FORVM, No. 240
Dezember
1973

Die neuen Zaren

Konzerne in Ost und West

Sie haben die Macht. Sie haben das Geld. Sie entscheiden über Krieg und Frieden. Und über Glück und Unglück der Menschen. Sie sind mächtiger, als je ein König, ein Kaiser oder ein Präsident es gewesen ist: Dreihundert Konzerne, die „Multinationalen“, die an allen Ecken und Enden der Welt produzieren, verkaufen, spekulieren, entlassen und aufnehmen, haben sich die Staaten dienstbar gemacht. Sie sind dreimal so reich wie alle Zentralbanken der Industriestaaten zusammengenommen; sie beherrschen die Weltwirtschaft und sind heute die Negation des Wirtschaftsliberalismus, aus dem sie hervorgegangen sind. Sie planen — für ihre Tasche — die weltweite Ausbeutung der Bodenschätze, alter und neuer Märkte sowie der „Arbeitskräftereserven“; ihre Entwicklung ist das hervorstechende Merkmal des letzten Jahrhundertdrittels. Gestützt auf die Arbeiten eines der besten Spezialisten in der Frage der „Multinationalen“; des kanadischen Ökonomen Charles Levinson, Generalsekretär des internationalen Chemiearbeiterverbandes (vier Millionen Mitglieder), enthüllt Michel Bosquet hier die geheimen Praktiken der Supergroßen, die häufig nur zum Schein miteinander konkurrieren und für die jene alte Rivalität zwischen Europa, Amerika und der Sowjetunion ein Ding der Vergangenheit ist.

Michel Bosquet: Pseudonym von André Gorz, unter dem dieser in seiner journalistischen Tätigkeit auftrat.

Lizenz dieses Beitrags
Copyright

© Copyright liegt beim Autor / bei der Autorin des Artikels

Eine Nachricht, ein Kommentar?
Vorgeschaltete Moderation

Dieses Forum ist moderiert. Ihr Beitrag erscheint erst nach Freischaltung durch einen Administrator der Website.

Wer sind Sie?
Ihr Beitrag

Um einen Absatz einzufügen, lassen Sie einfach eine Zeile frei.

Hyperlink

(Wenn sich Ihr Beitrag auf einen Artikel im Internet oder auf eine Seite mit Zusatzinformationen bezieht, geben Sie hier bitte den Titel der Seite und ihre Adresse bzw. URL an.)