LICRA, Projekte
Juli
2016
Hrsg. Judith Goetz und Alexander Emanuely

MÄRZ

Literatur und Gedächtnis. März 1938. Ein Lesebuch.

MÄRZ ist ein Lesebuch. Den HerausgeberInnen sind bei der Auswahl der Beiträge drei Aspekte ein zentrales Anliegen gewesen: wie AutorInnen, die allein von ihrem literarischen Können allen LeserInnen bekannt sein müssten, aber kaum bekannt sind – AutorInnen des Exils – den März 1938 erlebt, verarbeitet, vermittelt haben und vermitteln; wie mit den überlebenden Menschen, für welche die Machtergreifung der Nazis ein Todesurteil bedeutete, nach 1945 umgegangen wurde; und wie die Erinnerung an das niemals zu Vergessende, an die Wege nach Auschwitz erhalten werden können. Die aufgenommenen Texte sind eine Auswahl, eine Verdichtung von Erzählung, und ermöglichen durch verschiedene Perspektiven auf die Barbarei und die Konsequenzen, welche diese mit sich brachte, einen ersten Überblick. Eine solche Auswahl kann und soll nicht fassen oder gar erklären, sie kann nur ein erstes, dichtes Bild schaffen und Anregung sein für weiteres Nachdenken und Lesen.

Mit Beiträgen von: Alfredo Bauer, Ruth Beckermann, Alexander Emanuely, Martin Esslin, Claire Felsenburg, Judith Goetz, Michael Guttenbrunner, Konstantin Kaiser, Fritz Kernau, Ruth Klüger, Lili Körber, Trude Krakauer, Theodor Kramer, Danny Leder, Janko Messner, Erika Mitterer, Wolfgang Neugebauer, Emilie Reich, Maximilian Reich, Sabine Plakolm-Forsthuber, Stefan Pollatschek, Elke Rajal, Edith Rosenstrauch-Königsberg, Stella Rotenberg, Bil Spira, David Vyssoki, Thomas Wallerberger.

Veranstaltungsreihe zum Lesebuch

Mittwoch, 16. März 2011, 19.30 Uhr, Republikanischer Club

MÄRZ. Literatur und Gedächtnis

Buchpräsentation
Siglinde Bolbecher (Exilforscherin, Theodor Kramer Gesellschaft)
Elke Rajal (Politikwissenschaftlerin, Uni Wien)
Judith Goetz (Co-Herausgeberin, LICRA)
Monika Tschuggnall (Literaturwissenschaftlerin, Theodor Kramer Gesellschaft)
Alexander Emanuely (Co-Herausgeber, LICRA/Republikanischer Club)

Donnerstag, 14. April 2011, 19 Uhr, Republikanischer Club

Antisemitismus in der Finanzkrise

Zur aktuellen Debatte im Mediendiskurs – Kontinuitäten und Diskontinuitäten
In dem Forschungsprojekt “Antisemitismus und Finanzkrise”, durchgeführt am Institut für Konfliktforschung in Kooperation mit dem Institut für Zeitgeschichte der Universität Wien, wurden österreichische Printmedien daraufhin untersucht, ob und in welcher Weise in den Debatten um die Finanzkrise antisemitische Stereotypen und Erklärungsmuster zur Anwendung kamen. Im Rahmen dieser Veranstaltung wurden zentrale Ergebnisse der diskursanalytischen Untersuchung präsentiert.
Karin Bischof (Politikwissenschaftlerin, Institut für Konfliktforschung)
Elke Rajal
und Karin Stögner (Soziologin, Institut für Konfliktforschung)
Moderation: Alexander Emanuely

Donnerstag, 28. April 2011, 19 Uhr, Republikanischer Club

Ausgeblendeter Terror oder die Bilder der Anderen

Vorführung privat aufgenommener Farbfilme vom “Anschluss”, mit anschließender Diskussion über das Vermittelte und das Vermittelbare.
Rainer Hunger (Historiker, visualhistory.tv)
Andrea Maria Dusl (Filmemacherin und Schriftstellerin).
Moderation: Alexander Emanuely

MÄRZ. Literatur und Gedächtnis. März 1938. Ein Lesebuch.
Hg. Judith Goetz, Alexander Emanuely. Wien: Verlag der Theodor Kramer Gesellschaft 2011. 176 Seiten. Euro 12.- ISBN: 978-3-901602-44-3
http://theodorkramer.at/verlag/programm/maerz/