Ideologie
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Beiträge
FORVM, No. 3

Ideologien sind ein Irrtum

März
1954

Daß ideologische Argumente binnen weniger Jahre in ihr Gegenteil umschlagen können, ohne darum an Stärke einzubüßen, ist ein Zeichen, daß logische Prinzipien — wie etwa der Satz vom Widerspruch — auf sie nicht anwendbar sind. Die Tatsache, daß der Sündenbock zum Heilsbringer, der Todfeind zum (...)

FORVM, No. 25

Die Zukunft ist schon vorüber

Anmerkungen zur „Konservativen Revolution“ aus Anlaß der ersten drei Bände von Rowohlts „Deutscher Enzyklopädie“
Januar
1956

Die sogenannte „konservative Revolution“ ist eine ziemlich zweifelhafte Angelegenheit. Es gibt sie eigentlich nicht, aber sie „wirkt“. Sie ist vage und vieldeutig, hat keine geschlossene Organisation hinter sich und besitzt kein Programm. Kommt sie aus einer gemeinsamen Quelle? An einem hübschen (...)

FORVM, No. 45

Das ideologische Gerüst

September
1957

Von Arthur Koestler, der seit einigen Jahren wieder in seiner englischen Wahlheimat lebt und dessen „Sonnenfinsternis“ — eine Dramatisierung des gleichnamigen Romans — demnächst in Wien am Volkstheater zur Aufführung gelangt, erschien in Buchform zuletzt der zweite Band seiner Memoiren: „Pfeil ins (...)

Internationale Situationniste, Numéro 8

Domination de la nature, idéologies et classes

janvier
1963

L’appropriation de la nature par les hommes est précisément l’aventure dans laquelle nous sommes embarqués. On ne peut la discuter ; mais on ne peut discuter que sur elle, à partir d’elle. Ce qui est en question toujours, au centre de la pensée et de l’action modernes, c’est l’emploi possible du (...)

FORVM, No. 124

Probleme der kulturellen Koexistenz

April
1964

Vom FORVM wird niemand erwarten, es sei einer Meinung mit Georg Lukács, großem Überlebendern aus Zeiten, da der Kommunismus prästalinistisch intellektuellen Glanz hatte. Vom FORVM wird desgleichen, schon seinem Namen nach, niemand erwarten, es drucke nur, wessen Meinung es ist. Vom FORVM wird, (...)

FORVM, No. 125

Probleme der kulturellen Koexistenz (II)

Mai
1964

Die großen Tendenzen unserer Zeit führen die kulturelle Koexistenz in ihrem eigentlichen Sinne herbei. Ich bin dabei weit entfernt davon, die bereits vorhandenen anfänglichen Formen — von Sportveranstaltungen und Schachwettkämpfen bis zu Ballettaufführungen und Virtuosenkonzerten — zu unterschätzen. (...)

FORVM, No. 131

Über die Annehmlichkeiten der Zivilisation (I)

November
1964

Mit freundlicher Genehmigung des Autors und des S. Fischer-Verlages drucken wir nachfolgend ein Kapitel aus dem Roman „Herr G. A. in X.“, welcher auf deutsch noch nicht vorliegt. Tibor Déry, zu dessen siebzigstem Geburtstag wir herzlich gratulieren, gibt uns dazu die folgende Erläuterung: „Herr G. (...)

FORVM, No. 131

Von Kapitalisten und Misanthropen

Soziologische Betrachtungen zum Werk G. E. Lessings
November
1964

Nathan der Weise, der Jude, der Klassische, der Zeitgemäße — sie verdecken oft den Blick auf Nathan den Bürger. Sir William Sampson oder der Oberst Odoardo Galotti, ein Patrizier mit Landgut und kleinadeligem Lebensstil, werden viel häufiger als der Kaufmann Nathan zu den frühen Repräsentanten des (...)

FORVM, No. 134

Marx ist tot, es lebe Marx!

Februar
1965

Bekanntlich ist die Loslösung des modernen wissenschaftlichen Denkens von älteren Formen der Weltauffassung und Selbstinterpretation nur langsam und schrittweise erfolgt. So tragen zahlreiche Philosophen der europäischen Neuzeit das Doppelgesicht eines Janus: Sie können sich nur unvollständig aus (...)

FORVM, No. 135

Marx ist tot, es lebe Marx!

(II.)
März
1965

Marx und Feuerbach haben das Motiv der Entfremdung aus theologisch-metaphysischen Spekulationen übernommen, nämlich aus dem deutschen Idealismus, dessen Zusammenhänge mit den Traditionen des Neuplatonismus und der Gnosis noch immer zuwenig bekannt sind. In Fortführung solcher Überlieferungen wollte (...)

FORVM, No. 138-139

Die Republik der Unpolitischen

Zur 90. Wiederkehr des Geburtstags von Thomas Mann
Juni
1965

Die Republik — wie gefällt euch das Wort in meinem Munde? Thomas Mann Im Oktober 1922 hielt Thomas Mann vor Berliner Studenten seine Rede „Von Deutscher Republik“, worin er es unternahm, die akademische Jugend „für die Republik zu gewinnen und für das, was Demokratie genannt wird und was ich (...)

FORVM, No. 140-141

Thomas Manns Republik der Unpolitischen

(II.)
August
1965

Kann nach eindeutigem Frontwechsel noch von einer Kontinuität der Weltanschauung gesprochen werden, wie es Thomas Mann bei der Drucklegung seiner Rede „von Deutscher Republik“ tat? Dieser republikanische Zuspruch setzt die Linie der ‚Betrachtungen‘ genau und ohne Bruch ins Heutige fort, und (...)

Internationale Situationniste, Numéro 10

Les structures élémentaires de la réification

mars
1966

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FORVM, No. 147

Warnung vor der Weltpolizei

März
1966

Am 1. März wurde Oskar Kokoschka 80 Jahre alt. Aus diesem Anlaß bringen wir nachstehend erstmals in deutscher Übersetzung (von Dr. Otto Graf) Ausschnitte aus einem Aufsatz, den Kokoschka im Jahre 1945 im Londoner Exil verfaßt hat. Der Originaltitel lautet: „A petition from a foreign artist to the (...)

