FORVM, No. 134
Februar
1965

Begegnungen mit Musil

Der am 1. Mai 1900 in Pescina dei Marsi in den Abruzzen geborene Ignazio Silone hat im FORVM schon so lange nichts veröffentlicht (zuletzt „Vom Schrecken des Wohlfahrtsstaates“, Heft VIII/91-92, und „Tolstoi in den Abruzzen“, Heft VIII/87)‚ daß wir unseren neu hinzugekommenen Lesern schon wieder einige Informationen schuldig sind. Er war 1921 Mitbegründer der Kommunistischen Partei Italiens, ging nach der Machtergreifung des Faschismus (Oktober 1922) ins Exil, brach 1930 mit dem Kommunismus und kehrte nach 1945 nach Italien zurück; zu diesem Zeitpunkt hat er die großen „Erfahrungen“, die für Andere erst Ungarn, der XX. Parteitag der KPdSU, die Entstalinisierung usw. sein werden, schon hinter sich, ebenso die diversen literarischen „Schulen“, die von den Daheimgebliebenen erst nachgeholt werden mußten.

Im Februar 1948 gründet er mit Ivan Matteo Lombardo und Aldo Garosci die „Unione dei Socialisti“, die später in der sozialdemokratischen Partei Saragats aufgeht. Nach seiner Abkehr von der aktiven Politik widmete er sich vor allem der Herausgabe von „Tempo Presente“ und seiner schriftstellerischen Tätigkeit. Seit 1950 erschienen: „Der Samen unterm Schnee“, „Eine Handvoll Brombeeren“, „Brot und Wein“, „Das Geheimnis des Luca“, „Der Fuchs und die Kamelien“ und der autobiographisch wichtige Beitrag für „Ein Gott, der keiner war“.

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