Franz Borkenau
Beiträge von Franz Borkenau
FORVM, No. 15

Nach dem Sturz Malenkows

■  Franz Borkenau ▪ Ruth Fischer
März
1955

Der Sturz Malenkows und die neuen Männer an der Spitze des sowjetischen Parteiapparats haben nicht nur außenpolitisch, sondern auch in bezug auf die Möglichkeit interner Umschichtungen zu den verschiedensten Kommentaren Anlaß gegeben, die jeweils der politischen Konzeption des Beobachters (...) Sie wollen diesen Text online lesen?
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FORVM, No. 19/20

Titos großes Spiel

■  Franz Borkenau
August
1955

Die Analysen, die Prof. Franz Borkenau (Zürich) über die Vorgänge im Weltkommunismus und in der Sowjetunion anstellt (vgl. FORVM 11/15), erregen immer wieder lebhaftes Interesse bei Freund und Feind — bei Feind erregen sie außerdem noch Unbehagen, das sich in hämischen Bezeichnungen wie (...) Sie wollen diesen Text online lesen?
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FORVM, No. 24

Die Grenzen der Wunschträumerei

(zu Wilhelm Starlingers „Die Grenzen der Sowjetmacht“)
■  Franz Borkenau
Dezember
1955

Unser Mitarbeiter Prof. Dr. Franz Borkenau — der übrigens in diesen Tagen nach nahezu zwanzigjährigerAbwesenheit erstmals wieder seine Heimatstadt Wien besucht, um hier Vorträge zu halten — beschäftigt sich im nachfolgenden mit einer politischen Schrift, die in der kurzen Zeit seit ihrem Erscheinen (...) Sie wollen diesen Text online lesen?
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FORVM, No. 27

Chruschtschew auf dem Wege zur Macht

Ein Fazit des 20. Parteikongresses der KPdSU
■  Franz Borkenau
März
1956

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FORVM, No. 28

Grenzen der Diskussion

Der „Göttinger Arbeitskreis“ und Borkenaus Kritik an Starlinger
■  Franz Borkenau ▪ Göttinger Arbeitskreis
April
1956

Prof. Franz Borkenaus in Heft 24 des FORVM erschienener Aufsatz „Grenzen der Wunschträumerei“, eine Kritik an Prof. Wilhelm Starlingers „Grenzen der Sowjetmacht“, hat eine ungewöhnlich starke und ungewöhnlich lang anhaltende Resonanz gefunden, die besonders in Deutschland — wo ja die hauptsächliche (...) Sie wollen diesen Text online lesen?
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FORVM, No. 33

Die Entstehung der Chruschtschew-Legende

■  Franz Borkenau
September
1956

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FORVM, No. 36

Untergang des Abendlandes oder der Diktaturen

■  Franz Borkenau
Dezember
1956

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Franz Borkenau (* 15. Dezember 1900 in Wien; † 22. Mai 1957 in Zürich) war ein in Österreich, Deutschland und den USA wirkender Geschichtsphilosoph, Kulturhistoriker und Soziologe.

Leben und Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Borkenau war der Sohn des Universitätsprofessors und Rats am Obersten Gerichtshof Österreichs Rudolf Pollak. Am Wiener Schottengymnasium erzogen, wandte Borkenau sich früh der Psychoanalyse und dem Marxismus zu, studierte von 1918 bis 1924 in Wien und Leipzig, nahm an der sozialistischen Studentenbewegung teil und schloss sich 1921 der KPD an.

Nach seiner Promotion zum Dr. phil. an der Universität Leipzig arbeitete Borkenau ab 1924 in Berlin für die Studienabteilung der Kommunistischen Internationale (Komintern); diesen Aufgaben verdankte er seine erstaunliche Vielsprachigkeit. Gemeinsam mit Richard Löwenthal, George Eliasberg und Boris Goldenberg leitete er in dieser Zeit die Kostufra (Kommunistische Studentenfraktion). Er wandte sich ab 1928 gegen die stalinistische Politik und wurde 1929 aus der KPD ausgeschlossen.

