Grundrisse, Nummer 29

Medieninhaberin: Partei „grundrisse“
Herausgeberin: Redaktion „grundrisse“ (Dieter A. Behr, Martin Birkner, Bernhard Dorfer, Robert Foltin, Daniel Fuchs, Käthe Knittler, Minimol, Franz Naetar, Paul Pop, Karl Reitter, Lisl Steger)
Grafikkonzept: Harald Mahrer
Layout: Karl Reitter
Umschlag: Andrea Salzmann
Erscheinungsort: Wien
Herstellerin: Digidruck, 1030 Wien
Offenlegung: Die Partei „grundrisse“ ist zu 100% Eigentümerin der Zeitschrift „grundrisse“. Grundlegende Richtung: Förderung gesellschaftskritischer Diskussionen und Debatten
Der Inhalt der „grundrisse“ steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation, außer wenn anders angegeben.

Editorial

Liebe Leserinnen und Leser!
Vorweg müssen wir uns für einen Layout Fehler in der Nummer 28 entschuldigen. Im Artikel „Finanzkrise: Chronologie, Ursachen und wirtschaftspolitische Reaktionen“ von Engelbert Stockhammer fehlten in der Printausgabe irrtümlich die letzten beiden Schlusssätze. Diese seien hiermit nachgeholt: „Lohnzurückhaltung darf nicht Teil dieser Nachfragepolitik sein. Eine (weiterhin) sinkende Lohnquote dämpft die Nachfrage und würde deflationären Tendenzen Vorschub leisten.“
In der (...)

Beiträge

Wir sind die Krise des Kapitalismus

oder: Die Welt steht auf kein Fall mehr lang. (Nestroy)

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Proletarische Revolutionen dagegen, wie die des neunzehnten Jahrhunderts, kritisieren beständig sich selbst, unterbrechen sich fortwährend in ihrem eignen Lauf, kommen auf das scheinbar Vollbrachte zurück, um es wieder von neuem anzufangen, verhöhnen grausam-gründlich die Halbheiten, Schwächen und (...)


Die andere Politik, die Politik der Wut der Würde

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1. Wut, Wut, Wut. Wut, wie die der jungen Menschen in Griechenland in den letzten Wochen. Wut über Polizeigewalt, Wut über niedrige Löhne und Mangel an Chancen. Wut heute über das Massaker der israelischen Armee an den Palästinensern im Gazastreifen. Wut über die fünf Jahre Ermordung und Zerstörung (...)


Argumentationsstrukturen und Begründungsfiguren um den Krieg gegen Gaza

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Dieser Text stellt sich nicht zur Aufgabe, die historischen und aktuellen Ereignisse rund um den Krieg gegen die BewohnerInnen in Gaza zu analysieren und zu kommentieren. Für diese Aufgabe gibt es Kompetentere als den Verfasser; ich verweise gerne auf die Analysen von John Bunzl oder Uri Avnery. (...)


Space, Place and Gender

Raum als soziale Kategorie. Ein Überblick

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Raum als soziale Kategorie – Einleitung Raum wird gemacht und ändert sich zum Teil rasant. Was an einem Tag noch die Prunkstraße des imperialen Wien war, kann am nächsten schon als Fanmeile ganz anderen Zwecken dienen – dem Konsum und der Beschwipsung an Trank und Nation. Was da diesen Sommer im (...)


Das Sein verstimmt das Bewusstsein

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Soundtrack: Daddy Longleg: „Crime“ we never said we know a simple way we never said that everything’s okay so fuckin governments shut up so goddamn know-it-alls piss off who the fuck knows what’s going on who brings the food, the streets, the goods we are the workers, we know what’s going on we (...)


mehr fragen

Rezensionsessay zu Gerhard Hanlosers Rezension von Bini Adamczaks „gestern morgen“

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Gerhard Hanloser hat in der letzten Ausgabe der grundrisse Bini Adamczaks „gestern morgen – über die einsamkeit kommunistischer gespenster und die rekonstruktion der zukunft“ rezensiert. Dieser Rezension mit vorliegendem Rezensionsessay zu entgegnen, hat mindestens zwei Gründe: Erstens, da das (...)


Von der Ausschließung zum Klassenkampf?

49

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Krise und sozialer Kampf

Über ein kompliziertes Verhältnis aus aktuellem Anlass

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Es ist noch nicht lange her, dass man in linken politischen Kreisen mit der Andeutung, dass eine schwere globale Wirtschaftskrise in naher Zukunft zu erwarten sei, kaum Gehör fand. Üblicher waren da abrupte Gegenreaktionen wie der Verweis darauf, dass solche Krisenprognostik mit Blick auf die (...)


Theodor W. Adorno:

Philosophische Elemente einer Theorie der Gesellschaft

Nachgelassene Schriften, Vorlesungen Band 12

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Frankfurt am Main: Suhrkamp, 2008, 277 Seiten, 26,80 Euro Die Zeit der Kritik und die Spontaneität des Denkens Adorno hat das Bild des kritischen Intellektuellen in der BRD nachhaltig wie kaum ein anderer Denker geprägt. Seit den 50er Jahren galt er als fester Bezugspunkt in (...)


Christoph Jünke:

Der lange Schatten des Stalinismus

Sozialismus und Demokratie gestern und heute

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Köln: Neuer ISP Verlag, 2007, 207 Seiten, 19,80 Euro Christoph Jünke eröffnet seine Aufsatzsammlung mit der Diagnose, dass nach dem „Epochenbruch der Jahre 1989-1991“ nicht nur „von einem welthistorischen Sieg des Kapitalismus“ die Rede sein kann, sondern auch von einem „posthume[n] Triumph des (...)


Kassensturz

Interviews mit Laura Castellanos

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Hamburg: Edition Nautilus, 2008, 160 Seiten, 14.30 Euro Die mexikanische Journalistin Laura Castellanos und der Fotograf Ricardo Trabulsi bieten dem Subcomandante Marcos, dem „Sub“, wie ihn seine Freunde nennen, in dem neu bei Nautilus erschienenen Buch „Kassensturz“ ein Forum zur Darstellung (...)

Dokumente