FORVM, No. 469-472
April
1993

Zauberlehrling mit Rothäuten

Über technologisches Denken und apokalyptische Imagination

Wir sind schon ein abgebrühtes Völkchen. Die Tatsache, daß wir unsere Flachdächer nicht dicht bekommen, hat dem munteren Hantieren mit Plutonium keine Sekunde Einhalt geboten, und das Gedankenspiel mit dem Feuer, das Ausmalen der Apokalypse also, besitzt für uns eine Faszination, die allenfalls noch durch das mal kunstvoll sublimierte, mal schamlos regressive Interesse an Fortpflanzung, Sexualität und Lustseuchen übertroffen wird. Die achtziger Jahre sind uns folglich wie im Fluge vergangen. Sie standen im Zeichen der ständigen Nachrüstung des Thanatos und waren ein einziger von den Irrlichtern des Ökopax nur umso gespensitischer erleuchteter Schauerroman.

„Der apokalyptische Horizont glüht“, vermeldete Gerhard Marcel Martin hingerissen in seinem Buch Weltuntergang: Gefahr und Sinn apokalyptischer Visionen, [1] um auf diesem Energiespender flugs sein theologisches Süppchen zu kochen. Die Philologie schob zwei Jahre später bei Suhrkamp Brennstoff in eigener Sache nach und sicherte sich mit dem Sammelband Apokalypse: Weltuntergangsvisionen in der Literatur des 20. Jahrhunderts [2] die interpretatorischen Zweitverwertungsrechte der Neuen Schauerlichkeit. Die Medien versuchten ihrer programmatischen Erschlaffung durch die Zauberformel „Lust am Untergang“ abzuhelfen und riefen die Propheten der letzten Tage wieder und wieder an der Thingstätte der Talks zusammen, weil allein noch die diversen Höllenfahrten der Gattung Homo sapiens die Einschaltquoten in die Höhe trieben.

Apokalypse-Gewinner also, wohin man blickt. Und die harte Wissenschaft? Der technologische und technokratische Sachverstand? Schwebte er souverän und unangefochten über den Endzeitszenarien? Übersprühte er die Menetekel unverdrossen mit seinem altbekannten Slogan „Der Fortschritt ist machbar“? War er immun gegen den Alp eines weltgeschichtlichen Super-Gau? Auf den ersten Blick will es ganz so scheinen. Ja, man könnte sogar die These von der Inkompatibilität der beiden Formen des Realitätserlebens aufstellen und gleichsam eine neue Zweiweltenlehre postulieren.

Mitten in der Hausse der Niedergeschlagenheit und der Zukunftsängste erscheint zum Beispiel 1985 ein geradezu himmelstürmendes Dokument des ungebrochenen wissenschaftlichen Optimismus. Es trägt den Titel Interstellar Migration and the Human Experience [3] und macht die Referate und Diskussionsergebnisse einer Konferenz von Raumfahrtexperten in Los Alamos zugänglich. Beim Blättern in diesem Brevier des Tatendurstes reibt man sich bald verdutzt die Augen, hat man doch über weite Strecken den Eindruck, sich schon hienieden auf einem anderen Planeten, auf einer neuen Erde zu befinden, so rosarot sind die Perspektiven, so problemlos lebt es sich auf unserem kugelrunden Weltraumbahnhof. Bevölkerungsexplosion, Hunger, ökologische Krise, Landflucht, Verslummung der Städte, und was der apokalyptischen Schreckgespenster mehr sind, lösen sich unter dem weitsichtigen Blick der Forscher in Wohlgefallen auf, mehr noch, verwandeln sich in ein grandioses Startkapital:

Dank der Errungenschaften, die zahlreiche technologische Revolutionen im landwirtschaftlichen, industriellen, medizinischen und naturwissenschaftlichen Sektor mit sich gebracht haben, sind wir jetzt mehr als vier Milliarden stark. Die meisten von uns leben in Städten, weitab von den natürlichen Existenzgrundlagen. Nahrung, Wärme, Schutz — diese Grundbedürfnisse werden von einem technologischen Netzwerk befriedigt, das sich von landwirtschaftlichen Betrieben, Ölfeldern und Stauseen, von Bergwerken und Fabrikanlagen bis in unsere Behausungen erstreckt. Das Schicksal der Menschheit ist aufs engste mit der Technologie verknüpft, die uns jetzt die Chance eröffnet, unseren heimatlichen Planeten zu verlassen. Um im All zu überleben, werden wir unseren ganzen technologischen Erfindungsreichtum aufbieten müssen; aber man sollte die Herausforderung auch nicht überbetonen. [4]

Statt Neuer Schauerlichkeit wird hier die Neue Geborgenheit ausgerufen, „a web of technology“ umfängt uns, wir leben in der von uns selbst ausgedachten und zusammengebauten Gebärmuter einer industriellen Hochzivilisation, hängen an der Nabelschnur der Plazenta Wissenschaft. Und die ist so dehnbar und flexibel, daß sie auch auf dem Weg nach Alpha Centauri nicht reißen wird.

