Die erste internationale Umweltschutzkonferenz fand 1972 in Stockholm statt (Konferenz der Vereinten Nationen über die Umwelt des Menschen). Einer der wichtigsten supranationalen Akteure ist die UN (UNEP) – unter ihrem Dach kommt ein Großteil der multilateralen Umweltabkommen zustande. Eine Übersicht über die Vielzahl mittlerweile bestehender Umweltverträge bietet die Liste internationaler Umweltabkommen, wobei die Überschneidungen zum Internationalen Naturschutz deutlich werden.

Globale Grenzwerte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2009 hat eine internationale Forschergruppe unter Johan Rockström vom Stockholm Resilience Centre in einer viel beachteten Studie in Nature kritische Grenzwerte für die wichtigsten umweltrelevanten Parameter des Planeten Erde untersucht und definiert, die planetary boundaries (planetare Grenzen).[22] Das Ziel dieser Festlegung ist es, die hochkomplexen Zusammenhänge der Ökosphäre auf diese Weise anschaulich zu vereinfachen, um Risiken schnell und übersichtlich anhand einiger weniger Schlüsselparameter sichtbar zu machen. Nach dieser Studie muss die Menschheit es schaffen, bei allen Parametern langfristig jeweils unter 100 % zu bleiben, um die Umwelt – und damit unsere Lebensgrundlagen – nicht unvorhersehbar zu gefährden.[23][24]

Werte, die derzeit über 100 % liegen

  • Verlust der biologischen Vielfalt = > 1000 %
  • Schwefelemissionen = 346 %
  • Kohlendioxidgehalt der Atmosphäre = 111 %

Werte, die nahe 100 % liegen

  • Ausdünnung der Ozonschicht = 98 %
  • Versauerung der Meere = 95 %

Werte deutlich unter 100 %

  • Phosphorverlust der Meere = 82 %
  • Von Besiedlung und Landwirtschaft beeinflusste Landflächen = 78 %
  • Süßwasserressourcen = 65 %

Diese Studie steht in der Tradition zahlreicher „Umweltmodellierungen und -szenarien“, die seit der Mitte des 20. Jahrhunderts angefertigt wurden.

Probleme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vielen Schwellen- und Entwicklungsländern fehlen oftmals die nötigen Ressourcen für effektive Umweltschutzmaßnahmen. Globale Auflagen werden von diesen Ländern oft nicht akzeptiert. Sie argumentieren, dass die Industrienationen zum größten Teil für globale Umweltschäden verantwortlich sind. Bei lokalen Problemen, wie dem Einsatz akkumulativer Pestizide, fehlen oftmals bezahlbare Alternativen. So wird beispielsweise Dichlor-Diphenyl-Trichlorethan (DDT) in diesen Staaten trotz erwiesener Umweltgefahren weiterhin großflächig zur Insektenbekämpfung eingesetzt.

Bekannte Umweltaktivisten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Portal: Umwelt- und Naturschutz – Übersicht zu Wikipedia-Inhalten zum Thema Umwelt- und Naturschutz

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Takis Fotopoulos: The Ecological Crisis as Part of the Multi-Dimensional Crisis and Inclusive Democracy. In: The International Journal of Inclusive Democracy. Band 3, Nr. 3, 2007 (englisch; online auf inclusivedemocracy.org).
  • Takis Fotopoulos: The Multidimensional Crisis and Inclusive Democracy. Athen 2005 (englisch; online auf inclusivedemocracy.org).
  • Hans-Joachim Koch, Susan Krohn: Umwelt in schlechter Verfassung? Der Umweltschutz nach der Föderalismusreform. In: Natur und Recht. Band 28, Nr. 11, 2006, S. 673–680 (ISSN 0172-1631).
  • Bruno Kürbiß: Responsible Care: Arbeitssicherheit und Umweltschutz in Chemieanlagen. Europa-Lehrmittel, Haan-Gruiten 2008, ISBN 978-3-8085-7165-1.
  • Torsten Mertz: Schnellkurs Ökologie. Dumont, Köln 2006, ISBN 3-8321-7638-1.
  • Dietrich Murswiek: Umweltschutz als Staatszweck: die ökologischen Legitimitätsgrundlagen des Staates. Economica, Bonn 1995, ISBN 3-87081-253-2.
  • Bernhard Verbeek: Die Anthropologie der Umweltzerstörung. 1998, ISBN 978-3-89678-099-7.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Umweltschutz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wiktionary: Umweltschutz – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Deutschland:

Schweiz:

