Café Critique, Jahr 2007
Januar
2007

Ruf nach dem Gegensouverän

Eine Intervention von Café Critique

Die übelsten Hinterlassenschaften der Arbeiterbewegung sind jene Denkformen, in denen die illusorischen Vorstellungen der bürgerlichen Gesellschaft über sich selbst mit dumpfen antibürgerlichen Ressentiments amalgamiert wurden, statt als verkehrtes Weltbewusstsein einer verkehrten Welt der Kritik unterworfen zu werden. „Das Recht wie Glut im Kraterherde nun mit Macht zum Durchbruch dringt“, sangen die Sozialdemokraten aller couleur einschließlich der Bolschewiki, statt das gleiche Recht freier Subjekte als die juristische Form zu erkennen, in der im Kapitalverhältnis gesellschaftliche Unfreiheit und Ungleichheit sich durchsetzen. Statt die Sozialisationsform „Volk“ als Beleidigung der Idee einer in freier Assoziation vereinigten Menschheit zu denunzieren, rief die Arbeiterbewegung die „Völker“ zum „letzten Gefecht“ und wollte als Internationale, die sie sich nur als Summe nationaler Zwangsverbände vorstellen konnte, „das Menschenrecht erkämpfen“ - ganz so, als definiere nicht die Deklaration der Menschenrechte von 1789, in der das Recht auf Eigentum zu einem „geheiligten“ Recht erklärt wird, gerade die Funktionsbedingungen eben jener bürgerlichen Gesellschaft, die die Arbeiter, wie es in der „Internationale“ ganz richtig heißt, „zum Hunger zwingt“ und in „ein Nichts“ verwandelt hat [1]. Da die Sozialisten Marx zwar pflichtschuldigst auf den Sockel hoben, ihn ansonsten aber geflissentlich ignorierten, und eben deshalb weder vom Staat noch von der bürgerlichen Gesellschaft einen Begriff hatten, konnten sie im Sinne der bürgerlichen Ideologie Ausbeutung nur als Rechtsbruch, Herrschaft nur als Usurpation verstehen. Ihre Vorstellung von den Kapitalisten als den Friedensstörern in einer rechtsförmigen Idylle hat weniger mit der Marxschen Ökonomiekritik gemein, die die Kapitaleigentümer als Repräsentanten eines zum selbstreferentiellen Prozess verselbständigten gesellschaftlichen Verhältnisses begreift, als mit der späteren Vorstellungswelt der Nazis: „Die Müßiggänger schiebt beiseite / Diese Welt muss unser sein! / Unser Blut sei nicht mehr der Raben und der mächt’gen Geier Fraß / Erst wenn wir sie vertrieben haben / scheint die Sonn’ ohn’ Unterlass“. Im Appell der „Internationale“ an die „Völker“, durch die Vertreibung der Müßiggänger von der Erde das wahre Menschenrecht zu setzen, erscheint schon — kein Recht ohne dazugehörge staatliche Gewalt — der „Gegensouverän“ (Manfred Dahlmann), der die Widersprüche der bürgerlichen Gesellschaft, denen allein sich die Möglichkeit der Emanzipation verdankt, dadurch zu beseitigen versucht, dass er die im bürgerlichen Recht festgeschriebenen Restriktionen und Vermittlungen abschafft, die vermeintlichen Störenfriede ausmerzt und an die Stelle der alten Gesellschaft eine Vergesellschaftungsform setzt, in der das „gemeinnützig“ gewordene Kapital mit der zur Gemeinschaft der „Werktätigen“ veredelten Arbeiterklasse zur untrennbaren Einheit verschmilzt.

Kein bisschen merkwürdig ist es daher, wenn Felicia Langer, die bis Anfang der 90er Jahre Mitglied des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Israels war, ihre Bücher vorzugsweise in der DDR publizierte und nach eigener Aussage damals über Stalin nur Gutes glauben wollte, nun der SonntagsZeitung gegenüber angibt, keine Kommunistin mehr zu sein, und trotzdem genau das gleiche Blech von sich gibt, wie man es etwa aus der DKP oder der KPÖ zu hören bekommt. „Gerechtigkeit“ und „Völkerrecht“ sind die Schlagwörter, derer sie sich in ihren Reden und Schriften am häufigsten bedient: die obersten Ziele eines Juristensozialismus, der von der proletarischen Revolution nichts übrig ließ als die Affinität zum Staat. Schon von Berufs wegen — sie ist studierte Juristin — muss Langer mit der Kritik des Rechts auf Kriegsfuß stehen, und so ist ein über und neben den souveränen Einzelstaaten stehendes „Völkerrecht“ für sie dann auch eine Selbstverständlichkeit, obwohl doch die Geltung dieses „Rechts“ bloß fiktiv ist, weil in diesem Fall „keine Gewalt vorhanden ist, welche gegen den Staat entscheidet, was an sich Recht ist, und diese Entscheidung verwirklicht“, so dass es „in dieser Beziehung“, also beim internationalen Recht, „immer beim Sollen bleiben“ muss (Hegel) [2]. Felicia Langer spricht tatsächlich vom „Völkerrecht“, als handelte es sich um eine Naturgegebenheit, und als ebenso naturgegeben erscheinen ihr die Subjekte dieses vermeintlichen Rechts, die „Völker“. Gegenüber der UNO, die sie als „Weltgemeinschaft“ bezeichnet und deren Resolutionen sie als unantastbare Ratsprüche zitiert, legt sie eine fast schon kindlich anmutende Gläubigkeit an den Tag.