FORVM, No. 147

Kommunismus als Religion

März
1966

Den nachfolgenden Aufsatz schrieb Andrej Sinjawski im Jahr 1959 für die französische Zeitschrift „Esprit“, die ihn anonym veröffentlichte. Heute liest man ihn über weite Strecken wie einen gespenstischen Hinweis auf seine nunmehr erfolgte Verurteilung zu sieben Jahren Zwangsarbeit. Tatsächlich war (...)

FORVM, No. 148-149

Die Heiligen des Kommunismus

April
1966

Verlorene Illusionen, zerbrochene Hoffnungen, nicht verwirklichte Träume, wie sie die Literatur anderer Epochen und Systeme auszeichnen, widersprechen dem sozialistischen Realismus. Selbst wenn es sich um eine Tragödie handelt, ist es eine „optimistische Tragödie“, wie W. Wischnewski sein Stück (...)

FORVM, No. 158

Vom Unfug, Köpfe zu zählen

Prolegomena einer gegenwärtigen Metaphysik der Statistik
Februar
1967

Statistik als eine Methode der Gesellschaftsbetrachtung ist sehr alt. Schon die „Schätzung“, zu der Joseph und Maria nach Bethlehem zogen, war eine Erhebung zu bevölkerungsstatistischen Zwecken. Leistungs-, Waren-, Steuer- und Vorratstatistiken für den Staatsbedarf waren bereits den so (...)

Internationale Situationniste, Numéro 11

La séparation achevée

octobre
1967

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FORVM, No. 183/II

Positivisten gegen Studenten

März
1969

Ernst Topitsch: Die Sozialphilosophie Hegels als Heilslehre und Herrschaftsideologie, 1967, und Die Freiheit der Wissenschaft und der politische Auftrag der Universität, 1968; Luchterhand Verlag, Neuwied/Rhein. Die Verwandlung, die die Lehre von den menschlichen Beziehungen aus einer (...)

FORVM, No. 185

Lebendiger Hund Hegel

Zum VII. Internationalen Hegel-Kongreß in Paris
Mai
1969

Vom 8. bis 12. April 1969 fand wieder ein Kongreß der Internationalen Hegelgesellschaft statt. Den Themen und Orten früherer Tagungen — „Logik“ 1962 in Genf, „Ästhetik“ 1964 in Salzburg, „Rechtsphilosophie“ 1966 in Prag — folgte nun eine Diskussion von „Philosophie und Geschichte“; wie bisher sollten (...)

FORVM, No. 188/189

Zur Genealogie des Spießers

August
1969

Aus seinem eben erscheinenden Buch „Der häßliche Bürger“, Kremayr & Scheriau, Wien Er wähnt selber Kulturmensch zu sein; ein unbegreiflicher Wahn, aus dem hervorgeht, daß er gar nicht weiß, was der Philister und was sein Gegensatz ist: weshalb wir uns nicht wundern werden, wenn er meistens es (...)

FORVM, No. 193

Sind Materialisten naiv?

2. Teil des Essays vom Dezemberheft 1969
Januar
1970

Die Entwicklung des Neuen im Schoße des Alten vollzieht sich heute auch durch eine sehr bemerkenswerte Durchdringung aller ökonomischen und soziologischen Theorien mit den Termini und den Begriffsbildungen des Marxismus. Gleichzeitig beobachten wir eine starke Strömung zur Überwindung der (...)

FORVM, No. 194/II

Fast Prager Parabeln

Februar
1970

Der Wert der Erkenntnis Es war einmal ein Knabe, und der war sehr brav. Er quälte keine Katzen, warf nicht Steine nach Hunden, zerschlug keine Fenster, spießte nicht Maikäfer auf. Er war überhaupt kein Sadist und gönnte jedem seine Lebensfreude. Fast könnten wir sagen, daß er ein Liberaler war, aber (...)

FORVM, No. 195/II

Wertlose Geschichte

Über ein Buch von Ernst Topitsch
März
1970

Am jüngsten Buch von Ernst Topitsch fällt auf, daß soziologische und methodologische Erwägungen fast gänzlich hinter Feststellungen zurücktreten, die sich ausführlich mit der menschlichen „Natur“ und mit dem tierischen Erbe beschäftigen, das in der psychophysischen Ausstattung der Menschen enthalten ist. (...)

FORVM, No. 202/I

Goethe mal Marx

Oktober
1970

Rede zur Verleihung des Goethepreises der Stadt Frankfurt, 28. August 1970, verlesen in der Paulskirche (da Lukács gesundheitshalber in Budapest bleiben mußte). — Vgl. Günther Nenning, „Georg Lukács oder Die Flucht in die Ästhetik. Zu seinem 85. und zum Goethepreis“, NEUES FORVM, August/September (...)

FORVM, No. 202/I

Wissenssoziologie als Purzelbaum

Vgl. Adam Schaff, Sartre und Marx, FORVM März 1964
Oktober
1970

Adam Schaff, zwischen Warschau und Wien als akademischer Lehrer pendelnd, gehört zu den Initiatoren der Renaissance marxistischer Philosophie nach Stalins Tod. Sein Buch „Marxismus und das menschliche Individuum“, im Wiener Europa-Verlag erschienen, markierte die Wende im Denken der (...)

FORVM, No. 202/I

Lügen die Historiker
oder
Adam Schaff als Metaphysiker

Oktober
1970

Der vorstehende Abschnitt über die logischen Aporien der Wissenssoziologie gehört zu den interessantesten Passagen aus dem Buche Adam Schaffs über „Geschichte und Wahrheit“, das in seinem Titel die Beschäftigung mit dem zentralen Problem der marxistischen Philosophie verspricht. Auch in den (...)

FORVM, No. 216/I/II

Zur Ideologie und Ökonomie der Medizin

Am Beispiel Österreichs
Dezember
1971

I. Ideologie in der Medizin Der Beruf des Arztes zählt deshalb zu den schönsten in unserer Gesellschaft, weil das ärztliche Streben und Handeln darauf ausgerichtet ist, die Gesundheit des Menschen zu erhalten und Krankheiten zu heilen. In dieser Bezogenheit auf den Menschen übt der Arzt seinen (...)

