Manfred Gmeiner

Manfred Gmeiner ist seit 1996 gemeinsam mit Amalia Hernández Páez aus Motril in der Provinz Granada in Andalusien Buchhändler in Wien (La Librería) und nachweislich treuestes Redaktionsmitglied von Context XXI (von Anbeginn bis 2006).

Im WWW
La Librería
Beiträge von Manfred Gmeiner
Context XXI, ZOOM 1/1996

Bei uns ist Ihr Geld sicher!

■  Manfred Gmeiner
Januar
1996

Prolog: Als ich vergangenen Sommer in Rom eine Bank betreten wollte, um einen Scheck einzulösen, hatte ich den Eindruck, daß ich dem elektronischen Pförtner genauso unsympathisch war, wie er mir. Erst beim dritten Versuch öffnete er mir die Tür zur Bank. Drinnen – in der Warteschlange stehend – (...)

Context XXI, ZOOM 1/1996

Europol

■  Manfred Gmeiner
Januar
1996

Großbritannien hat den Prozeß der Ratifizierung der Europol­konvention bereits am 8. De­zember vergangenen Jahres im Alleingang eingeleitet. Alle an­deren Mitgliedstaaten wollen dies erst tun, wenn auf der Re­gierungskonferenz eine Eini­gung über den noch strittigen Punkt — die Rolle des Europäi­schen (...)

Context XXI, ZOOM 1/1996
Rolf Gössner (Hg.):

Mythos Sicherheit

Der hilflose Schrei nach dem starken Staat
■  Manfred Gmeiner
Januar
1996

Die Polizei beschränkt sich längst nicht mehr darauf, die Täter eines begangenen Verbre­chens zu suchen, wie dies in Fernsehkrimis vorgeführt wird, sondern hat sich zur Aufgabe gemacht, die Kriminalität — ins­besondere die organisierte — zu bekämpfen. Gesucht wird nicht mehr nach Verbrechern, son­dern (...)

Context XXI, ZOOM 1/1996

Deportationen

■  Manfred Gmeiner
Januar
1996

Ein belgischer Journalist re­cherchierte die neue Abschie­bungspraxis in der Festung Europa. Während 1990 15.000 Personen abgeschoben wurden, schätzt Chris de Stoop die Zahl der Abschiebungen 1994 auf bereits 200.000. Die systemati­sche Steigerung der Abschie­bungen begann nach der Berlin-Konferenz, (...)

Context XXI, ZOOM 2/1996

Rückkehr der Rechten?

■  Manfred Gmeiner
März
1996

Am 3. März dieses Jahres wählte Spanien. Dreizehn Jahre sozialistische Regierung wurden beendet. Wer sind die neuen Machthaber? Während in Österreich von einem Sieg der Konservativen in Spanien die Rede ist, warnten die Sozialisten (PSOE) vor einem Sieg der (...)

Context XXI, ZOOM 2/1996

Wahrnehmungsprobleme

■  Manfred Gmeiner
März
1996

Die Wahrnehmung ist eine komplizierte Sache, die Er­kenntnis gleich noch komplizierter. Bevor im „Truppen­dienst“ die LeserInnen daher mit Erkenntnistheorie überfor­dert werden, beschränkt sich der Autor lieber auf die „Wahr­nehmung von psychisch rele­vanten Tatsachen“, da dabei die größten (...)

Context XXI, ZOOM 2/1996
Beat Leuthardt:

Leben online

Von der Chipkarte bis zum Euro­pol-Netz: Der Mensch unter ständigem Verdacht
■  Manfred Gmeiner
März
1996

In den buntesten Farben wird uns die Zukunft der Computer­welt geschildert. Wir brauchen kein Kleingeld mehr herumtra­gen, keine Automaten mehr, vor denen wir zu Bettlern wer­den. Mit der elektronischen Geldbörse (Chipkarte) können wir überall bezahlen. (Die Bett­ler existieren nicht mehr in die­ser (...)