Langers Denken kreist um die „Völker“ und ihre „Rechte“, und weil dies so ist, weil für sie Emanzipation nur als Verwirklichung von Kollektivrechten und Leid und Elend nur als Rechtsbruch denkbar sind, ist sie unfähig, die Gründung des Staates Israel als das zu begreifen, was sie ist, als Verteidigungsmaßnahme gegen den weltweit grassierenden Vernichtungswahn und damit als Institutionalisierung jüdischer Emanzipationsgewalt. Dass die Überlebenden der Vernichtung, denen während des zweiten Weltkrieges jede Tür verschlossen war, einen Platz auf der Erde zum Leben brauchten; dass es künftig nicht mehr sein sollte, dass Juden wehrlos ihren Mördern ausgeliefert seien; dass zu diesem Zweck ein jüdisches Staatswesen geschaffen wurde, das den Einzelnen vom Wohlwollen antisemitischer Regierungen und Bevölkerungen unabhängig machte; dass es angesichts der antisemitischen Drohung seitens der arabischen Nachbarn, die den neuen Staat unter der Parole „Treibt die Juden ins Meer“ überfielen, wie auch angesichts der Naziaktivitäten der palästinensisch-arabischen Führung um Amin al-Husseini ohne Krieg nicht abgehen konnte; dass schließlich Krieg niemals lustig ist und dabei auch Zivilisten umkommen; dass, nachdem sich die geflohenen Araber nach dem Krieg noch immer nicht zur Anerkennung Israels bequemen wollten, ihnen irgendwann der Zugriff auf das Land entzogen wurde — all das ist zu einfach, als dass es Langer in den Kopf wollte. Zu sehr widerspricht eine jegliche Staatsgründung juristischen Kategorien, zu sehr fällt die Sonderstellung der Juden als designierte Opfer des universellen Vernichtungswahns, der dem Gegensouverän immanent ist, aus dummsozialistischen Gerechtigkeitsvorstellungen heraus.

Israel ist die staatgewordene Erinnerung daran, dass der Juristensozialismus und die Idiotie einer Erkämpfung des „Menschenrechts“ durch die „Völker“ sich an Auschwitz blamiert haben. Vielleicht deshalb überzieht Langer diesen Staat mit einem sonst schwer verständlichen Hass. Jede nur erdenkliche Grausamkeit schreibt sie Israel zu, wobei sie es mit den Fakten nicht immer so genau nimmt; jedes zur jüdischen Selbstverteidigung bitter notwendige militärische Vorgehen denunziert sie als „völkerrechtswidrig“, jede politische Maßnahme als „ungerecht“, für jeden Toten im Krieg macht sie Israel verantwortlich. Ihrem schon in Blut-und-Boden-Ideologie umschlagenden „Völkerrechts“-Fetischismus gemäß kann sie die israelische Siedlungspolitik und den strategischen Straßenbau nur als mutwilligen „Raub“ eines Landes verstehen, das von Natur aus dem palästinensischen „Volk“ gehört. Israel ist für sie letztlich das Böse schlechthin, das aus bloßer Bosheit die Palästinenser „terrorisiert“, „provoziert“, „demütigt“, „gezielt mordet“, ihnen „das Recht zum Leben genauso wie das zum Sterben verweigert“, ein „Apartheidssystem“ errichtet und „ein friedliches Miteinander verhindert“. Diese Wahnvorstellungen funktionieren nur unter der Voraussetzung, dass die „Tod-den-Juden“-Aufrufe im palästinensischen und arabischen Fernsehen ausgeblendet bleiben, aber in Sachen Realitätsverleugnung ist Langer virtuos: so behauptet sie z. B. wahrheitswidrig, dass die Hamas nach dem Deal mit der Fatah in Mekka im Februar dieses Jahres Israel anerkannt habe - tatsächlich ließ die Hamas damals verlauten, „Es gibt nichts, was sich Israel nennt, weder in der Realität noch in der Vorstellung“ — oder dass die zweite Intifada, die mit Schüssen auf israelische Soldaten und Grenzpolizisten sowie dem Herunterwerfen von Felsbrocken auf betende Juden und Touristen an der Klagemauer begann, anfangs „überhaupt nicht gewalttätig“ gewesen sei, weil sie „tatsächlich fast nur mit Steinen bestritten wurde“. Dem „Freiheitskampf der Palästinenser“ gilt Langers uneingeschränkte Sympathie. Zwar distanziert sie sich von Selbstmordattentaten, macht aber auch für diese Israel verantwortlich - wofür sie die an Dummheit kaum mehr zu überbietende Formel fand, dass „die Menschen wegen der Siedlungen sterben“. Statt den Palästinensern abzuverlangen, endlich ihre verrückte Idee von einem judenfreien Palästina aufzugeben, der sie als Kollektiv nun schon seit mehr als einem halben Jahrhundert anhängen, gibt sie Durchhalteparolen aus wie „Aber die Palästinenser kapitulieren nicht, sie geben nicht auf“ und bekennt schließlich ganz freimütig: „Ich habe an die Intifada geglaubt und glaube weiter an sie“, denn: „Ich glaube vor allem an das Volk, an das palästinensische Volk.“ Angesichts solch närrischer Liebe zu einem der übelsten antisemitischen Mordkollektive, die derzeit existieren, verwundert es wenig, dass Langer einen Lieblingsfetisch dieses Kollektivs, das sogenannte Rückkehrrecht der Flüchtlinge, als „ein absolutes Recht“, als „Menschen- und Völkerrecht“ bezeichnet und vorgibt, nicht zu wissen, dass dieses „Recht“ auf die Zerstörung Israels als eines jüdischen Staates hinausläuft — obwohl sie dies spätestens 2005 auf einer Konferenz in Köln hätte lernen können, wo in ihrer Anwesenheit und ohne ihren Protest Salman Abu-Sitta, der Koordinator des „Komitees für das Rückkehrrecht des palästinensischen Volkes“, zum allgemeinen Beifall versprach, der „rassistische“, weil jüdische Staat könne nur durch demographische Überwältigung im Zuge der Verwirklichung des „heiligen Rückkehrrechtes“ der palästinensischen Flüchtlinge und ihrer Nachkommen abgeschafft werden.