Ein, wie man zugeben muß, irritierender Wahrnehmungsbruch. Ein und dieselbe Welt, die einmal als Abrahams Schoß erscheint, aus dem uns ein wissenschaftliches Himmelfahrtskommando paradoxerweise verscheuchen will, während die Apokalyptiker überall den gähnenden Höllenschlund ausmachen, aber keineswegs das weite suchen, sondern seit Jahr und Tag mit heiler Gänsehaut davonkommen und der nächsten desaströsen Heimsuchung entgegenfiebern. In der Gegenwart, schreibt K. Ludwig Pfeiffer in seinem Aufsatz Apokalypse: It’s Now or Never — Wie und zu welchem Zweck geht die Welt so oft unter,

werden apokalyptische Vorstellungskomplexe zunehmend freier verfügbar. Auch muß es nicht mehr die ganze Welt sein, die untergeht. Es genügt, wenn ein für wichtig gehaltener Bereich des Lebens einzelner oder sozialer Gruppen scheinbar oder tatsächlich bedroht wird, um Untergangsphantasien freien Lauf zu lassen. ... Regelmäßg gehen heute die freie Marktwirtschaft oder der Sozialstaat unter, wenn von Planung die Rede ist oder das Netz der sozialen Sicherheit weitmaschiger zu werden droht. Das deutsche Bildungs- und Gesundheitswesen kollabiert in ebenso regelmäßigen Abständen. Selbst das Abendland wird immer wieder einmal zu Grabe getragen. Im Vergleich zur Massenproduktion von Untergangsphantasien heutzutage mutet selbst der vielgeschmähte Oswald Spengler noch relativ nüchtern an. [5]

Müssen wir angesichts dieser Verdoppelung von Wirklichkeit in ein apokalyptisches Negativ und den Hochglanzabzug des naturwissenschaftlichen »can-do-spirit« nicht unsere Themenformulierung revidieren und aus der Neben- oder Zuordnung „Technologisches Denken und apokalyptische Imagination“ die grundsätzliche Alternative „Technologisches Denken oder apokalyptische Imagination“ herausfiltern? Ist nicht jeder von uns zur Entscheidung aufgerufen zwischen dem unaufgeregten fach- und sachkundigen Konstruktivismus des Neokortex und dem phantasmagorischen Hexensabbat des Stammhirns, dessen heraufbrodelnde Urängste den Religionen zupaß gekommen sein mögen, dem aufgeklärten Geist aber von jeher ein Greuel waren? Und ist schließlich und endlich die von Pfeiffer und anderen konstatierte Inflation apokalyptischer Szenarien nicht ein untrügliches Zeichen dafür, daß hier — wie vor der letzten Jahrtausendwende — adventistische Halluzinationen grassieren, Unkenrufe ertönen, die heute aber in Ermangelung eines homogenen christlichen Resonanzbodens rasch verhallen bzw. sich gegenseitig neutralisieren werden?

Ich fürchte, so manichäisch läßt sich der Sachverhalt nicht deuten. Die Konjunktion „und“ steht schon an der richtigen Stelle, Verbindungen zwischen den beiden Welten der Apokalyptik und der wissenschaftlichen Rationalität existieren; auch sind sie nicht zufällig, sondern liegen in der Natur des „Projekts Moderne“. Dessen „tableau historique des progrès de l’esprit humain“ (Condorcet), die ständig aktualisierte progressive Erfolgsbilanz also, nehme ich mir zum Vorbild für meine eigene Eskalationskette, die aus drei im folgenden zu kommentierenden Tatsachenbehauptungen besteht. Sie lauten:

  1. Der Typus des Schwärmers und der Typus des Forschers bedingen einander und konstituieren in ihrem Wechselspiel wissenschaftliche Praxis.
  2. Die herrschende Wissenschaftsreligion benötigt zur Akzeptanzsicherung ein Verheißungs- und ein Bedrohungspotential, also einen utopischen und einen apokalyptischen Horizont.
  3. Das Verschwinden des angeblichen Störfaktors Katastrophismus wäre eine Katastrophe für die internationale Forschungsgemeinschaft.

Ich beginne mit dem Versuch, den apokalyptischen Schwärmer, den Geisterseher und Propheten der aus den Trümmern der alten aufsteigenden neuen Welt im Kernbezirk des Wissenschaftsbetriebs auszumachen. Dort heißt er natürlich anders, unverfänglicher: Visionär zum Beispiel oder besser noch Pionier, und wenn auch das noch zu pathetisch klingt — die Ordensbrüder vom Heiligen Labor pflegen bekanntlich das Understatement —, dann vielleicht Initiator eines Paradigmenwechsels. Gemeint sind in jedem Fall jene Vordenker und Vorgreifer, die mit ihren intuitiven Gewißheiten das Forschungsprogramm von Generationen festschreiben, ohne selbst mehr als die Anfangsgründe liefern zu können. Apokalypse heißt Offenbarung, und in genau diesem Sinne fiel es Galilei und Newton wie Schuppen von den Augen. Das Buch der Natur, erkannten sie, ist in mathematischen Formeln geschrieben, das scholastische Analogiedenken also teuflisches Blendwerk. Die Denunziation und Zertrümmerung der überholten, zur Unwissenschaft herabgewürdigten alten Episteme beginnt, Pech und Schwefel regnen auf ein verdüstertes Mittelalter, die „scienza nuova“ macht tabula rasa, schreibt rationale Heilsgeschichte neu.

