FORVM, No. 154
Oktober
1966
Knapp glossiert

Alpbacher Vielecke

Bericht mit Fußnoten

Schon aus Finanzierungsgründen muß das jeweilige Alpbacher Wirtschaftsgespräch eine Begegnung von Theorie und Praxis ermöglichen. Das mag den Nachteil haben, daß im Gedankenstrom Untiefen entstehen, hat aber den großen Vorteil, daß der Realitätsbezug gewahrt bleibt.

Insofern war z. B. die Behauptung des Staatssekretärs Dr. Taus, seine Kritik richte sich nicht gegen die derzeitige österreichische, sondern gegen die Restriktionspolitik schlechthin, nur ein taktisches Manöver. Aus demselben Grunde konnte sich Nationalbankpräsident Dr. Kamitz unmöglich auf die Rolle des unparteilichen Diskussionsleiters beschränken.

Wahrscheinlich wäre auch unter einer neutralen Gesprächslenkung die Alpbacher Runde 1966 an die „Restriktionisten“ gegangen, denn diese waren weitaus in der Überzahl. Gerade deshalb darf man aber diesen Querschnitt repräsentativ nennen: auch im Tauziehen um die Wirtschaftspolitik — keineswegs nur in Österreich — sind die „Expansionisten“ eine Minorität und, wie sich zeigt, noch lange keine Sperrminorität.

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