Dass Langers „absolutes“ Menschen- und Völkerrecht beim Sollen bleiben muss, dass die Intifada bisher nicht gesiegt hat, ist natürlich auf Dauer frustrierend. „Wie konnte Israel 40 Jahre straffrei eine derart verbrecherische Politik betreiben, zahlreiche UNO Resolutionen missachten aber die Weltgemeinschaft schweigt dazu?“ ist die große Frage, mit der sie sich herumplagt. Weil der Welt-Gegensouverän sich vorerst noch im Gründungsstadium befindet, weil die USA gegen Verurteilungen Israels im UN-Sicherheitsrat ihr Veto einlegen und mit ihrer Armee dafür einstehen, beschwert sich Langer bei George W. Bush, „kann Israel das Völkerrecht ignorieren, so wie auch Sie es tun. Das Völkerrecht, das die Weltgemeinschaft so dringend benötigt und das Sie mit Füßen treten.“ Deshalb richtet sie an die europäischen Staaten den Appell, sich „einzumischen“ und „auf Israel Druck auszuüben“. Besonders Deutschland, der demokratisierte Volksgemeinschaftsstaat, in dem sie seit 1990 lebt und nach eigener Aussage „viele sehr gute Freunde gefunden“ hat - wahrscheinlich Leute, die jeden ihrer antisemitischen Sätze mit „mein bester Freund ist Jude“ beginnen — soll sich von der „Antisemitismuskeule“ befreien. Mit der nämlich „erpresse“ Israel seine Kritiker: „Israel missbraucht die Geschichte, unsere Tragödie, den Holocaust, um jede Verurteilung israelischen Vorgehens im Keim zu ersticken und als Antisemitismus zu diffamieren. Das alles, um ungestört die Unterdrückung der Palästinenser fortsetzen zu können.“ In Wahrheit missbraucht nicht Israel die Erinnerung an den Holocaust, wenn es sich im Bewusstsein der Katastrophe den Vernichtungsabsichten seiner Nachbarn zur Wehr setzt und feindselige UN-Resolutionen ignoriert, sondern Felicia Langer tut dies, wenn sie an die Lüge, Israel unterdrücke die Palästinenser um der Unterdrückung willen, folgendes anschließt: „Ich sage das als Überlebende des Holocaust, deren Ehemann in 5 Nazi-Konzentrationslagern inhaftiert war.“ Kein Wunder, dass sie sich mit solchen Einlassungen bei neudeutschen Geschichtsbewältigern beliebt macht, die sich gerade wegen Auschwitz berufen fühlen, wieder über Leben und Tod von Juden zu entscheiden, und denen dabei eine Alibijüdin, die sich als Legitimationsbeschafferin anbietet, mehr als willkommen ist. In dieser Funktion tingelt Felicia Langer nun schon seit Jahren durch Deutschland und Österreich, von Konferenz zu Konferenz, von Demonstration zu Demonstration. Diverse Preise hat man ihr dafür schon verliehen, darunter den der Bruno Kreisky Stiftung für Verdienste um die Menschenrechte, die Langers sozialdemokratischen Rechtsidealismus und ihre Feindseligkeit gegen Israel voll teilen dürfte.

