Junge Generation (SPÖ)
Beitræge von Junge Generation (SPÖ)
FORVM, No. 237/238

Stadtreform

Ein Programm*
September
1973

Struktursteuerung Während es bei der Konjunktursteuerung um die Globalsteuerung zur Vermeidung von Gesamtwirtschaftskrisen und zur Vermeidung offener Klassenkämpfe geht, soll die Struktursteuerung bessere Voraussetzungen zur Kapitalverwertung einzelner Sektoren bringen. Rückständige Branchen Die (...)

Die Junge Generation in der SPÖ (JG) ist eines der drei Referate (Bildung, Frauen, Junge Generation) der Sozialdemokratischen Partei Österreichs (SPÖ). Die JG ist die politische Interessensvertretung aller 18- bis 38-Jährigen in der SPÖ.[1]

Gründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach den Nationalratswahlen 1956 überlegte man wie man bessere Ergebnisse, vor allem bei Jungwählern erzielen könnte. Daher wurde am 22. Jänner 1958 die Arbeit der Jungen Generation (JG) begonnen und von Beginn an stand sie im Zeichen der Interessensvertretung junger Menschen und der Positionierung ihrer Anliegen innerhalb der sozialdemokratischen Organisation. Zentrale Themen innerhalb der Jungen Generation sind und waren Gerechtigkeit, Umverteilung und Mitbestimmung und Wohnen. So wurde etwa in den 1960er Jahren ein eigener Wohnbauverein gegründet um in diesem Bereich strukturell verankert zu sein. Eng damit verbunden stand und steht die Frage des Einkommens junger Menschen am Beginn ihres selbstbestimmten Lebens. Von Anfang an war und ist die Arbeit der JG diesem Thema gewidmet und fand sich auch in einer Reihe von Kampagnen wieder.

Heute ist die JG im Parteistatut der SPÖ definiert als: „Die „Junge Generation“ (JG) ist eine Arbeitsgemeinschaft, in der junge Menschen nach sozialdemokratischen Grundsätzen und in Zusammenarbeit mit den zuständigen Parteiorganisationen tätig werden“[2]

Am 16. Oktober 1958 wurde erstmals der Vorstand, mit Bertl Rauscher als Vorsitzendem, gewählt. Nachdem 1962 die „Arbeitsrichtlinien der JG als Referat der Partei“ durch den Bundesparteivorstand beschlossen und ein neues Statut abgesegnet worden war, folgte gleich darauf die dementsprechende Umbildung des Vereins. 1963 richtete die JG schließlich ein Büro in den Räumlichkeiten der Wiener Stadthalle ein als Referat war ab da in der SPÖ verankert.

In den 1980er Jahren forderten die JG-Frauen eine stärkere Vertretung in den Gremien der Jugend Generation. Es folgten Diskussionen über eine mögliche Strukturreform, die diesen Aspekt berücksichtigt. Es wurde der Beschluss gefasst, dass in sämtlichen JG-Gremien zumindest 30 Prozent der Delegierten Frauen sein müssen. 1984 wurde Maria Berger die erste weibliche Bundesvorsitzende der JG. Ihr folgt Christian Cap im Jahr 1987 nach. Themen in diesen Jahren waren unter anderem der Bundespräsidentenwahlkampf, zu dem die JG eine Wandzeitung „Die Waldheim Wahrheit“ herausgab und für Kurt Steyrer kämpfte. Daneben waren die Forderungen nach einer Steuerreform, mehr Umweltschutzkompetenzen und eine Reform der Lehrlingsausbildung inhaltliche Schwerpunkte.

In den 1990er Jahren rückte das Thema „Integration und Zusammenleben“ stärker in den Vordergrund. Als 1993 Jörg Haider das Volksbegehren „Österreich zuerst“ thematisierte, trat die JG in Kooperation mit SOS-Mitmensch gegen dieses auf. Es wurden bundesweit diverse Materialien mit dem Slogan „Menschen in Not – Hilfe statt Haider – kein Volksbegehren gegen Menschenrechte“ produziert sowie eine eigene Hotline eingerichtet.

1996 verlor die JG das Bundessekretariat, bis dahin ihre wichtigste Struktur. Trotzdem schafft es die JG, ihr Projekt „Der Mensch ist keine Ware“ ins Leben zu rufen und in ganz Österreich „Arbeits-Lose“ zu verkaufen. Nach mehrjährigen intensiven Verhandlungen gelingt es 1998 wieder, ein eigenständiges Bundessekretariat zu etablieren. Neben der Kampagnenarbeit war die Junge Generation auch an der Neuerarbeitung des SPÖ Grundsatzprogramms im Jahr 2000 beteiligt.

