Landwirtschaft
Beiträge
FORVM, No. 76

Zwischen Farm und Kolchose

Zur Lage des europäischen Bauerntums
April
1960

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FORVM, No. 154

Agrarpolitik für Anfänger

Aus „Geldverdienen für Anfänger“, Diogenes-Verlag, Zürich
Oktober
1966

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FORVM, No. 155-156

Die Milch des Alters

Eine Weinreise durch Mitteleuropa
Dezember
1966

Uns nährt und ammet noch, gleich Brustkindlein, Die Milch des Alters, der geklärte Wein. (C. Z.: „Der Schelm von Bergen“) „Die Milch des Alters“ pflegte mein Vater in seinen späteren Jahren den Wein zu nennen. Er redete, wie es damals wohl üblich war, von seinem vierzigsten Jahr ab, besonders (…)

Internationale Situationniste, Numéro 11

Contributions servant à rectifier l’opinion du public sur la révolution dans les pays sous-développés

octobre
1967

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FORVM, No. 194/II

Indien bleibt elend

Entwicklungshilfe als Schwindel
Februar
1970

P. S., Student der Wirtschaftswissenschaften, veröffentlicht diese Studie als Ergebnis einer Südasienreise. 1. Zerstörung der vorkolonialen Produktionsweise Der offenbare Hauptwiderspruch in den Ländern der armen Welt besteht darin, daß der größte Teil der arbeitsfähigen Bevölkerung mit (…)

FORVM, No. 198/II/199

Kuba: Kulturrevolution mittels Zucker

Juni
1970

In Lateinamerika wurde der Begriff „Revolution“ gründlich verschlissen; selbst die Generale in Argentinien und Brasilien wollen nicht als Konservative gelten, sondern meldeten die „Konservative Revolution“ an. Echte sozialrevolutionäre Ansätze, vor allem in Mexiko und Bolivien, versandeten, weil (…)

FORVM, No. 200/201

Landleben in Kuba

August
1970

Der vorliegende Aufsatz entstand nach einer längeren Studienreise durch Kuba und wurde auch in der FAO-Zeitschrift „Ceres“ unter dem Titel „Cuba: The Agricultural Worker is the real Winner“ veröffentlicht. Erich H. Jacoby wird voraussichtlich im Herbst 1970 nach Österreich kommen, um auf (…)

FORVM, No. 209/I/II

Bengalischer Bauernkrieg

April
1971

I. Kolonialisierung und Unterentwicklung Der Untergang des feudalen Systems in Asien, des orientalischen Despotismus, zeigt drei hervorragende Merkmale: Steigerung der landwirtschaftlichen Produktion (Entstehen einer potentiellen Industriearbeiterschaft durch den Druck der feudalen (…)

FORVM, No. 223

Legale Agrarreform

Zur Situation der chilenischen Landwirtschaft
Juli
1972

Der Text ist Ergebnis einer Gemeinschaftsarbeit junger österreichischer und bundesdeutscher Journalisten, die als Berichterstatter über die UNCTAD-Konferenz in Santiago de Chile anwesend waren. Sie wollen mehr Texte online lesen?
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FORVM, No. 307/308

Hunger durch grüne Revolution

Wie eine falsche Technik das Elend vergrößert
Juli
1979

1998 wird Thomas Malthus’ Essay on the Principle of Population as it Affects the Future Improvement of Society zweihundert Jahre alt. Bis dahin wird die Zahl der Menschen auf der Erde von vier auf fast sieben Milliarden wachsen, mit den größten Zuwachsraten dort, wo schon heute Hunger und Elend (…)

FORVM, No. 315/316

SP- & KP-Bauer

März
1980

Michael Genner: Mein Vater Laurenz Genner. Ein Sozialist im Dorf, Veröffentlichung des Ludwig Boltzmann Instituts für Geschichte der Arbeiterbewegung. Nachwort von Karl R. Stadler, Europaverlag, Wien 1979, 326 Seiten, DM 38, öS 270 Österreichische Zeitgeschichte, aus einem ungewöhnlichen (…)