[1Die Drohung zu verhungern ist in den heutigen Metropolen abgeschwächt, aber keineswegs verschwunden, wie die immer wieder aufkommende Debatte darüber, ob man arbeitsunwilligen Erwerbslosen nicht einfach die Stütze streichen soll, zeigt. Wie es einem ergehen kann, wenn man den Anforderungen des Arbeitsmarkts nicht gerecht wird oder mangels Nachfrage gar keine Gelegenheit mehr dazu hat, wird einem täglich durch den Anblick abgerissener Gestalten vor Augen geführt, die sich bei eisiger Kälte als Bettler durchschlagen müssen. Heute mehr denn je gilt, dass die Individuen als Anhängsel des Verwertungsprozesses mitgeschleift werden, über den sie nichts vermögen. Was auch immer ihr Entgelt sei, stets bleiben sie „festgehalten im Zustand der noch ungeschichtlichen Kreatur, die, ob besser oder schlechter, von der Hand in den Mund lebt“, stets bleibt ihnen „die Aneignung der durch die Arbeit geschaffenen gesellschaftlichen Produktivkräfte versagt, die erstmals in der Geschichte die Menschen davon befreien, alle Energie auf die Erhaltung ihrer Leiblichkeit verwenden zu müssen, und ihnen damit historische Möglichkeiten eröffnen, über die frei zu entscheiden ist.“ (Wolfgang Pohrt: Theorie des Gebrauchswerts. Über die Vergänglichkeit der historischen Voraussetzungen, unter denen allein das Kapital Gebrauchswert setzt, Berlin 2001, S. 115). Hierauf zielte die Rede vom „Nichts“. Sie war bei Emmanuel Joseph Sieyès abgeschaut, der im Januar 1789 proklamiert hatte: „1°. Qu’est-ce que le Tiers-Etat? Tout. 2°. Qu’a-t-il été jusqu’à présent dans l’ordre politique? Rien. 3°. Que demende-t-il? A y devenir quelque chose.“ „Jene Genialität, welche die materielle Macht zur politischen Gewalt begeistert, jene revolutionäre Kühnheit, welche dem Gegner die trotzige Parole zuschleudert: Ich bin nichts, und ich müßte alles sein“, die Marx an Sieyès rühmte (MEW 1, S. 389), ist in der „Internationale“ freilich schon zurückgenommen: im betulich-kraftmeierischen „Alles zu werden strebt zuhauf“ klingt bereits die sozialdemokratische Wahlkampfparole durch.

[2Grundlinien der Philosophie des Rechts oder Naturrecht und Staatswissenschaft im Grundrisse, §330.

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Felicia Langer (2008)

Felicia-Amalia Langer, geborene Weit (* 9. Dezember 1930 in Tarnów, Polen; † 22. Juni 2018[1] in Eningen unter Achalm), war eine deutsch-israelische Rechtsanwältin, Menschenrechtsaktivistin, Autorin und Trägerin des Right Livelihood Awards. Im Juli 2009 erhielt sie das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse, was in Verbindung mit ihrer Palästinenser-freundlichen Haltung zum Nahostkonflikt[2] Kritik jüdischer und deutsch-israelischer Organisationen und Persönlichkeiten auslöste.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Polen, Sowjetunion (1930–1949)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Felicia-Amalia Langer wurde 1930 als Tochter jüdischer Eltern im polnischen Tarnów geboren. 1939 floh ihre Familie vor der deutschen Invasion im Polenfeldzug in die Sowjetunion. Andere Verwandte wurden von den Nationalsozialisten ermordet.[3] Ihr Vater wurde in der Sowjetunion unter Josef Stalin inhaftiert und starb an den Folgen seiner Haft.

1949 heiratete sie in Breslau Mieczysław Langer (Mieciu, in Israel Moshe)[4], der als einziges Mitglied seiner Familie[5] die nationalsozialistische Judenverfolgung überlebt hatte.

Israel (1950–1989)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1950 wanderte das Ehepaar Langer nach Israel aus. 1953 wurde ihr gemeinsamer Sohn geboren. 1959 begann Felicia Langer, an der Hebräischen Universität Jerusalem Rechtswissenschaften zu studieren. 1965 wurde sie als Anwältin zugelassen und eröffnete eine eigene Kanzlei. Seit dem Sechstagekrieg 1967, den sie als Wendepunkt in ihrem Leben sah,[6] engagierte sich Langer politisch. Sie verteidigte als erste israelische Anwältin Palästinenser aus den von Israel besetzten Gebieten vor israelischen Militärgerichten.[3]

In 23 Jahren Anwaltstätigkeit hätte sie nur selten Fälle gewonnen, so Jackson Diehl von der Washington Post.[7] 1977 entzog das israelische Verteidigungsministerium ihr die Lizenz zum Verteidigen von Palästinensern vor israelischen Gerichten in besonderen Fällen.[8] Sie durfte unter anderem keine Kriegsdienstverweigerer unter israelischen Soldaten mehr vertreten und konnte jederzeit wegen Sicherheitsbedenken von Verfahren ausgeschlossen werden.[9] Felicia Langer selbst sagte, dass ihr die „Lizenz“ im Falle von Kriegsdienstverweigerern oder in besonderen Fällen („aus Sicherheitsgründen“) entzogen wurde, nicht aber die Lizenz vor Militärgerichten.[8] 1979 verteidigte sie erfolgreich den Bürgermeister von Nablus, Bassam Shaka. Er wurde der Anstiftung zum Terrorismus angeklagt und sollte ausgewiesen werden. Das Oberste Gericht Israels hob die Ausweisung auf.[10]

