Ladislav Mňačko

Geboren 1919 in Valašské Klobouky, gestorben 1994 in Bratislava. Nach der deutschen Besetzung der damaligen Tschechoslowakei wurde er als Zwangsarbeiter in ein Essener Bergwerk „dienstverpflichtet“. Bekannt geworden durch Reportagen aus der Welt der Arbeit, wurde er in den 60-er Jahren zunehmend kritisch gegenüber der Sowjetunion und der tschechoslowakischen KP. Emigirerte 1967 nach Israel, kehrte während des Prager Frühlings in die Tschechoslowakei zurück, emigierte nach dessen Niederschlagung nach Österreich und kehrte 1991 in die Slowakei zurück.

Beiträge von Ladislav Mňačko
FORVM, No. 356/357

Offener Brief an Staberl

■  Ladislav Mňačko
August
1983

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FORVM, No. 356/357

Das größte Friedensfest der Weltgeschichte

■  Ladislav Mňačko
August
1983

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FORVM, No. 358/359

Krieg durch Frieden

■  Ladislav Mňačko
November
1983

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FORVM, No. 360

Sonntags nie

■  Ladislav Mňačko
Dezember
1983

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FORVM, No. 364/365

Woher kommen all die Battistas und Somozas?

■  Ladislav Mňačko
April
1984

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FORVM, No. 387/394

Rambo’s Glück und Ende

Eine Reportage
■  Ladislav Mňačko
September
1986

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FORVM, No. 395/396

Wollt Ihr die totale Moral?

■  Ladislav Mňačko
Januar
1987

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FORVM, No. 397/398

Ovomaltine war es

■  Ladislav Mňačko
April
1987

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FORVM, No. 401-405

Hitler — Stalins Agent?

Enthüllung
■  Ladislav Mňačko
Juli
1987

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FORVM, No. 406-408

Geschichte und deutscher Sinn

■  Ladislav Mňačko
Oktober
1987

Im Jahr 1986 brach unter namhaften deutschen Historikern ein Streit um die geschichtliche Einmaligkeit, Singularität des Holocaust aus. Der „Historikerstreit“ wurde vom Piper Verlag als Buch publiziert. Der Kommentar des im österreichischen Exil lebende slowakischen Schriftstellers Ladislav Mňačko (...) Sie wollen diesen Text online lesen?
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FORVM, No. 409/410

Die Juden waren, sind und werden sein unser Unglück

■  Ladislav Mňačko
Januar
1988

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FORVM, No. 411/412

Die Pfaffenrepublik*

■  Ladislav Mňačko
März
1988

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FORVM, No. 413/414

Katyn

■  Ladislav Mňačko
Mai
1988

Versuch der Wiederbelebung einer vor 24 Jahren unterbrochenen Diskussion, die in Form von Offenen Briefen in der slowakischen kulturpolitischen Zeitschrift „Kulturny zivot“ und in der Hamburger „Zeit“ gleichzeitig geführt wurde. Sie wollen diesen Text online lesen?
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FORVM, No. 415/416

Die letzten Arier

■  Ladislav Mňačko
Juli
1988

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FORVM, No. 417-419

Brief an einen sonderbaren Freund des slowakischen Volkes

■  Ladislav Mňačko
Oktober
1988

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FORVM, No. 426/427

Wahre Meinungen

■  Ladislav Mňačko
Juni
1989

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FORVM, No. 428/429

In dieser Stunde

■  Ladislav Mňačko
August
1989

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FORVM, No. 430/431

Lob der Hure

■  Ladislav Mňačko
November
1989

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FORVM, No. 442/443

Eurohorror

■  Ladislav Mňačko
Oktober
1990

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FORVM, No. 444

Ich war für die Austreibung

■  Ladislav Mňačko
Dezember
1990

Sein Buch „Wie die Macht schmeckt“ hat L. M. weltberühmt gemacht. Seit seiner zweiten Ausbürgerung im Prager Herbst 1968 lebte er im burgenländischen Ortchen Großhöflein; die erste, wegen Protests gegen tschechoslowakischen Partei- & Regierungs-Antisemitismus zur Zeit des EichmannProzesses, als (...) Sie wollen diesen Text online lesen?
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FORVM, No. 448-450

Slowakei — gibt es denn so was?

■  Ladislav Mňačko
Mai
1991

Unser Autor, dessen Austreibungsgeschichte im Dezember-Heft ordnungsgemäß von Adi Wimmer (im vorigen Heft) und Wilfried Daim (auf den vorigen Seiten) angegriffen wird, antwortet auch diesmal nicht, sondern erzählt uns von einem unbekannten Land, wo Unbekannte (...) Sie wollen diesen Text online lesen?
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FORVM, No. 456

Tschistka auf demokratisch

■  Ladislav Mňačko
Dezember
1991

Als slowakischer Starjournalist beim Eichmann-Prozeß, protestierte L.M. 1967 von Israel aus gegen Antisemitismus in der CSSR und wurde prompt ausgebürgert. Schon vorher zählte er, wiewohl Mitglied der Kommunistischen Partei, zu deren schärfsten Kritikern. Von Dubcek 1968 zurückgeholt, emigrierte er (...) Sie wollen diesen Text online lesen?
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FORVM, No. 460/461

Verbrennt alle Akten!