FORVM, No. 317/318

Mondscheinbauern

Die Großen werden größer und kleiner die Kleinen
Mai
1980

1918 war eines der Hauptargumente gegen die Überlebensfähigkeit des österreichischen Reststaates die mangelnde Versorgung mit Lebensmitteln. Die Hauptstadt Wien war von ihren wichtigsten Versorgungsgebieten, vor allem in Ungarn, abgeschnitten. Heute ist die Lage grundsätzlich anders. Österreich (…)

Wurzelwerk, Wurzelwerk 4

Monokultivierung — Mischkulturanbau

September
1981

Zur geschichtlichen Entwicklung Die Vorzüge der in Land- und Forstwirtschaft gebräuchlichen Monokulturen erwiesen sich in den letzten Jahren als immer fragwürdiger. Sie entsprechen nur rein ökonomischen Überlegungen und werden den ökologischen Erfordernissen eines Landschaftstyps und letztlich (…)

Wurzelwerk, Wurzelwerk 13

Problemkatalog

August
1982

Die Entwicklung der letzten Zeit hat gezeigt, daß es in Österreich ein Bedürfnis gibt, außerhalb der etablierten Parteien politisch aktiv zu sein. Die Aktivitäten sind hier genauso vielfältig, wie die Gruppen, von denen diese Aktivitäten ausgehen. Diese Entwicklung ist eine sehr positive, weil (…)

Wurzelwerk, Wurzelwerk 14

Konservieren mit der Natur / II

September
1982

Säfte und Wein Am besten ist Kaltpressen, ob Apfel, Birnen oder Rote Rüben. Mit einer altbewährten Handsaftpresse oder im Küchenmixer u.a. Haltbar läßt sich der Saft dann auf verschiedene Arten machen: z.B. durch Beigabe von 100g geriebenem Meerrettich pro Liter Saft, dann gleich gut (…)

Wurzelwerk, Wurzelwerk 21

1. Frischmilch„marktordnung“ Österreichs

Mai
1983

Seit einigen Wochen gibt es die erste eigenständige, alternative Frischmilch-„Marktordnung“ in Österreich. Eine Erzeuger-Verbraucher Genossenschaft hat sie für alle ihre „Genossen“ „geschaffen“. Warum und Wozu? Zur Befreiung der Bauern von der Knechtschaft der Milchindustrie: Keine hundert Jahre (…)

Wurzelwerk, Wurzelwerk 23

Land der Nahrungsberge

Agrarüberschüsse in Österreich — Der Hunger in der Welt
August
1983

„Sag’, wie war das möglich, damals in Auschwitz? Wie war es möglich, daß ein Volk es zuließ, daß Auschwitz geschehen konnte?" Ich diskutierte mit einem Mann der im 2. Weltkrieg Soldat war. Nicht um ihm Vorwürfe zu machen, ich wollte es nur verstehen lernen. : Die Antwort, und sie ist immer (…)

Wurzelwerk, Wurzelwerk 23

Der Bauer als Spielball

Das Ölsaatenprojekt
August
1983

Problematik In einer so wichtigen Sparte wie der Speiseöl- und Fettversorgung ist Österreich zu 97% vom Ausland, davon allein zu 85% von den USA abhängig. Insbesondere beim Auftreten von internationalen Krisen, wie z.B. dem Falklandkrieg — Argentinien bestreitet 40% des Weltexportes an (…)

Wurzelwerk, Wurzelwerk 24

Afrika: Die Gefahren bedenkenloser Waldrodungen

Oktober
1983

Nairobi, (IPS). — Der ehedem reiche Waldbestand des afrikanischen Kontinents galt vielen Regierungen in der Vergangenheit als Hindernis auf dem Weg zu Entwicklung und technischem Fortschritt, die Natur stand der Erschließung landwirtschaftlicher Nutzflächen im Wege, Buschwerk und Bäume fielen (…)

Wurzelwerk, Wurzelwerk 24

Sinnesverwirrung?