Felicia Langer war Vizepräsidentin der Israelischen Liga für Menschenrechte[9] und schloss sich der binationalen, antizionistischen und pro-palästinensischen Neuen Kommunistischen Liste (Rakach) an, deren Zentralkomitee sie angehörte.[11] Nach einem internen Richtungsstreit trat sie 1990 aus der Partei aus. Sie schloss ihre Anwaltskanzlei und zog mit ihrem Ehemann nach Deutschland.[2]

Deutschland (1990–2018)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Felicia Langer ließ sich 1990 in der baden-württembergischen Universitätsstadt Tübingen nieder, wo bereits ihr Sohn Michael Chaim Langer als Schauspieler beim Landestheater Tübingen (LTT) und Mitbegründer des Klezmer-Ensembles Jontef eine gewisse Bekanntheit im kulturellen Bereich erlangt hatte. Im Jahr 2008 nahm sie auch die deutsche Staatsangehörigkeit an.[8] Sie erhielt Lehraufträge an den Universitäten Bremen und Kassel. Sie wurde Schirmherrin des Vereins Flüchtlingskinder im Libanon, der palästinensische Flüchtlingsfamilien unterstützt.[12] Seit März 2009 unterstützte sie das Russell-Tribunal zu Palästina.[13]

Felicia Langer hatte ihren Lebensmittelpunkt bis zuletzt in Tübingen. Im Juni 2018 erlag sie in einem Hospiz in Eningen unter Achalm einer Krebserkrankung.

Politische Haltung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Felicia Langer kritisierte in ihren Schriften, Vorträgen und Interviews Israels Politik in den besetzten palästinensischen Gebieten. Israel habe so viele Siedlungen bauen lassen, dass dies einer Annexion gleichkomme.[6] Der Siedlungsbau untergrabe die Möglichkeiten für eine Zwei-Staaten-Lösung. Langer forderte den vollständigen bedingungslosen Abzug Israels aus den 1967 eroberten Gebieten und ein Rückkehrrecht für jeden Nachkommen der palästinensischen Flüchtlinge.[14] 1990 erhielt Langer den Right Livelihood Award für ihren Einsatz für die Rechte der Palästinenser.[15]

Felicia Langer bezeichnete Israel mehrfach als „Apartheidstaat“.[16][17] 2002 erklärte sie, die palästinensischen Terroranschläge seien zwar nicht zu rechtfertigen, doch habe die israelische Politik ihnen „den Weg geebnet“. Sie gab in diesem Zusammenhang dem stellvertretenden Bundesvorsitzenden der FDP, Jürgen Möllemann, recht, der die gezielten Tötungen palästinensischer Terrorverdächtiger durch israelische Sicherheitskräfte „Staatsterror“ genannt hatte.[18] 2003 schrieb sie ein zustimmendes Vorwort für ein Buch von Jamal Karsli.[19] 2005 erhielt sie den Erich-Mühsam-Preis für ihren „ausdauernden Einsatz für die Menschenrechte des Palästinensischen Volkes“. 2007 bezeichnete sie das „israelische Regime“ in den besetzten Palästinensergebieten als „Apartheid der Gegenwart“.[17]

Den Vorwurf der Nürnberger Nachrichten von 2009, israelische Militäreinrichtungen mit „Konzentrationslagern“ verglichen zu haben, wies sie auf ihrer Internetseite zurück.[8][20]

Kontroverse um das Bundesverdienstkreuz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der damalige Bundespräsident Horst Köhler verlieh Felicia Langer am 16. Juli 2009 das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse als Anerkennung für ihr Lebenswerk. Staatssekretär Hubert Wicker überreichte es ihr in der Villa Reitzenstein, dem Amtssitz des baden-württembergischen Ministerpräsidenten Günther Oettinger. In seiner Laudatio würdigte er Langers Engagement „für Frieden und Gerechtigkeit sowie für die Wahrung der Menschenrechte“, ihren Einsatz für hilfsbedürftige Personen ohne Ansehen von deren Nationalität oder Religion, unabhängig von ihrer persönlichen politischen, weltanschaulichen oder religiösen Motivation, und erinnerte an ihre Kindheit und Jugend, die von Leid, Krieg, Verfolgung und Flucht geprägt gewesen sei. Viele ihrer Familienmitglieder seien in Konzentrationslagern gestorben.[3]

Die Publizistin Evelyn Hecht-Galinski hatte diese Auszeichnung angeregt, Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer hatte sie unterstützt.[21] Die von Oettinger geführte Landesregierung von Baden-Württemberg hatte seinen Vorschlag übernommen und dabei alle im üblichen Ordensverfahren beteiligten Stellen einschließlich des Auswärtigen Amtes einbezogen.[22]