FORVM, No. 217

Wozu Religionsunterricht?

Januar
1972

I. Das gegenwärtige Schulsystem ist autoritär strukturiert Bevor näher auf die Problematik des Religionsunterrichtes eingegangen wird, muß kurz vom Schulsystem als gesellschaftliche Bedingung und Kontext des Religionsunterrichtes gesprochen werden (Näheres vgl. Literaturverzeichnis). Die Situation (...)

FORVM, No. 221

Kirche als konservative Großmacht

Von 1871 bis 1972
Mai
1972

Seitdem aber steht die Kirche als siegreiche, rücksichtslose Reaktion gegen den eigentlichen Geist der Zeit, als Polizei da; sie ist an die äußersten Mittel gewöhnt und befestigt nun das Mittelalter künstlich aufs neue ... Heiß klammert sie sich an die Vergangenheit in Macht und Besitz an und ebenso (...)

FORVM, No. 228

Die Sparmeisterschaft von Österreich

16.12.72, ORF, FS 1, 20.15 Uhr
Januar
1973

Michael Springer Institut für Vergangenheit Sol III, Terra/Eur, Dep. Austria Sehr geehrte Herren, ich bestätige den Eingang des archäologischen Materials und Ihres Begleitschreibens. Es handelt sich um einen Fund von größter Bedeutung für die Geschichtsforschung. Der Inhalt der Metallkapsel, die (...)

FORVM, No. 251

Ökogorillas

Chicago-Mafia in Chile
November
1974

Offener Brief an Professor Arnold Harberger, Leiter des Zentrums für Lateinamerikanische Studien, University of Chicago Starnberg, 6. August 1974 Hiroschima-Tag Als Dein früherer Schüler habe ich das Interview, das Du der Zeitung El Mercurio (Santiago de Chile) gegeben hast, natürlich mit (...)

FORVM, No. 347/348

Leben von unten statt Frieden von oben

Dezember
1982

„Ach”, sagte die Maus, „die Welt wird enger mit jedem Tag. Zuerst war sie so breit, daß ich Angst hatte, ich lief weiter und war glücklich, daß ich endlich rechts und links in der Ferne Mauern sah, aber diese langen Mauern eilen so schnell aufeinander zu, daß ich schon im letzten Zimmer bin, und dort (...)

FORVM, No. 352/353

Romantik, Ästhetik, Liebe & Co

April
1983

H.-D. K. ist Extraordinarius am Institut für Philosophie der Universität Wien, Jahrgang 1940, war Vorzugsschüler mit Promotion sub auspiciis über Leibniz und hat trotzdem interessante Gedanken. Wenn’s so weitergeht haben wir einen neuen ständigen Autor, nach einiger Zeit von diesem eine diskutable (...)

FORVM, No. 356/357

Arbeit ist (nicht) genug

August
1983

Im Jahr 1883, dem Todesjahr von Karl Marx, ist ein Text erschienen, der niemandem ein Jubiläum wert zu sein scheint. Seine ersten Sätze lauten: Eine seltsame Sucht beherrscht die Arbeiterklasse aller Länder, in denen die kapitalistische Zivilisation herrscht, eine Sucht, die das in der modernen (...)

FORVM, No. 360

Die Verwilderung der Geschichte als technische Veranstaltung*

Dezember
1983

a) Marxismus-Leninismus • b) offene Gesellschaft c) Nationalsozialismus • d) Kalter Krieg a) Marxismus — Leninismus In der Alternative von mechanistisch-utilitaristischer und romantisch-illusionärer Selbstbestimmung ist das Leben entfremdet. Dies wurde namentlich von den idealiistischen (...)

FORVM, No. 411/412

Unter Brüdern

März
1988

Die Erblast ist drückend. Denn es ist nichts mehr da für jene Generation, die um die Jahrhundertwende geboren ist, das deutsche Bürgertum hat abgewirtschaftet und hinterläßt seinen Söhnen hohle Phrasen und leere Taschen. Nimmt man die „Kinderstube“ als Annäherung an die Charakterstruktur der sinkenden (...)

FORVM, No. 417-419

Kulturkampf & Entmündigung

Oktober
1988

Über Rhetorik, Strategie und Ideologie der Konservativen, die Hegemonie zu gewinnen und die politische Öffentlichkeit zu zerstören. Mit einem Fallbeispiel Sex aus dem Koffer. Als die ÖVP im Zusammenhang der Diskussion um Hrdlickas Mahnmal gegen Faschismus und Krieg den Begriff Kulturkampf in die (...)

FORVM, No. 428/429

Christlichsoziale Marktwirtschaft

Oder: Kirche, bleib bei Deinem Beichtstuhl
August
1989

Die ÖVP, im Vollbesitz ihrer Erbseligkeit, veranstaltete ein Hearing gegen den geplanten „Sozialhirtenbrief“ der Österreichischen Bischöfe, am 16. Juni im Wiener Luxushotel „Marriott“ — ein Beweis für die Stilsicherheit der Veranstalter, findet unser Redakteur Klaus Nüchtern, und konstatiert auch sonst (...)

FORVM, No. 428/429

Mediale Sittlichkeit, oder:
Die neue Lust auf Tugend

August
1989

Bei den diesjährigen Römerberg-Gesprächen setzte unser Herausgeberbeirat R. B. die Diskussion (begonnen mit „Geist und Zeitgeist“ in Heft Okt. 1987) über Moral und neue Liederlichkeit fort; das Frankfurter Publikum, unvorbereitet, fand sich in einem Wechselbad widerstreitender Gefühle. Die Welt ist (...)

MOZ, Nummer 47
No Sex · No Drugs · No Rock ’n’ Roll

Die 80er am Ende

Dezember
1989

Es geht um die Geister der Zeit. Wer ließ sie los und warum lassen sie uns nicht los? — Ein gefälliger Streifzug ist da fällig, einer, der manches wird auslassen müssen, sich dafür aber über manch anderes auch kräftig auslassen wird. Die Achtziger waren das Jahrzehnt der schleichenden Anpassung und (...)