Treibstoff aus Getreide
Oktober
1983

Es wird ernst: Nach dem Willen der Biosprit-Produzenten soll in Bälde im oberösterreichischen Aschach wertvolles Getreide zu Motorentreibstoff vergärt werden. Der Hintergrund: Mittels Zerstörung weiter Naturflächen und Gifteinsatz produziert die österreichische Landwirtschaft, speziell die (…)

Wurzelwerk, Wurzelwerk 24

Alternative & Agrar

Damit der grüne Faden nicht verlorengeht ...
Oktober
1983

Gesunde Landwirtschaft — gesunde Ernährung Die Landwirtschaft veranschaulicht besonders deutlich ein Wirtschaftsverständnis, das in die Sackgasse führt. Mit immer mehr Chemie und Kunstdünger, importiertem Saatgut usw. wird immer mehr produziert, um dann die diversen Butterberge, (…)

Wurzelwerk, Wurzelwerk 28

Wohl bekomm’s

Unsere Landwirtschaft — welch eine Wirtschaft!
März
1984

Die allgemeine Schadstoffbelastung von Lebensmitteln steht hinter dem internationalen Niveau um nichts zurück. Dabei zeichnen sich vor allem zwei Gefahrenbereiche ab: Es gibt in Österreich praktisch keine Lebensmittel mehr, die als chemikalien- oder rückstandsfrei zu bezeichnen sind. Über viele (…)

Wurzelwerk, Wurzelwerk 28

Bio-Sprit, macht nicht mit!

Von Agrarüberschüssen und Energiegewinnung, vom Umweltschutz und der Moral
März
1984

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FORVM, No. 367/370

Rekonstruktion der Gesellschaft

Oktober
1984

In seinem Vortrag an der Universität Wien stellte der amerikanische Nobelpreisträger Zusammenhänge zwischen gesellschaftlicher Macht- und Güterverteilung und dem Raubbau an der Umwelt her. Das Problem ist, daß nach 3 Billionen Jahren des Lebens auf diesem Planeten und nach vielleicht 10.000 (…)

Wurzelwerk, Wurzelwerk 33

Armes Marchfeld

Die Korn- und Gemüsekammer des Ostens droht zu versteppen
Oktober
1984

Erster Eindruck, wenn man im Spätsommer ins Marchfeld gelangt: hier müssen die Feuerteufel zuhause sein. Je näher dem Weinviertel, desto mehr verstärkt sich dieser Eindruck. Bei näherem Hinsehen offenbart sich mehr: hier droht Dürre. Trotz eines relativ feuchten Sommers ist der (…)

Wurzelwerk, Wurzelwerk 33

Landwirtschaft am Plafond

Biologisch-ökologische Anbauformen als einzige Alternative
Oktober
1984

Unsere Landwirtschaft hat derzeit mit großen Problemen zu kämpfen, die als Folge einer sehr stark technisch orientierten Produktion mit hohem Fremdstoffeinsatz auftreten. Die Verwertung der Agrarüberschüsse zählt zu den brennendsten Problemen der Agrarpolitik. Sie sind die sicht- und spürbarste (…)

Wurzelwerk, Wurzelwerk 40

Unser Boden, der letzte Dreck?

Über die Zerstörung von Landschaft und Umwelt durch die moderne Landwirtschaft
Juni
1985

Erwin R. Müller, Zytglogge Verlag, Gümlingen, broschiert, 176 Seiten Sie wollen mehr Texte online lesen?
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FORVM, No. 384/385/386

Plädoyer für eine rationelle Ökonomie

April
1986

Unsere moderne Landwirtschaft ist ein Skandal: Ein Bauer in Kansas kann mit 1500 Hektar fruchtbaren Landes kaum überleben, während ein japanischer Bauer, der sein Land „kultiviert“, mit 5 Hektar spielend seine Familie ernährt. In jeder Gesellschaft ist die Landwirtschaft der wichtigste (…)

MOZ, Nummer 37

Acker ade

Die Gentechnologie in der Landwirtschaft
Januar
1989

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MOZ, Nummer 51
Im peruanischen Dschungel:

Das Coca-Labyrinth

April
1990

Die peruanische Volkswirtschaft stünde ohne das „weiße Gold“ vor dem Ruin. Auf schätzungsweise 400.000 Hektar landwirtschaftlicher Nutzfläche wird die Coca-Pflanze, der Grundstoff des Kokains, angebaut. Auch nach den Wahlen im April wird sich daran nicht viel ändern. Der braune Coca-Brei in (…)

MOZ, Nummer 54
Rumänien:

Freies Wort und nichts zu essen

Juli
1990

„Jos Komunismul“, „Nieder mit dem Kommunismus“. Trotz dieser in Bukarest allgegenwärtigen Parole wählten mehr als 2/3 der Rumän/inn/en die im Westen als kommunistisch verteufelte „Front zur nationalen Rettung“. Warum dies kein Widerspruch ist, klärt ein Blick hinter die Kulissen der Gesellschaft (…)

FORVM, No. 439-441

Bäume, Kühe, Kokain

Ein Interview
Juli
1990

O Wald! Sie schneiden dir dein grünes Herz heraus. Die Gräser, die Paranufsbäume, die wilden Tiere wittern bereits den Geruch des Gefängnisses. Wir sagen: Menschen sehnen sich nach Freiheit; wer also werden dann die Meister unserer Geschichte sein? Samba do Quinze Im Laufe der letzten 25 Jahre (…)

FORVM, No. 468

Die unmögliche Liebe zum Garten

Dezember
1992

Motto: Nur der Kohl tröstete sie ... Gustave Flaubert „Bouvard und Pécuchet“ Am Beginn meiner unmöglichen Liebe zum Garten stand der Verlust der Gärten meiner Kindheit. Noch immer kommen sie in den Träumen vor, in leuchtenden Farben und mit allen Einzelheiten, von einer unerbittlichen (…)

Amelie Lanier, Transformation Osteuropas

Der Niedergang der ungarischen Landwirtschaft seit dem Systemwechsel

 
1993

Essen darf nur der, der zahlen kann – erzeugt wird nur das, was verkauft werden kann.

FORVM, No. 478/479

Perspektiven einer neuen Agrarpolitik

November
1993

Das vorliegende Papier versucht, die übliche agrarpolitische Ebene der Diskussionen um Milchpreise, -kontingente, Direktzahlungen usw. zu verlassen und tiefer vorzustoßen zu den primären Ursachen des Niedergangs der bäuerlichen Landwirtschaft. In der Folge sollen Gründe, Möglichkeiten und (…)

FORVM, No. 480

Sind Ihre Gene in Ordnung?

Dezember
1993

Sie wissen es nicht? Oder noch schlimmer, Sie meinen, das ginge keinen außer Ihnen etwas an? Weit gefehlt! Der Verband der Versicherungsunternehmen Österreichs oder eines seiner Mitglieder könnte Ihnen diese oder eine ähnlıche Frage bald stellen. Natürlich nicht, um bei allfälliger Verneinung (…)

EuropaKardioGramm, EKG 5-6/1995
Landwirtschaftsförderung

Versprochen und gebrochen

Oktober
1995

Die Landwirtschaft spielte in der Beitrittsdiskussion und in den Verhandlungen eine wesentliche Rolle. Die Regierung wollte der Bevölkerung durch Jonglieren mit Milliardenbeträgen signalisieren: Wir lassen unsere Bauern nicht im Stich. Den Bauern und Bäuerinnen sollte vermittelt werden: Ohne EU (…)

EuropaKardioGramm, EKG 5-6/1995
EU-Agrarpolitik

Stille Revolution in der Landwirtschaft

Oktober
1995

Elmar Rieger stellt in seinem Artikel in der Kölner Zeitschrift für Soziologie die These auf, daß die EU-Agrarpolitik zu einer Vertiefung von bereits bestehenden wirtschaftlichen und sozialen Ungleichheiten und regionalen Ungleichgewichten geführt hat. Die westeuropäische Landwirtschaft ist (…)