Der Vorgang führte zu Kritik u. a. von Seiten des Zentralrats der Juden in Deutschland, des New Yorker American Jewish Committee, einiger jüdischer Gemeinden und der Deutsch-Israelischen Gesellschaft.[23] Henryk Broder vermutete, Köhler habe die Entscheidung in Unkenntnis der "israelfeindlichen Aussagen" Langers getroffen.[24] Der Vizepräsident des Zentralrats der Juden, Dieter Graumann, erklärte in einem Interview, Deutschland habe damit jemanden ausgezeichnet, „der professionell, chronisch und obsessiv die Dämonisierung Israels betreibe“.[25]

Arno Lustiger, Ralph Giordano und Arno Hamburger kündigten die Rückgabe ihrer Bundesverdienstkreuze an, falls Langers Ehrung nicht rückgängig gemacht werde. Sie habe Israels Palästinenserpolitik mit dem Holocaust verglichen[26] und sei eine langjährige „Feindin Israels“ mit „verheerender Wirkung“ für, Giordano zufolge, ein in Deutschland verbreitetes Bedürfnis, „sich vom eigenen Schulddruck durch Kritik an Israel zu entlasten“.[27] Langer jedoch sagte, dass sie die israelische Außenpolitik gegenüber den Palästinensern nicht mit dem Holocaust verglichen, sondern als Apartheidspolitik bezeichnet hat.[8] Hamburger gab seine Auszeichnungen zurück,[28] während Giordano seine Ankündigung später zurücknahm, dabei jedoch seine Kritik an Langer aufrechterhielt.[29] Der israelische Reiseführer Motke Shomrat, der für sein Eintreten zur Versöhnung zwischen Israelis und Deutschen ein Bundesverdienstkreuz erhalten hatte, gab es am 24. Juli 2009 zurück,[30] weil Langer israelfeindlichen Aussagen Ahmadinedschads zugestimmt habe,[22][31] was Felicia Langer zurückwies.[8] Ein Sprecher des israelischen Außenministeriums kritisierte die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes und meinte dazu, Langer habe beständig die Kräfte unterstützt, die Gewalt, Tod und Extremismus beförderten.[32]

Der Pädagoge Micha Brumlik kritisierte Langers Auftreten, Argumentation und Wortwahl als zu einseitig und Langers angedeuteten Vergleich zwischen israelischer Besatzungspolitik und dem Holocaust als absurd. Nur Israel für die Situation im Nahen Osten verantwortlich zu machen, schätzte er als antisemitisches Argumentationsmuster ein. Dennoch habe sie das Bundesverdienstkreuz „eventuell in der Sache verdient“, weil sie darauf aufmerksam gemacht habe, dass die Menschenrechte der arabischen Bevölkerung des von Israel besetzten Westjordanlands ständig verletzt würden.[33]

Boris Palmer und Baden-Württembergs Landesregierung verteidigten die Verleihung: Sie habe der Lebensleistung, nicht der Ideologie Langers gegolten.[34] Langer selbst bezeichnete die Kritik an ihrer Ehrung am 23. Juli 2009 als „Verleumdungskampagne“, die Kritik an Israel unterdrücken solle, und lehnte es ab, das Bundesverdienstkreuz zurückzugeben.[35] Sie zeigte sich überzeugt, auch für das israelische Volk, nicht nur für die Palästinenser etwas Gutes zu tun.[36]

