Gerald Raunig

Gerald Raunig ist Philosoph und Kunsttheoretiker; arbeitet an der Zürcher Hochschule der Künste (Leitung der Vertiefung Theorie, Departement Kunst und Medien, BA Medien und Kunst) und am eipcp (European Institute for Progressive Cultural Policies); Habilitation und venia docendi für Philosophie am Institut für Philosophie der Universität Klagenfurt/A; Redaktionsmitglied der multilingualen Publikationsplattform transversal texts und der Zeitschrift Kamion. Seine Bücher sind ins Englische, Serbische, Spanische, Slowenische, Russische, Italienische und Türkische übersetzt.

Beiträge von Gerald Raunig
Context XXI, Heft 2/2001

Großeltern der Interventionskunst oder Intervention in die Form

Rewriting Walter Benjamins „Der Autor als Produzent“
■  Gerald Raunig
April
2001

Sicherlich erinnern Sie sich nicht mehr daran, wie Plato im Entwurf seines Staates als vollendetes Gemeinwesen mit der Kunst verfährt. Er versagt ihr im Interesse des Gemeinwesens den Aufenthalt darin. Er hatte einen hohen Begriff von der Macht der Kunst. Aber er hielt sie für schädlich. Daß Sie (...)

Grundrisse, Nummer 19

Nietzscheanissimo

Für eine kritisch-produktive Nietzsche-Aneignung in poststrukturalistischer Manier
■  Stefan Nowotny ▪ Gerald Raunig
März
2006

Seit geraumer Zeit scheint es in linken wie in rechten Zusammenhängen gut eingeführt, gewisse, oder besser gesagt gerade ungewisse Bereiche der Theorie unter dem Begriff „Postmoderne“ zusammenzufassen. Im Allgemeinen wird den solcherart gelabelten AkteurInnen unterstellt, radikalen Relativismus zu (...)

Grundrisse, Nummer 17

Einige Fragmente über Maschinen

■  Gerald Raunig
März
2006

In der Geschichte der Philosophie hält man das Problem der Maschine allgemein für einen zweitrangigen Bestandteil einer allgemeineren Frage, jener der techne, der Techniken. Ich möchte hier eine Umkehrung der Sichtweisen vorschlagen, in der das Problem der Technik zur Teilmenge einer viel (...)

Grundrisse, Nummer 21

Das Monster Prekariat

■  Gerald Raunig
März
2007

Wie es oft bei der Ausbreitung und Entfaltung neuer Begrifflichkeiten der Fall ist, hat auch die explosive Verbreitung des Begriffsfelds Prekarität – Prekarisierung – Prekariat in den letzten Jahren beträchtliche Verwirrung entstehen lassen. So muss es nicht verwundern, dass es im Laufe der (...)

Grundrisse, Nummer 35

Etwas Mehr als das Commune

Dividuum und Condividualität
■  Gerald Raunig
September
2010

Welches Mit für die Vielen? Welche Form, welche „Mit-Förmigkeit“ kann die Verkettung von Singularitäten annehmen? Wie kann eine solche Mit-Förmigkeit gedacht werden, ohne sie aus dem Einen herzuleiten oder zum Einen zu verschmelzen? Welche Begrifflichkeit ist adäquat für eine spezifische Form der (...)

Grundrisse, Nummer 40

Molekulare Revolution

■  Gerald Raunig
Dezember
2011

17. September 2011. Ein durch Lower Manhattan streifender Demonstrationszug wählt als Ziel seines Dérives einen kleinen Platz in der Nähe der Riesen-Baustelle des World Trade Centers. Der Zuccotti Park ist ein einst öffentlicher, nun privatisierter Platz im Besitz des Immobilienkonzerns Brookfield (...)

Beiträge zu Gerald Raunig
Context XXI, Heft 3-4/2001

Nachdenken statt Demonstrieren

Juli
2001

The first task today is precisely NOT to succumb to the temptation to act, to directly intervene and change things (which then inevitably ends in a cul de sac of debilitating impossibility: What can one do against the global capital’) but to question the hegemonic ideological coordinates. (...)