Friedrun Huemer
Beiträge
Context XXI, ZOOM 2/1996

Liebe Leserin, lieber Leser!

März
1996

Fünfzig Jahre nach dem Rassenkrieg der Deutschen Wehrmacht in Rußland fahren 1.000 ÖsterreicherInnen nach Stalingrad, dem heutigen Wolgograd, um ein den Opfern gewidmetes Denk­mal zu eröffnen. Die Arbeitsgemein­schaft für Wehrdienstverweigerung und Gewaltfreiheit plante in Zusammenarbeit mit der (…)

Context XXI, ZOOM 2/1996

In der Wolga versenken

Friedrun Huemer über ein Kriegerdenkmal, mit dem die Täter ihren Opfern verzeihen
März
1996

Am 8. Juni wurde in Wolgograd, dem früheren Stalingrad, ein Denkmal für die Opfer der Schlacht von 1943 eingeweiht. Friedrun Huemer, Wiener Landtagsabgeordnete der Grünen und Vorstandsmitglied von SOS-Mitmensch, versuchte drei Jahre lang, das „Versöhnungsdenkmal“ (Junge Freiheit) zu verhindern. (…)

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Friedrun Huemer (2018)

Friedrun Huemer (* 28. Februar 1944) ist eine österreichische Politikerin (Grüne) im Ruhestand. Sie war von 1996 bis 2001 Nichtamtsführende Stadträtin in Wien.

Die Psychologin Friedrun Huemer promovierte in Biologie und hat ihre politischen Wurzeln in der Ökologiebewegung der 1970er Jahre. Huemer arbeitete bei den Wiener Grünen zunächst in der Landesorganisation mit und war zwischen dem 9. Dezember 1991 und dem 29. November 1996 Abgeordnete zum Wiener Landtag und Mitglied des Wiener Gemeinderats.

Im Jänner 1993 initiierte Huemer mit André Heller, Josef Haslinger, Helmut Schüller und der Organisation SOS Mitmensch eine von 200.000 bis 300.000 Personen besuchte Protestkundgebung gegen die FPÖ und ihr gegen ausländische Staatsangehörige gerichtetes Programm der Petition der „Zwölf Punkte“. Bei der Kundgebung auf dem Heldenplatz in Wien gegen Rassismus, Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit nahmen neben zahlreichen Gewerkschaftern und Künstlern auch Regierungsmitglieder und der Bundespräsident teil.[1]

Sie wurde am 27. November 1996 als Stadträtin ohne Ressort in der Landesregierung Häupl II angelobt, der sie bis zum Ende der Regierungsperiode am 27. April 2001[2] angehörte. Huemer war Kultursprecherin der Grünen, ihre inhaltlichen Schwerpunkte lagen zudem im Bereich Soziales und Menschenrechte. So engagierte sich Huemer unter anderem für die Initiative SOS Mitmensch und kämpfte gegen sexuelle Diskriminierung. Seit 2006 ist Friedrun Huemer Obfrau von HEMAYAT – Betreuungszentrum für Folter- und Kriegsüberlebende.

Friedrun Huemer ist mit dem Journalisten Peter Huemer verheiratet.

Einzelnachweise

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  1. György Dalos: Neutralität und Kaiserschmarrn – Eine Geschichte Österreichs seit 1945. Deutsche Bearbeitung von Elsbeth Zylla. Verlag C. H. Beck, München 2025, ISBN 978-3-406-83696-1, S. 176 f. 
  2. Rathauskorrespondenz vom 27. April 2001