FORVM, No. 118
Oktober
1963

Christentum und Arbeitswelt

Die österreichische Innenpolitik ist in Bewegung geraten. Die Zeiten der wohltemperierten Koalition, bei starren Parteifronten, sind vorbei. Übrigens auch die Zeiten der im voraus konzipierten, geruhsam vom Manuskript abgelesenen Reden. Wir haben, als Dokumentation, zur Geschichte der Zweiten Republik, jene entscheidungsschwere Stegreifrede gedruckt, die Christian Broda auf dem Parteitag der SPÖ hielt (FORVM X/115-116). Unterdessen ist auch der Parteitag der ÖVP zu Ende gegangen; Josef Klaus wurde in offener Kampfabstimmung von 64 Prozent der Delegierten zum neuen Parteiobmann gewählt; Heinrich Drimmel erhielt gewichtige und charakteristische 36 Prozent. — Ein Streik der 400.000 Metallarbeiter wurde kurz darauf in mitternächtigen Verhandlungen gerade noch abgewendet. Der 5. Bundeskongreß des ÖGB setzte, wie sich schon vor seinem Beginn erkennen ließ, mit der einstimmigen Wahl des jungen, dynamischen Anton Benya zum neuen Präsidenten des Gewerkschaftsbundes einen kräftigen Akzent. Und unter diesem dreifachen Druck von Ereignissen — konfrontiert mit Neuem in seiner Partei, in der Gewerkschaftspolitik, in der Innenpolitik — hielt Heinrich Drimmel die nachstehend gedruckte Stegreifrede auf einer Zusammenkunft christlicher Gewerkschafter. Wir stehen nicht an, sie, was prinzipielle Grundierung und aktuelle Schlaglichter betrifft, als ein klassisches Stück politischer Prosa der Zweiten Republik zu kennzeichnen.

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