FORVM, No. 232
April
1973

Links, aber sozialdemokratisch

Aus dem Grundsatzprogramm

Als sich der Sozialistische Deutsche Studentenbund (SDS) in Theorie und Praxis immer weiter von der SPD entfernte, gründete die Partei einen neuen Hochschulverband. Sie wurde bald durch die Entwicklung dieses Sozialdemokratischen Hochschulbundes (SHB) enttäuscht. Es bildete sich ein Bündnis zwischen dem Marxistischen Studentenbund Spartakus und dem SHE. Grundlage ist die Analyse des staatsmonopolistischen Kapitalismus, die gewerkschaftliche Orientierung und die konsequente Bündnispolitik. Mit Unterstützung einiger Juso-Gruppen gewann die Spartakus-SHB-Koalition die Mehrheit im Verband deutscher Studentschaften (VDS). So wurde verhindert, daß durch Querelen innerhalb der Linken eine gegen die Reaktion gerichtete studentische Politik lahmgelegt wurde. Wegen enger Kooperation mit Kommunisten und wegen grundsätzlicher Kritik der Rolle der Sozialdemokratie im staatsmonopolistischen Kapitalismus entzog der Parteivorstand der SPD dem SHB den Namen „sozialdemokratisch“. Im November 1972 gab das Landgericht Bonn der SPD recht. Gegenwärtig läuft das vom SHB eingeleitete Berufungsverfahren. Nachstehende Auszüge aus dem Grundsatzprogramm des SHB, beschlossen von der 13. ordentlichen Bundesdelegiertenversammlung (BDV) November 1972.

Adalbert Krims
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