Anat Feinberg

Geboren am: 31. August 1951

Beitræge von Anat Feinberg
FORVM, No. 349-351

Nachspiel auf dem Theater

Das jüdische Schicksal in der österreichischen Nachkriegsdramatik
März
1983

Beitrag zum Symposium über österreichische Geschichte und Kultur No. 3, Das moderne Österreich, veranstaltet von der Tel Aviv University, gemeinsam mit der Österreichischen Botschaft in Israel, 19. — 21. Dezember 1982. Aus dem Englischen von Peter Aschner, Zeichnungen von E. M. Lilien. A.F.‚ geboren (...) Sie wollen mehr Texte online lesen?
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Anat Feinberg, hebräisch ענת פיינברג, auch Anat Fainberg, Anat Feinberg-Jütte und Anat Jütte-Feinberg (geboren 31. August 1951 in Tel Aviv), ist eine israelische Literaturwissenschaftlerin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anat Feinberg studierte Anglistik und Philosophie an der Universität Tel Aviv. 1978 wurde sie an der London University mit einer Dissertation über das Theater zur Zeit Shakespeares promoviert. Danach war sie bis 1988 Dozentin für Literatur- und Theaterwissenschaft an der Ben-Gurion-Universität in Beersheva und an der Universität Tel Aviv. Sie heiratete 1981 den Medizinhistoriker Robert Jütte.[1]

Seit 1990 ist Feinberg Honorarprofessorin für Hebräische und Jüdische Literatur an der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg. Zwischen 2004 und 2007 war sie die verantwortliche Fachberaterin für neue hebräische Literatur der Neuauflage der Encyclopedia Judaica und für Kindlers Literaturlexikon.

Feinberg veröffentlichte neben kultur- und literaturwissenschaftlichen Schriften auch drei Romane in hebräischer Sprache, von denen einer ins Deutsche übersetzt wurde.

Feinberg erhielt 2012 das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.

Feinberg erhielt 2023 die Joseph-Ben-Issachar-Süßkind-Oppenheimer-Auszeichnung[2] vom Landtag Baden-Württemberg[3] und der Israelitischen Religionsgemeinschaft Württembergs - IRGW.

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Wiedergutmachung im Programm: jüdisches Schicksal im deutschen Nachkriegsdrama. Köln: Prometh, 1988, ISBN 978-3-922009-85-6
  • Kultur in Israel. Eine Einführung. Gerlingen: Bleicher, 1993, ISBN 978-3-88350-031-7
  • Das Leben und andere Irrtümer. Roman. Übersetzung aus dem Hebräischen Barbara Linner. Gerlingen: Bleicher, 1997, ISBN 978-3-88350-734-7
  • (Hrsg.): Wüstenwind auf der Allee: Zeitgenössische israelische Autoren blicken auf Deutschland. Berlin: Aufbau, 1998, ISBN 978-3-351-02837-4
  • Embodied Memory: The Theatre of George Tabori. Iowa : University of Iowa Press, 1999, ISBN 978-0-87745-686-5
  • George Tabori. Biografie, München: Dt. Taschenbuch-Verl., 2003, ISBN 978-3-423-31067-3
  • Nachklänge : jüdische Musiker in Deutschland nach 1945. Berlin: Philo, 2005, ISBN 978-3-86572-503-5
  • (Hrsg.): Moderne hebräische Literatur. Ein Handbuch. München: Edition text + kritik, 2005, ISBN 978-3-88377-790-0
  • (Hrsg.): Rück-Blick auf Deutschland. Ansichten hebräischsprachiger Autoren. München: Edition text + kritik, 2009, ISBN 978-3-86916-022-1
  • „Was? Dramaturg? Noch nie gehört, was ist das?“: Jüdische Dramaturgen im deutschen Theater im Kaiserreich und in der Weimarer Republik. In: Aschkenas, 17 (2009), S. 225–271
  • mit Heidy Margrit Müller; Kamal Odischo Kolo: Das Ende des Babylonischen Exils: kulturgeschichtliche Epochenwende in der Literatur der letzten irakisch-jüdischen Autoren. Wiesbaden: Reichert, 2011, ISBN 978-3-89500-828-3
  • Wieder im Rampenlicht. Jüdische Rückkehrer in deutschen Theatern nach 1945. Göttingen: Wallstein, 2018, ISBN 978-3-8353-3245-4
  • Die Villa in Berlin. Eine jüdische Familiengeschichte 1924-1934. Wallstein Verlag, Göttingen 2022, ISBN 978-3-8353-5315-2

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Karin Lorenz-Lindemann: Im Exil der geschriebenen Worte, in: Orientierung 62 (1998) 125f.
  • Deutsches Literatur-Lexikon. Das 20. Jahrhundert. Biographisch-bibliographisches Handbuch. Begr. v. Wilhelm Kosch, fortgeführt v. Carl Ludwig Lang, hrsg. v. Konrad Feilchenfeldt. Achter Band: Erni - Fischer. KG Saur, Zürich und München 2005, ISBN 978-3907820087, Sp. 344 f.
  • Mein Judentum, hrsg. von Hans Jürgen Schultz. Zürich, Düsseldorf: Benziger Verlag, 1999, ISBN 978-3423106320, S. 131–144.
  • Johannes Becke, Roland Gruschka (Hg.): Sprachheimaten und Grenzgänge: Festschrift für Anat Feinberg[4], Schriften der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg, 23. Heidelberg: Universitätsverlag WINTER, 2021, ISBN 978-3825348779

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Robert Jütte. CV. Institut für Geschichte der Medizin der Robert Bosch Stiftung (IGM), archiviert vom Original am 16. September 2017; abgerufen am 27. Dezember 2018.
  2. https://www.juedische-allgemeine.de/unsere-woche/wir-sind-die-mehrheit-3/?q=feinberg
  3. https://www.landtag-bw.de/files/live/sites/LTBW/files/dokumente/Pressemitteilungen/Flyer_Auszeichnung_Oppenheimer.pdf
  4. Sprachheimaten und Grenzgänge: Festschrift für Anat Feinberg