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. W. Nobel: Begriffe aus Ökologie und Umweltschutz: Ein kleines Kompendium (= Wirtschaft und Umwelt. Band 31). Nürtingen 2011, S. 143.
  2. H. Hulpke, H. A. Koch, R. Nießner (Hrsg.): Rompp-Lexikon Umwelt. 2. Auflage. Stuttgart/New York 2000, S. 840.
  3. Ivana Weber: Die Natur des Naturschutzes: wie Naturkonzepte und Geschlechtskodierungen das Schützenswerte bestimmen. Oekom, München 2007, ISBN 978-3-86581-082-3, S. 189 und 196–199.
  4. Meng, Jenia: Origins of attitudes towards animals 2009. Ultravisum, Brisbane, ISBN 978-0-9808425-1-7, S. 349.
  5. Umweltbundesamt (Deutschland): Umweltbewusstsein in Deutschland 2012.
  6. Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) gemeinsam mit dem Umweltbundesamt: Umweltbewusstsein in Deutschland 2018 – Ergebnisse einer repräsentativen Bevölkerungsumfrage. (PDF) Abgerufen am 3. Juni 2019.
  7. a b Annikki Liimatainen: Untersuchungen zur Fachsprache der Ökologie und des Umweltschutzes im Deutschen und Finnischen: Bezeichnungsvarianten unter einem geschichtlichen, lexikografischen, morphologischen und linguistisch-pragmatischen Aspekt. Peter Lang, 2008, S. 61–62 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  8. Geo (Zeitschrift) 04/2008, S. 115
  9. Beitrag: Die frühen Ursprünge der Nachhaltigkeit. (Memento vom 8. Dezember 2015 im Internet Archive) In: forstwirtschaft-in-deutschland.de. November 2015, abgerufen am 28. April 2020.
  10. Wolfgang Reinhard: Die Unterwerfung der Welt: eine Globalgeschichte der europäischen Expansion 1415–2015. 1. Auflage. Beck, München 2016, ISBN 978-3-406-68718-1, S. 603.
  11. Umweltbundesamt (Deutschland): Umweltbewusstsein in Deutschland. 5. Dezember 2018, abgerufen am 28. Juli 2019.
  12. Karen Hamann, Anna Baumann, Daniel Löschinger: Psychologie im Umweltschutz: Handbuch zur Förderung nachhaltigen Handelns. Gesellschaft für Ökologische Kommunikation. Oekom, München 2016, ISBN 978-3-86581-799-0, S. ??.
  13. Mikhail Sofiev et al.: Cleaner fuels for ships provide public health benefits with climate tradeoffs. In: Nature Communications. Band 9, 2018, doi:10.1038/s41467-017-02774-9.
  14. Vgl. Frank Hütten: Schifffahrt: EU-Staaten wollen bei CO2-Messung auch die Frachtmenge wissen. In: DVZ vom 25. Oktober 2019.
  15. Siehe auch Alexandra Endres: Schifffahrt ist fürs Klima genau so schlimm wie Kohle. In: Die Zeit vom 9. Dezember 2019.
  16. Harry de Wilt "Is One Belt, One Road a China crisis for North Sea main ports?" in World Cargo News vom 17. Dezember 2019.
  17. Dirk Asendorpf: Klar Schiff! In: Die Zeit vom 16. Oktober 2014.
  18. Vgl. Giacomo Borruso: Il porto di Trieste: Scenari economici e prospettive. 9/2015, S. 26.
  19. html-Version der Charta der Grundrechte der Europäischen Union, Artikel 37: Umweltschutz, abzurufen über EUR-Lex (dem Rechtsinformationssystem der EU)
  20. Artikel 20a GG, Gesetze-im-Internet, abgerufen am 7. April 2013.
  21. Artikel 20a Grundgesetz, Naturschutz + Tierschutz auf landesrecht-bw.de:
  22. Johan Rockström u. a.: A safe operating space for humanity. In: Nature. Band 461, 2009, S. 472–475 (englisch; doi:10.1038/461472a).
  23. archive.org: Artikel „Forscher definieren Grenzen für die Erde, die die Menschheit nicht überschreiten sollte“, KlimAktiv.de, 24. September 2009, abgerufen am 15. März 2020.
  24. Stockholm Resilience Centre: Planetary boundaries research. (Memento vom 11. Januar 2016) 11. Januar 2016, abgerufen am 28. Juli 2019.
  25. siehe z. B. den Dokumentarfilm Home
  26. GoodPlanet.org (Memento vom 9. Juni 2009 im Internet Archive) Gründer und Präsident Yann ARTHUS-BERTRAND