MOZ, Nummer 49

Die große bürgerliche Hochzeit

Februar
1990

Über die Verwandlung der realsozialistischen Anti-Natur in die bürgerliche Pseudo-Natur. Ein Essay. Die sich überstürzenden Ereignisse im Osten, die Öffnung der Grenzen und die ersten Kontakte der ‚Blockmenschen‘ miteinander haben gleichviel Sich-Überstürzendes in der westlichen Wirtschaft und (...)

FORVM, No. 433-435

Die Medien und ihr Auftrag*

März
1990

Zum Jahreswechsel 89/90 haben die „Ereignisse im Osten“ ihren Begriff gefunden: um „gewaltlose Revolutionen“ handelt es sich. Noch nie haben Massen sich so friedlich und diszipliniert verhalten. Wo noch vor kurzer Zeit totalitäre Regimes Akklamationsaufmärsche befahlen, da versammeln sich heute (...)

FORVM, No. 436-438

„Das menschliche Leben“

Der institutionelle Aufbau eines neuen Fetischs
April
1990

Zur Abhängigkeit der modernen Wirklichkeit von den Bedürfnissen professionellen Managements und zur Mission der Kirche, mittels des Wortes Gottes über Fetische zu urteilen. Rede in Chicago Meine Damen und Herren. Am 1.Jänner 1988 wurde, wie Sie mir mitteilten, die Evangelisch Lutherische Kirche (...)

FORVM, No. 439-441

Die Demokratie läßt sich scheiden

Allerlei Außenseiter in der österreichischen Literatur von Anzengruber bis Karl Kraus
Juli
1990

I. Anzengruber ist in Verruf geraten seit langem. Wie um seine eigene Dramaturgie auf den Punkt zu bringen, formulierte Ödön von Horváth in der „Gebrauchsanweisung“ zu „Kasimir und Karoline“ — „Das Stück darf nicht also anzengruberisch gespielt werden“. Der Autor des „Pfarrers von Kirchfeld“ und des (...)

FORVM, No. 445-447

Die Welt im Katalog

Randglosse zur Expo
März
1991

I. Im Jahr nach der ersten Weltausstellung (London 1851) eröffnete ein gewisser Aristide Boucicault in Paris ein Straßengeschäft namens „Bon Marché“. Der Laden war das, was man heute eine „soziale Innovation“ nennen würde. Durch Einführung neuartiger Verkaufsprinzipien hat er den Einzelhandel (...)

FORVM, No. 448-450

Kritische Politologie und politische Triebtheorie

Zwei wiederaufgelegte Grundlagentexte der ersten APO* in der Bundesrepublik Deutschland
Mai
1991

1987 brachte der Freiburger Ça ira-Verlag ein Reprint von Frank Böckelmanns im März 1966 erstmals veröffentlichtem Essay über „Die schlechte Aufhebung der autoritären Persönlichkeit“, im Frühjahr 1990, beinahe auf den Tag seiner Emeritierung, Johannes Agnolis 1967 im Rahmen eines gemeinsamen Projekts mit (...)

FORVM, No. 458/459

Gesundheit in eigener Verantwortung: Danke, nein!

Die Substantivierung des Lebens im 19. und 20. Jahrhundert — eine Herausforderung für das 21. Jahrhundert
März
1992

Sie haben mich hierher eingeladen, obwohl sie sehr wohl wußten, daß ich ihrem Vorhaben widersprechen werde. Ich bin davon überzeugt, daß Gesundheit und Verantwortung einer verlorenen Vergangenheit angehören, und daß ich — da ich weder Romantiker, Phantast noch Aussteiger bin — auf beides verzichten (...)

FORVM, No. 465-467

Der neueste Angriff auf das liberale Ego

November
1992

Zur amerikanischen Kontroverse zwischen Liberalismus und Kommunitarismus. Mit einer polemischen Marginalie aus bundesdeutscher Sicht. Die Selbstsucht dörrt alle Tugenden im Keim aus, der Individualismus legt vorerst nur den Quell der öffentlichen Tugenden trocken; mit der Zeit aber greift er (...)

FORVM, No. 480

Sieg des Methodenmangels

Zu Sieg des Nationalsozialismus, Paris 1933 — Versuch einer Selbstverständigung [I]
Dezember
1993

Kommunismus und lange Sicht {Der Bruderkampf zwischen KPD und SPD} In gewissem Sinne ist es prinzipiell verständlich, daß die KPD zur besiegten Partei werden mußte. Die S.P.D. hatte eine Theorie der Taktik: in jedem gegebenen Augenblick die möglichste Erträglichkeit des Arbeiterdaseins, (...)

FŒHN, Heft 22

Wie?

 
1996

Wie geht das? Da die kapitalistische Unordnung nicht von selbst in sich zusammenkracht, so sehr sie auch schon krachen mag, und da ihre Abschaffung nicht vom Himmel fällt, von dem schon gar nicht, ist es an uns, zu überlegen, wie wir mit unseren Händen in das da hineinkommen, was vor unseren Augen (...)

Context XXI, ZOOM 2/1996

Der ideologische Charakter von Network

März
1996

Meine ersten Erfahrungen mit mail art stammen ungefähr aus dem Jahr 1967, als Edgardo Antonio Vigo, Guillermo Deisler, Dámaso Ogaz und ich unsere jeweiligen Publikationen austauschten. Von diesen Publikationen ausgehend, montierten wir schließlich unsere künstlerischen Grundsätze. Offiziell begann (...)

radiX, Texte

Antiislamismus als rechtsextremes Ideologieelement aus der „Mitte der Gesellschaft“

 
1998

1. Einleitung Mit der „islamischen Revolution“ im Iran 1979 begann in Europa und der USA ein Wideraufleben alter Stereotypen und Propagandalügen gegen „den Islam“ und „die Moslems“, die ihren Höhepunkt im auch hierzulande bekannten und beliebten Propagandafilm „Nicht ohne meine Tochter“ fanden. Im (...)