Selbstredend werden die Heißsporne und Hitzköpfe von gestern im Verlaufe eines erfolgreichen Umsturzes, der Institutionalisierung des Revolutionären, immer mehr zu Ikonen, zu abgeklärten Gründervätern oder Schutzheiligen, vor deren wissendem Blick die Bollwerke der Ignoranz zerbröckelten wie einst die Mauern von Jericho unter den Trompetenstößen der Israeliten. Aber in Wirklichkeit handelt es sich allemal um verkappt apokalyptische Naturen, die alles auf eine Karte setzten. Nicht von ungefähr mündet die Dynamik kosmologischer Ketzerei von Kopernikus über Tycho Brahe so keineswegs einsinnig in die Theoriekonsolidierung Keplers, sondern vorher schon in die ungeheuerliche Welten-ohne-Ende-Vision Giordano Brunos, an der wir uns erst seit der Kant-Laplaceschen Hypothese mit wissenschaftlichem Segen berauschen oder ernüchtern dürfen. Und zeitgenössisch, also bei den Aspiranten für den umkämpften Vordenker- und Kirchenvaterstatus von morgen und übermorgen, ist die Nähe von Wissensdurst, Auserwähltsheitsgefühl und Größenwahn noch ungleich augenfälliger. Ich zitiere erneut aus Interstellar Migration and the Human Experience, erschienen in der akademisch über jeden Verdacht erhabenen University of California Press, und zwar aus den Überlegungen David R. Criswells zur Sonnenoptimierung (sogenanntes „star lifting‘):

Ein Stern wie die Sonne verschwendet den Großteil seiner Energien an das dunkle Weltall. Außerdem verbrennt er seine Materie relativ rasch, in 1,2 x 1010 Jahren nämlich. Die kleinsten Sterne, Weiße Zwerge, sind da zweitausendmal sparsamer. Eine grundsätzliche Option für eine fortgeschrittene menschliche Zivilisation besteht demzufolge darin, die Sonne Schicht um Schicht auseinanderzunehmen. Dies könnte von riesigen magnetohydrodynamischen Maschinen bewerkstelligt werden, die mit etwa zehn Prozent der gewonnenen Sonnenenergie betrieben würden. Wasserstoff und Helium ließen sich speichern und dem neuen aus der Sonne entstandenen Weißen Zwerg bei Bedarf wieder zuführen. Schwere Elemente könnten in Millionen von Ozeanen, Billionen von Erdoberflächen mit mehr als 2 x 1021 Bewohnern umgewandelt werden. Diese Sonnenoptimierung würde ungefähr 300 Millionen Jahre in Anspruch nehmen. Sie könnte aber schon in 150 Jahren beginnen. [6]

Die goldene Zukunft unserer Rasse und unseres Planeten unter der Sparflamme eines Weißen Zwerges, das magnetohydrodynamische Enthäuten und Schälen unserer Himmelsorange über dreihundert Millionen vollbeschäftigte Jahre, dazu Erden wie Sand am Meer und darauf Menschheiten aus zweiundzwanzig Nullen, das alles flößt uns rein gar keine Vorfreude ein? Eine derartige „Utopie“ ist eine Horrorvision und dieser David P. Criswell ein von allen guten Geistern verlassener Spinner? Schon möglich, allerdings hat Bischof Wilberforce eben das auch von einem gewissen Charles Darwin behauptet und die Inquisition von den Verfechtern des neuen heliozentrischen Weltbildes. Jedenfalls dürfte deutlich geworden sein, daß dem Forschungsdrang unterschwellig oder eruptiv ein schwärmerischer Impuls eignet, dessen Sehnsucht nach dem Neuen und Nie-Dagewesenen mit einer skrupellosen Opferbereitschaft gegenüber dem Vertrauten, Gewohnten, Üblichen einhergeht. Ein paar Schritte hinter dem unaufhaltsam vorrückenden Triumphboten der Innovation und Entdeckungen wird das Überholte mit Füßen getreten und routiniert verschafft. Das vom Erdboden Verschwinden, der Untergang, die apokalyptische Auslöschung bilden die Kehrseite jeder gleisnerischen Wissensexplosion.

