Wolfgang Neugebauer

Geboren 1944 in Wien, Studium der Geschichte und Geographie an der Universität Wien. Ab 1970 Mitarbeiter des Dokumentationsarchivs des österreichischen Widerstandes (DÖW), 1983 bis Ende November 2004 dessen wissenschaftlicher Leiter. Seit 1995 Honorarprofessor für Zeitgeschichte am Institut für Zeitgeschichte in Wien.

Beiträge von Wolfgang Neugebauer
FORVM, No. 452-454

Tierversuche und NS-Menschenversuche

■  Wolfgang Neugebauer
Juli
1991

Ein zulässiger Vergleich?, fragt unser Autor* — „Der Mensch als Mittelpunkt, dazu eignet er sich gar nicht“, schreibt Günther Nenning gerne. „Dürfen denn nur die Arten, die der Mensch braucht, überleben?“‚ fragt anklagend ein theologischer Drewermann, um die „unnötigen“ Adler und Kolibris zu schützen; so (...) Sie wollen diesen Text online lesen?
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FORVM, No. 452-454

Palästinenser &/oder Juden

■  Friederice BeyerJohn Bunzl ▪ Wolfgang Neugebauer ▪ Anton PelinkaKarl Pfeifer
Juli
1991

Friederice Beyers „Die Antisemiten sind die Israelis“ hat, gemeinsam mit Karl Pfeifers „Friede oder Realitätsflucht“ im vorigen Heft, jene produktive Erregung ausgelöst, der wir die wildesten Diskussionen danken: hier ist sie, mehr im nächsten (...) Sie wollen diesen Text online lesen?
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FORVM, No. 455

Da lob’ ich mir meine Defekte

Noch freundliche Antwort
■  Wolfgang Neugebauer
Oktober
1991

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FORVM, No. 456

Nicht nur nicht, sondern noch bei weitem, leider

■  Wolfgang Neugebauer
Dezember
1991

Antwort auf Madeleine Petrovic’ Angriffe im vorigen Heft und (bitte, laßt’s g’nug sein; es kamen massenhaft Leserbriefe von Tierschutzbewegten, ich hab’ sie, ehrlich, nicht gezählt. -Red) auf der vorigen Seite. Sie wollen diesen Text online lesen?
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Café Critique, Jahr 2007

Aus dem Holocaust nichts gelernt?

Warnung vor dem iranischen Atomprogramm
■  Wolfgang Neugebauer
September
2007

Grußbotschaft zur Kundgebung „Keine Geschäfte mit den iranischen Mullahs“ am Sonntag, 30. September 2007, 18 Uhr Stephansplatz. Sehr geehrte Damen und Herren! Liebe Freundinnen und Freunde! Ich kann zwar heute hier nicht an dieser wichtigen und notwendigen Kundgebung der Solidarität mit Israel (...)

Beiträge zu Wolfgang Neugebauer
Context XXI, ZOOM 1/1998

Wieviel Haß ist im Netz?

März
1998

Das Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes hat eine erste Bestandsaufnahme rechtsextremer Propaganda im Internet vorgelegt. Kritischen Fragen ist es dabei eher aus dem Weg gegangen. Die Verbreitung rechtsextremer Propaganda gilt neben derjenigen von pornographischen Inhalten (...)

radiX, Texte

Die Linke unter austrofaschistischer Herrschaft

 
1999

1. Die Entwicklung zum 12. Februar 1934 Die Entstehung und Machtübernahme des Austrofaschismus in Österreich war kein plötzliches Ereignis, sondern vorläufiger Höhepunkt einer langen Entwicklung die mit der Entstehung der Heimwehren nach dem 1. Weltkrieg begann. Obwohl diese lange eher ein (...)

Context XXI, Heft 1/2001

Wir verfolgen, wen wir wollen!

Die FPÖ und der Antisemitismus
März
2001

Der Antisemitismus hängt qualitativ wie quantitativ vom historischen Charakter der nationalen Gemeinschaft ab. Diese ist hierzulande gefestigt wie kaum wo: Rund 90% der ÖsterreicherInnen sind sehr oder ziemlich stolz darauf, solche zu sein. Gleich hoch ist die Zustimmung zum (...)