Café Critique, Jahr 1998

Verteufelung der Juden, Auferstehung des Blutes

Über den Zusammenhang von religiösem Judenhaß und rassistischem Antisemitismus
März
1998

1. Antike und Moderne Das Wuchern des Geldes — die Fortpflanzung dessen, was man als reines Mittel des Tausches verstand — erschien ursprünglich als etwas Unheimliches und Bedrohliches: eine unbegreifbare zweite Natur, die sich nicht zähmen und kultivieren läßt. Aristoteles nannte es „naturwidrig“ (...)

Context XXI, ZOOM 2/1998

Der europäische Geist

in 22 Beispielen
Mai
1998

Alle sollen ab jetzt draußen bleiben. Der staatliche Rassismus, per Gesetz und Parlament, akklamiert durch die Medien, wundert sich dann über den gesellschaftlichen Rassismus, den er so miterzeugt und legitimiert, und macht dann einen auf betroffen, wenn Häuser brennen, Bomben hochgehen, (...)

Streifzüge, Heft 2/1999

Was bleibt von Georg Lukács’ „Geschichte und Klassenbewußtsein“?

Juni
1999

Georg Lukács ist als Verfasser von Geschichte und Klassenbewußtsein jener Autor, auf den sich alle spätere Theorie, die der Auseinandersetzung mit der Marxschen Fetischkritik zentrale Bedeutung beimißt, in der einen oder anderen Form bezieht. Er gilt als Wegbereiter einer Marx-Interpretation, die (...)

Café Critique, Jahr 2000

Agnolis Kritik der Politik, das Elend der Politikwissenschaft und der Staatsfetisch in der marxistischen Theorie

 
2000

(Bruhn, Joachim u. a. (Hg.): Kritik der Politik. Johannes Agnoli zum 75. Geburtstag. Freiburg i. Br.: ça ira-Verlag, 2000) Als Johannes Agnoli aufhörte an der Freien Universität in Berlin zu lehren, begann ich dort zu studieren. Einen Eindruck davon, was ich dadurch versäumt habe, bekam ich (...)

Context XXI, Heft 6/2000

Der Fetisch im Spektakel

Guy Debord als Gesellschaftskritiker
Oktober
2000

Guy Debords Kunst- und Medienkritik kann nur vor dem Hintergrund seiner allgemeinen Kritik bürgerlicher Vergesellschaftung begriffen werden. Guy Debord und die Situationistische Internationale erfahren in den letzten Jahren auch im deutschsprachigen Raum vermehrte Aufmerksamkeit. Zum einen (...)

Context XXI, Radiosendungen 2001

Die Gesellschaft des Spektakels

Guy Debord als radikaler Gesellschaftskritiker
Januar
2001

Stephan Grigat referierte im Kritischen Kreis zum Thema „Der Fetisch im Spektakel“ über Guy Debords radikale Gesellschaftskritik.

Streifzüge, Heft 1/2001

Totalität und Gesellschaftskritik

März
2001

Einwände gegen eine die Marxsche Kritik der politischen Ökonomie zur Grundlage nehmende Gesellschaftstheorie gibt es viele. Sie stoßen sich an der Konzeption, die sich in Zeiten der funktionalistischen Einzel- und der auf Differenzierung pochenden kritischen Wissenschaften demgegenüber auf eine (...)

Café Critique, Jahr 2001

Der Fetisch im Spektakel

Zur Gesellschaftskritik Guy Debords
Mai
2001

Guy Debord und die Situationistische Internationale erfahren in den letzten Jahren auch im deutschsprachigen Raum vermehrte Aufmerksamkeit. Zum einen wurde Debords Hauptwerk Die Gesellschaft des Spektakels 1996 erneut aufgelegt. Zum anderen wurde das Augenmerk einer größeren Öffentlichkeit durch (...)

Context XXI, Radiosendungen 2001

Die Globalisierung und ihre Kritiker

Juni
2001

Stephan Grigat über die Internationalisierung des Kapitals und die Ressentiments der Linken.

Context XXI, Heft 5/2001

Pierre Bourdieu: Gegenfeuer 2

September
2001

Im Mai 2001 ist Pierre Bourdieus Gegenfeuer 2 in deutschsprachiger Übersetzung erschienen. Der Band enthält insgesamt elf Beiträge, die der am Collège de France lehrende Soziologe zwischen Juni 1999 und Jänner 2001 publiziert oder referiert hat. Bourdieu schließt in Gegenfeuer 2 nahtlos an die im (...)

radiX, Aussendungen
Zeev Sternhell:

Faschistische Ideologie

Juni
2002

Diese Woche ist erstmals eine deutsche Übersetzung von Zeev Sternhells Arbeit über die faschistische Ideologie erschienen, die 1976 zum ersten mal auf Englisch herausgekommen ist. Der emeritierte Professor für Geschichte an der Hebräischen Universität in Jerusalem und Autor von „Maurice Barres et le (...)

Grundrisse, Nummer 3

Humanismus und Terror

September
2002

„Die Bürger sollen es wissen“, proklamiert aufgebracht Ignacio Ramonet, „der Globalismus greift die Gesellschaft an drei Fronten an“. Gemeint sind die militärische Front, jene der Wirtschaft und die Ideologie. Angenommen, uns interessiert vor allem letztere, so werden wir problemlos eine umfangreiche (...)

Grundrisse, Nummer 3
Isolde Charim:

Der Althusser-Effekt

Entwurf einer Ideologietheorie
September
2002

Wien: Passagen Verlag, 2002 Ausgehend von einem fragmentarischen Text des französischen Philosophen Louis Althusser – “Ideologie und ideologische Staatsapparate” – stellt sich Isolde Charim die Aufgabe, die Anknüpfungspunkte, aber auch die Leerstellen des Althusserschen Textes offenzulegen, ihn (...)

Streifzüge, Heft 3/2002

Gegenrealismus

Oktober
2002

Gesellschaftliche Konflikte sind immer auch Kampf um Begriffe, um die „Definitionsmacht“ über die Art und Weise, wie die Probleme überhaupt wahrgenommen werden. Man könnte auch sagen, dass die Probleme quasi naturwüchsig nach Maßgabe der herrschenden Systemlogik definiert werden. Und eine (...)

