FORVM, No. 138-139
Juni
1965

100 Worte Sozialismus

Vor fünfzig oder gar hundert Jahren konnte man, tatsächlich oder vermeintlich, mit zehn Worten sagen, was Sozialismus sei. Reichen heute hiefür auch nur hundert Worte aus?

Dies herauszufinden, schien uns eines größer angelegten Versuches wert.

Von den vierzig Autoren, die auf unsere Frage antworteten, konnten nicht alle gleich gut zählen, doch sind dafür manche erheblich unter dem Limit geblieben.

Willy Brandt: Willy Brandt war von 1964 bis 1987 Vorsitzender der SPD, von 1969 bis 1974 Bundeskanzler der BRD.

Anton Burghardt: Dipl.-Kfm.‚ Dr., Dozent für theoretische Sozialpolitik an der Universität Graz, ständiger Mitarbeiter der „Furche“.

Felix Butschek: Jahrgang 1932, FORVM-Autor der ersten Stunde, Mitherausgeber des Neuen FORVM, wissenschaftlicher Referent des Österreichischen Instituts für Wirtschaftsforschung, Herausgeber und Ko-Autor: „EWG und die Folgen“, „Die regionale Dynamik der österreichischen Wirtschaft“, Nationalökonom in der Spitzenklasse jüngerer Generation.

Fritz Csoklich: Jahrgang 1929, Chefredakteur der „Kleinen Zeitung“, Graz und Klagenfurt, des auflagenstärksten katholischen Tagblattes in Österreich, sowie Mitglied des Präsidiums der Katholischen Aktion Österreichs und Mitherausgeber des Neuen FORVM.

Iring Fetscher: Geb. 1922, Dr. phil., ist o. Professor für die Wissenschaft von der Politik an der Universität in Frankfurt am Main. — Veröff. u. a.: „Marx — Engels Studienausgabe“ (Hrsg.), 1966; „Der Rechtsradikalismus“, 1967; „Karl Marx und der Marxismus“, 1967; „Politikwissenschaft“, 1968; „Rousseaus politische Philosophie", 21968; „Hegels Lehre vom Menschen“, 1970; „Der Sozialismus“ und „Der Kommunismus“, (Hrsg.; Reihe „Mächte und Kräfte unseres Jahrhunderts“), 1968 und 1969; Marx/Engels „Die Geschichte im 19. Jahrhundert“ (Hrsg.), 1969. — I. F. ist Mitglied des internationalen Redaktionsbeirates des NEUEN FORVMs.

Rupert Gmoser: Leiter der Sozialakademie Graz, ein führender Kopf der Sozialwissenschaftlichen Studiengesellschaft, Mitglied des steirischen Landesparteivorstandes der SPÖ und des Redaktionskomitees des FORVM.

Josef Hindels: Sozialistischer Publizist, Zentralsekretär der Gewerkschaft der Privatangestellten.

Ernst Koref: Dr. phil., sozialistischer Bundesrat, ehemals Bürgermeister von Linz.

Norbert Leser: Geb. 1933, studierte Jus und, als Schüler des katholischen Ideologiekritikers August Maria Knoll, Soziologie in Wien, Politologie an der London School of Economics, Lehrauftrag für Ideengeschichte des Marxismus an der Universität Salzburg, seit 1970 Professor für Politische Wissenschaften ebendort. Förderungspreis der Stadt Wien. Zweimal Theodor-Körner-Preis. Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats der Deutschen Vereinigung für Politische Wissenschaft. N. L. war Mitherausgeber des „Neuen Forum“.

René Marcic: Chefredakteur der „Salzburger Nachrichten“ und seit Jahren geschätzter FORVM-Mitarbeiter, vertritt derzeit Prof. Eric Voegelin auf dessen Lehrstuhl für Politische Wissenschaft in München. Marcic liest dort über Verfassungsgerichtsbarkeit, Verfassungslehre und Rechtsphilosophie. Er ist Autor viel beachteter staatsrechtlicher und rechtsphilosophischer Werke („Vom Gesetzesstaat zum Richterstaat“, Wien 1957; „Die Krise des Staatsgedankens in der Gegenwart“, Rottenburg 1960) und doziert Allgemeine Staatslehre an der Rechts- und Staatswissenschaftlichen Fakultät der Universität Wien.

Eduard März: Leiter der Wirtschaftswissenschaftlichen Abteilung der Arbeiterkammer Wien, Professor für Nationalökonomie an der Wirtschaftshochschule Linz, einer der wenigen Theoretiker der österreichischen Sozialdemokratie, Vertreter eines undogmatisch und antidogmatisch offenen Austromarxismus.

Ludwig Reichhold: Ludwig Reichhold, langjähriger Mitarbeiter Leopold Kunschaks als Chefredakteur der „Christlichsozialen Arbeiterzeitung“, derzeit außenpolitischer Redakteur des „Kleinen Volksblatts“, Verfasser des kürzlich im Knecht Verlag, Frankfurt/Main, erschienenen Buches „Europäische Arbeiterbewegung“.

Willi Schlamm: Willi Schlamm, Autor von „Diktatur der Lüge“ und „Der zweite Unabhängigkeitskrieg“, einstmals Herausgeber der „Weltbühne“ in Wien und der„Europäischen Hefte“ in Prag, später beim Time Magazine in NewYork und als Korrespondent in Paris, lebt jetzt als freier Schriftseller in Vermont (USA).

Franz-Martin Schmölz: Dominikanerpater, Professor für Politologie an der Universität Salzburg, Mitglied des Wissenschaftlichen Beirates der Paulus-Gesellschaft, Österreichsektion, und FORVM-Autor.

Franz Taucher: geboren 1909 in Graz, gehörte dem Redaktionsstab der alten „Frankfurter Zeitung“ an und gab nach 1945 die „Wiener Bühne“ heraus. Seit seinem letzten Roman — „Von Tag zu Tag“ (1948) — hat er nur wenig publiziert, und dies Wenige zumeist im Ausland. Noch im heutigen Jahr erscheint auch ein neuer Roman von ihm: „Woher Du kommst — dem Sohn erzählt.“

Rudolf Weiler: Professor für Ethik an der katholisch-theologischen Fakultät der Universität Wien.

Erwin Weissel: Geboren 1930, gestorben 2005. Professor für Volkswirtschaft und Finanzpolitik an der Universität Wien. Nationalökonom in der Arbeiterkammer Wien, Leiter der Sozialakademie in Mödling und Leiter des Instituts für Gesellschaftspolitik. Vortragender an der Verwaltungsakademie des Bundes. Zwischen 1969 und 1995 Beisitzer am Kartellgericht in Wien.

Erik G. Wickenburg: Erik Graf Wickenburg, Korrespondent der „Welt“, Hamburg, und anderer deutscher Zeitungen, Mitarbeiter des Österr. Rundfunks und der „Presse“; u. a. Verfasser des im Otto Müller Verlag erschienenen Buches „Die Begleiterin“.

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