Context XXI, ZOOM 3/1996

Wehrpflichtabschaffung in Spanien

■  Manfred Gmeiner
Juni
1996

Nach dem Regierungswechsel in Spanien von den Sozialisten (PSOE) zur konservativen Partido Popular (PP) wurde auch in Spanien beschlossen, die Wehrpflicht abzuschaffen. Innerhalb der nächsten sechs Jahre soll die Umwandlung in eine Berufs- bzw. Freiwilligen­armee vollzogen werden. Die Armee und (...)

Context XXI, ZOOM 3/1996
Joachim Hirsch:

Der nationale Wettbewerbsstaat

Staat, Demokratie und Politik im globalen Kapitalismus
■  Manfred Gmeiner
Juni
1996

Joachim Hirsch geht in diesem Buch den einschneidenden Ver­änderungen nach, denen der Kapitalismus unterliegt, und fragt nach Auswirkungen auf Demokratie und Staat sowie nach neuen Ansätzen für politi­sches Handeln. Die neu entstehende Form des globalen Kapitalismus be­zeichnet Hirsch als den (...)

Context XXI, ZOOM 6/1997

Eine Festung für die Polizei

■  Manfred Gmeiner
Oktober
1997

Schengen ist zum Symbol für die Festung Europa geworden. Es ist eine gute Strategie zur Verwirklichung der kühnsten Polizeiwünsche ist, doch nur ein Teil in einer Vielzahl von Polizeikooperationen. Kurz nach dem Beitritt Österreichs zur Europäischen Union konnte der (...)

Context XXI, ZOOM 6/1997

Vom Rechtsstaat zum Sicherheitsstaat?

■  Manfred Gmeiner
Oktober
1997

Was ist eigentlich so schlimm an den neuen Polizeibefugnissen? Die Warnungen von KritikerInnen werden vielfach nicht ernst genommen. Der Kern des Problems bleibt dabei leider oft unberücksichtigt. Die Behauptung der Sicherheitskräfte, man müsse Verbrechen bekämpfen, bevor sie begangen werden, (...)

Context XXI, ZOOM 6/1997

Festung Europa auf der Anklagebank

Dokumentation des Basso-Tribunals zum Asylrecht in Europa
■  Manfred Gmeiner
Oktober
1997

Basso-Sekretariat Berlin (Hrsg.), Westfälisches Dampfboot, Münster 1995, 292 S, öS 145,— Bis zuletzt bestand zwischen Deutschland und Österreich ein Streit um den Status als voll­wertiges Mitglied beim Schengener Abkom­men. Deutschland wollte Österreich diesen Status noch nicht zuerkennen, da die (...)

Context XXI, ZOOM 7/1997

Der Militärstaat im Hintergrund

■  Manfred Gmeiner
November
1997

Seit drei Jahren besteht die antimilitaristische Gruppe SERPAJ – OCA (Servicio Paz y Justicia – Objecion de Conciencia) in Ecuador. Einer ihrer Begründer, der 26jährige Jurist Vinicio Jiménez, war vom 17. September bis 9. Oktober in Österreich, um in Vorträgen und Diskussionen über die Situation in (...)

Context XXI, ZOOM 7/1997

Massenabschiebungen in den USA

■  Manfred Gmeiner
November
1997

Hunderttausende Hispanos müssen heuer im Herbst die USA verlassen, wenn es ihnen nicht gelingt, ihren Aufenthaltsstatus zu legalisieren. Dies ist die Folge des neuen Immigrationsgesetzes, dessen Frist zur Legalisierung des Aufenthaltes bereits Ende September abgelaufen wäre, jedoch auf Drängen (...)

Context XXI, ZOOM 1/1998

Arbeitslose Schnäppchenjäger

■  Manfred Gmeiner
März
1998

Die Arbeitslosigkeit in Europa tritt immer stärker ins Problembewußtsein der Öffentlichkeit und der Politik. Viel Grund zur Hoffnung auf eine Lösung gibt es allerdings nicht. Erstmals kam es in Frankreich zu heftigen Protestkundgebungen von Arbeitslosen, jener ständig wachsenden Gruppe, denen es (...)