Café Critique, Jahr 2002

„Ein Abgrund an Aufklärungsverrat“

Interview mit Stephan Grigat
November
2002

Ralf Fischer: Sie waren auf der Konferenz „Antisemitismus in der deutschen Linken“ der Hans Böckler Stiftung Ende November 2004 in Berlin Referent zum Thema „Nahost-Konflikt und deutsche Linke.“ Ihre Debatte mit der Berliner Journalistin Elfriede Müller auf der Konferenz war für viele Teilnehmer (...)

Context XXI, Heft 5-6/2002

Der linke Beitrag zum Faschismus

November
2002

Nach der Entstehung der faschistischen Ideologie (1999) ist nun erstmals Zeev Sternhells Faschistische Ideologie (im Original: Fascist Ideology) in ihrer deutschen Übersetzung erschienen. Sternhell beschäftigt sich dabei bewusst nur mit der Ideologie des Faschismus und nicht mit dem Faschismus (...)

Grundrisse, Nummer 6

Unser kleines Jenseits

Das Wir und der Antirassismus, ein Beitrag zur antirassistischen Arbeitspraxis
Juni
2003

Ein zentraler Ausgangspunkt jeder antirassistischen Arbeit ist das Wir. Und zwar in zweifacher Hinsicht. Einerseits ist das rassistische Wir letztlich jene Bastion, die es diskursiv anzukratzen und zu knacken gilt, andererseits ist auch das Wir, das sich gegen Rassismen richtet, als Nukleus des (...)

Context XXI, Radiosendungen 2004

Das Rätsel der Macht

Manfred Dahlmann über Michel Foucault
Januar
2004

Das Rätsel der Macht Michel Foucaults unfreiwillige Anthropologie von Manfred Dahlmann (aus: BAHAMAS 26/1998) Bezeichnend für das Denken von Foucault ist dessen Leitfaden für das Alltagsleben, den er nach der Lektüre des Anti-Ödipus von Deleuze/Guattari zusammengestellt hat: Befreie die (...)

Streifzüge, Heft 30

„Je mehr Magenschmerzen, desto süßer lächeln sie“

Positives Denken – vom Esoterik-Ideologem zum klassischen Gleitmittel
März
2004

In seinem Roman „Herrn Kukas Empfehlungen“ schildert Radek Knapp höchst treffend die anstandslose Unterordnung unter den Guru Verwertbarkeit. Sein junger polnischer Held, zum ersten Mal nach Wien gereist, ist bass erstaunt über die Sitten im goldenen Westen. Die Menschen „sitzen vierzehn Stunden am (...)

Streifzüge, Heft 30

Akzeptanz und Widerstand

Mailwechsel zu Franz Schandl „Sozialkritik in Zeiten der Konterreform“ (Streifzüge 2/2003)
März
2004

Der Autor F. Schandl möchte die „Akzeptanz von Markt und Tausch, von Konkurrenz und Verwertung“ gestört und letztlich zerstört sehen. Sehr gut! Dann mal angefangen. Ich (37 Jahre alt) lebe von Arbeitslosenhilfe in einer unsanierten Wohnung, habe kein Auto und kein Fernsehen, esse mein angebautes (...)

Streifzüge, Heft 32

Sich fremd werden

Globalisierungs- und Ideologiekritik
Oktober
2004

Zur Ideologie gehört, dass ihr Subjekt, also wir selbst, von seinem Eingelassensein in Ideologie zunächst und zumeist gar nichts weiß. Man glaubt, frei das Wort zu ergreifen und zu sagen, was man auf der Höhe der eigenen Erfahrung und „mit bestem Wissen und Gewissen“ denkt – und spricht doch Deutsch. (...)

Context XXI, Heft 3-4/2005

„Versäumte Aufgaben der Kritik“

Walter Benjamin im Zeitalter der Technik
Juni
2005

Walter Benjamins geschichtshistorische und kunstkritische Schriften bilden ein Gesamtwerk, in dem sich die verschie­denen Strömungen der abendländischen Philosophie mit den Fragen der Zeit kreuzen, von denen er als Mensch und als Jude betroffen ist. Die technische Fragestellung liquidiert die (...)

Grundrisse, Nummer 16

Zwei Anmerkungen zur Grammatik der Multitude

Dezember
2005

Die folgenden zwei Texte, die uns Paolo Virno freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat, können als Vertiefungen von Thematiken gelesen werden, die der Autor in der Grammatik der Multitude behandelt. Die erste dieser beiden Anmerkungen bezieht sich auf eine Überlegung im Kapitel „Gemeinplätze (...)

Context XXI, Jahr 2006

Religions- und Ideologiekritik

März
2006

Eine Veranstaltungsreihe der Studienvertretung Politikwissenschaft an der Universität Wien. Religions- und Ideologiekritik Eine Einführung mit Stephan Grigat Karl Marx schrieb 1843: "Die Aufhebung der Religion als des illusorischen Glücks des Volkes ist die Forderung seines wirklichen Glücks. (...)

Streifzüge, Heft 39

Vom Markt der Religionen zum Markt als Religion

März
2007

„Ein Aufatmen geht durch die bürgerliche Mitte, und auch die Gebildeten unter den Verächtern können es nicht mehr leugnen: Die totgesagte Religion ist ins Bewusstsein zurückgekehrt …“ So beginnt Thomas Assheuer seinen Leitartikel in der ZEIT vom 8. Februar 2007 anlässlich der anlaufenden Serie „Was (...)

Grundrisse, Nummer 22

Warum eigentlich Materialismus?

Helmut Fleischers praxisanalytisches Materialismuskonzept
Juni
2007

Helmut Fleischer (Jg. 1927) hat in Debatten um Ethik, um Sozialismus und um die Analyse historischer Transformationen mit einer Fülle von Arbeiten interveniert. Einen roten Faden seines Werkes bildet die Frage, was als Materialismus heute mit guten Gründen vertreten werden kann. Fleischers (...)

Streifzüge, Heft 43
Dead Men Working

„Bruttosozialglück“

Juni
2008

Der dernier cri hallt frohgemut durch die Feuilletons der Printmedien und durch die einschlägigen Sendungen des ORF-Radio Ö1, in dem sich die alternativ-links-liberalen Trendsetter ein Stelldichein geben. Ihre neuen Zauberformeln gegen Armut, Arbeitslosigkeit und alle anderen leidvollen (...)