Context XXI, ZOOM 6/1997
Die Bewegung der Landlosen

„Movimento Sem Terra“

Agrarer Widerstand im größten Staat Lateinamerikas
Oktober
1997

Seit über drei Jahrzehnten leistet der Movimento sem terra Widerstand gegen die brasilianische Regierung. Wer auch immer regierte, Agrarreformen blieben aus. Mittlerweile findet der MST vor allem im ländlichen Bereich breite Unterstützung. Erst bei den nächsten Wahlen 1998 wird sich zeigen, ob (…)

radiX, Nummer 1

TierRECHTSbewegung

Dezember
1998

Tierrechte sind modern geworden. Von autonomen VeganerInnen über die für vier Pfoten Spendende Oma bis zum militanten Antisemiten hat sich in den letzten Jahren eine Volksfront für die Tiere herausgebildet die — besieht mensch ihre Inhalte genauer — durchaus auch als Tier-Rechts-Bewegung (…)

radiX, Nummer 2

Agenda 2000

Fortsetzung der verfehlten EU-Landwirtschaftpolitik
Juni
1999

Die Landwirtschaft war nach dem 2. Weltkrieg — als die 3 ersten Teilorganisationen der späteren Europäischen Gemeinschaft gegründet wurden — kein Schwerpunkt der gemeinsamen (Wirtschafts-)politik. Auch wenn die Landwirtschaft heute einer der Hauptbudgetposten der EU geworden ist waren die (…)

radiX, Nummer 3

Lokal gegen global

Bauernbewegungen in Indien
Heidi
Mai
2000

„Hunderttausende von Bauern und Bäuerinnen in ganz Indien protestieren gegen Monsanto. Am 28. November 1998 setzten sie das erste Feld in Brand, auf dem Monsanto Feldversuche mit genetisch mani­puliertem Saatgut durchgeführt hat. Die Feldversuche liefen seit drei Monaten, die Öffentlichkeit (…)

radiX, Aussendungen

Europäischer Rinderwahnsinn

Februar
2001

Die Ökologische Linke (ÖKOLI) protestiert gegen die beteits im Gange befindliche Massenschlachtung nicht an BSE-erkrankter Rinder und der folgenden Vernichtung des Fleisches. Ausschließlich zum Zwecke der Preisstabilisierung des infolge der BSE-Krise außer Kontrolle geratenen Rindfleischmarktes (…)

radiX, Aussendungen

Mit Blut und Boden für die Bauern?

Juni
2001

Seit einigen Wochen geistert ein von Österreichs größter rechtspopulistischen Tageszeitung „Die Krone“ inszenierter Text durch die Gegend, den diese großspurig „Bauernmanifest“ nennt und der seither — teilweis mit sanftem Druck der Krone — von PolitikerInnen aller Parlamentsparteien, von (…)

Context XXI, Heft 4-5/2006

„Schwarz wie die Nacht, heiß wie die Hölle und süß wie die Liebe“

Über „Black Gold“, Kaffee und die globale Wirtschaft
März
2006

Eine Filmkritik Kein anderes Produkt hat die Welt in so einem Maße erobert wie der Kaffee: Der Geruch gerösteter Kaffeebohnen hebt sich über den Slums von Kairo, schwebt durch die Gassen Wiens und seiner Cafes, und deckt sogar den Autoabgasgeruch in Los Angeles ab. Kaffee ist Teil fast jeder (…)

Grundrisse, Texte außerhalb der Grundrisse

China in Aufruhr

Soziale Kämpfe im chinesischen Modernisierungsprozess
Dezember
2006

Wenn der chinesische Drache faucht, wird Europa zittern, wusste schon Napoleon. In den letzten Jahren wurde China zum Mekka des internationalen Kapitals und zum „Motor der Weltwirtschaft“. Die Berichte in den Wirtschaftszeitungen schwanken zwischen neidischer Faszination vom „Markt der Zukunft“ (…)

Streifzüge, Heft 40
2000 Zeichen abwärts

Biene Maja hat Aids!

