FORVM, No. 132
Dezember
1964

FORVM erscheint weiter

Mit dieser Mitteilung haben wir unseren Lesern schon einmal zuvor aufgewartet: es ist jetzt auf den Monat genau drei Jahre her, daß das weitere Erscheinen unserer Zeitschrift in Frage gestellt war. Erst in letzter Minute wurden wir damals durch das Dazwischentreten des Hans Deutsch Verlags gerettet, der uns seither in dankenswertester Weise finanziell betreut hat. Dazu sieht er sich nun nicht länger in der Lage. Ereignisse außerhalb unserer Reichweite haben ihn und seinen großzügigen Inhaber aufs schwerste getroffen und haben uns damit die Existenzbasis entzogen.

Auch diesmal hat es bis zur letzten Minute gedauert, ehe eine neue geschaffen werden konnte — daher die Verzögerung im Erscheinen des vorliegenden Heftes (für die wir, nebst allem Drum und Drau, um Entschuldigung bitten). Jetzt aber ist es so weit. Private und korporative Förderer, von denen uns manche auch vorher schon zur Seite standen, haben sich auf Initiative des Kulturamtes der Stadt Wien zusammengetan und haben den Weiterbestand des FORVM gesichert. Sie gehören, was man hierzulande ausdrücklich feststellen muß, den sogenannten „beiden politischen Lagern“ an, begegnen einander jedoch in der Überzeugung, daß eine Zeitschrift wie das FORVM — und wir wären die letzten, die ihnen da widersprechen wollten — für das publizistische und kulturpolitische Ansehen Österreichs wichtig genug sei, um erhalten zu bleiben. Aus dieser Überzeugung, die ipso facto jeden Versuch einer Einflußnahme hintanhält, haben sie uns geholfen, uns auf eigene Füße zu stellen und unsern Weg fortzusetzen. FORVM erscheint weiter, unverändert und unabhängig, unter der gleichen Leitung und in der gleichen Aufmachung, und wie bisher im Verlag „Schriften zur Zeit“ Ges. m. b. H., der ursprünglich vom „Kongreß für die Freiheit der Kultur“ subventioniert war, später als Tochtergeselischaft in den Hans Deutsch Verlag überging und fortan unser eigener Verlag sein wird.

Als solcher — das ist der einzige und freilich nicht ganz unerhebliche Unterschied gegen früher — wird er in höherem Ausmaß als je zuvor auf die tatkräftige Unterstützung unserer Abonnenten und Leser angewiesen sein. Wir bitten zunächst um Verständnis für die längst fällige Preiserhöhung, die sich schon seit geraumer Zeit aus dem ständig erweiterten Umfang rechtfertigt und die wir in Hinkunft durch weitere Bereicherungen des Inhalts rechtfertigen werden. Mit Beginn des ]ahrgangs 1965 kostet FORVM im Einzelverkauf S 15.—‚ im Jahresabonnement S 120.— und halbjährig S 70.—. Die entsprechenden Preise für Deutschland sind DM 2.50, DM 22.— und DM 12.—, für die Schweiz sfr. 3.—, sfr. 25.— und sfr. 15.—, und für das übrige europäische Ausland der jeweilige Gegenwert. Überseeische Bezieher zahlen US $ 6.— für das Jahresabonnement.

Vor allem aber bitten wir unsere Freunde dringend, von den Steckkarten, die diesem Heft beigefügt sind, möglichst rasch und möglichst zahlreich Gebrauch zu machen, also uns möglichst viele Neuabonnements zu verschaffen. Eine so gute Gelegenheit wie Weihnachten kommt frühestens in einem Jahr wieder, und es wird nicht zuletzt vom Ergebnis unseres heutigen Appells abhängen, was wir unseren Lesern übers Jahr zu sagen haben werden.

Für heute sagen wir ihnen Dank und wünschen ihnen frohe Feiertage.

FORVM
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