Context XXI, Radiosendungen 2003

Verleihung der Samuel Bloch Medaille an Karl Pfeifer

■  Sendungsgestaltung: Ökologische Linke (ökoli) Wien
November
2003

Elisabeth Orth, Erika Weinzierl und Wolfgang Neugebauer über einen unermüdlichen Kämpfer wider den Antisemitismus.

Context XXI, Heft 4-5/2006

„Braune Flecken“ in Oberösterreich

Hartnäckige Spuren des Faschismus
März
2006

Bei der Konferenz „Braune Flecken sind kein Schicksal“ am 9. September 1995 in Wels diskutierten AntifaschistInnen aus Oberösterreich und anderen Bundesländern über ein brisantes Thema: Straßen und öffentliche Einrichtungen, die nach Würdenträgern oder Wegbereitern des Faschismus benannt sind. In der (...)

Context XXI, Heft 4-5/2006

Der Konflikt um die Ehrenbürgerschaft der NS-Denunziantin Margarethe Pausinger

März
2006

Margarethe Brunner wurde 1880 in Weyer an der Enns geboren. Ihre Kindheit verbrachte sie in Tamsweg im Lungau. Nach ihrer Heirat mit dem Arzt Dr. (von) Pausinger lebte sie in Lambach. Als Kunstmalerin verschrieb sie sich dem Naturalismus, absolvierte eine akademische Ausbildung und war vor (...)

Wolfgang Neugebauer (* 9. Oktober 1944 in Wien) ist ein österreichischer Historiker und war langjähriger wissenschaftlicher Leiter des Dokumentationsarchivs des österreichischen Widerstandes (DÖW). Er ist Honorarprofessor für Zeitgeschichte an der Universität Wien.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der Matura am Bundesrealgymnasium Wien 18 (1962) studierte Wolfgang Neugebauer Geschichte und Geografie an der Universität Wien. 1969 wurde er bei Ludwig Jedlicka mit der Dissertation Geschichte der sozialdemokratischen Jugendbewegung in Österreich zum Dr. phil. promoviert.

1970 begann seine Mitarbeit im Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes, dessen wissenschaftlicher Leiter er von 1983 bis November 2004 als Nachfolger von Herbert Steiner war; ihm folgte Brigitte Bailer-Galanda.

Weiters fungierte er von der Gründung im Februar 2004 bis Oktober 2007 als Präsident des Internationalen Forums Mauthausen (im Bundesministerium für Inneres). Er ist Vizepräsident der Aktion gegen den Antisemitismus in Österreich sowie Vorstandsmitglied des Instituts für Wissenschaft und Kunst und der Österreichisch-Israelischen Gesellschaft.

Neugebauer erfüllt Lehraufträge an den Universitäten Wien, Linz, Graz, Klagenfurt und Salzburg. 1995 wurde er zum Honorarprofessor für Zeitgeschichte an der Universität Wien ernannt.

Er ist verheiratet und Vater von zwei Kindern.

Forschung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als wissenschaftlicher Leiter des DÖW lagen Neugebauers Forschungsschwerpunkte vor allem in der Geschichte der Arbeiterbewegung, Widerstand und Verfolgung in Österreich in der Zeit des Austrofaschismus und des Nationalsozialismus, NS-Medizinverbrechen, Euthanasie, Aktion T4, Dokumentation der Kinder-Euthanasie in der Wiener NS-Einrichtung Spiegelgrund sowie Rechtsextremismus nach 1945 und die Rolle der FPÖ und dem Bündnis Zukunft Österreich unter dem Vorsitz Jörg Haiders.[1] Aktuelle Forschungsarbeiten haben die Geschichte der NS-Justiz zum Inhalt. Mit diesen thematischen Bereichen beschäftigen sich auch die Lehrveranstaltungen und die von ihm betreuten Diplomarbeiten und Dissertationen am Institut für Zeitgeschichte der Universität Wien.

