FORVM, No. 64
April
1959

Ein Brief des neunzehnjährigen Karl Kraus

Der hier in Faksimile erscheinende Brief des Abiturienten Karl Kraus schafft Klarheit über eine Frage, die späterhin im Werk und Leben des Mannes Karl Kraus immer wieder aufgetaucht ist, und immer nur andeutungsweise: die Frage, ob Karl Kraus sich ursprünglich um eine journalistische Karriere bemüht hatte. Die oft zitierte Fama, von den in der „Fackel“ enthaltenen Andeutungen weder bestätigt noch entkräftet, brachte diese Bemühungen gewöhnlich mit der „Neuen Freien Presse“ in Zusammenhang („Er hat bekanntlich in die Presse hereinkommen wollen ...“) und zog daraus Schlüsse, die in jedem Fall vergeblicher waren, als die Bemühungen es jemals hätten sein können. Daß Karl Kraus in die „Presse“ tatsächlich „hereingekommen“ ist (siehe die Beiträge auf den folgenden Seiten), bleibt ebenso unwesentlich wie der Umstand, daß er im „Journal“ tatsächlich keine Theaterkritiken geschrieben hat. Wesentlich bleibt die weitere Entwicklung des Neunzehnjährigen, wie sie von Max Rychner an Hand des Brieftextes gedeutet wird. — Den dokumentarischen Beleg dieser Entwicklung verdanken wir Dr. Franz Höllering (München), der uns das Original des hier reproduzierten, an eine längst verstorbene Empfängerin gerichteten Briefs zur Verfügung gestellt hat. (Anm. d. Red.)

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