Context XXI, ZOOM 2/1998

Schwafeln über Gewalt

■  Manfred Gmeiner
Mai
1998

Im letzten ZOOM schrieb Franz Schandl „Über Dialektik und Dimension der Gewalt“. Hier eine erste Kritik. Der Autor schrieb den Artikel erstmals nach den Ereignissen von Ebergassing, geht darin aber mit keinem Wort auf diese allen gänzlich unverständlichen (...)

Context XXI, ZOOM 2/1998
Spanien:

Neue Strategien gegen das Militär

■  Manfred Gmeiner
Mai
1998

Die spanische Bewegung der Wehrdienstverwei­gerer aus Gewissensgründen (MOC) verfolgt seit März vergangenen Jahres eine neue Strategie gegenüber dem Militär. Neue Strategi­en sind vor allem durch die Umbildung des spanischen Militärs zu einer Berufsar­mee ab 1. Jänner 2003 not­wendig. Ziel ist die (...)

Context XXI, ZOOM 6-7/1998

Die Demokratie des Marktes

■  Manfred Gmeiner
Dezember
1998

Über das Demokratiedefizit der EU ist schon viel gesagt und geschrieben worden. Auch im Vertrag von Amsterdam ist wiederum an der „Demokratisierung“ gearbeitet worden. Das Problem liegt aber tiefer. In einem Vorwort zum Vertrag von Amsterdam meint Jacques Santer: "Auch was die institutionellen (...)

Context XXI, ZOOM 1/1999
Mitch gab den letzten Anstoß

Der Staat zerfällt

■  Manfred Gmeiner (Übersetzung) ▪ William Grigsby Vado
Januar
1999

Die durch den Hurrikan Mitch hervorgerufenen Überschwemmungen hätten nicht die Katastrophe verursachen müssen, die sie erzeugten, aber laut dem Soziologen Orlando Nuñez fiel der Regen auf eine kranke Gesellschaft. Dazu das folgende Interview , das der Journalist William Grigsby Vado in seinem (...)

Context XXI, Heft 1-2/1999

Garzón zwischen Pinochet und Kissinger

■  Manfred Gmeiner (Übersetzung) ▪ Manuel Vázquez Montalbán
Juni
1999

Untersuchungsrichter Garzón hat seine Anklage gegen Pinochet Mitte Juni neuerlich um 36 weitere Folteropfer ausgeweitet. Die Streitgespräche rund um die heilige Tunika des General Pinochet überraschen mich auf einer Reise durch Südamerika und ich empfinde eine außerordentliche Neugier für den (...)

Context XXI, Heft 4-5/1999

Polizeiliche Drogenbekämpfung

Ein Buch von Heiner Busch
■  Manfred Gmeiner
November
1999

Heiner Busch geht in seinem Buch der fatalen Verstrickung nach, die die herrschende prohibitive Drogenpolitik hervorgebracht hat. Mit Hilfe des international ausgerufenen „Drogenkriegs“ wurde die Polizei modernisiert und aufgerüstet. Die ideologische Prämisse für die Drogenbekämpfung wurde in den (...)

Context XXI, Heft 6/1999

Österreich? Wir?

■  Manfred Gmeiner ▪ Stephan GrigatElfriede HufnaglMarkus PinterRobert Zöchling
Dezember
1999

Dieses Land ist nach den Wahlen, was es auch vorher schon war. Die Rückkehr zur Normalität ist nicht die Lösung, sondern das Problem.

Context XXI, Heft 1/2000

Bombengeschäfte

Die politische Ökonomie des Kosovo-Krieges
■  Manfred Gmeiner
Februar
2000

Ein Buch von Winfried Wolf — gelesen von Winfried Wolf analysiert die Ursachen des Golfkrieges vor dem Hintergrund des militärisch-industriellen Komplexes. Er bietet damit ein weiteres Erklärungsmodell neben den bisher in Context XXI veröffentlichten Analyseversuchen. Das Erklärungsmodell (...)

Context XXI, Radiosendungen 2000

Giordanos Auftrag

Ein Gespräch mit Erwin Riess
■  Sendungsgestaltung: Manfred Gmeiner
Juni
2000

Manfred Gmeiner sprach mit Erwin Riess über dessen ersten Roman „Giordanos Auftrag“, über die Situation der Linken in Österreich und über die Möglichkeit von Gesellschaftskritik in Kriminalromanen.