Damit sind wir beim zweiten Punkt, dem offensichtlichen Legitimationsbedarf der wissenschaftlichen Sprengmeister. Wer die Welt in so rasantem Tempo verändert wie der technologische Sachverstand, wer einschaltet und ausknipst nach Herzenslust und ohne Rücksicht auf Verluste, der braucht, wenn nicht gute, so doch eindrückliche Gründe dafür. Das haben wenige so klar gesehen wie der Totengräber der aristotelischen Schule und erste Propagandist grenzenloser experimenteller Neugier: Francis Bacon. Der korrupte Lordkanzler, ohne dessen konzeptuelle Vorleistung das Stereotyp vom unbestechlichen Grundlagenforscher so nicht abrufbar wäre, ohne den es auch die Royal Society in der 1660 institutionalisierten Ausprägung nicht gegeben hätte, stand vor einem fast unüberwindlichen Problem. Er wollte den König und die politische Elite seines Landes zu immensen Investitionen in eine neue, auf der Basis von Induktion und erfolgskontrolliertem Probehandeln entworfene Wissenschaftsmaschinerie bewegen, die weder installiert war noch ihre Funktionstüchtigkeit — etwa über modellhafte Probeläufe — hatte unter Beweis stellen können. Die vielgestaltigen Trägheitskräfte, die heute dafür sorgen, daß die Arbeit in Forschungszentren, Institutionen und Versuchsanlagen auch dann weitergeht, wenn Durchbrüche ausbleiben, die großen Triumphe der Physik, Chemie, Medizin, die man in Krisensituationen ins Gedächtnis rufen kann, die schiere Selbstverständlichkeit und Alltäglichkeit wissenschaftlicher Intervention, das alles war für Bacon noch Zukunftsmusik. Und seine Aufgabe bestand eben darin, Mittel und Wege zu finden, damit sie ertönen, damit sie unaufhaltsam anschwellen konnte, bis nichts mehr gegen das brausende Fortschrittshosianna ankam.

Zwar gab es ein paar Zufallsentdeckungen wie das Pulver, den Kompaß, den Buchdruck, aber es existierte keine Heuristik, kein systematisch ausbaubares Forschungsprogramm. An diese Leerstelle rückte Bacon — den Glauben an die Möglichkeit konsequenter wissenschaftlicher Selbstermächtigung. Die Wissenschaftsreligion ging also der Wissenschaftspraxis voraus, und Bacon missionerte mit den aus der Expansionsgeschichte von Glaubenssystemen sattsam bekannten Methoden. Für den Fall der Bekehrung versprach er seinen Jüngern das Blaue vom Himmel, den er im Gegensatz zum „„star-lifte“ Criswell jedoch noch unangetastet ließ. Den Unbelehrbaren und Verstockten aber drohte er mit der geistigen Stagnation und dem Fegefeuer eines ewigen Mittelalters. Allerdings lag diese Epoche noch so nah, war in Relikten noch so lebendig, daß auf manch einen jene versinkende bedächtige, gottesfürchtige, vor allem aber zum Überborden sinnvolle Welt eher anziehend als abschreckend wirkte, so daß Bacon gut beraten schien, den Hauptteil seiner Energien in das Verlockungspotential seiner Ideen zu investieren und sich mit Strafandrohungen nicht sonderlich aufzuhalten.

Also skizzierte er 1624 sein Neues Jerusalem, nannte es post-apokalyptisch New Atlantis und hütete sich, seine Beschreibung des wissenschaftlichen Schlaraffenlandes und High-Tech-„Dschinnistan“ (Novalis) zu vollenden. Das war schließlich die Aufgabe jener Empiriker, die seinen Köder geschluckt hatten. Allzu lange sollten sie nach Bacon allerdings nicht zappeln müssen, denn — das hatte er schon in einer Art Prospekt zum Novum Organum beteuert -— nach Sicherung der methodischen Grundlagen sei „die Erforschung der Natur und die Ausbildung aller Wissenschaften das Werk weniger Jahre“. [7] Nur eine kleine Durststrecke also, ein paar Dezennien höchster Anstrengung, ein „crash programme“, ein friedliches „Manhattan Project“ zum Wohle der Menschheit (auch die Absolutionsformel „for the benefit of the human race“ verdanken wir diesem Moses der Maschinenbauer) und schon ist die industrielle Reparadisierung der Erde nicht mehr aufzuhalten. New Atlantis, der frühneuzeitliche Entsorgungspark irgendwo in den Weiten der Südsee, liefert dabei nur einen kleinen Vorgeschmack von den Möglichkeiten des ausgewachsenen Wissenschaftsimperialismus. Unterseeboote tauchen auf und schemenhafte Fluggeräte im Lilienthal-Stadium. Ahnungen von Kinos („houses of deceits of the senses“), Tonstudios („sound-houses“) und Maschinenhallen („engine-houses“) liest der heutige Rezipient aus dem Text heraus. Und die Wunschbilder der medizinischen Reversibilität des Todes, der Transplantate und Organspenden wie des „genetic engineering“ waren dreihundertfünfzig Jahre vor ihrer partiellen Einlösung immerhin schon protoempirisch formulierbar, wobei sogar die entscheidende Rolle von Tierversuchen zur Sprache kommt.

