FORVM, No. 329/330
Mai
1981

Sozialpartnerisch statt habsburgerisch

Das Österreichische an der österreichischen Literatur

Gibt es einen Zusammenhang zwischen Handke und Bernhard auf der einen und Paritätischer Kommission auf der anderen Seite? Robert Menasse glaubt in seiner Dissertation, auf diese Frage eine Antwort gefunden zu haben.

Was das „Österreichische“ an der österreichischen Literatur sei, hat „schon Generationen von Literaturhistorikern Sorgen bereitet“. [1] Die Frucht dieser Sorgen ist dürftig. Daß sie nicht zu dürftig ist, verdankt sie dem Triestiner Germanisten Claudio Magris, der eine kühn-kundige Arbeit über die österreichische Dichtung von Grillparzer bis Doderer vorgelegt hat. [2] Sie gibt Germanisten wenigstens das Gefühl, eine Grundlage zu haben. Allerdings nur für den von Magris untersuchten Zeitraum. Denn es ist schwierig, die „Gültigkeitsdauer“ der These von Magris bis in die Gegenwart zu verlängern und zu verallgemeinern.

Zwei jüngste ernst zu nehmende Versuche stammen von Walter Weiss [3] und Ulrich Greiner. [4] Sie liefern mehr oder weniger belegte Ahnungen und Hinweise, kaum wirkliche Antworten. Beide Autoren staunen über den Widerspruch zwischen der überproportionalen Bedeutung der österreichischen Literatur im deutschen Sprachraum und der gleichzeitigen politischen wie ökonomischen Bedeutungslosigkeit des Landes, im Vergleich mit den modernen Industriemächten, aber auch mit seiner eigenen einstigen Größe. [5] In der Frankfurter Allgemeinen wird dies zu der schmissigen Frage veraligemeinert: „Weshalb bringt das kleine Österreich eine so große Zahl beachtlicher Schriftsteller hervor?“ [6] Den Schluß von der „Kleinheit“ eines Landes auf eine unbedeutende Literatur nennt Siegfried Kracauer „eine dürftige Ad-hoc-Improvisation, ohne jede Basis in der Wirklichkeit“. [7] In Wirklichkeit — um dieses große Wort weiter zu bemühen — ist es immer wieder so, daß in „Überbaudisziplinen ... ökonomisch zurückgebliebene Länder ... die erste Violine spielen können“. [8]

Wollen wir dem Österreicher keine gott- oder naturgegebene Ader andichten, müssen wir fragen, ob es in der ökonomischen Struktur Osterreichs Besonderheiten gibt, die seine literarische Prädominanz [9] plausibel begründen.

In Österreich haben sich die „gesellschaftlichen Gruppen, die über die Produktionsfaktoren, auf der einen Seite Kapital, auf der anderen Seite Arbeit, vornehmlich verfügen“, [10] zu sogenannten „Sozialpartnern“ entwickelt. Die Partnerschaft besteht in der Beilegung „aller gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Probleme, die die sozialen Gruppierungen betreffen, auf dem Verhandlungswege“; Sublimierung des Konfliktpotentials zum „Klassenkampf am grünen Tisch“; Aufhebung der gesellschaftlichen Antagonismen in einer harmoniestiftenden Konstruktion, die aber die „Konfliktursache Privateigentum an Kapital“ nicht aufhebt; insgesamt ein System, das die überwältigende Mehrheit der Bevölkerung zumindest „durch Duldung legitimiert“. [11] Als konkrete Gegenutopie zur „klassenlosen Gesellschaft“ ist dies geradezu das bürgerliche Geschichtsziel. [12]

Die Sozialpartnerschaft entwickelte sich in anderen kapitalistischen Ländern bislang nur in rudimentären Formen mit bloß punktuellem Tätigkeits- und Einflußbereich. [13] In Österreich wurde sie zum „staatstragenden Phänomen“, [14] zu einem System mit einem enormen „Aktionsrahmen“, [15] noch dazu mit „informellem, privatem“ Charakter. [16] Die ökonomischen Machtverhältnisse sind dadurch der öffentlichen Kontrolle entzogen und nicht mehr der „Gefahr einer plötzlichen Verschiebung durch demokratische Prozesse ausgesetzt“; das verleiht der Sozialpartnerschaft Effizienz, Homogenität und Kontinuität. [17]

Max Weber sah die Bürokratisierung der organisatorischen Strukturen der Gesellschaft „als Form der Vergesellschaftung von Herrschaftsbeziehnungen“ und „geschichtlich zwingende Tendenz“ zur „Ausübung von Kontrolle auf der Basis von Wissen, organisiert durch abstrakte Regeln und gerichtet auf maximale Effektivität“. [18] Diese allgemeine Tendenz hat in Österreich bereits entwickeltste gesellschaftliche Gestalt: „Interessenverbände, ausgestattet mit hoch qualifizierten Bürokratien und einer enormen Informationskapazität, geführt von nach unten hin relativ verselbständigten Eliten, die keinem echten demokratischen Legitimationszwang unterworfen sind, verwalten gemeinsam einen gewichtigen Teil gesellschaftlicher Entwicklung.“ [19]

Wenn von der relativen ökonomischen Zurückgebliebenheit Österreichs die Rede ist, muß man aber auch sehen, daß dieser schwache Kapitalismus mit der Sozialpartnerschaft die höchstentwickelte und effizienteste Organisationsform besitzt. [20]

Damit haben wir das Spezifikum der neueren Entwicklung Österreichs identifiziert. Es besteht in der eigentümlichen Dialektik, daß Österreich aufgrund seiner ökonomischen Potenz Nachzügler, aufgrund seiner Organisationsform aber Vorhut der kapitalistischen Länder ist.

Die Sozialpartnerschaft kann man nachgerade als „eigentliche Regierung“ in Österreich bezeichnen. [21] Die ideologische Dimension der Sozialpartnerschaft „tritt in Form einer häufig recht naiven harmonistischen Ideologie besonders stark hervor. Daß im Interesse der vorgetäuschten Harmonie die Thematisierung zahlreicher ernster Probleme in vielen Bereichen verhindert wird, gibt der ohnedies vorhandenen Entpolitisierungstendenz beträchtlichen Auftrieb. Daß die (...) indirekten Auswirkungen der Sozialpartnerschaft beachtlich sind, ist aus guten Gründen anzunehmen“. [22]

Das sind die einfachst erkennbaren und nächstliegenden Konsequenzen der Sozialpartnerschaft: ökonomische und politische Konfliktregelung sind aus der öffentlichen Diskussion herausgenommen; die wesentlichen politischen Entscheidungen fallen im Gespräch einer informell zusammengesetzten Handvoll Männer hinter verschlossenen Türen; alles geht ruhig und unauffällig seinen Gang. [23] Resümiert man dies so, dann ist es wohl kaum zu kurz geschlossen, wenn man daraus folgert: in den Köpfen der Menschen festigt dies den Eindruck der Schicksalshaftigkeit und Naturbedingtheit der gesellschaftlichen, wirtschaftlichen, politischen Entwicklung; es entsteht eine Harmoniekonzeption mit wesentlich nicht-öffentlichem, nicht-demokratischem Charakter. [24]

Die hier skizzierten Verhältnisse haben komplex vermittelte, aber äuBerst deutliche Konsequenzen auf die Entwicklung des literarischen Lebens in Österreich. Weiss faßt sie präzis verknappt folgendermaßen: „In der Situation der zweiten Republik scheint der (...) harmonisierende Kompromiß die literarischen Antworten zu bedingen, im Positiven wie im Negativen, im Einverständnis wie in der Opposition.“ [25]

Oder Greiner: „Die politische Windstille des heutigen Österreich (verursacht) jene bohèmehafte, apolitische, artifizielle Literatur, die von Graz bis Wien Kennzeichen vieler österreichischer Autoren ist.“ [26]

Und Franz Schuh spricht von einer „sozialpartnerschaftlichen Ästhetik, an der hierzulande nicht zu rütteln ist“. [27]

Man kann, was sich hier hinterrücks auf die österreichische Literatur durchsetzt, den sozialpartnerschaftlichen Mythos nennen. Der sozialpartnerschaftliche Mythos ist der erste materiell wirklich nachweisbare Austriacismus der österreichischen Literatur seit dem habsburgischen Mythos. Die Geschichte der Jahre seit 1945 ist die Geschichte der Ablösung des habsburgischen Mythos durch den sozialpartnerschaftlichen.

