Biologismus / Biopolitik
Beiträge
FORVM, No. 239

Der Nobelpreisträger als Rassist

November
1973

Konrad Lorenz erhielt Anfang Oktober zusammen mit Karl Frisch und Nikolaas Tinbergen den Medizin-Nobelpreis für 1973. 1940 publizierte er in der „Zeitschrift für angewandte Psychologie und Charakterkunde“, Leipzig, eine Arbeit, aus der die nachfolgenden Zitate stammen (Band 59, Heft 1 und 2, (…)

MOZ, Nummer 42
Gentechnologie:

Resolution des Widerstandes

Juni
1989

Vor eineinhalb Monaten fand in Comilla, Bangladesh, eine achttägige Internationale Frauenkonferenz über Gen- und Fortpflanzungstechnologien statt. 150 Frauen aus aller Welt berichteten über die medizinisch-technologischen Entwicklungen und diskutierten deren Ursachen und Folgen — wie etwa (…)

MOZ, Nummer 45

Das Weibliche verschwindet nicht

Oktober
1989

Die Philosophin und Schriftstellerin Eva Meyer lebt in Berlin. Sie ist mit ihren Veröffentlichungen — u.a. „Zählen und Erzählen“, „Versprechen — ein Versuch ins Unreine.“ — eine der Vordenkerinnen für eine Theorie des Weiblichen im deutschsprachigen Raum. Eva Meyer ist neben ihrer (…)

Context XXI, ZOOM 1/1996
Gero Fischer / Maria Wölflingseder (Hg.):

Biologismus — Rassimus — Nationalismus

Rechte Ideologien im Vormarsch
Januar
1996

Die Jahrtausendwende in Euro­pa ist geprägt von einer geopoli­tischen Neuordnung und einem neuen Verständnis der Nation. Verstärkte Prozesse der Einglie­derung von Nationen in einen supranationalen Staatenbund lassen Regionen („Europa der Regionen“) in einem neuen Licht wirken. Die Region in (…)

Context XXI, ZOOM 7/1996

gegen die natur – gegen das natürliche

Dezember
1996

vorwörter 1 dieser text wurde bei einer gleichnamigen veranstaltung (1988) vorgetragen. ein thema dieser veranstaltung schien mir der gedanke zu sein, der „romantischen“ sichtweise einer schönen, freundlichen, gerechten natur die unbarmherzigkeit gegenüberzustellen, mit der sogenannte (…)

Streifzüge, Heft 1/1999

Was bleibt von Freudomarxismus Wilhelm Reichs?

März
1999

Posthum wurde Wilhelm Reich zu einem der wichtigsten Theoretiker der Studentenbewegung. Denn er war der Theoretiker der sexuellen Revolution, der Befreiung von der sexuellen Zwangsmoral — und seine Theorien schienen sich zunächst leichter in die Praxis umsetzen zu lassen als die von Marx: es (…)

radiX, Texte
Wissenschaft und Hochschulen im Nationalsozialismus:

Konrad Lorenz und die Ethologie

 
2000

I. Vorwort Über die Zeit des Nationalsozialismus gibt es zu verschiedensten Themenbereichen massenhaft Literatur. Nicht wirklich fündig werden die Suchenden unter dem Schlagwort „Wissenschaftsgeschichte des 3. Reiches“ sowie deren Randbereiche, etwa „Hochschulen im NS“ oder (…)

radiX, Nummer 4

TATblatt, die Rechten und die Tiere

Oktober
2000

Die Ausbreitung holocaustrelativierender TierRECHTSgruppen hat weder vor der autonomen Linken noch vor trotzkistischen Gruppen haltgemacht. Während einer der Obertierrechtler der Offensive für Tierrechte (OFT) mittlerweile bei der trotzkistischen Linkswende gelandet ist und dort wohl die seither (…)

radiX, Nummer 4

Darwinismus und Zuchtwahl

Oktober
2000

Für die Herausbildung des modernen europäischen Rassismus hatte der (Sozial-)Darwinismus eine ähnlich große Bedeutung, wie für Zuchtwahlprogramme und Eugenik der Nazis. Charles Darwin wurde „als fünftes von sechs Kindern am 12. Februar 1809 in Shrewsbury“ (HEMLEBEN, 1968: 11) in England (…)

Context XXI, Heft 1-2/2006

Das Leben lebt nicht

Mai
2006

Den roten Faden des Sammelbandes bildet der foucaultsche Begriff der Biopolitik. Ausgedrückt wie abgelehnt hat sein Schöpfer darin die im weltweiten Siegeszug der Rassenbiologie im 19. Jahrhundert entstandene Regulierung von Körpern als Teile des biologisch-organisch vorgestellten Volksganzen. (…)

Café Critique, Jahr 2006

Sexualität und Mutterschaft

Juni
2006

Waren Frauen im „Dritten Reich“ wirklich nur desexualisierte Gebärmaschinen? Über die Geschlechterverhältnisse im Nationalsozialismus. Der Umgang mit dem Nationalsozialismus war bis zum Ende der achtziger Jahre ein Thema, das in der gesamten Frauenbewegung beinahe ausnahmslos auf eine Art (…)

Grundrisse, Nummer 23
Marianne Pieper, Thomas Atzert, Serhat Karakayali, Vassilis Tsianos (Hg):

Empire und die biopolitische Wende

Die internationale Diskussion im Anschluss an Hardt und Negri
September
2007

Frankfurt, New York: Campus, 2007, 316 Seiten, 29,90 Euro Die Diskussion um „Biopolitik“ ist in linken und sozialwissenschaftlichen Zusammenhängen so verbreitet wie noch nie. Das liegt an der unveränderten Attraktion der Rezeption von Michel Foucault, aber auch an der „Entdeckung“ Giorgio (…)

Context XXI, Jahre 2007-2020
Eva Herman und der „Kampfbund Nationaler Aktivistinnen“

Antifeminismus, Biologismus und völkische Töne

Oktober
2007

„Wir von der KNA wissen, dass dieses Buch ein Meilenstein ist“, schreibt Denise Friederich in ihrer Rezension von Hermans „Das Eva-Prinzip“. Doch wer ist Denise Friederich? Sie ist das einzige weibliche Mitglied des Vorstands der rechtsextremen PNOS, der „Partei national orientierter Schweizer“. (…)

Grundrisse, Nummer 39
Marianne Pieper / Thomas Atzert / Serhat Karakayali / Vassilis Tsianos:

Biopolitik in der Debatte

September
2011

Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften 2011, 343 Seiten, Euro 39,95 Dieses Buch ist die Fortsetzung von „Empire und die biopolitische Wende“ von denselben Herausgeber_innen und ebenso ein Ergebnis der Tagung „Zukunft und Visionen des Sozialen“ des Research Centre for Feminist, Gender (…)

Streifzüge, Heft 57

Vorgeburtlich verdrahtet

Alte Biologismen im neuro-hippen Look
März
2013

Geschlechtsspezifische Zuordnungen à la weiblich/intuitiv/emphatisch/irrational und männlich/analytisch/individualistisch/systematisierend haben (wieder) Konjunktur. Neuerdings neurowissenschaftlich „untermauert“. War es im 17. Jahrhundert noch die zu „zarte Beschaffenheit der Gehirnfasern“ (…)

Streifzüge, Jahrgang 2023

Ein postideologischer Totalitarismus

Februar
2023

Zuweilen konnte man sich in den vergangenen zwei Jahren nur wundern, mit welcher Selbstverständlichkeit der Großteil der Linken davon überzeugt war, mit ihrer vorbehaltlosen Unterstützung der rigorosesten staatlichen Corona-Maßnahmen auf der politisch richtigen Seite zu stehen, auf der linken (…)