Georg Chaimowicz

Geboren am: 3. Juni 1929

Gestorben am: 5. Juni 2003

Beitræge von Georg Chaimowicz
Context XXI, Heft 3-4/2002

La Conqusita

 
1992

Beitræge zu Georg Chaimowicz
LICRA

Die nächtliche Realität Wiens

über Georg Chaimowicz
November
2014

Georg Chaimowicz wurde 1929 in Wien als jüngster Sohn des Industriellen Heinrich Chaimowicz und seiner Frau Erna geboren. Die ersten Jahre wohnte die Familie in der Jaurèsgasse (ab 1934 Lustig-Prean-Gasse nach Heimwehroffizier Heinrich Lustig-Prean und ab 1938 Richthofen-Gasse nach Heinrich von (...)

Georg Chaimowicz (geboren am 3. Juni 1929 in Wien; gestorben am 5. Juni 2003 ebenda[1]) war ein österreichischer Maler und Graphiker.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Chaimowicz war der Sohn des in Krzywcza[2] geborenen Textilindustriellen Heinrich Chaimowicz und dessen Ehefrau Ernestine (geborene Rosen). Sein Bruder war der Rechtsphilosoph und Legitimist Thomas Chaimowicz.

1939 flohen Chaimowicz Eltern mit ihm und seinen Geschwistern über Brünn und Amsterdam nach Bogotá. Dort studierte er an der Escuela de Bellas Artes de la Universidad Nacional Bogotá. Im Jahr 1949 kehrte er nach Wien zurück und studierte dort an der Akademie der bildenden Künste bei Sergius Pauser, Herbert Boeckl und Martin Polasek.[3] 1956[4] erhielt er sein Diplom, 1957 übersiedelte Chaimowicz nach Paris,[4] im Jahr darauf verstarb sein Vater.[2] Ab 1961 unterhielt Chaimowicz Ateliers in Vence und Wien. In einer Initiative zusammen mit seinem Großcousin, dem Richter Elie Rosen, trat Chaimowicz Ende der 1980er Jahre erfolgreich gegen den Abriss der Badener Synagoge auf.

Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben satirisch-politischen Zeichnungen entwickelte Chaimowicz eine zeichenhafte, auf wenige Spuren reduzierte Formensprache. In den 1960er Jahren wurde er vor allem aufgrund seines künstlerisch-politischen Auftretens gegen ehemalige Nationalsozialisten bekannt. Sein Werk „Der Bürgermeister von Waidhofen“ erregte breite Aufmerksamkeit.

Chaimowicz' Gesamtwerk besteht aus rund 26.000 Arbeiten.[5]

Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelausstellungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Georg Wolfgang Chaimowicz. In: basis-wien.at. Kunst- und Forschungsdatenbank basis wien, abgerufen am 28. April 2023.
  2. a b Günter K. Kodek: Heinrich Ch. In: Die Kette der Herzen bleibt geschlossen. Mitglieder der österr. Freimaurer-Logen 1945-1985, Löcker, Wien, ISBN 978-3854097068.
  3. Benjamin Kaufmann: Georg Gelernter, Wiener Art Foundation, Wien 2014.
  4. a b Benjamin Kaufmann: Die nächtliche Realität Wiens In: Lorraine, Ztsrcpt Ausgabe 26, Wien 2014.
  5. Georg Chaimowicz gestorben, Der Standard am 6. Juni 2003. Abgerufen am 6. November 2014.
  6. Reinhard Geir (Hrsg.): Lieber Papa. Wien 1988.
  7. Georg Chaimowicz. In: basis-wien.at. Kunst- und Forschungsdatenbank basis wien, abgerufen am 28. April 2023.
  8. Georg Chaimowicz. Wege im Weg zum Bildlosen im Jüdischen Museum Wien
  9. Jahresprogramm 2014 der Wiener Art Foundation