Grundrisse, Nummer 23

Medieninhaberin: Partei „grundrisse“
Herausgeberin: Redaktion „grundrisse“ (Wolfgang Bacher, Dieter A. Behr, Martin Birkner, Bernhard Dorfer, Robert Foltin, Daniel Fuchs, Käthe Knittler, Birgit Mennel, Minimol, Franz Naetar, Paul Pop, Karl Reitter, Andrea Salzmann, Lisl Steger, Klaus Zoister)
Grafikkonzept: Harald Mahrer
Layout: Karl Reitter
Umschlag: Andrea Salzmann
Erscheinungsort: Wien
Herstellerin: Digidruck, 1030 Wien
Offenlegung: Die Partei „grundrisse“ ist zu 100% Eigentümerin der Zeitschrift „grundrisse“. Grundlegende Richtung: Förderung gesellschaftskritischer Diskussionen und Debatten
Der Inhalt der „grundrisse“ steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.

Editorial

Liebe LeserInnen,
unser diesjähriges Sommerseminar war der Fragestellung „Was war der reale Sozialismus?“ gewidmet. Hintergrund dafür war das Vorhaben der Redaktion, unsere in den letzten Jahren geknüpften Kontakte in die „Ex-realsozialistischen“ Länder zu einem Erfahrungsaustausch zusammenzubringen, der sich nicht auf die übliche „westliche“ Perspektive beschränken sollte. Aus verschiedensten Gründen kamen dann doch nicht so viele der (vor allem) osteuropäischen GenossInnen, wie wir erhofft haben. (...)

Beiträge

VirtuosInnen der Freiheit

Zur Implosion von politischer Virtuosität und produktiver Arbeit

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Der italienische Philosoph Paolo Virno formuliert in seiner 2005 auf Deutsch erschienenen Schrift „Grammatik der Multitude. Öffentlichkeit, Intellekt und Arbeit“ folgende These: „Ich bin überzeugt, dass in den Lebensformen wie auch in den Produktionsweisen der Gegenwart (…) direkt wahrgenommen wird, (...)


Über den aufrechten Gang im Vorgestern

Drei Geschichten über den Kampf um eine bessere Welt

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Was kümmert es uns, dass die Geschichtsschreiber das Leben der Könige und der Fürsten, ihre Regierungsmaßnahmen und ihre Bemühungen, sich auf Kosten des Volkes zu bereichern, beschreiben. So würde ein Arzt die Geschichte eines Menschen durch die Geschichte seiner Krankheiten darzustellen versuchen. (...)


Alfred Sohn-Rethel und die „erweiterte Warenanalyse“

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Wer erinnert sich noch an die Texte von Sohn-Rethel? Dieser Aufsatz ist ein Versuch, einige wesentliche Momente seiner Philosophie in Umrissen erneut zur Diskussion zu stellen. Den aufmerksamen LeserInnen wird nicht entgehen, dass so manches Element auch gegenwärtig, insbesondere innerhalb der (...)


„Ich kann in Österreich als Putzfrau arbeiten. Vielen Dank, ja.“

Bedingungen der bezahlten Haushalts- und Pflegearbeit von Migrantinnen

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Der folgende Artikel wird sich mit den Bedingungen bezahlter Haushaltsarbeit von Migrantinnen in Österreich auseinandersetzen. Wir versuchen die Herausbildung eines „transnational care space“ durch die argumentative Verknüpfung von aktueller österreichischer Migrationspolitik und (...)


„Ein wirklich netter Mensch zu sein, ist eine immens politische Angelegenheit“

Eine Entgegnung

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„Wenn also von Produktion die Rede ist, ist immer die Rede von Produktion auf einer bestimmten gesellschaftlichen Entwicklungsstufe – von der Produktion gesellschaftlicher Individuen“ (Marx).Von der Produktion gesellschaftlicher Individuen ... d.h. es ist die Rede von der Produktion, die von (...)


Konterrevolution gegen eine Konterrevolution

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Anders als die revolutionären Aufstände von 1953, 1956, 1968 und 1981 (also von Ostberlin, Budapest, Prag und Danzig) verkündete der osteuropäische Regimewechsel von 1989 keinen besseren und reineren Sozialismus, Arbeiterräte, Selbstverwaltung oder wenigstens höhere Löhne für Proletarier. Er wurde (...)


Jan Hoff, Alexis Petrioli, Ingo Stützle, Frieder Otto Wolf, (Hrsg.): Das Kapital neu lesen. Beiträge zur radikalen Philosophie

Beiträge zur radikalen Philosophie

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Münster: Westfälisches Dampfboot, 2006, 370 Seiten, 27,90 Euro Sie wollen diesen Text online lesen?
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Marianne Pieper, Thomas Atzert, Serhat Karakayali, Vassilis Tsianos (Hg):

Empire und die biopolitische Wende

Die internationale Diskussion im Anschluss an Hardt und Negri

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Frankfurt, New York: Campus, 2007, 316 Seiten, 29,90 Euro Die Diskussion um „Biopolitik“ ist in linken und sozialwissenschaftlichen Zusammenhängen so verbreitet wie noch nie. Das liegt an der unveränderten Attraktion der Rezeption von Michel Foucault, aber auch an der „Entdeckung“ Giorgio Agambens (...)


Alex Demirovic: Nicos Poulantzas. Aktualität und Probleme materialistischer Staatstheorie, 2. überarb. und erw. Neuauflage / Lars Bretthauer, Alexander Gallas, John Kannankulam, Ingo Stützle: Poulantzas lesen. Zur Aktualität marxistischer Staatstheorie

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Henning Böke

Maoismus

China und die Linke – Bilanz und Perspektive

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Stuttgart: Schmetterling Verlag, Reihe theorie.org, 2007, 216 Seiten, 10 Euro China boomt! Und das nicht nur ökonomisch. Neben den immensen Wachstumsraten der chinesischen Wirtschaft ist um das „Reich der Mitte“ ein veritabler Medienhype entstanden: keine Zeitschrift, kein Fernsehsender der nicht (...)

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