Wurzelwerk, Wurzelwerk 7
Januar
1982

Liebe Leser!

Herzlichen Dank für das steigende Interesse. Ganz schön viel Motivation. Leser aus den verschiedensten Bevölkerungskreisen war mehr, als wir erwarten durften. Wer fördernd helfen will, möge bitte abonnieren. Wer einem Strafgefangenen ein Abo schenkt, dem verrechnen wir nur den halben Preis.

Stichwort: in dieser Papier-Qualität, mit dem Aufwand und bei den allgemeinen Preissteigerungen, mit wachsendem Seitenumfang waren die 10 Schilling nicht mehr zu halten. Wir hoffen auf Verständnis. Anzeigen- und Abo-Preise bleiben unverändert.

Die abgedruckten Leserbriefe sind ein repräsentativer Querschnitt durch das Meinungsbild zur letzten Nummer. Besonders gustiert werden von der Mehrheit unserer Leser die „Kreativen Negative“. Weshalb wir ihnen mehr Platz einräumen. Die „Berger-Grube“ führt zu kontroversiell-emotionellen Äußerungen. Im Frühjahr werden wir klarer sehen. Hoffentlich nicht nur wir.

Der „FALTER“ im WURZELWERK soll eine unserer Schwachstellen beheben. Alternative Vernetzung ist immer gut.

Die unsinnige Wiederbelebung der AKW-Debatte hat auf der Gegenseite zu einem Solidarisierungseffekt geführt. Es bleibt abzuwarten, was sich da herauskristallisiert. Ob die von Salzburg aus vereinigten Bürgerinitiativen (21 an der Zahl) wie auch die in Wien beheimatete „Kommunalpolitische Initiative“ mit „grünen Rechtsauslegern“ wie der fragilen Konstellation Schmitz/Fronz/Wallner gemeinsame Sache machen können, darf bezweifelt werden. Die Impulse selbst sind grundsätzlich zu begrüßen, publicity-geile Vergangenheit eher nicht. Um einen, den schon viele auf den „grünen“ Schild heben wollten, muß man sich Sorgen machen. Univ. Dozent Dr. Bernd Lötsch, aufopfernder Kämpfer für ein ökologisches Bewußtsein auf allen Ebenen, muß alle Öffentlichkeitsarbeit absagen. Ärztliches Ultimatum! Wir wünschen baldige und nachhaltige Besserung.

Das Eis bricht langsam auf. Bewegungs- und Veränderungsansprüche werden allerorts allmählich unüberhörbar. Vorsicht vor hierarchischen Organisationen, Vorsicht aber auch vor chaotischen Widersprüchen. Auch wenn „grün“ heute von alterhergebracht ganz „links“ bis „rechtsaußen“ schimmert, das Gemeinsame, das Notwendige, das vorausschauend Eigenverantwortliche darf nicht aus den Augen verloren werden. Aller politischen Demagogie, aller massenmedialen Schlagzeilerei, aller industriellenvereinigten Kostendruck-Kosmetik zum Trotz. Die Zeit drängt.

WURZELWERK sucht nach wie vor einen routinierten Anzeigen-Verkäufer. Ein eigenes Fahrzeug setzen wir voraus. Und wer mehr wissen will, kann uns jetzt endlich auch anrufen. Jahrelang war kein Anschluß möglich, doch dann ging es überraschend schnell. Auch darauf haben wir angestoßen.

Der „Aufbruch vom Produktions- ins Kommunikationszeitalter“ (Schumacher: Small is beautiful) hat begonnen. Ganz ohne Produktion geht’s ohnedies nicht. Was, wie und wozu, darauf sollte es ankommen. „In Zeiten wie diesen“.

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