FORVM, No. 162-163
Juni
1967

Wider den Dialogismus

In unserer Serie „Die wilden Kerle“ präsentieren wir diesmal FORVM-Freund Roland Nitsche, in einem Amok-Kürlauf, noch viel rasanter als jener des FORVM-Freundes Herbert Krejci, und der war rasant genug („Plädoyer für Rechtsintellektuelle“, Märzheft 1967); der nächste, schon bestellte Wilde Kerl, FORVM-Freund Rudolf Krämer-Badoni (zuletzt: „Wienerische Malerei“, Märzheft 1966), wird es schwer haben, einen so hohen Amok-Koeffizienten zu erreichen.

Was im folgenden gesagt wird, mußte gesagt werden. Daher wird der Leser gebeten, sich nicht daran zu stoßen, daß etwa vorkommende sachliche Angaben nachweisbar falsch sind. Natürlich genügt eine einfache Auszählung der FORVM-Autoren, sagen wir der letzten sechs Hefte, um zu beweisen, daß die „Linken“ kein Übergewicht über die „Rechten“ haben, nicht einmal, wenn man — vermutlich im Sinne des Autors — das ganze Schock Theologen von Karl Rahner bis Kardinal König „links“ bucht. Auch genügt ein Nachlesen der armen SPD-Jungdiskutanten, um herauszufinden, daß sie kein einziges Mal Marx zitieren.*) Usw.‚ usw.

Polemik, wie schon der Name sagt, ist eben kein Tatsachenbericht. Wenn die Tatsachen mit ihr nicht übereinstimmen, desto schlimmer für die Tatsachen. Polemik ist Kundgabe wildgewordener Überzeugung. Solche muß im FORVM Platz finden, wenn sie, außer wild, auch noch artikuliert ist und von einem so wertvollen Mitarbeiter stammt wie Dr. Nitsche, dessen Qualitäten wir weiterhin schätzen und nutzen wollen.

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