Dieser Satz ist kein Aphorismus, er verweist tatsächlich auf einen Traditionszusammenhang, in den sich beide Phänomene einbetten lassen und der bis zu einem gewissen Grad im „Geist“ — im Max Weberschen Sinn — des österreichischen Kapitalismus begründet ist.

Der österreichische Kapitalismus ist im Gegensatz zum bundesdeutschen ein katholischer. Der katholische Kapitalismus unterscheidet sich vom protestantischen zunächst durch den dominanten EinfluB der Beichte auf die Entwicklung gesellschaftlicher Diskursformen. [28] Foucoult hat gezeigt, wie im Beichtverhältnis die Macht von dem, der etwas zu sagen hat, auf den Zuhörenden übergeht. [29]

Ist die Beichtform konstitutiv für die Entwicklung des gesellschaftlichen Diskurses, so erhalten die Repräsentanten des gesellschaftlichen Widerspruchs, in dem Maß, wie sie gesellschaftliche Machtpositionen institutionell einnehmen, zunehmend über Mitwisserschaft vermittelte Macht, dadurch aber nur Macht miteinander. Die daraus resultierende mentale Haltung gilt, wie schon Broch in „Hofmannsthal und seine Zeit“ formulierte, zu Recht als spezifisch Österreichisch: der Kutscher hat die Allüren des Grafen, der Graf die des Kutschers.

Das ist eine wesentliche Bedingung für die Entstehung der Sozialpartnerschaft. In ihr scheint die Herr-Knecht-Dialektik zur Ruhe zu kommen.

[1Hans Heinz Hahnl: Hat die Österreichische Literatur Gegenwartsbezug? In: Österreich — geistige Provinz? Wien 1965, S. 81

[2Claudio Magris: Der habsburgische Mythos in der österreichischen Literatur, Salzburg 1966

[3Walter Weiss: Literatur, in: Das neue Österreich. Geschichte der zweiten Republik. Hrsg. von Erika Weinzierl und Kurt Skalnik, Graz 1975, S. 277 ff. Ders.: Zwischenbilanz: Ein Essay, in: Zwischenbilanz, eine Anthologie österreichischer Gegenwartsliteratur, Salzburg 1976, S. 11 ff.

[4Ulrich Greiner: Der Tod des Nachsommers. Über das „Österreichische“ in der österreichischen Literatur, in: Ders.: Der Tod des Nachsommers. Aufsätze, Porträts, Kritiken zur österreichischen Gegenwartsliteratur, München 1979, S. 10 ff.

[5Vgl. Weiss: Zwischenbilanz, S. 14; Greiner: Nachsommer, S. 15

[6Ulrich Greiner: Bestätigung, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 23. Oktober 1975

[7Kracauer verweist da auch auf das Beispiel der Weimarer Republik: „Nach dem ersten Weltkrieg blühte in Deutschland der Geist der Literatur das heißt zu einer Zeit verschärfter wirtschaftlicher Nöte.“ (Siegfried Kracauer: Geschichte - Vor den letzten Dingen, Schriften Band 4, Frankfurt 1971, S. 164)

[8Friedrich Engels: Brief an Conrad Schmidt (1890), zit. nach Hans G. Helms: Ökonomische Bedingungen der musikalischen Produktion. Reflexionen und Materialien, in: Otto Breicha (Hrsg.): Protokolle. Wiener Halbjahresschrift für Literatur, bildende Kunst und Musik, 1/73, S. 164

[9Daß es nicht vermessen ist, von einer „literarischen Prädominanz Österreichs“ zu sprechen, zeigt der Appell des bundesdeutschen Kritikers Heinrich Vormweg, man müsse sich „gegen die Verösterreichisierung der deutschen Literatur wehren“. Zit. nach Kurt Kahl: Deutscher Appell, in: Kurier vom 6. Oktober 1979. — Vgl. auch Sigrid Löffler: Die Verösterreicherung schreitet fort, in: profil 41/1979. — Von der Frankfurter Buchmesse meldete Kurt Kahl, daß die „Verösterreicherung der Literatur die Sprachgrenzen überspringt“: so viele Lizenzen von Werken österreichischer Autoren wurden ins Ausland verkauft. In: Kurt Kahl: Unsere Autoren sind siegreich. Weiterhin „Verösterreicherung“ der Literatur, Kurier vom 15. Oktober 1979, S. 11

[10Hans Meixner: Die Entwicklung der Sozialpartnerschaft in Österreich zwischen 1945 und 1966, Wien 1976, S. 2

[11Egon, Matzner: Sozialpartnerschaft, in: Heinz Fischer (Hrsg.): Das politische System Österreichs, Wien 1977, S. 429 ff.