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Zeit der Steine. Aus dem Hebräischen. Lamuv, Göttingen 1989, ISBN 3-88977-379-6.
  • Zorn und Hoffnung. Aus dem Hebräischen. Lamuv, Göttingen 1991, ISBN 3-88977-440-7.
  • Brücke der Träume. Eine Israelin geht nach Deutschland. Aus dem Hebräischen. Lamuv, Göttingen 1994, ISBN 3-88977-385-0.
  • Wo Hass keine Grenzen kennt: eine Anklageschrift. Aus dem Hebräischen und aus dem Englischen. Lamuv, Göttingen 1995, ISBN 3-88977-397-4.
  • «Laßt uns wie Menschen leben!» Schein und Wirklichkeit in Palästina. Aus dem Hebräischen und aus dem Englischen. Lamuv, Göttingen 1999, ISBN 3-88977-538-1.
  • Miecius später Bericht: eine Jugend zwischen Getto und Theresienstadt. Aus dem Hebräischen. Lamuv, Göttingen 1999, ISBN 3-88977-539-X.
  • Quo vadis, Israel? Die neue Intifada der Palästinenser. Aus dem Englischen. Lamuv, Göttingen 2001, ISBN 3-88977-615-9.
  • Brandherd Nahost. Oder: Die geduldete Heuchelei. Aus dem Englischen. Lamuv, Göttingen 2004, ISBN 3-88977-644-2.
  • Die Frau, die niemals schweigt. Stationen eines Lebens. Lamuv, Göttingen 2005, ISBN 3-88977-664-7.
  • Die Entrechtung der Palästinenser. 40 Jahre israelische Besatzung. Aus dem Englischen. Lamuv, Göttingen 2006, ISBN 3-88977-680-9.
  • Um Hoffnung kämpfen. Lamuv, Göttingen 2008, ISBN 3-88977-688-4.
  • Mit Leib und Seele – Autobiographische Notizen. Zambon-Verlag, Frankfurt am Main 2012, ISBN 978-3-88975-201-7.
  • Bis zum letzten Atemzug. COSMICS Verlag, Neu-lsenburg 2017, ISBN 978-3-9817922-9-4.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gideon Levy: מותה של גוֹלת המצפון פליציה לנגר / Holocaust Survivor and Palestinians’ Rights Lawyer Felicia Langer Dies in Exile at 87. In: Haaretz. 24. Juni 2018.
  • Angela Sterzenbach: Felicia Langer. Menschenrechts-Anwältin. In: Lauter Frauen. Aufgespürt in Baden-Württemberg. 47 Porträts, Stuttgart: Theiss 2000, ISBN 3-8062-1525-1, S. 93–96.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Julius Jamal: Im Gedenken an eine große Humanistin: Felicia Langer. In: Die Freiheitsliebe. 22. Juni 2018, abgerufen am 22. Juni 2018.
  2. a b Matthias Drobinski: Felicia Langer: Jüdin und Menschenrechtlerin mit Distanz zu Israel. In: sueddeutsche.de. 23. Juli 2009, archiviert vom Original am 28. Juli 2009; abgerufen am 22. Juni 2018.
  3. a b c Verdienstkreuz 1. Klasse für Felicia-Amalia Langer aus Tübingen. In: Landesportal Baden-Württemberg. 16. Juli 2009, abgerufen am 22. Juni 2018.
  4. Ein später Zeitzeuge ohne Bitterkeit. In: Schwäbisches Tagblatt Online. 29. März 2015, abgerufen am 22. Juni 2018.
  5. Erika Sieberts: „Israel ist friedensresistent“: BZ-Interview mit Felicia Langer, die in Kippenheim vor der neuen israelischen Regierung warnte. In: Badische Zeitung. 23. März 2009, archiviert vom Original am 18. Juli 2012; abgerufen am 22. Juni 2018.
  6. a b Michael Hesse: Die Qual der Besatzung. In: Kölner Stadt-Anzeiger. 18. Juni 2007, abgerufen am 23. Juni 2018.
  7. Jackson Diehl: Israeli Defender of Arab Rights Quits in ‘Despair and Disgust’; Lawyer for Palestinians Rarely Won a Case in 23 Years. In: The Washington Post. 13. Mai 1990, S. A23, archiviert vom Original am 30. Juli 2012; abgerufen am 23. Juni 2018.
  8. a b c d e f g h Felicia Langer: Person. In: Website von Felicia Langer. 9. Februar 2014, abgerufen am 23. Juni 2018.
  9. a b c Norman Paech: Hans-Litten-Preis an Barabara Hüsing und Felicia Langer: Laudatio zur Verleihung des Hans-Litten-Preises der VDJ am 5. Februar 1988 in Dachau. Vereinigung Demokratischer Juristinnen und Juristen, archiviert vom Original am 3. Oktober 2013; abgerufen am 23. Juni 2018.
  10. Marion Woolfson: Bassam Shaka, portrait of a Palestinian London. Third World Centre, 1981, ISBN 0-86199-009-9.
  11. Helena Cobban: The Palestinian Liberation Organisation. People, Power and Politics. Cambridge 1984, S. 189.
    Weiterführende Literatur in: Constanze Krakau: Die Rolle der palästinensischen Minderheit im politischen Leben Israels 1976–1996 (= Studien zur Zeitgeschichte des Nahen Ostens und Nordafrikas. 14). Berlin, Hamburg, Münster 2005, S. 66f.
  12. Flüchtlingskinder im Libanon e.V.: Rosa-Wainer-Stipendium für palästinensische Schülerinnen
  13. Russell Tribunal on Palestine: Patrons – Members of the Support Committee
  14. Felicia Langer: Rede auf der 9. Konferenz der Palästinenser in Europa am 7. Mai 2011 in Wuppertal. Erhard Arendt, abgerufen am 23. Juni 2018.