Schwerpunkte „Vereinbarkeit von Beruf und Familie“, Europäische Union und das Gedenkjahr „1945-2005“

Die Einführung der Studiengebühren 2002 kritisierte die JG vehement und schloss sich zahlreichen Protestmaßnahmen dagegen an. Im selben Jahr wurde eine Broschüre zum Thema nicht-ehelicher Lebensgemeinschaften gedruckt, die sich auch noch Jahre später großer Beliebtheit erfreute. Thematisch wurden in den Bereichen „Vereinbarkeit von Beruf und Familie“ sowie „Europäische Union“ Schwerpunkte gesetzt. 2005 steht ganz im Zeichen des Gedenkjahres „1945-2005“. Die JG produziert dazu in Zusammenarbeit mit der AK Wien eine Wanderausstellung.

Im November 2008 wurde das Jubiläum „50 Jahre JG“ gefeiert.

Aufgaben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Aufgaben der JG sind ebenfalls im Statut der SPÖ geregelt und umfassen vor allem, junge Menschen mit Politik und dem sozialdemokratischen Gedankengut vertraut zu machen, deren Interessensvertretung darzustellen und ihnen die Möglichkeit zur aktiven Mitarbeit und Gestaltung zu geben.

Thematisch hat sich die JG selbst Schwerpunkte gesetzt und setzt diese in Form von Arbeitskreisen und Arbeitsgruppen um.

Arbeitskreise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Derzeit gibt es fünf ständige Arbeitskreise:

  • Europa
  • Frauen
  • Grundsatzarbeit
  • Integration
  • Internationales

Die Arbeitsgemeinschaften treffen sich regelmäßig und erarbeiten Kampagnen bzw. Positionen zu ihren jeweiligen Thematiken.

Struktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Junge Generation ist in acht Bundesländergruppen unterteilt, welche sich wiederum in Bezirksarbeits- und Ortsarbeitsgemeinschaften gliedern. Den Vorsitz führt ein Bundesvorsitzender gemeinsam mit dem Bundesvorstand. Jede Landesorganisation hat einen eigenen Vorsitzenden (und Vorstand), ebenso die Bezirks- bzw. Ortsgruppen.

Bundesvorstand[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bundesvorstand und dessen Vorsitzführung wird alle zwei Jahre von den Delegierten aus den verschiedenen Bundesländern gewählt. Beim 60-jährigen Jubiläum 2018 wurde die Wiener Bezirkspolitikerin Claudia O’Brien zur Bundesvorsitzenden der Jungen Generation gewählt.

Bundesvorsitzende[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bundesländerorganisationen und deren Vorsitzende[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

* In diesen Bundesländern sind die SJÖ und die Junge Generation zusammengelegt.

Sekretariat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ähnlich der Organisationsstruktur der SPÖ, gibt es auch in der JG Organisationssekretariate (1 Bundessekretariat, 6 Landessekretariate). Diese führen die Geschäfte der Bundes-JG bzw. der einzelnen Landesorganisationen. Der Geschäftsführende Bundessekretär ist Julian Krismer.

Ehemalige bekannte JG-Mitglieder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mehrere prominente Politiker haben eine JG-Vergangenheit, darunter sind:

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Über uns. Junge Generation Wien, abgerufen am 25. Februar 2024.
  2. Zitat aus dem Parteistatut der SPÖ von 1998, § 60 (1).
  3. STANDARD Verlagsgesellschaft m.b.H.: Claudia O'Brien neue Bundesvorsitzende der Jungen Generation. In: derStandard.at. (derstandard.at [abgerufen am 8. Mai 2018]).
  4. a b Michael Kögl neuer Bundesvorsitzender der Jungen Generation. In: spoe.at. 17. Oktober 2022, abgerufen am 18. Oktober 2022.
  5. Michael Kögl neuer Vorsitzender der Jungen Generation der SPÖ. In: noen.at/APA. 16. Oktober 2022, abgerufen am 18. Oktober 2022.
  6. a b Thomas Lettner: St. Florianer ist neuer Landesvorsitzender der Jungen Generation in der SPÖ Oberösterreich. In: tips.at. 19. Oktober 2021, abgerufen am 20. Oktober 2021.
  7. Junge Generation der SPÖ mit frischem Team › SPÖ Vorarlberg. 17. Januar 2020, abgerufen am 6. November 2020 (deutsch).
  8. Moritz Hoflacher: Vorarlberg. In: JG. Abgerufen am 6. November 2020 (deutsch).
  9. a b Wechsel an der Spitze der Jungen Generation in der SPÖ Wien. In: ots.at. 2. April 2022, abgerufen am 4. April 2022.
  10. Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie: bmvit - Bundesminister Jörg Leichtfried. In: www.bmvit.gv.at. Abgerufen am 16. August 2016.