Den europäischen Seeleuten, die es nach dem Willen des Autors ins erfindungsreiche Baconesien, d.h. das Land der unbegrenzten technischen Möglichkeiten ihrer eigenen Kultur, verschlägt, gegen denn auch plangemäß die Augen und Herzen über. Sie wähnen sich im Himmel der Machbarkeiten, im Garten Eden einer durch naturgesetzliches Herrschaftswissen zum zweiten Mal verharmlosten und entfeindeten Schöpfung:

Uns war, als hätten wir ein Bild unserer himmlischen Erlösung vor Augen ... und es ging von Mund zu Mund, daß wir im Land der Engel angekommen seien. [8]

Der Zeitreisende aus dem späten 20. Jahrhundert aber sieht die Dinge in einem ganz anderen Licht. Das versprochene Heil ist nämlich auch auf einem wissenschaftlichen Leistungsniveau ausgeblieben, hinter das New Atlantis soweit zurückfällt wie das elisabethanische England hinter Bacons Zukunftsprojektion. Und die durchreglementierte und durchtotalisierte Atlantiden-Gesellschaft, die den wissenschaftlichen Wasserkopf trägt und finanziert, lehrt uns das Fürchten, zumal die Unterwerfung der Natur nicht nur in ausgedachten Geschichten, sondern auch in der hinter uns liegenden Historie mit der Entmündigung des Mitmenschen Hand in Hand zu gehen scheint. Hochtechnologie, so die kollektive Erfahrung der letzten Generationen, läßt eben nicht nur Flüsse und Seen umkippen, auch Utopien ereilt dieses Schicksal.

Anders gesagt, viele Verheißungen und Versprechungen, mit denen die Wissenschaftsreligion ihre globale Anhängerschaft bei der Stange hält, entpuppen sich bei oder kurz nach ihrer Realisierung als Danaergeschenke. Die sogenannte friedliche Nutzung der Atomkraft zum Beispiel hat sich nicht als unerschöpfliches Reservoir spottbilliger Energie erwiesen, sondern als Quelle unabsehbarer Umweltbelastungen und Folgeschäden. Die große Freiheit der Mobilität läßt heute jeden, der ein paar Stunden in den Verkehrsströmen mitgeschwommen ist, gerädert in der Gosse zum Stillstand kommen. Und auf den Intensivstationen hat die Todesprophylaxe jenen Grad der Erbarmungslosigkeit erreicht, der Moribunde zum Kampf um ein menschenwürdiges Sterben zwingt. Da könnte der Slogan „Bis hierher und nicht weiter“ aufkommen und der Vorschlag eines temporären Forschungsmoratoriums spruchreif werden. Das aber zöge, wie jeder wissenschaftliche Assistent weiß, erstens einen persönlichen Karriereknick nach sich und wäre zweitens überhaupt der Anfang vom Ende, weil dann die Wonnen des Müßiggangs und einer mit der Zeitlupe arbeitenden Beschaulichkeit wieder spürbar würden. Also müssen größere, grellere, geilere Utopien her, elektronische Drogen und „virtual realities“, fünf, zehn, zwanzig neue Spielwelten, die simulierte Transzendenz und die transzendente Simulation. Und wenn das alles nicht mehr so recht anschlagen will, weil unter den Laienbrüdern die ungläubigen Thomasse zunehmen und die Erinnerung an das letzte utopische Sodbrennen noch zu frisch ist, dann bleibt neben dem Zuckerbrot der Optionen doch immer noch die Peitsche.

Schon Francis Bacon hat dieses Instrument gekannt und beschrieben. Nur einsetzen ließ es sich damals kaum, weil man im machtlosen frühkirchlichen Stadium gemeinhin wirbt und nicht züchtigt. Trotzdem ist ihm bewußt, daß die aufkeimende Wissenschaft neben leicht zu weckenden großen Hoffnungen noch einen weiteren natürlichen Trabanten besitzt: die Angst vor dem Ruin. Somit, folgert Bacon in seinem eigennützigen Mathendekodierungsversuch The Wisdom of the Ancients (1609), hat der advocatus scientiae seinem Zielpublikum einerseits die Zufriedenheit mit dem Status quo zu vergällen — „eingebildete Fülle ist die Hauptursache unseres Mangels“ [9] —, damit es zukunftshörig wird. Zum anderen muß er die befremdliche Dialektik in den Griff bekommen, die Wunschbilder regelmäßig mit Bedrohungsszenarien und Verlustphantasien vergesellschaftet.

Mächtig schlau!