Café Critique, Jahr 2009

Fetisch und deutsche Ideologie

Januar
2009

Erstaunt verkündet das Feuilleton eine Marx-Renaissance. Die Krise habe das Marxsche Kapital zum Verkaufsschlager werden lassen. Lesekreise zur Kritik der politischen Ökonomie würden nur so aus dem Boden sprießen. Nach einem Jahrzehnt der weit gehenden Abwesenheit von kapitalismuskritischen Tönen (...)

Streifzüge, Heft 45

Kapitalismus: Das neue Opium des Volkes?

März
2009

In seinem Fragment „Kapitalismus als Religion“ stellt Walter Benjamin im Jahr 1921 auf gut drei Seiten die These auf, dass im „Kapitalismus eine Religion zu erblicken sei“. Er diene essentiell der Befriedigung derselben Sorgen, Qualen und Unruhen, auf die ehemals die so genannten Religionen Antwort (...)

Grundrisse, Nummer 31

Bemerkungen zum Buch „Der neue Geist des Kapitalismus“ von Luc Boltanski und Ève Chiapello

September
2009

Erschienen ist dieses voluminöse Werk in französischer Sprache bereits 1999, eine erste Übersetzung ins Deutsche im Jahr 2003, eine Taschenbuchausgabe 2006. [Die Zahlen in runden Klammern beziehen sich auf die Seiten dieser Ausgabe.] Die erste Welle der zumeist akademischen Rezeption ist verebbt, (...)

Streifzüge, Heft 47

What we do matters

Zu Friederike Habermann: Der homo oeconomicus und das Andere
Oktober
2009

„What we do matters“, ist der Schlusssatz des Buches. Derlei Sentenzen sagen oft einiges über Stimmung, Haltung und Perspektive, mit der die AutorInnen schreiben. Z.B. das „Dixi et salvavi animam meam“ am Ende von Marxens Kritik des Gothaer Programms, aus dem sein schon resignativer Frust über den (...)

Streifzüge, Heft 52

Fiktives

Sprunghafte Hypothesen zu Ökonomie und Ideologie des Kapitals
Juni
2011

Fiktionen spielen in unserem bürgerlichen Dasein eine große Rolle. Permanent stellen wir uns etwas vor und permanent wird uns etwas vorgestellt. 1. In unserer Disposition reagieren wir beinahe reflexartig auf die Erfahrungen des Alltags, wozu nicht nur klassisch Produktion, Zirkulation und (...)

Streifzüge, Heft 52
2000 Zeichen abwärts

Am Anfang steht der Glaube

Juni
2011

Weil die meisten ZeitgenossInnen von klein auf gelernt haben, in ökonomischen Kategorien zu denken, fällt es gar nicht mehr auf, dass am Ursprung der ökonomischen Wissenschaften Annahmen stehen. Aber die Tatsache, dass es kaum noch auffällt, ändert nichts an der Tatsache, dass es sich um Fiktionen (...)

Streifzüge, Heft 53

Innehalten

Das Erspüren von Boden unter den Füßen
Oktober
2011

Am Ende des fossilen Zeitalters treibt die verwaltete Gesellschaft ihren Zahlenspuk ins Extrem. Die Vorstellungen der Zukunft werden von mathematischen Funktionen dominiert, bis in die Mitte des Jahrhunderts extrapoliert, der Verlauf unserer Leben geglättet und Abweichungen unter das Gesetz der (...)

Streifzüge, Heft 54
Dead Men Working

Rechenkünste unlimited

März
2012

„Money makes the world go round, go round …!“ – Genau so ist es. So lange es Geld gibt, wird das Geld die Welt beherrschen. Die Aufgabe der Marktwirtschaft ist es, aus Geld mehr Geld zu machen. Ohne Gewinnmaximierung kein Überleben. Das ist der Zweck aller Übungen. Geld ist mitnichten ein (...)

Streifzüge, Heft 54

Mythos Geld

Ein Diskussionsanstoß in 5 Akten
März
2012

Ein Leser meint: Eine Welt ohne Geld wäre schön, doch eine schöne Welt ohne Geld sei unmöglich. Also, brauchen wir Geld oder brauchen wir Geld nicht? Im Folgenden behandle ich fünf Fragen zum Thema Geld. Als Überschriften dienen mir die wichtigsten Antworten darauf. Es spricht einiges dafür, dass es (...)

Grundrisse, Nummer 42

Ideologie als Subjekt ohne Prozess

Kritische Anmerkungen zu Althussers „Ideologie und ideologische Staatsapparate“ & „Über die Reproduktion“ anlässlich deren Neu- bzw. Erstauflage
Mai
2012

Dem Herausgeber Frieder Otto Wolf ist es zu verdanken, dass die Werke eines der einflussreichsten Marxisten des späten 20. Jahrhunderts, Louis Althusser, in deutscher Sprache (wieder) aufgelegt werden. Und nachdem 2011 eine neue Edition des wohl bekanntesten und einflussreichsten Textes von (...)

Grundrisse, Nummer 47

Marx’ Kritik der politischen Ökonomie

(Noch) Schlüssel für die Ideologie- und Bewusstseinstheorie der Linken heute?
Mai
2013

Kontinuität und Bruch Die globale Finanzkrise hat die kapitalistische Gesellschaftsordnung in den Grundfesten erschüttert. Aber die gegenwärtige Weltwirtschaftskrise erweist sich damit noch keineswegs als „Stunde der Linken“ und radikaler Bewusstseinsveränderungen. Bei aller Skepsis einer Mehrheit (...)

Streifzüge, Jahrgang 2016

Liberalismus gut, Neoliberalismus schlecht

Durch Wendy Brown werden wir auch nicht schlauer
August
2016

Vorerst ist man enttäuscht. Das Buch ist ungefähr so wie man es erwartet. Linksakademischer Standard, der diesen erfüllt, aber nirgends darüber hinaus geht resp. überrascht. Da mögen sich einige wiedererkennen, aber insgesamt ist das sehr konventionell. Und ziemlich langatmig noch dazu. Seitenweise (...)