Er gehörte den Redaktionen grundlegender DÖW-Werke zum Rechtsextremismus in Österreich wie Rechtsextremismus in Österreich nach 1945 (5. Auflage 1981) und Handbuch des österreichischen Rechtsextremismus (2. Auflage 1993, Neuausgabe 1994) an.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Bauvolk der kommenden Welt. Geschichte der sozialistischen Jugendbewegung in Österreich (= Veröffentlichungen des Ludwig-Boltzmann-Instituts für Geschichte der Arbeiterbewegung). Europaverlag, Wien 1975, ISBN 3-203-50526-6.
  • (Hrsg.): Von der Utopie zum Terror. Stalinismus-Analysen (= Österreichische Texte zur Gesellschaftskritik. Bd. 59). Verlag für Gesellschaftskritik, Wien 1994, ISBN 3-85115-187-9.
  • mit Brigitte Bailer-Galanda und Wolfgang Benz (Hrsg.): Die Auschwitzleugner. „Revisionistische“ Geschichtslüge und historische Wahrheit (= Antifa-Edition). Elefanten-Press, Berlin 1996, ISBN 3-88520-600-5.
  • mit Brigitte Bailer-Galanda: Haider und die „Freiheitlichen“ in Österreich (= Antifa-Edition). 2. Auflage, Elefanten-Press, Berlin 1997, ISBN 3-88520-638-2.
  • mit Eberhard Gabriel (Hrsg.): Zur Geschichte der NS-Euthanasie in Wien. Böhlau, Wien u. a. 1999 ff.
  • Teil 1: NS-Euthanasie in Wien. 1999, ISBN 3-205-98951-1.
  • Teil 2: Von der Zwangssterilisation zur Ermordung. 2002, ISBN 3-205-99325-X.
  • Teil 3: Vorreiter der Vernichtung?. Eugenik, Rassenhygiene und Euthanasie in der österreichischen Diskussion vor 1938. 2005, ISBN 3-205-77122-2.
  • mit Emmerich Tálos, Ernst Hanisch (Hrsg.): NS-Herrschaft in Österreich. Ein Handbuch. ÖBV und hpt, Wien 2000, ISBN 3-209-03179-7.
  • mit Emmerich Tálos (Hrsg.): Austrofaschismus. Politik, Ökonomie, Kultur. 1933–1938. 5. Auflage. Lit, Münster u. a. 2005, ISBN 3-8258-7712-4.
  • mit Peter Schwarz: Der Wille zum aufrechten Gang. Offenlegung der Rolle des BSA bei der gesellschaftlichen Reintegration ehemaliger Nationalsozialisten. Der Wille zum aufrechten Gang. Hrsg. vom Bund Sozialdemokratischer AkademikerInnen, Intellektueller und KünstlerInnen, Czernin, Wien 2005, ISBN 3-7076-0196-X.
  • mit Kurt Scholz, Peter Schwarz (Hrsg.): Julius Wagner-Jauregg im Spannungsfeld politischer Ideen und Interessen. Eine Bestandsaufnahme. Beiträge des Workshops vom 6./7. November 2006 im Wiener Rathaus (= Wiener Vorlesungen: Forschungen. Bd. 3). Lang, Frankfurt am Main u. a. 2008, ISBN 978-3-631-58122-3.
  • Der österreichische Widerstand 1938–1945. Überarbeitete und erweiterte Fassung, Edition Steinbauer, Wien 2015, ISBN 978-3-902494-74-0.
  • (Hrsg.): Aufrechter Gang in neuen Zeiten. Ernst Nedwed – Sozialdemokrat, Volksbildner, Antifaschist. Carl Gerold’s Sohn Verlagsbuchhandlung, Wien 2015, ISBN 978-3-900812-49-2.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Brigitte Bailer-Galanda, Christa Mehany-Mitterrutzner, Christine Schindler (Hrsg.): Themen der Zeitgeschichte und der Gegenwart. Arbeiterbewegung – NS-Herrschaft – Rechtsextremismus. Ein Resümee aus Anlass des 60. Geburtstags von Wolfgang Neugebauer (= Schriftenreihe des Dokumentationsarchivs des Österreichischen Widerstandes zu Widerstand, NS-Verfolgung und Nachkriegsaspekten. Bd. 4). Lit, Wien 2004, ISBN 3-8258-7549-0.
  • Peter Steinbach: Ein Glücksfall. Zum 70. Geburtstag von Wolfgang Neugebauer. In: DÖW-Jahrbuch (2015), S. 317–322.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Forschungsschwerpunkte und Veröffentlichungen Wolfgang Neugebauer
  2. Rathauskorrespondenz vom 21. November 2003. Mit Bild, abgerufen am 1. Juni 2010
Wolfgang Neugebauer bei

Ohne Titel