FORVM, No. 74
Februar
1960

Kein Volk, kein Reich und viele Führer

Die österreichischen Neonazi und ihre Auslandsverbindungen

Wenn der gegenwärtige Anschein nicht trügt, ist die Hakenkreuz-Welle, die von Köln aus zuerst über Deutschland und dann über eine Reihe europäischer und außereuropäischer Länder hinwegging, nach knappen vier Wochen wieder versandet. Inwieweit sie eine tatsächlich antisemitische und neonazistische Welle war, wird sich wohl niemals genau feststellen lassen. Daß sie es zum Teil gewesen sein muß, steht hingegen fest — und im Grunde ist nur dieser Teil interessant, jedenfalls interessanter als die Lausbuben-Motive, die zweifellos mit im Spiel waren, interessanter als die gleichfalls unleugbar in Erscheinung getretenen Ansätze zur Massenpsychose, und sogar interessanter als der Anteil der Kommunisten, die in jedem Fall die einzigen Nutznießer der ganzen Geschichte waren (auch wenn die von ihnen erhofften Auswirkungen auf die Behandlung der „deutschen Frage“ mittlerweile an Brisanz eingebüßt haben).

Sofern es diese Aspekte sind, mit denen sich unser Mitarbeiter Claus Gatterer im nachfolgenden beschäftigt, gelten seine Ausführungen wohl nicht nur für Österreich. Was aber ihn und uns — und, wie wir annehmen dürfen, auch unsere Leser — in erster Linie interessiert, ist die Frage: Wessen Hände beschmieren Österreichs Wände? Wir glauben, daß der Versuch, diese Frage zu beantworten, seit langem fällig war, und wir glauben in der Lage zu sein, eine umfassende und zuverlässig dokumentierte Antwort zu geben.

Claus Gatterer: Leiter des außenpolitischen Ressorts der „Presse“, ehemals Mitherausgeber und seit langem ständiger Mitarbeiter des FORVM.

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