Lukas Hengl

Betreibt seit 33 Jahren ein Selbst. Als Barkeeper, Yogalehrer, Künstler und Kunstvermittler tätig.

Beitræge von Lukas Hengl
Streifzüge, Heft 55
2000 Zeichen abwärts

Schaukeln

Juni
2012

Eine Schaukel schwingt zwischen Himmel und Hölle, zwischen Tier und Gott. Sie schwingt von der Ewigkeit unseres Bewusstseins zur Endlichkeit unseres Körpers. Sie schwingt von Libido zu Agape, vom Singen zum Furzen – und wieder zurück. Nennen wir sie die Lustschaukel. Warum wir Menschen schon seit (...)

Streifzüge, Heft 57

Bewegungsmelder

März
2013

Ich lebe in einem Wohnhaus in einer ruhigen Gasse Wiens. Am unteren Ende des Stiegenhauses ist ein Bewegungsmelder angebracht. Rot blinkend gibt er sich durch die verglaste Eingangstüre schon von weitem zu erkennen. Dort wacht er über das Haus. Ein Schritt zu nahe, es macht Klack, die zuvor rot (...)

Streifzüge, Heft 59
2000 Zeichen abwärts

Mensch-Tier-Fluktuation

Oktober
2013

Wilde Tiere leiden hinter Gittern. Könnte das der Grund sein, warum wir sie einfangen und einsperren? Um so unsere Andersartigkeit bestaunen zu können? Denn wilde Tiere springen gegen die Zäune ihrer Gefängnisse, laufen mit ihren Schädeln gegen die Glasscheiben der Terrarien, und so sie nicht anders (...)

Streifzüge, Heft 61

Home Stories

Juni
2014

Ich habe … Ich bin. Eine Enthüllung Ich habe. – Ich beginne meinen Text mit „Ich habe.“ Was habe ich? Habe ich was? Was heißt das: „Ich habe“? Es sollte ein ganzer Satz werden. Dann war ich abgelenkt, und als ich wieder aufs Papier blickte, stand da „Ich habe“. Der Rest hat sich in Nichts aufgelöst. (...)

Streifzüge, Heft 74

Nichts haben und nichts sein

März
2019

Eigentlich tue ich wenig anderes, als zu konsumieren. Die Konsequenz davon ist, dass ich viel habe. Ich besitze einige tausend Dinge. Wahrscheinlich besitze ich sie genauso wenig wie die Bäume vor „meinen“ Fenstern, aber etwas in mir meint, sie gehören zu mir wie meine Zähne oder meine Nieren. (...)