■  Ladislav Mňačko
Mai
1992

Dieser Tage erschien — als aktuelles Statement zur heutigen Situation — in der Slowakei der nachstehende, leicht gekürzte Diskussionsbeitrag unseres Autors vom »II. Kongreß der tschechoslowakischen Schriftsteller 1956«. »Radio Free Europe« verbreitete bereits eine Stunde nach dem Statement, L. M. sei (...) Sie wollen diesen Text online lesen?
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Ladislav Mňačko (* 29. Januar 1919 in Valašské Klobouky; † 24. Februar 1994 in Bratislava) war ein systemkritischer slowakischer Autor.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der gelernte Drogist versuchte nach der Zerschlagung der Tschechoslowakei 1939 zunächst in die Sowjetunion und später in den Westen zu gelangen. Beide Fluchtversuche scheiterten, Mňačko wurde gefasst und in ein Konzentrationslager transportiert. In der Folge entkam er jedoch dem KZ und schloss sich dem slowakischen Widerstand gegen die Deutschen an.[1] Ab 1945 war er Redakteur bei Rudé právo und bei Pravda. Im selben Jahr verfasste er sein erstes Theaterstück Partisanen. Einer breiteren Öffentlichkeit wurde er durch das Stück Brücken nach Osten bekannt. 1959 erschien seine literarische Aufarbeitung des slowakischen Nationalaufstands von 1944 in Form des Romans Der Tod heißt Engelchen. In den sechziger Jahren richtete Mňačko seinen Fokus auf die Aufarbeitung des Stalinismus. Sein Buch Verspätete Reportagen beschäftigte sich mit Schauprozessen, der Roman Wie die Macht schmeckt kritisierte ebenfalls die kommunistische Diktatur. 1967 emigrierte er mit seiner jüdischen Frau nach Israel, woraufhin er ausgebürgert wurde. Im Zuge des Prager Frühlings kehrte er in die Tschechoslowakei zurück. Nach der Niederschlagung des Prager Frühlings im August 1968 floh er nach Österreich, wo er bis 1990 lebte. In den nächsten Jahren widmete sich Mňačko der literarischen Aufarbeitung seiner Abkehr vom Kommunismus. Bekanntestes Beispiel seiner nun in deutscher Sprache geschriebenen Romane ist Die siebente Nacht. Nach dem Fall des Eisernen Vorhangs kehrte er 1990 in die Slowakei zurück. Seine im Exil verfassten Bücher erschienen nun auch in der Slowakei.

Werke (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Já, Adolf Eichmann ..., Slovenské Vydavatelstvo politickej literatúry, Bratislava, 1961 (Diese Reportage (wörtlich: »Ich, Adolf Eichmann ...«) vom Eichmann-Prozess darf nicht verwechselt werden mit dem revisionistischen Machwerk von A. Eichmann und Willem Sassen »Ich, Adolf Eichmann. Ein historischer Zeugenbericht«).
  • Der Tod heißt Engelchen. (Originaltitel: Smrt' sa volá Engelchen, übersetzt von Hans Gaertner, illustriert von Horst Bartscht). Neues Leben, Berlin 1962 (DNB 453413684).
  • Wie die Macht schmeckt. Roman. Aus dem slowakischen Manuskript übersetzt von Erich Bertleff. Molden, Wien / Frankfurt / Zürich 1967.
  • Die Aggressoren. Von der Schuld und Unschuld der Schwachen. Aus dem slowakischen Originalmanuskript übersetzt von Erich Bertleff. Molden, Wien / Frankfurt / Zürich 1968.
  • Die Nacht von Dresden. Roman. (Originaltitel: Nočný rozhovor übersetzt von Erich Bertleff), Molden, Wien / Frankfurt / Zürich 1969.
  • Verspätete Reportagen. (Originaltitel: Oneskorené reportáže, übersetzt von Erich Bertleff), Molden, Wien / Frankfurt / Zürich 1970.
  • Die siebente Nacht. Erkenntnis und Anklage eines Kommunisten. Aus dem slowakischen Originalmanuskript übersetzt von Adolf Maldess. Molden, Wien / Frankfurt / Zürich 1968. (Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 1970, ISBN 3-499-11344-9. (rororo 1344/1345))
  • Der Vorgang. Roman. (Aus dem slowakischen Manuskript übersetzt von Erich Bertleff), Kindler, München 1970.
  • Der Gigant. Roman. (Deutsche Bearbeitung: Katerina Horbatsch), Ullstein TB 22869, Berlin 1992, ISBN 3-548-22869-0.

Verfilmungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1963: Der Tod heißt Engelchen (Smrt si říká Engelchen)
  • 1971: Die Entführung. Drama, Fernsehfilm
  • 1972: Der Tod des Ministers. Drama, Fernsehfilm
  • 1972: Der Leuchtturm. Fernsehfilm
  • 1973: Der Vorgang. Novelle, Fernsehfilm
  • 1974: Das einsame Haus. Drama, Fernsehfilm
  • 1974: Die Rache. Kurzgeschichte, Fernsehfilm
  • 1977: Flucht Drehbuch, Fernsehfilm
  • 1994: Rochade. Novelle
  • 1995: Jak chutná smrt. Thriller

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Jan Pauer: Moralischer Diskurs und die deutsch-tschechischen Beziehungen Forschungsstelle Osteuropa Bremen, Arbeitspapiere und Materialien Nr. 17, Tschechien, Juni 1998, Seite 11