Der Mechanismus ist schlicht gesagt der, daß jeder, der genug weiß, um durch wissenschaftlichen Eingriff in den Lauf der Dinge eine Wende zum angeblich Besseren herbeizuführen, sich auch vorzustellen vermag, was dabei alles schiefgehen und entgleisen könnte. Dieses Risikobewußtsein wirkte im weiterhin theologisch geprägten frühneuzeitlichen Kontext tendenziell lähmend, weil das Durchbrechen und Manipulieren der göttlichen Ordnung vielfach noch als sünd- und frevelhaft erlebt wurde. Bacon stellt die Angst vor der eigenen wissenschaftlichen Courage deshalb unter utopische Kuratel. Aber diese Zeiten des Taktierens sind längst vorbei. Die alte Kirche ist selbst wissenschaftsgläubig geworden und rehabilitiert einstige Häretiker und Anhänger der Gegenseite wie Galilei. Die neue ecclesia militans aber kennt keine skrupulösen Heiligen, Entschuldigung, Nobelpreisträger mehr, sondern nur noch skrupellose. Und da die moderne Nachfolgereligion des Christentums immer mehr kostet und immer weniger leistet, da ihre Himmel auf Erden nicht nur in Bitterfeld den Atem stocken und die Augen tränen lassen, geht sie zunehmend dazu über, nicht die Hoffnung, sondern die bösen Ahnungen zu ihrem wichtigsten Verbündeten zu machen.

Nach dem Motto: Wenn Wissenschaft auf Dauer schon nichts Wunderbares bewirken kann, so vermag sie doch Furchtbares abzuwenden, schürt sie mit Macht die Zukunftsängste ihrer Schutzbefohlenen und malt bei jeder Gelegenehit den Teufel samt apokalyptischer Reiterei an die Wand. Das erste voll ausgestaltete Panorama des Grauens wurde 1972 vom Club of Rome enthüllt und trug den Titel Die Grenzen des Wachstums. Seither erfreut sich zumindest das verhängnisorientierte wissenschaftliche Hochrechnungswesen einer rasanten Expansion. Folglich wissen wir alle inzwischen um unsere verzweifelte Lage. Was waren das für glückliche Zeiten, als wir nur mit unserer Sterblichkeit fertig werden mußten. Denn inzwischen sehen wir den Himmel und die so ungemein verschwendungssüchtige Sonne vor lauter Damoklesschwertern nicht mehr. Aids, Krebs, Cholesterin, Weichspüler, Sportplatzschotter, selbst das ballaststoffarme Baguette, alles, aber auch alles trachtet uns nach dem Leben, der Planet liegt in den letzten Zügen, und falls wir im kosmischen Unglückslotto noch einen asteroiden Volltreffer ziehen, ist alles zu spät. Halt, nein, wäre alles zu spät, wenn wir den computergestützten David nicht hätten, der es den Bedrohungsgoliaths schon zeigen wird, den experimentellen Zauberlehrling, der mit den Herausforderungen bekanntlich wächst und wächst und wächst, den verläßlichen Nothelfer für alle Lebenslagen: die wissenschaftliche Forschung, für die uns im eigenen Interesse nichts zu teuer sein sollte. So jedenfalls die zur Zeit vom Wissenschaftsklerus favorisierte Lesart, die den großen Vorteil hat, Investitionsprogramme auch dann noch als menschheitsbeglückend zu qualifizieren, wenn sie zur Weltverbesserung nichts beitragen, sondern die Verwüstung der Wirklichkeit lediglich aufhalten oder verlangsamen.

Etwas weniger zögerlich nähern wir uns dem dritten Protokollsatz und damit dem wunden Punkt des wissenschaftlichen Selbstwertgefühls. Durch die bereits mehr als dreihundert Jahre währende Parusie-Verschiebung, d.h. die ständige Vertagung des Heilseintritts, ist der Vorschein der in Aussicht gestellten künstlichen Paradiese verblaßt, die futurologische Gravitation zur schwachen Wechselwirkung mit dem Wissenschaftssponsor Öffentlichkeit heruntergekommen. Der Absolutheitsanspruch des szientifisch-technokratischen Komplexes, an dem die Neuzeit laboriert, gerät ins Wanken. Die Renaissance der Esoterik und anderer Formen vorwissenschaftlicher „Abgötterei“ werden ganz richtig als Alarmsignal gedeutet, und das bedrohte Baconsche Glaubenssystem reagiert auf Gleichgültigkeit, Vertrauensschwund oder direkte Verunglimpfung des Machbarkeitsdenkens mit einer Art konzertierter Erweckungsbewegung, und zwar unter apokalyptischem Vorzeichen. Seriöse Wissenschaftsmanager verwandeln sich dabei in spekulative Schadensentgrenzer, in virtuose Multiplikatoren heraufziehender Plagen. Der Ruf nach Buße und Umkehr ertönt in der populärwissenschaftlichen Literatur, die den Kleingläubigen ins Gewissen redet und unter Kapitelüberschriften wie „Die Wissenschaft abschaffen?“ ein für allemal klarstellt:

Heute weckt die Wissenschaft keine ... [Fortschritts-] Visionen mehr. Was aber haben wir anderes zur Bewältigung der Zukunft als unsere Wissenschaft? ... Wir können sie nicht aufgeben, wenn wir uns nicht selbst aufgeben wollen. [10]

So lautet das rhetorisch aufbereitete Mitgefangen-mitgehangen-Argument, von dem man früher glaubte, es gelte nur für mafiöse Organisationen. Daß inzwischen auch die Cosa Nostra wissenschaftlicher Rationalität so verteidigt wird, läßt tief blicken. Wer seit Generationen auf den großen Paten Francis Bacon und die Industrialisierung gesetzt hat, wollen uns ihre Apologeten einhämmern, der kann nicht mehr aussteigen, es sei denn, er wäre lebensmüde. Nur innerhalb der Organisation, innerhalb unserer technischen Hochzivilisation also, gibt es eine halbwegs gesicherte Existenz. Draußen aber lauert der Tod.

