Gruppen & Organisationen

IG Kultur

Die zentrale Aufgabe der IG Kultur Österreich liegt in der Verbesserung der Arbeitsbedingungen für emanzipatorische Kulturarbeit. Sie fungiert als kulturpolitische Interessenvertretung und als Beratungsinstanz im Auftrag der Kulturinitiativen.

IG Kultur Österreich
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Rechtsform Verein
Zweck Interessenvertretung
Sitz Wien, Osterreich Österreich
Gründung 17. Juni 1990 (in Salzburg)

Vorstand Mirjam Steinbock (Obfrau), Verena Humer, Herta Schuster, Lidija Krienzer-Radojevic, David Prieth, Sabine Maringer, Benjamin Pascal Blaikner, Alina Zeichen[1]
Geschäftsführerin Yvonne Gimpl
Ehemalige Vorstände Alf Altendorf, Maria Crepaz, Peter Dvorsky, Eva Falb, Günther Friesinger, Simon Hafner, Kerstin Klimmer-Kettner, Gerhard Pilgram, Franz Primetzhofer, Thomas Randisek, Josef Schick, Günter Schütter, Martin Wassermair
Mitglieder 977 (2023)
Mitarbeiter 4
Website igkultur.at

Die IG Kultur Österreich (IGKÖ) ist die kulturpolitische Interessenvertretung und Dachorganisation von österreichischen Kulturinitiativen. Mit um die 838 Mitgliedern (Stand 2021)[2] und Landesorganisationen in den Bundesländern ist sie die größte kulturelle Interessenvertretung Österreichs. Der gemeinnützige Verein wurde 1990 in Salzburg gegründet,[3] ihr Sitz ist in Wien.

Ländervertretung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Folgende kulturelle Dachverbände in den Bundesländern nehmen auch die Funktion einer Ländervertretung der IG Kultur Österreich wahr.[4] Sie sind jedoch von ihr unabhängige Rechtskörper.

Medien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Herausgegeben werden Publikationen wie eine Zeitschrift, Radiosendungen, Bücher und Pressemeldungen zu meist kulturpolitischen Themen, die die Arbeit der Mitglieder unterstützen sollen.[5]

Kulturrisse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die IG Kultur publizierte von 1996 bis 2013 die Zeitschrift Kulturrisse. Zeitschrift für radikaldemokratische Kulturpolitik mit kulturtheoretischerem Fokus. Sie wurde einerseits über Abonnements und die Website, andererseits über ausgewählte Buchhandlungen in Wien, Linz und Berlin vertrieben.

Zentralorgan[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Magazin der IG Kultur,[6] im Untertitel auch Zentralorgan für Kulturpolitik und Propaganda erscheint seit 2015 und verhandelt kulturpolitische Themen und Praxen. Es versucht, die Sichtweise auf die Bedeutung von Kulturarbeit und auf ihren gesellschaftlichen Einfluss zu verändern. Somit schließt die IG Kultur an die Tradition eines eigenen Printmediums an, nachdem die Kulturrisse 2013 eingestellt wurden, fokussiert hier allerdings im Vergleich zu den theoretisch ausgelegten Kulturrisse deutlicher auf die Praxis.

Radio[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bewegungsmelder Kultur ist die Radiosendereihe der IG Kultur, die mit 118 Ausgaben seit 2006 (Stand Juli 2015)[7] von den Freien Radios österreichweit ausgestrahlt wird.

Weitere Publikationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weitere Publikationen der IG Kultur beinhalten unter anderem den Alternativen Kulturbericht,[8] eine statistische Erhebung der Rahmenbedingungen der freien Kunst- und Kulturszene auf Grundlage einer Basisdatenerhebung der Mitglieder der IG Kultur, und die Publikation Klimawechsel[9] sowie Alternativen zum Verlust der Kulturpolitik,[10] die sich mit unterschiedlichen Aspekten österreichischer Kulturpolitik auseinandersetzen.

Partnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die IG Kultur Österreich ist Mitglied des Österreichischen Kulturrats, des Spitzenverbands der österreichischen Kultur-Verbände,[11] der Interessenvertretung Gemeinnütziger Organisationen (IGO), und der Verbände European Network of Cultural Centres (ENCC) und Culture Action Europe.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Pedro Aguilera Cortés, Katalin Bársony, Aylin Basaran, Ljubomir Bratić, Hamze Bytyci, Markus End, Gilda-Nancy Horvath, Marty Huber, Almir Ibrić, Patricia Köstring, Anna Mirga, Radostina Patulova, André J. Raatzsch, Simone Schönett, Erika Thurner: Romanistan ist überall. Markierungen im unwegsamen Gelände. Hrsg.: IG Kultur Österreich, Wien. Eigenverlag, Wien 2013, ISBN 3-9500544-7-2.
  • Daniela Losenicky: 10 Jahre IG Kultur Österreich IG Kultur Österreich, Wien 2000, ISBN 3-9500544-5-6.
  • Gerald Raunig: Sektor 3/Kultur. Widerstand, Kulturarbeit, Zivilgesellschaft : eine Konferenz der IG Kultur Österreich zu den zivilgesellschaftlichen Facetten des kulturellen Feldes, 31. März bis 2. April 2000 2000, ISBN 3-9500544-6-4.
  • Oliver Marchart; Gerald Raunig; IG Kultur Österreich: Klimawechsel für eine neue Politik kultureller Differenz Überlegungen zu einer Reform der Kulturpolitik in Österreich Wien IG Kultur Österreich 1998, c 1998, ISBN 978-3-9500544-2-2.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. IG Kultur Impressum, abgerufen am 11. Juli 2022.
  2. Mitglieder. Abgerufen am 17. März 2021.
  3. IG Kultur Österreich: Geschichte, (Memento vom 23. Juli 2015 im Internet Archive)
  4. IG Kultur Österreich: Links Ländervertretung. (Memento vom 23. Juli 2015 im Internet Archive)
  5. IG Kultur Österreich: Medien, abgerufen am 24. Juli 2015.
  6. Zentralorgan für Kulturpolitik und Propaganda. Abgerufen am 17. März 2021.
  7. Sendungsarchiv des Bewegungsmelders Kultur im CBA - Cultural Broadcast Archive der Freien Radios, abgerufen am 24. Juli 2015.
  8. Alternativer Kulturbericht. Abgerufen am 17. März 2021.
  9. Klimawechsel. Abgerufen am 17. März 2021.
  10. Alternativen zum Verlust der Kulturpolitik. Abgerufen am 17. März 2021.
  11. Kulturrat: Mitglieder, abgerufen am 23. Juli 2015.
Videos
Videos des Youtube-Users „igkulturoesterreich”: