FORVM, No. 147
März
1966

Christentum und Marxismus — heute

Christen und Marxisten können einander nicht aus der Welt schaffen. Neuerdings sieht es so aus, als ob sie dies auch gar nicht mehr wollten, als ob sie an Stelle des erzwungenen und daher langweiligen Nebeneinanders nach einem Miteinander im wissenschaftlichen Gespräch und sogar in der gesellschaftlichen Zusammenarbeit strebten. Dies gilt freilich nur für eine Vorhut auf beiden Seiten, wie sie etwa auf dem Konzil oder auf dem jüngsten Kongreß der KPI sich hörbar machte. Was dort an Thesen vorgetragen wurde, stammte zum Großteil direkt aus der Tagung der Paulus-Gesellschaft, Salzburg 1965, welche erstmalig in internationalem Maßstab Christen und Marxisten höchsten geistigen Ranges — insgesamt fast 300 Personen — vereinte. Referate und Diskussion erscheinen demnächst in einem starken Band, herausgegeben von Erich Kellner, im Europa Verlag, Wien-Frankfurt-Zürich. Der bekannte Physiker Univ.-Prof. Dr. Robert Havemann, der nach Verlust seines Lehrstuhls nunmehr auch aus dem Forschungszentrum der ostdeutschen Akademie der Wissenschaften ausscheiden mußte, konnte nachfolgenden, für die Salzburger Tagung verfaßten Text dort nicht selber sprechen.

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