FORVM, No 67/68
Juli
1959

„Mensch, Maier! sagte der Lord“
oder
Die Übersetzungs-Misere auf dem deutschen Theater

Eine FORVM-Umfrage / Zeichnungen von Paul Flora

Willy Haas: Willy Haas, zur gleichen Generation und in seiner Jugend zum gleichen Prager Kreis gehörig wie Franz Kafka, ging später nach Berlin und zählte in der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen zu den markantesten Literaturkritikern Deutschlands; in der von ihm geleiteten Wochenschrift „Die Literarische Welt“ setzte er sich besonders für junge Talente und für noch unbekannte ausländische Autoren ein. Er lebt jetzt in Hamburg und hat im Rahmen der von Max Brod besorgten Gesamtausgabe der Werke Franz Kafkas (S. Fischer Verlag, Frankfurt) die „Briefe an Milena“ herausgegeben.

Hansres Jacobi: Dr. Hansres Jacobi gehört zur jüngeren Generation der Schweizer Literatur- und Theaterkritiker; schon aus diesem Grund ist er nicht mit Johannes Jacobi zu verwechseln, der in ähnlicher Funktion in Hamburg lebt. Hansres Jacobi lebt als Mitarbeiter führender Schweizer Zeitungen in Zürich.

Piero Rismondo: Piero Rismondo, der autorisierte deutsche Übersetzer Italo Svevos, hatte sich schon in jungen Jahren durch literarische Essays und als Theater- und Kunstkritiker der „Wiener Allgemeinen Zeitung“ einen Namen gemacht. 1938 emigrierte er nach Jugoslawien, wo er dank seinen Sprachkenntnissen auch weiterhin auf den ihm vertrauten künstlerischen Gebieten Beschäftigung fand (u. a. einige Jahre hindurch als Theaterleiter). Seit seiner Rückkehr nach Wien ist er als Kulturredakteur für „Die Presse“ und als Theaterreferent für den Sender Rot-Weiß-Rot tätig.

Heinrich Schnitzler: Der Regisseur und Theaterwissenschaftler Heinrich Schnitzler, der zurzeit wieder in Europa wirkt und auch in Wien bereits mit einer erfolgreichen Inszenierung („Die Grasharfe“ am Volkstheater) hervorgetreten ist, lehrte während der letzten Jahre an den „Dramatic Workshops“ zweier großer amerikanischer Universitäten.

Oscar Fritz Schuh: Prof. Oscar Fritz Schuh, Schöpfer beispielhafter Operninszenierungen in Wien und Salzburg (wo heuer unter seiner Regie „Cosi fan tutte“ und „Penelope“ gegeben werden), läßt seine Theatererfahrung seit einem Jahr fast gänzlich dem Schauspiel zugute kommen: er leitet das Berliner „Theater am Kurfürstendamm“, das er zu einer der interessantesten Sprechbühnen Deutschlands gemacht hat.

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