Streifzüge, Heft 67

Die Freiheit, die niemand kennt

August
2016

Der Begriff Freiheit wurde im Laufe der Geschichte stets neu gefasst und bis in die heutige Leistungsgesellschaft weitergetragen. Allein, geändert hat sich unser Umgang mit ihm. Die Freiheit, zumindest als Begriff, ist seit der Aufklärung durch viel Widerstand gegangen. Wir brauchen sie nicht (...)

Streifzüge, Jahrgang 2017

Sprache der Verdinglichung

Januar
2017

Die rastlose Selbstzerstörung der Aufklärung zwingt das Denken dazu, sich auch die letzte Arglosigkeit gegenüber den Gewohnheiten und Richtungen des Zeitgeistes zu verbieten. (Horkheimeer/Adorno, Dialektik der Aufklärung) Was für ein kometenhafter Aufstieg für ein erst kürzlich erfundenes Adjektiv! (...)

Streifzüge, Heft 69

No future for Jenny

Januar
2017

Welches ist Ihr Lieblingsbuch, Herr Brecht? – Sie werden lachen: die Bibel. Brecht hat das Gedicht Die Seeräuberjenny 1926 geschrieben, im selben Zeitraum wie die Ballade Von der Kindesmörderin Marie Farrar, einer als Dienstmädchen schuftenden jungen Frau, die ihre (ungewollte) Schwangerschaft (...)

Streifzüge, Heft 68

Bornierte Freiheit oder: Wie man blind und ungeplant ins Desaster stolpert

Februar
2017

Selbst wenn in einem Boot, das einen reißenden Fluss überquert, die Besatzungsmitglieder beim Rudern sich völlig verausgaben sollten, selbst dann wird das Boot durch die Strömung vom gegenüberliegenden Ufer extrem abgetrieben, sofern jeder allein und für sich, „völlig frei“ sich verausgabt und nicht (...)

Streifzüge, Jahrgang 2017
VORLAUF ARBEITS-LOS

Fetisch Arbeit

November
2017

Die ,Arbeit‘ ist ihrem Wesen nach die unfreie, unmenschliche, ungesellschaftliche, vom Privateigentum bedingte und das Privateigentum schaffende Tätigkeit. Karl Marx Alle fordern Arbeit, Arbeit, Arbeit! Manche fordern eine bedarfsorientierte Grundsicherung, andere ein bedingungsloses (...)

Streifzüge, Heft 75

Akademische Ausgüsse

April
2019

Worauf es deswegen bei dem Studium der Wissenschaft ankommt, ist, die Anstrengung des Begriffs auf sich zu nehmen. Sie erfordert die Aufmerksamkeit auf ihn als solchen (…) Der Gewohnheit, an Vorstellungen fortzulaufen, ist die Unterbrechung derselben durch den Begriff ebenso lästig als dem (...)

Streifzüge, Jahrgang 2020

Von den Tugenden der geleiteten Freiheit

Februar
2020

Die Routine wird gestört, und das ist durchaus erfrischend. Wichtig ist, dass der Liberalismus in diesem Band nicht dekretiert wird, sondern diskutiert. Nicht einfach übergestülpt, sondern umgestülpt. Der Liberalismus wird als Problem begriffen und nicht nur als dessen Lösung. An diesem Vorhaben (...)

Streifzüge, Jahrgang 2023

Corona als ein Moment des Neuen

Januar
2023

Der Covid-Konsens im deutschsprachigen Raum ist weiterhin erdrückend. Er basiert auf unhinterfragten Glaubenssätzen. Die ihn verteidigen, tun es mit intellektuell schlichten Mitteln. Jede Analogie, jede schiefe Metapher – ob von Flugzeugabstürzen oder der „Wand“ der Infektionen – verbreitet sich in (...)

Streifzüge, Heft 87

Enforce Flexibility, Punish the Flexible

Juni
2023

Jüngst hat Göran Therborn mit großer Geste die soziale Substanz des Neoliberalismus als „Sado-Liberalismus“ charakterisiert. Dessen Kern bildet ein Mechanismus der Responsibilisierung. Darin wird den Verlierer:innen des Prozesses der atypisierten Flexibilisierung der Lohnarbeit, der Vermarktlichung (...)

Streifzüge, Jahrgang 2024

Märchenunglück

März
2024

Kinder brauchen Märchen. (Bruno Bettelheim) Die Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm waren nicht nur für Kinder, sondern auch für Erwachsene gedacht, als Unterhaltungsbedürfnis für Menschen aus allen sozialen Schichten: für Bauern, Dienstleute und Handwerker bis hinein ins großbürgerliche Milieu. (...)

Websites
Context XXI, Marxistische Literatur

Marx wirklich studieren

Marx hat aus gutem Grund an Aktualität gewonnen und sollte daher im Original studiert werden. Wir stellen auf unserer Homepage nicht nur sämtliche publizierte Schriften von Marx und Engels zur Verfügung, sondern auch gesondert ihre Hauptschriften, einmal im Original und zusätzlich in einer zweiten (...)

Context XXI, Marxistische Literatur

Marxists Internet Archive (MIA)

The Marxists Internet Archive (MIA) is an all-volunteer, non-profit public library, started more than 20 years ago in 1990. In 2007, MIA has 62 active volunteers from 33 different countries. MIA contains the writings of 592 authors representing a complete spectrum of political, philosophical, (...)

Context XXI, Marxistische Literatur

Stimmen der proletarischen Revolution

Bibliothek der revolutionären Bewegungen unserer Zeit: Reden — Schriften — Briefe — Wissenschaftliche Studien. Gegründet im vorigen Jahrhundert als: »Klassiker des Marxismus-Leninismus«. Sie finden hier die wohl umfangreichste Sammlung der Werke von Karl Marx und Friedrich Engels und anderer (...)

Context XXI, Gruppen & Organisationen

theorie praxis lokal

Grundsatzerklärung der Sozialistischen Studienvereinigung Die Sozialistische Studienvereinigung ist ein Zusammenschluss von Menschen aus verschiedenen Strömungen der antikapitalistischen Linken in Frankfurt und Umgebung, die sich die gemeinsame Aneignung der von Marx datierenden revolutionären (...)