Geboren 1936 in Prag, gestorben 2011 in Vlčice-Hrádeček, tschechischer Schriftsteller und Politiker, der von 1993 bis 2003 Staatspräsident der Tschechischen Republik ist. Der erfolgreiche Schriftsteller beteiligt sich an Protestaktionen gegen das kommunistische Regime. 1977 ist er Mitbegründer der Menschen- und Bürgerrechtsbewegung „Charta 77“ und wird dafür mehrfach inhaftiert. In der „samtenen Revolution“ von 1989 wird Havel zur Symbolfigur des gewaltlosen Widerstands.
Zweierlei Auffassung der Normalisierung
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Hm ...
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In 10 Jahren Sieg
Die Internationalisierung der osteuropäischen Dissidentenbewegung hatte ihren spektakulärsten Höhepunkt in den Treffen zwischen Vertretern der Charta 77 und des polnischen Arbeiterverteidigungskomitees (KOR), die im Sommer 1978 begannen. Beim zweiten Treffen interviewten die KOR-Mitglieder Jan (…)
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Am 23. Oktober 1979 wurde der tschechische Dramatiker Vaclav Havel wegen Staatsverleumdung zu viereinhalb Jahren Gefängnis verurteilt. Mit einer aufgeschobenen Strafe von früher macht das fünf Jahre und acht Monate Haft. Havel darf seinen Beruf als Schriftsteller nicht ausüben, er muß in der (…)
In Prag ist zu Beginn des Sommers die Eiszeit ausgebrochen. Ein Großteil der Aktivisten der Charta 77 wurde mit einem Schlag verhaftet, darunter solche, die schon zwei oder drei langjährige Haftstrafen hinter sich haben. Andere, die schon jahrelang sitzen, werden am Rande ihrer Lebensmöglichkeit (…)
Am 28. April wurden zwei Franzosen bei der Einreise in die Tschechoslowakei festgenommen, Gilles Thonon und Françoise Anis. Sie hätten „subversive Dokumente“ und Geld für die tschechische Opposition mitgebracht, meldeten die CSSR-Behörden (4000 DM, wurde später bekannt). Im Gefolge dieser (…)
Kaum ein zweiter Staatsmann erfreut sich zur Zeit so großer Beliebtheit wie Václav Havel. Kaum einer verdankt sie freilich so wenig wie er dem, was er als Staatsmann gemacht hat. Havel hat das Prestige als Erbe in sein Amt mitgebracht. Der Märtyrer der Husák-Epoche ist der Intellektuelle als (…)