Die so denken und sich in der Wagenburg ihrer Wissenschaftshörigkeit verschanzen, brauchen, damit ihnen die eigene Sippschaft und die Bediensteten nicht weglaufen, vor allem eins: Indianer, Indianer, Indianer. Allein der Teufelskreis herumwirbelnder Dämonen, blutrünstiger Feinde des Menschengeschlechts sorgt für die Einmütigkeit der Eingeschlossenen, so daß auch kritische Geister angesichts der überwältigenden Bedrohung ihre Vorbehalte zurückstellen, sich ein- und unterordnen und zu den Pulverfässern eilen. Sobald sich allerdings Auswege auftäten, Horizonte öffneten, wären Solidarität und Gehorsam dahin, und eben deshalb hat die Wissenschaft am Ende des 20. Jahrhunderts einen geradezu unersättlichen Bedrohungs- und Katastrophenbedarf.

Woher aber die Indianer nehmen, die sie selbst an den Rand der Ausrottung gebracht hat? Wie das permanente apokalyptische Grauen, die auf Dauer gestellte Todesangst heraufbeschwören, wenn die Gattung schon mindestens zwei oder drei Millionen Jahre ohne Kugellager und Katalysator über die Runden gekommen ist? Die Antwort lautet in grandioser Schlichtheit: Wo in der Realität und in der Naturgeschichte Beruhigungspotentiale auftauchen, da muß sie unser technologischer Erfindungsgeist beseitigen, wo Fluchtwege vermutet werden, sind sie zu verbauen, wo bei der Tour d’horizon apokalyptische Leerstellen und Defizite ins Auge fallen, setzt geradezu reflexhaft die empirische Unheilsproduktion ein.

Die Wissenschaft ist mit anderen Worten eifrig dabei, die tödlichen Bedrohungen in die Welt zu setzen, durch deren anschließende Bekämpfung oder Schadensminimierung sie ihre Existenz als alternativloser Überlebensgarant rechtfertigt. Damit ist sie aus dem Stadium des guten Willens und der Naivität gegenüber dem eigenen Wesen in das des Zynismus übergetreten und hat ihre ehemals weiße Magie gründlich angeschwärzt. Wissenschaft muß heute hauptsächlich deshalb sein, um die Verheerungen, zu denen sie sich anschickt, in letzter Sekunde wissenschaftlich unter Kontrolle zu bringen, um ihr eigenes Schlimmstes abzuwenden und den Teufel mit Beelzebub auszutreiben, wobei die Sanierungen idealiter ihrerseits nicht rechtzeitig erkannte fatale Folgen haben sollten, die wiederum neuen Forschungs- und Interventionsbedarf erzeugen und so weiter und so fort. Denn nur die atemlose Diskussion um Ausstiege aus immer neuen Risikotechnologien verhindern den Ausstieg aus der apokalyptischen Spirale selbst.

Zwei Beispiele für die Rückkoppelung von Existenzbedrohung durch Wissenschaft und kostenintensiver Lebenshaltung mittels derselben Instanz mögen an dieser Stelle genügen: die Hochrüstung und das Ozonloch. In beiden Fällen führt der erreichte technische Leistungsstand — einmal bei den Massenvernichtungswaffen, andererseits bei der FCKW-Produktion — zu einer direkten oder indirekten Bedrohung des Fortbestands der menschlichen Rasse. Und da „disinvention“, d.h. das Ungeschehenmachen von Erfindungen, das einzige ist, was die Wissenschaft ihrem Selbstverständnis nach nicht vermag, werden dem Gefahrenherd die Frühwarn-, Abschreckungs- und Kompensationstechnologien übergestülpt wie dem Reaktorkern sein Berstschutz. Was der — zumindest in der östlichen Ausführung — taugt, haben wir erlebt. Und auch bei der unfriedlichen Nutzung der Atomenergie ist uns am Ende des Zweiten Weltkriegs sowie bei diversen Testserien ein Anschauungsunterricht zuteil geworden, der keine Zweifel am Overkill-Effekt der vorhandenen Arsenale duldet.

