Streifzüge, Jahrgang 2016
August
2016

Konstantin Faigle (1971-2016)

Wie uns erst jetzt bekannt wurde, ist der Filmemacher Konstantin Faigle am 16. Juni 2016 im Alter von 45 Jahren in Köln verstorben.

Kennen gelernt haben wir Konstantin als er seinen arbeitskritischen Film Frohes Schaffen 2010 unter anderem auch in Wien drehte und zu uns Kontakt aufgenommen hat. Den letzten Kontakt zu ihm hatte ich bei einer Filmpräsentation im Wiener WUK am 28. April 2015. Konstantin war via Skype zugeschaltet.

Seltsam berührt, dass im ganzen Netz kein einziger ernst zu nehmender Nachruf auf den Filmemacher zu finden ist. Faigle wird uns als gewitzter und akribischer Regisseur in Erinnerung bleiben.

Am kommenden Montag, den 1. August, zeigt das ZDF im Gedenken seinen großartigen Dokumentarfilm Frohes Schaffen im Nachtprogramm um 00:30. Anschließend ist die komplette Sendung in der ZDF Mediathek für sieben Tage als Video abrufbar. Hier ein Trailer:

Konstantin Faigle
https://vimeo.com/58360531
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Konstantin Faigle (* 1971 in Sulz am Neckar; † 16. Juni 2016 in Köln[1]) war ein deutscher Filmemacher und Dokumentarfilmer.

Leben und Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Abitur und Zivildienst absolvierte er ein Studium der Medientechnik an der Hochschule der Medien in Stuttgart. Danach war er als freier Editor und Autor für einige Sendeanstalten tätig. Von 1999 bis 2002 absolvierte er ein Postgraduiertenstudium an der Kölner Kunsthochschule für Medien im Bereich Drehbuch und Regie und war seitdem freier Filmemacher. Im Jahr 2002 kam sein autobiografischer Film Out of Edeka in die Kinos, für den er 2001 den Bayrischen Dokumentarfilmpreis erhielt. 2005 lief sein Dokumentarfilm Die große Depression in deutschen Kinos, der von der Kritik unterschiedlich aufgenommen wurde.[2][3][4] Der Film Frohes Schaffen - Ein Film zur Senkung der Arbeitsmoral, eine Dokumentation mit Spielfilmsequenzen, feierte am 13. November 2012 auf dem Kasseler Dokumentarfilm- und Videofest als Eröffnungsfilm seine Premiere und lief im Januar 2013 auf dem Saarbrücker Filmfestival Max Ophüls Preis im Dokumentarfilmwettbewerb. Frohes Schaffen – Ein Film zur Senkung der Arbeitsmoral kam am 2. Mai 2013 in deutsche Kinos.[5]

Faigles Dokumentarfilme haben ein charakteristisches Format; sie enthalten gelegentlich mit biographische Elemente, Puppenspiele, Musikclips, Spielfilmsequenzen, Selbstironie und Humor.

Konstantin Faigle lebte viele Jahre in Köln; er starb dort am 16. Juni 2016.

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1995: Ritus (Kurzfilm), (Drehbuch, Regie und Produktion)
  • 2001: Out of Edeka (Drehbuch, Regie und Koproduktion)
  • 2005: Die große Depression (Drehbuch, Regie und Animationen)
  • 2006: Menschen hautnah – Die Herren der Liegezonen – Matratzenverkäufer (Fernsehreihe), (Regie)
  • 2007: Menschen Hautnah – Glückliche Nichtstuer (Fernsehreihe), (Regie, Kamera, Schnitt, Produktion)
  • 2012: Frohes Schaffen - Ein Film zur Senkung der Arbeitsmoral (Drehbuch, Regie, Koproduktion)[6]
  • 2013: Menschen Hautnah – Bettnachbarn (Fernsehreihe), (Regie)
  • 2013: Hier und Heute – Im Baumarkt (Fernsehreihe), (Regie)

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Filmemacher Konstantin Faigle verstorben - Film und Medien Stiftung NRW. Abgerufen am 13. Juli 2016.
  2. Die große Depression bei Filmstarts
  3. Die große Depression bei schnitt.de
  4. Die große Depression bei critic.de
  5. dpa (letzter Abschnitt)
  6. zeit.de 1. Mai 2013 / Tina Groll: Rezension
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