[12In der wirtschaftspolitischen Diskussion tauchte der Gedanke der Sozialpartnerschaft etwa um die Jahrhundertwende auf. Er „wurde schon vor dem 1. Weltkrieg im deutschsprachigen Bereich unter der Bezeichnung Wirtschaftsparlamentarismus und in England als Industrial Democracy diskutiert, in den zwanziger Jahren wurde die Wirtschaftsdemokratie ein populäres Schlagwort.“ (Erwin Weissel: Sozialpartnerschaft — Österreich als Parlamentarismus oder Verbändestaat, in: Farnleitner u.a.: Sozialpartnerschaft — Herrschaft der Funktionäre, Wien 1977, S. 28). — Der Versuch, Klassenzusammenarbeit autoritär zu erzwingen, wird historisch durch die Epoche des Faschismus markiert. (Vgl. Hans Prader: Die Angst der Gewerkschaften vorm Klassenkampf, Wien 1976)

[13„Sozialökonomischer Rat“ in den Niederlanden; „Conseil Economique et Social“ in Frankreich; „National Economic Development Council“ und „National Board for Prices and Incomes“ in England; „Conseil central de l’economie“ und „Commission des prix“ in Belgien. In Italien geistert die Sozialpartnerschaft unter dem Begriff „historischer Kompromiß“ (weshalb ein Ausländer die Sozialpartnerschaft in Österreich als „compromesso storico austriaco“ zu verstehen versucht. — Manfred Welan: Gespräch über Sozialpartnerschaft, in: Farnleitner u.a., S. 29). — Zur „Geschichte der Sozialpartnerschaft in der Schweiz“ vgl. focuskollektiv: Klassenverrat und Arbeiteraristokratie, in: FORVM, März 1976, S. 51 ff. — Zu Holland: W. Albeda: Sozialpartnerschaft in Holland, in: Österreichische Zeitschrift für Politikwissenschaft 3/74, S. 367 ff. — BRD: Hans See: Sozialpartnerschaft, ebda., S. 377 ff., Josef Prober: Sozialpartnerschaft und konzertierte Aktion in der BRD, in: Ders.: Zur Rolle der Sozialpartnerschaft im politischen System Österreichs, Wien, 1977, S. 151 ff.

[14Bernhard Kaschauer: Sozialpartnerschaft ..., in: Farnleitner u.a., S. 13 f.

[15Harald Glatz / Emmerich Talos: Sozialpartnerschaft — ein pluralistisches Modell der Gesellschaft am Beispiel Österreich, in: Österreichische Zeitschrift für Politikwissenschaft, S. 311

[16Rudolf Wimmer: Aspekte der Demokratietheorie und Demokratieforschung, in: Helga Stadler-Richter (Hrsg.): Die Evolution des öffentlichen Rechts. Felix Ermacora zum fünfzigsten Geburtstag, Wien 1974, S. 249 ff. — Die Sozialpartnerschaft ist „weder in der Verfassung noch in sonstigen einfachen Bundesgesetzen“ verankert (Prober, S. 145). Sie besteht „durch ein einmal getroffenes informelles Abkommen — man könnte es als Gentlemen’s Agreement bezeichnen — das in keine rechtliche Form einzureihen ist.“ (Reinhold Knoll / Anton Mayer: Österreichische Konsensdemokratie in Theorie und Praxis, Wien 1976, S. 205). Sie ist sogesehen tatsächlich ein „ewiges Provisorium“, wurde die „Paritätische Kommission“ 1957 doch lediglich auf der Basis einer Vereinbarung zwischen ÖGB und Bundeswirtschaftskammer geschaffen. (Fritz Klenner: Ewiges Provisorium Paritätische, in: Kronen-Zeitung, 20. März 1977, S. 20)

[17Wimmer, S. 274 f., Matzner, S. 438 f.

