FORVM, No. 155-156
Dezember
1966

Pressekonferenz mit dem Teufel

„Gespräche mit dem Teufel“ heißt ein Essayband von Leszek Kalakowski, auf deutsch demnächst bei Piper, München. Das Haupt des revisionistischen Kommunismus in Polen unterliegt in fortschreitendem Maße dem alten Erfahrungssatz der Geistesgeschichte, daß Atheisten Leute sind, die sich mit Religion befassen — heftig, unablässig, ohne je davon loszukommen, ja, in geheimnisvoll inniger und abfärbender Verbindung mit der Theologie. Der folgende Vorabdruck beweist dies auf verblüffende Weise; der Text entstammt einem Essay mit dem Titel „Stenogramm einer metaphysischen Pressekonferenz, die der Teufel am 20. Dezember 1963 in Warschau gab.“

Auf einer gleichfalls recht metaphysischen Feier zum 10. Jahrestag des Polnischen Oktobers an der Warschauer Universität hielt Kolakowski eine Rede, für deren Stenogramm wir viel geben würden. Pressemeldungen zufolge wurde er daraufhin aus der Partei ausgeschlossen. Wir grüßen den 39jährigen Professor der Philosophie im Gefühl der Verbundenheit aller Freunde der Kritik und Gegner der Parteirnaschinen.

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