FORVM, No. 130
Oktober
1964

Kafka stand niemals beiseite

Rede zur Eröffnung der Prager Kafka-Ausstellung

Mit der nachfolgenden, in tschechischer Sprache gehaltenen Rede eröffnete Max Brod am 23. Juni 1964 die Prager Gedenk-Ausstellung für Franz Kafka. Der Achtzigjährige war zu diesem Zweck eigens aus Tel Aviv in seine und Kafkas Geburtsstadt gekommen und hatte die Genugtuung, seine Rede — die es an Hinweisen auf die metaphysischen und religiösen Hintergründe des Kafka’schen Oeuvres nicht mangeln ließ — in der tschechischen Presse unverändert abgedruckt zu sehen. Das ist um so bemerkenswerter, als ja in Prag, anderseits und begreiflicherweise, auch die Tendenz besteht, das „Prager Visum für Kafka“ von der Erfüllung gewisser Bedingungen abhängig zu machen, genauer: von der Ausfüllung gewisser dogmatischer Formulare. Daß Max Brod, zur Deutung Kafkas berufener als irgend ein andrer, nichts dergleichen getan hat und damit gerade in Prag auf Respekt und Verständnis stieß, gibt seiner Rede zusätzliches Gewicht. Er hat sie nun selbst ins Deutsche übersetzt und dem FORVM zur Veröffentlichung übergeben.

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