[18Max Weber, zit. n. Kajo Heymann, Strukturen, S. 103

[19Wimmer, S. 273. — Vgl. Dieter Bichelbauer: Zur Paritätischen Kommission, in: Österreichische Zeitschrift für Politikwissenschaft, 3/74, S. 295

[20Sozialpartnerschaft bedeutet „‚wirtschaftspolitische Rationalität“ (Prober, S. 76ff.; Kienzl, Österreichische Zeitschrift für Politikwissenschaft S. 287). „Die Friedensfunktion der Sozialpartner hat für Österreich eine Entwicklung, wie sie eine Reihe westeuropäischer Länder aufweisen, verhindern können. (...) Streiks und Aussperrung, ideologische Machtkämpfe in Sachfragen und Verpolitisierung der Wirtschaft werden heute zu schweren Hemmschuhen für Wachstum und allgemeinen Wohlstand. Die innere Stabilität Österreichs, vor allem die natürliche Beilegung der unvermeidlichen Interessenkonflikte, erweist sich heute international als beachtlicher komparativer Kostenvorteil“ (Farnleitner, S. 6 f.). Auch auf die größere organisatorische Effizienz verweist Farnleitner; die Organisationsform der Sozialpartnerschaft ermögliche es den Handelskammern, „auf allen Ebenen der Politik mitzubestimmen“. Diese Art der Mitbestimmung ist „aus der Sicht der Wirtschaft ... den Lobbies diverser westlicher Länder vorzuziehen“ (Ebda.). — Zur größeren Effektivität der Sozialpartnerschaft, was Krisenmanagement und Systemstabilisierung betrifft, vgl. auch Günter Chaloupek und Hannes Svoboda: Sozialpartnerschaft und Wirtschaftsentwicklung in den fünfziger und sechziger Jahren, in: Österreichische Zeitschrift für Politikwissenschaft 3/75, S. 333 ff. Alfred Klose: Die österreichische Sozialpartnerschaft, in: Österreichische Zeitschrift für Politikwissenschaft 3/74, S. 281; und ders.: Ein Weg zur Sozialpartnerschaft das österreichische Modell, Wien 1970, S. 85 und 93 ff.

[21Die Spitzenfunktionäre der sozialpartnerschaftlichen Institutionen und der großen politischen Parteien sind identisch. Kommt es durch Wahlen zu einem Regierungswechsel, wie 1966 und 1970/71, ändert sich prinzipiell nichts an der Konsenspolitik.

[22Chaloupek / Swoboda, S. 342

[23Wimmer, S. 271 ff.; Hans Fellinger: Wirtschaftspartnerschaft in Österreich. Die ganze Welt beneidet Österreich um seine Paritätische Kommission, in: Cercle Diplomatique International. Unabhängiges Magazin, Nr. 1-2/1979, S. 16

[24In einer Analyse einer Burg-Premiere von Raimunds „Das Mädchen aus der [Feenwelt oder Der Bauer als Millionär“ ... — hier sind im Druck eine oder mehrere Zeilen dem Umbruch zum OPfer gefallen]

[25Weiss: Zwischenbilanz, S. 32

[26Greiner: Ende des Nachsommers, S. 15

[27Franz Schuh, in: profil 42/1979, S. 82

[28Zur Bedeutung der Beichtform bezüglich Macht, gesellschaftliche Verkehrs- und Diskursformen, vgl. auch Spengler: Der Untergang des Abendlandes, S. 918 ff. Bezüglich ihrer Auswirkungen auf die Entwicklung der Kunst und die Differenz zu Kunst unter den Voraussetzungen des Protestantismus vgl. ebda., S. 337. Zu den Wurzeln der Sozialpartnerschaft in der katholischen Soziallehre vgl. auch Klose: Ein Weg zur Sozialpartnerschaft, S. 20 f., und Harald Glatz / Emmerich Talos: Sozialpartnerschaft, in: Österreichische Zeitschrift für Politikwissenschaft 3/74; Otto Eichwalder: Sozialpartnerschaft in Österreich, Wien 1977, S. 110 ff. — In diesem Zusammenhang muß man auch Weiss rechtgeben, wenn er sagt, daß die Thematisierung von „Ordnung“ „eine literarische Tradition von Grillparzer bis zu den jüngsten österreichischen Autoren bildet, die weder abgeschlossen noch vom heutigen Standpunkt aus erledigt ist“. (Walter Weiss: Zum Beispiel ein allegorisches Schloß. Ordnung in der österreichischen Literatur, in: Die Presse vom 4./5. September 1976, S. 17.)

[29Michael Foucault: Sexualität und Wahrheit. Der Wille zum Wissen, Frankfurt 1977

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