FŒHN, Heft 17

Drucken wie gelogen

Standard, 28. Jänner 1991: Besonders gefährdet sind jetzt die Kormorane — wenn man sie nicht fängt und säubert, verenden sie
Der Standard / Die Zeitung für Leser
Kleine Zeitung, 28. Jänner 1991: Öko-Katastrophe im Golf: Das Öl verklebt die Federn der Wasservögel’
Die neue Kleine / Wir machen unsere eigene Zeitung
AZ, 28. Jänner 1991: Meer am Golf: „Leben für Jahrzehnte zerstört“
AZ / Der bessere Kopf oder Hier weht ein frischer Wind
Vorarlberger Nachrichten, 28. Jänner 1991: Hunderte, (...)

Beiträge

Die Stützen des Systems

8

Daß du keine Wohnung hast, das müssen Medien aufrechterhalten (damit du nicht den Magistrat besetzt, nicht den Bürgermeister würgst). Daß der Schwerverkehr ununterbrochen mitten durch unser Land ’ruacht’, müssen die Medien möglich machen. Daß eine Aktiengesellschaft uns unsere Bäche aus den Tälern (...)


Wort-Wechsel

21

Die Sprache, in der öffentlich über die Zustände gesprochen wird, ist die Sprache seiner Profiteure. Die der Ansammlung von Reichtum z.B. der Aktionärsfamilie Schwarzkopf zugrundeliegende Ausbeutung heißt weder in Radio Tirol so, noch im Basta, noch sonstwo. Ja, man hat uns sogar das Wort (...)


Medienpolitik

Beispiele

22

„50 Tote bei US-Invasion“ soll es laut Standard (Aufmacher am 21.12.89) beim militärischen Überfall der USA auf Panama im Dezember 1989 gegeben haben. Für den Kurier-Chefredakteur ging es dabei um „eine Aktion für Demokratie und Menschenrechte“ (23.12.89). In Wahrheit sind bei dieser Terroraktion der (...)


Das G’schäft der Zeitungen

24

Sportartikel und Leitartikel: Ein ‚Artikel‘, das sagt schon der Name, ist etwas, was man kaufen kann (Aber dazu später). Eine Zeitung ist keine Gefälligkeit, sondern eine Ware. Warum ist heute wieder der ganze Kiosk voll Zeitungen? Weil sich gestern soviel Wichtiges ereignet hat? Nein, weil (...)


Kleines Beispiel Transitverkehr

34

Wenn es heißt, die Österreicherinnen und Österreicher wollen keine schmutzigen Arbeiten mehr machen, das überlassen sie lieber den Ausländern, stimmt das einfach nicht. Für die allerschmutzigste Dreckarbeit, die es gibt, das Anschmieren der eigenen Bevölkerung, finden sich reinrassige österreichische (...)


Zur Preislage des Journalismus in Österreich

41

Wenn‘s um den Fremdenverkehr in Tirol geht, gibt‘s oft einen unversöhnlichen Disput — wie den folgenden: Das Inntal von Telfs bis einschließlich Kufstein ist — von einigen Ausnahmen im Unterinntal abgesehen — krank.* Nicht jeder, der aus Gründen des Umweltschutzes die Öffentlichkeit alarmiert, hat (...)


Wem gehört die Medien-Freiheit?

49

Überall dort, wo sie gebraucht würde, gibt es keine Demokratie. Oder ist sie ihnen etwa in der Schule begegnet? Haben sie sie beim Bundesheer schon einmal gesehen? Ist sie Ihnen in der Wirtschaft untergekommen? Oder ist dort Demokratie, wo die Medien-Zaren herrschen? Haben Sie vielleicht schon (...)


Der Filz

58

Die Regierung, die den Geldstaat verwaltet, hat in den Medien ihre festeste Stütze. Und sie dankt es ihr millionenfach. Als sich die Parlamentsparteien am 2. Juli 1975 ein großzügiges Parteienfinanzierungsgesetz gaben, haben sie am selben Tag, um auch die ihren zu bedienen, der Presse ein (...)


Das Schema

69

Es ist noch in keiner Zeitung gestanden, daß das Kommando für das Einschalten und Ausschalten des Kaunertalkraftwerkes von Braunweiler bei Köln aus gegeben wird. Warum nicht? Warum steht nirgends, daß das größte TIWAG-Kraftwerk, das Werk Sellrain-Silz, gar nicht am Tiroler Netz hängt, sondern nur an (...)


FOEHN-Post

78

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