  15. a b Felicia Langer (1990, Israel). Right Livelihood Award, abgerufen am 13. Juni 2018 (englisch).
  16. Arn Strohmeyer: Felicia Langer im Gespräch. In: Virtuelles Magazin 2000. 22. April 2000, archiviert vom Original am 16. Juni 2012; abgerufen am 23. Juni 2018.
  17. a b „Israels Regierungen sind von jeher friedensresistent“. Ein Gespräch mit Felicia Langer. In: junge Welt. 5. Juni 2007, abgerufen am 23. Juni 2018 (wiedergeben auf der Website der AG Friedensforschung).
  18. Karl Pfeifer: Sommergespräch der Wiener Grünen: Felicia Langer gibt Möllemann Recht. In: judentum.net. 22. August 2002, abgerufen am 23. Juni 2018.
  19. Erhard Arendt: Maulkorb für Deutschland: Fakten, Analyse, Aufklärung zur Antisemitismusdebatte. In: Palästinaportal auf der Website von Erhard Arendt. 23. Januar 2002, abgerufen am 23. Juni 2018.
  20. Langer zog doch Nazi-Vergleiche. In: Nürnberger Nachrichten. 17. September 2009, S. 9, abgerufen am 23. Juni 2018.
  21. Ulrike Pfeil: Auszeichnung löst massive Proteste aus. In: Schwäbisches Tagblatt. 22. Juli 2009, archiviert vom Original am 13. September 2012; abgerufen am 24. Juni 2018.
    Stefan Hupka: Das Kreuz mit den Verdiensten: Die Israel-Kritikerin Felicia Langer ist unter Beschuss. In: Badische Zeitung. 21. Juli 2009, archiviert vom Original am 25. Juli 2009; abgerufen am 24. Juni 2018.
  22. a b Benjamin Weinthal: Jews to return German honors in protest. In: Jerusalem Post. 22. Juli 2009, abgerufen am 24. Juni 2018 (englisch).
  23. DIG-Präsident Gerster: Ehrung von Frau Langer war ein schwerer Fehler. Fehler muss man korrigieren! Ehrung von Frau Langer war ein schwerer Fehler. Fehler muss man korrigieren! Deutsch-Israelische Gesellschaft Erfurt, 27. September 2009, archiviert vom Original am 18. November 2009; abgerufen am 24. Juni 2018.
  24. Henryk Broder: Streit über Verdienstkreuz für Felicia Langer: Feigenblatt des schlechten Gewissens. In: Spiegel Online. 23. Juli 2009, abgerufen am 24. Juni 2018.
  25. Bundesverdienstkreuz: Köhler gerät über Vergabe unter Druck. In: Zeit Online. 21. Juli 2009, abgerufen am 24. Juni 2018.
  26. Arno Lustiger: Offener Brief an Horst Köhler. (PDF, 39 kB) 21. Juli 2009, abgerufen am 24. Juni 2018.
  27. Ralph Giordano: Offener Brief an Horst Köhler. (PDF, 11,1 MB) Spiegel Online, 21. Juli 2009, abgerufen am 24. Juni 2018.
  28. Michael Kasperowitsch: Arno Hamburger gibt seine Orden zurück. In: Nürnberger Nachrichten. 2. September 2009, archiviert vom Original am 11. Februar 2013; abgerufen am 24. Juni 2018.
  29. Ralph Giordano: Gastkommentar: Noch ein Wort zu Felicia Langers Auszeichnung: Ich bin immer noch geschockt. In: Die Welt. 6. August 2009, abgerufen am 24. Juni 2018.
  30. Ulrich W. Sahm: „Mit großem Schmerz“ Bundesverdienstkreuz zurückgegeben. In: n-tv. 24. Juli 2009, abgerufen am 24. Juni 2018.
  31. Motke Shomrat: „Eine Schande“. In: Die Jüdische. 20. Juli 2009, archiviert vom Original am 28. Juli 2009; abgerufen am 24. Juni 2018.
  32. Benjamin Weinthal: Fall Felicia Langer: Israel kritisiert Köhler wegen Orden für Jüdin. In: Der Tagesspiegel. 24. Juli 2009, abgerufen am 24. Juni 2018.
  33. Veit Medick: Antisemitismusforscher Brumlik: „In der Sache hat Frau Langer das Bundesverdienstkreuz verdient“. In: Spiegel Online. 22. Juli 2009, abgerufen am 24. Juni 2018.
  34. Langer-Ehrung: Attacken gegen Palmer. In: Schwäbisches Tagblatt. 23. Juli 2009, archiviert vom Original am 30. Juli 2009; abgerufen am 24. Juni 2018.
  35. Felicia Langer will das Bundesverdienstkreuz nicht zurückgeben. In: Focus. 23. Juli 2009, abgerufen am 24. Juni 2018.
  36. Joachim Scholl: Felicia Langer: Eine Antwort ist unter meiner Würde – Felicia Langer im Gespräch. In: Deutschlandradio Kultur. 23. Juli 2009, abgerufen am 24. Juni 2018.
  37. 6. Verleihung, 18. Januar 1991. Bruno Kreisky Stiftung für Verdienste um die Menschenrechte, abgerufen am 25. Juli 2009.
  38. Erich-Mühsam-Preis. Erich-Mühsam-Gesellschaft, abgerufen am 24. Juli 2009.
    Andreas Schnell: Vorwärts und nicht vergessen. In: Die Tageszeitung (taz). 14. März 2005, abgerufen am 24. Juli 2009.
  39. Menschenrechtspreis 2006 an Felicia Langer. (PDF 10 kB) Gesellschaft zum Schutz von Bürgerrecht und Menschenwürde, 5. Dezember 2006, abgerufen am 25. Juli 2009.
  40. Arendt Erhard: Felicia Langer: Ein Leben für die Gerechtigkeit. In: Das Palästina Portal. 18. Januar 2012, abgerufen am 25. Juli 2009.
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