Gerti Fröhlich

Geboren am: 29. Juni 1930

Gestorben am: 17. Mai 2020

Beiträge von Gerti Fröhlich
FORVM, No. 204/I/II

Gedichte • Zeichnungen

■  Gerti Fröhlich ▪ Sabine GrossiHarald KreidGeorg Oost
Dezember
1970

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Gertie Fröhlich (29. Juni 1930, Kláštor, Slowakei17. Mai 2020, Baden, Österreich) war eine österreichische Malerin, Grafikerin und Initiatorin der Galerie nächst St. Stephan in Wien.[1]

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gertie Fröhlich, geboren in der heutigen Slowakei, übersiedelte mit ihrer Familie 1944 nach Österreich. Nach dem Besuch der Kunstgewerbeschule in Graz und dem Studium an der Akademie der bildenden Künste Wien bei Albert Paris Gütersloh (Diplom 1956), stand Gertie Fröhlich im Zentrum der Aktivitäten der Wiener Avantgarde der 1950er und 1960er Jahre. Sie war Initiatorin und eine treibende Kraft der Galerie nächst St. Stephan und ihre Wiener Wohnung ein Treffpunkt für Künstler wie Wolfgang Hollegha, Markus Prachensky, Arnulf Rainer oder Peter Kubelka.[2]

1956 erhielt sie den Herbert-Boeckl-Preis der Akademie der bildenden Künste.[3] Von 1964 bis 1984 schuf sie mehr als 100 Plakate für die Retrospektiven des Österreichischen Filmmuseums. Fröhlichs Entwürfe belegten über mehrere Jahre hinweg bei den US-amerikanischen The Hollywood Reporter’s Annual Key Art Awards die ersten Plätze. Das Logo des Filmmuseums, das Phantasiewesen Zyphius, fand sie bei der Recherche in einer Abhandlung über Fabelwesen aus dem Jahr 1558.[4]

Sie hatte zahlreiche Einzelausstellungen (1974: Galerie am Rabensteig, Wien; 1976: Galerie am Ruprechtsplatz, Wien; 1979: Lebzelterhaus, Vöcklabruck; 1985: Galerie Peter Pakesch, Wien; 1986: Galerie Schwarz auf Weiss, Berlin-Kreuzberg; 1987: Branca Gallery, Chicago; 1988: Atelier Galerie, Vöcklabruck; 2005: Galerie Ulysses, Wien) sowie Ausstellungsbeteiligungen. Ihre Originalfilmplakate wurden u. a. 1975 im British Film Institute in London sowie 1977 bis 1979 in Los Angeles ausgestellt.[3]

Studienaufenthalte in Ägypten hatte sie im Jahr 1982 und 1988 als Mitarbeiterin des Ägyptologischen Institutes der Universität Wien. 1982 verlieh ihr die Stadt Wien den Preis der Stadt Wien für angewandte Kunst.[5] 2005 erschien anlässlich einer Ausstellung ihrer Plakate für das Österreichische Filmmuseum 1964–1984 in der Galerie Ulysses eine Katalogpublikation mit Texten von John Sailer und Peter Huemer.[3]

Sie verstarb am 17. Mai 2020 in Baden.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Marie Luise Kaltenegger: Editorial, In: Extrablatt, 6. November 1979
  • Gertie Fröhlich, Galerie Ulysses, Österreichisches Filmmuseum (Hrsg.): Gertie Fröhlich. Plakate für das Österreichische Filmmuseum 1964–1984. Galerie Ulysses, Wien 2005.
  • Heidelinde Resch: Gertie Fröhlich. netzhäuten ein vollbad gestatten. design austria, Wien 2019 (= design|er|leben. #20).
  • Eszter Kondor: Aufbrechen. Die Gründung des Österreichischen Filmmuseums. Synema, Wien 2014 (= FilmmuseumSynemaPublikationen. Band 20.)
  • Alexander Horwath (Hrsg.): Das sichtbare Kino. Fünfzig Jahre Filmmuseum: Texte, Bilder, Dokumente. Synema, Wien 2014 (= FilmmuseumSynemaPublikationen. Band 21.)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Gertie Fröhlich – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Gertie Fröhlich 1930-2020. In: www.artmagazine.cc. Abgerufen am 15. Juli 2021.
  2. Gertie Fröhlich. In: www.filmmuseum.at. Abgerufen am 15. Juli 2021.
  3. a b c Gertie Fröhlich. Plakate für das Österreichische Filmmuseum 1964–1984, Hg. Gertie Fröhlich, Galerie Ulysses, Österreichisches Filmmuseum. Wien: 2005.
  4. Gertie Fröhlich 1930-2020. In: www.filmmuseum.at. Abgerufen am 15. Juli 2021.
  5. Preis der Stadt Wien. In: www.wien.gv.at. Abgerufen am 15. Juli 2021.