Im zweiten Fall ist das grundsätzlich anders. Ob es sich beim sogenanntn Ozonloch überhaupt um eine echte Bedrohung handelt, ist mit letzter Sicherheit noch gar nicht auszumachen. Aber vielleicht ist der Wissenschaft ja mit einem Katastrophenphantasma ebenso oder noch besser gedient als mit selbstgebauten Untergangsmaschinen. Entscheidend für den Selbstbehauptungs- und Wachstumsinstinkt der etablierten Forschung ist schließlich nicht, daß sie mit ihren Horrorszenarien recht behält. Das wäre eine selbstmörderische Form prognostischer Kompetenz. Wissenschaft will aber ad infinitum fortwirken. Deshalb hängt ihr Wohl und Wehe allein davon ab, ob diese Menetekel von der Öffentlichkeit für wahr gehalten werden oder nicht. Denn nur bei blinder Glaubensbereitschaft fließen die Gelder für die wissenschaftlichen Exorzisten der bösen Geister der wissenschaftlichen Vernunft. Das Ozonloch gibt inzwischen Tausenden und Abertausenden Brot und Arbeit. Es ist folglich unverzichtbar, selbst wenn es so nicht existiert, etwa weil es sich um extrem langfristige natürliche Prozesse und Schwankungen handelt.

Die derart gewitzt apokalyptisierte, auf das bloß denkmögliche Unheil setzende Forschung ist fein heraus. Sie braucht den Wahrheitsbeweis für ihre Voraussagen nie anzutreten, legitimiert sie sich doch durch die erfolgreiche Verhinderung des Hochgerechneten und Heraufbeschworenen. Und weil sich fiktive Heimsuchungen auch bei äußerstem wissenschaftlichen Unvermögen irgendwann in Wohlgefallen auflösen, bringen sie jederzeit einen erklecklichen Prestigegewinn für den selbsternannten Krisenmanager und Gegensteuerer Forschung, die den Erleichterungsbonus der „Noch-einmal-Davongekommenen“ einstreicht und die Genasführten zur Dankbarkeit verpflichtet. Deshalb verhält sich Wissenschaft am Ende unseres Jahrhunderts über weite Strecken alarmistisch und katastrophil. Sie entwickelt und entwirft ein Untergangsszenario nach dem anderen, denn die Hypnotisierung und Hysterisierung ihrer Gemeinde erweist sich als die notwendige Voraussetzung für einen schwungvollen Ablaßhandel.

Allerdings wird diese Rechnung nicht ad infinitum aufgehen. Reizmaximierung hat auch hier Abstumpfung zur Folge, und wir sind, wie eingangs angedeutet, schon jetzt ein abgebrühtes Völkchen. Die Inflation utopischer Hoffnungen und goldener technologischer Zukünfte hat zu einem — literarisch beim frühen Wells, bei Samjatin, Huxley, Orwell, Capek dokumentierten — Vertrauensverlust geführt, zum Aufbau eines skeptischen Immunsystems, welches uns nahelegt, daß die Dauerberieselung durch die Sirenenklänge des Reichs der Freiheit unsere Lebensqualität keineswegs erhöht hat und wir ohne utopische Selbstüberhebung und Selbstüberforderung besser zurechtkommen werden. Und vielleicht zerbricht eine ähnliche Übersättigung und Überdrußreaktion bald auch die derzeitige Zweckgemeinschaft von technologischem Denken und apokalyptischer Imagination. Aus dem siebten Himmel der Baconschen Verheißungen sind wir abgestiegen, ohne uns den Hals zu brechen. Wie lange wollen wir uns jetzt im sechsten herumtreiben? In der apokalyptischen Beletage, auf der die wissenschaftliche Megalomanie sich damit tröstet, daß sie, wenn schon keine Verparadisierung, so doch eine Infernalisierung von Welt zuwege bringen könnte, und sich selbst dabei immer wieder kokett auf die zuckenden Finger klopft.

[1Gerhard Marcel Martin, Weltuntergang: Gefahr und Sinn apokalyptischer Visionen. Stuttgart (Kreuz Verlag) 1984

[2G. E. Grimm, W. Faulstich, P. Kuon (Hgg.), Weltuntergangsvisionen in der Literatur des 20. Jahrhunderts. Frankfurt (Suhrkamp) 1986

[3Ben R. Finney, Eric M. Jones (eds.), Interstellar Migration and the Human Experience. Proceedings of the Conference on Interstellar Migration Held at Los Alamos in May 1983. Berkeley/Los Angeles (Univ. of Calif. Press) 1985

[4Ebd., „Introduction“, S. 2 f

[5K. Ludwig Pfeiffer, Apokalypse: It’s Now or Never — Wie und zu welchem Ende geht die Welt so oft unter? In: Sprache im technischen Zeitalter 83 (1982), 181-196, hier S. 185

[6David R. Criswell, Solar Systems Industrialization: Implications for Interstellar Migrations, Finney/Jones, Interstellar Migration, 50-87, hier S. 83

[7Description of a Natural and Experimental History, Such as May Serve for the the Foundations of a True Philosophy, in: The Works of Francis Bacon, ed. J. Spedding, R. L. Ellis, D. D. Heath; vol. IV. Londong (Longman) 1860, S. 252

[8New Atlantis, The Works of Francis Bacon; vol. III, S. 136

[9Prometheus, The Works of Francis Bacon; vol. VI, 745-753, hier S. 749

[10Armin Hermann, Wie die Wissenschaft ihre Unschuld verlor: Macht und Mißbrauch der Forscher. Stuttgart (DVA) 1982, S. 10

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