Matthias Falter

Politikwissenschaftler und Mitarbeiter im FWF-Projekt „Antisemitismus nach der Shoah. Ideologische Kontinuitäten und politische Umorientierung im ‚Ehemaligen‘-Milieu in Nachkriegsösterreich (1945-1960)“ am Institut für Zeitgeschichte der Universität Wien. In seiner Dissertation untersucht er den parlamentarischen Diskurs über Rechtsextremismus in Österreich 1999-2013. Weitere Arbeitsgebiete sind moderne politische Theorie und Antisemitismus. Falter ist Mitglied der Forschungsgruppe Ideologien und Politiken der Ungleichheit. Von Juni 2005 bis 2006 Redaktionsmitglied von Context XXI.

Beitræge von Matthias Falter
Context XXI, Heft 4-5/2004

Germany goes east. Reloaded.

Juni
2004

Zwei Aufgaben gilt es parallel zu meistern: Im Innern müssen wir wieder zu einem Volk werden, nach außen gilt es etwas zu vollbringen, woran wir zweimal gescheitert sind. Klaus Kinkel, damaliger deutscher Bundesaußenminister 1993 Die Anstrengungen Deutschlands die Nachkriegsordnung zu begraben, (...)

Context XXI, Heft 5-6/2005

Wahn und Wohnzimmer

Oktober
2005

Ebenso wie der Antisemitismus nach 1945 Auschwitz in sein System der Schuldabwehr aufgenommen hat, so wurde auch, der Scheinrationalität des Wahns konsequent folgend, der Hass auf Israel, Staat gewordene Konsequenz aus der Shoa, in das antisemitische Weltbild integriert. Israel stellt in dieser (...)

Context XXI, Heft 7-8/2005

Völkermord und Genozidforschung

Dezember
2005

Die Genozidforschung steht in der Differenz zwischen der Einzigartigkeit der Shoa und der Anerkennung von Menschen, die aufgrund ihrer Zugehörigkeit zu bestimmten Gruppen verfolgt und ermordet wurden. Anfang September traten BeraterInnen an Tony Blair mit dem Vorschlag heran, den Shoa-Gedenktag (...)

Context XXI, Jahr 2006

Anspruch und Wirklichkeit

Juni
2006

Elisabeth Kübler hat in ihrer Diplomarbeit die Maßnahmen von OSZE und EUMC zur Bekämpfung des Antisemitismus einer politikwissenschaftlichen Untersuchung unterzogen. Eine Rezension Die Rede von einem „neuen Antisemitismus“ hat in den letzten Jahren breite Debatten sowohl innerhalb als auch (...)