Context XXI, Heft 5/2000

Giordanos Auftrag

Ein Gespräch mit Erwin Riess
■  Manfred Gmeiner
September
2000

Erwin Riess hat mit Giordanos Auftrag seinen ersten Roman vorgelegt. Context XXI sprach mit dem Autor über den Text, die Situation der Linken in Österreich und die Möglichkeit von Gesellschaftskritik in Kriminalromanen. Context XXI: Ihr erster Roman Giordanos Auftrag hat die Form eines Krimis. (...)

Context XXI, Heft 5/2001

Vergessene Interkulturalität

Die Übersetzerschule von Toledo
■  Manfred Gmeiner
September
2001

In den aktuellen Bildungsdiskussionen wird immer wieder auf die Brauchbarkeit oder Verwertbarkeit von Studien hingewiesen. Hier ein kurzes Plädoyer für die in diesen Diskussionen geschmähten „Orchideenstudien“. Die heutige Bildungspolitik ist von Schlagworten der Nützlichkeit, Brauchbarkeit und (...)

Context XXI, Heft 7-8/2001 — 1/2002

Beteiligung der Wissenschaft am rechten Diskurs

■  Manfred Gmeiner
Februar
2002

1993 wurde in Frankreich ein Appell zur Wachsamkeit von Intellektuellen veröffentlicht, der vor der Vereinnahmung von Wissenschaftern durch die neue Rechte warnt, die versucht durch Einbindung demokratischer Persönlichkeiten in ihre Publikations­organe ihren scheinbaren Wandel, ihre scheinbare (...)

Context XXI, Heft 3-4/2002

Die Argentinische Krise und mögliche Ansteckungseffekte

■  Manfred Gmeiner (Übersetzung) ▪ Andrés Pérez Gonzáles
Juni
2002

Nichts ist unmöglich in Argentinien. Jenseits der politischen Vorhersage und seit der institutionellen Explosion Mitte Dezember 2001 initiierte die Bevölkerung spontan Praktiken der direkten Aktion und ließ nicht zu, dass die “piquetes” und lokalen Versammlungen unter die Kontrolle der (...)

Context XXI, Heft 8/2002 — 1/2003

Feindbild Mahler

Zur antisemitischen Abwehr der Moderne in Österreich
■  Manfred Gmeiner
März
2003

Das Buch von Gerhard Scheit und Wilhelm Svoboda behandelt die Rezeptionsgeschichte Gustav Mahlers von 1918 bis in die 90er Jahre. Das Werk kommt in den zahlreichen Zitaten der MusikkritikerInnen ausführlich auf die Musik Mahlers zu sprechen, sodaß ein Interesse an der Musik für eine Lektüre sicher (...)

Risse, Risse 4

Feindbild Gustav Mahler

Zur antisemitischen Abwehr der Moderne – eine Rezension
■  Manfred Gmeiner
Mai
2003

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Beiträge zu Manfred Gmeiner
Context XXI, ZOOM 3/1998

Gmeiners Gemeinsinn

Juni
1998

In ZOOM 1/98 veröffentlichten wir Franz Schandls Beitrag „Über Dialektik und Dimension der Gewalt“. In der letzten Ausgabe folgte eine nicht unscharfe Kritik von Manfred Gmeiner („Schwafeln über Gewalt“). Unterschiedlicher können Positionen und Begriffe schwerlich sein – Franz Schandl versucht in (...)

Context XXI, ZOOM 4/1998

Kann Gewalt befreiend wirken? Gewalt ist autoritär. Wehrt euch!

Oktober
1998

Dieser Artikel wurde bereits in friedolins befreiung nr. 3/98 erstveröffentlicht und bezieht sich weniger auf eine abstrakte Diskussion als auf reale Mißstände innerhalb der autonomen linken Bewegung. Angesichts der Bitte um Reaktionen gehen wir daher zunächst auch auf die Gewalt-Debatte zwischen (...)