Borkenau wandte sich daraufhin der historischen Forschung zu, zunächst unterstützt vom Frankfurter Institut für Sozialforschung. Zunächst arbeitete er über die neuzeitlichen Anfänge des bürgerlichen Denkens. 1933 verließ er (auch als sogenannter Halbjude bedroht) das Deutsche Reich und lebte und arbeitete in Wien, Paris und Panama-Stadt. Während seiner Zeit am Institut für Sozialforschung war er an der u. a. von Max Horkheimer geleiteten Studie über Autorität und Familie beteiligt, die 1936 in Paris erschien. Borkenau veröffentlichte seinen Beitrag über Autorität und Sexualmoral in der freien bürgerlichen Jugendbewegung unter dem Pseudonym Fritz Jungmann. 1936 unternahm er mitten im Spanien des Bürgerkrieges dessen politische Untersuchung und kritisierte danach entschieden den kommunistischen Terror gegenüber den (ebenfalls für die Republik und gegen den Franquismus kämpfenden) anarchistischen Syndikalisten.

1946 habilitierte Borkenau sich an der Universität Marburg für das Fach Mittlere und Neuere Geschichte, besonders Geschichte der Sozialtheorien. 1947 wurde er zum außerplanmäßigen Professor ernannt. Seit 1948 war er ständig beurlaubt wegen seiner Tätigkeit als Chief Research Consultant bei der Political Information Branch der Information Service Division Frankfurt. Danach wirke er als Redakteur der Zeitschrift Ostprobleme und freier Autor, auch in Paris, Rom und Zürich, wo er 1957 jäh verstarb. In dieser Zeit entstanden – auch in Auseinandersetzung mit Oswald Spengler und Arnold J. Toynbee – zahlreiche Manuskripte über Untergang und Anfänge von Hochkulturen, zumal der des Abendlandes, die erst postum von seinem Freund Richard Löwenthal herausgegeben wurden (Ende und Anfang).

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Der Übergang vom feudalen zum bürgerlichen Weltbild. Paris 1934 (Neudruck: Wissenschaftl. Buchgemeinschaft, Darmstadt 1971).
  • Pareto. London, Wiley, 1936.
  • unter dem Pseudonym Fritz Jungmann: Autorität und Sexualmoral in der freien bürgerlichen Jugendbewegung, in: Max Horkheimer et al. (Hrsg.): Studien über Autorität und Familie. Forschungsberichte aus dem Institut für Sozialforschung, Paris 1936, S. 669–705 (Schriften des Instituts für Sozialforschung, Band 5) (Neudruck Lüneburg 1987).
  • The Spanish Cockpit. An Eye-Witness Account of the Political and Social Conflicts of the Spanish Civil War. London, Faber and Faber, 1937 (Neudruck Ann Arbor 1963, deutsche Ausgabe: Kampfplatz Spanien. Politische und soziale Konflikte im Spanischen Bürgerkrieg. Ein Augenzeugenbericht, Klett Cotta, Stuttgart 1986, ISBN 3-608-93088-4).
  • The Communist International. London, Faber and Faber, 1937 (Neudruck World Communism: A History of the Communist International, Ann Arbor 1962).
  • The Totalitarian Enemy. London, Faber and Faber, 1940.
  • Drei Abhandlungen zur deutschen Geschichte, Klostermann, Frankfurt am Main 1947.
  • Der russische Bürgerkrieg 1918-1921. Von Brest-Litowsk zur NEP, Grunewald-Verlag, Berlin 1954.
  • Karl Marx. Auswahl u. Einleitung von Franz Borkenau. Fischer Verlag, Frankfurt a. M. 1956, 273. – 277. Tsd. 1977, ISBN 978-3-436-00123-0.
  • Ende und Anfang: Von den Generationen der Hochkulturen und von der Entstehung des Abendlandes. Hrsg. und eingeführt von Richard Löwenthal, Klett-Cotta, Stuttgart 1995, ISBN 3-608-93032-9 (zuerst 1984).

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Sven Papcke: Gesellschaftsdiagnosen, Klassische Texte der deutschen Soziologie im 20. Jahrhundert, Campus Verlag, Frankfurt am Main/New York 1991, ISBN 3-593-34432-7, darin: Gewalt als Widersacher der Vernunft. Franz Borkenau über den Bürgerkrieg in Spanien, S. 116–142.
  • Birgit Lange-Enzmann: Franz Borkenau als politischer Denker. Duncker und Humblot, Berlin 1996, ISBN 3-428-08699-6.
  • Franz Borkenau-Pollak, in: Inge Auerbach: Catalogus professorum academiae Marburgensis. 2. Band: 1910 bis 1971. Marburg 1979, S. 473.
  • Borkenau, Franz. In: Hermann Weber, Andreas Herbst (Hrsg.): Deutsche Kommunisten. Biographisches Handbuch 1918 bis 1945. 2., überarbeitete und stark erweiterte Auflage. Karl Dietz Verlag, Berlin 2008, ISBN 978-3-320-02130-6.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]