Radiosendungen 2004
Februar
2004

Radio Dengi Nwe

Irakische Frauen und Jugendliche on Air
Sendungsgestaltung: Mary Kreutzer

Im März 2005 durfte ich drei Wochen im nordirakischen Halabja mit dem Team des parteiunabhängigen und freien Radiosenders „Dengi Nwe“ (auf Sorani heißt das „Neue Stimme“) verbringen und einen Radio-Workshop gestalten. Das Foto entstand beim Picknick mit dem Radioteam, rund um uns herum: ein Minenfeld.

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Halabdscha
Lage
Halabdscha (Irak)
Halabdscha
Halabdscha
Koordinaten 35° 11′ N, 45° 59′ OKoordinaten: 35° 11′ N, 45° 59′ O
Staat Irak
Autonome Region Kurdistan
Gouvernement as-Sulaimaniyya
Basisdaten
Einwohner 57.000
Blick auf Halabdscha
Blick auf Halabdscha

Halabdscha (kurdisch هه‌ڵه‌بجه, Helebce; arabisch حلبجة, DMG Ḥalabǧa) ist eine Stadt in der Autonomen Region Kurdistan im Irak mit etwa 57.000 Einwohnern. Sie liegt etwa 240 km nordöstlich von Bagdad und 14–16 km von der Grenze zum Iran entfernt im Gouvernement Halabdscha, dessen Hauptstadt sie ist. Sie wird hauptsächlich von Kurden bewohnt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

US-amerikanischer Soldat vor den Gräbern der Opfer von 1988

Weltweit bekannt wurde Halabdscha, nachdem er am 16. März 1988, am Ende des Ersten Golfkriegs des Irak gegen den Iran, von der irakischen Luftwaffe mit Giftgas bombardiert wurde. Bei dem Massaker wurden mit verschiedenen chemischen Kampfstoffen, darunter Senfgas und Sarin, mindestens 3200 Menschen getötet.

Am 12. Juli 1988 räumten die iranischen Truppen kampflos Halabdscha und im Gegenzug die irakischen Truppen den iranischen Bezirk Naft-e Shah.[1]

Die Region Halabdscha wurde bis zum Irak-Angriff der USA im Jahre 2003 von der radikal-islamischen Terroristengruppe Ansar al-Islam kontrolliert.

Bei Gedenkfeierlichkeiten am 18. März 2006 protestierte eine Menge von kurdischen Jugendlichen vor dem Halabdscha-Monument, das an den Giftgasangriff erinnert, gegen Korruption. Im Laufe des Protests drang die Menge in das Monument ein, verwüstete es und steckte es anschließend in Brand. Die regionale PUK-Regierung vermutete Islamisten hinter den Verwüstungen.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Dilip Hiro: The Longest War. The Iran-Iraq Military Conflict. Routledge, New York 1991, ISBN 0-415-90407-2, S. 228.