Juni
2007

Diese Hiobsbotschaft sollte nicht nur Kinder oder Junggebliebene schockieren, sondern auch all jene, die gar keinen Honig mögen. Wie Wissenschafter unlängst herausgefunden haben, ist das Leben der Bienen akut bedroht. Sogar von einem Colony Collapse Disorder(CCD) ist die Rede, da sie vielerorts (…)

Grundrisse, Nummer 27

„Was wir brauchen, ist eine Landwirtschaft mit hoher Diversität und geringem Karbonat-Input“

Ein Gespräch mit Patrick Mulvany über Hungerrevolten, Ernährungssouveränität und die Rolle der Wissenschaft
September
2008

Angesichts der weltweiten Lebensmittelkrise und der zahlreichen Hungerrevolten in Ländern des Südens ist es durchaus legitim zu sagen, dass wir uns in einer dramatischen, und gleichsam in einer historisch wichtigen und einzigartigen Situation befinden. Warum ist das so und was passiert (…)

Streifzüge, Heft 46

Malthus Reloaded?

Juni
2009

Im Laufe der letzten Dekade deutet sich eine Richtungsänderung in der weltweiten Ernährungssituation an, und zwar eine äußerst unangenehme. Während nämlich der Anteil Unterernährter an der Bevölkerung der Entwicklungsländer bis zu Beginn unseres Millenniums zurückging (zwischen 1991 und 2004 von (…)

Grundrisse, Nummer 33

„Die Mandarinen und Oliven fallen nicht vom Himmel“

März
2010

An diesem Tag, dem 31. Januar 2010, haben wir uns getroffen, um die Versammlung der afrikanischen Arbeiter von Rosarno in Rom zu bilden. Wir sind die Arbeiter, die gezwungen wurden, Rosarno zu verlassen, nachdem wir unsere Rechte gefordert haben. Wir arbeiteten unter unmenschlichen (…)

Grundrisse, Nummer 35
Walden Bello:

Politik des Hungers

September
2010

Berlin: Assoziation A, 2010, 199 Seiten, 16 Euro Walden Bellos Verteidigung des Kleinbauerntums Der Titel der deutschen Übersetzung „Politik des Hungers“ täuscht etwas über den Inhalt des Buches hinweg. In Walden Bellos „The Food Wars“ geht es eigentlich weniger um Hunger, als um die (…)

Grundrisse, Nummer 36

Zur Notwendigkeit der politischen Neu-Ausrichtung von transnationaler Organisierungs- und Solidaritätsarbeit

Kampagnen an der Schnittstelle von antirassistischen sowie klima- und landwirtschaftspolitischen Netzwerken zwischen Europa und Afrika
November
2010

Angefangen mit dem Algerienkrieg Ende der 1950er Jahre hat die Solidarität mit antikolonialen Befreiungsbewegungen in Ländern des globalen Südens mindestens 30 Jahre lang eine äußerst wichtige Rolle in der (westeuropäischen) Linken und ihren Vorstellungen von globaler Organisierung gespielt. Der (…)

Streifzüge, Heft 53

Die post-revolutionäre Möhre. Hier und Jetzt.

Solidarische Landwirtschaft auf dem Weg zur Schenkökonomie
Oktober
2011

Wir, ein Kollektiv von fünf „Gärtner_innen“, suchten uns eine Gruppe von 60 Personen, die „Begärtnerten“, die von uns durch die Bearbeitung von 5000 qm Ackerfläche im nordhessischen Witzenhausen-Freudenthal mit Gemüse von April bis November versorgt werden wollten. Zusammen formten wir eine (…)

Streifzüge, Heft 54

Landnutzung ein Stück weit demonetarisieren

März
2012

Wir müssen das agrarpolitische Desaster auf den Äckern tagtäglich mitansehen. Mit Entmonetarisierung als Perspektive dagegen meine ich in diesem Beitrag, die landwirtschaftliche Produktion unabhängiger von Geld und seiner Logik zu gestalten. Wir organisieren Gemüseproduktion nach dem Leitsatz: (…)

Amelie Lanier, 2. Andere

Das Grundeigentum als Grundlage allen Privateigentums

Januar
2013

Einleitung: Armut und Reichtum, Eigentum und Ausschluß an der Frage des Bodens Das Eigentum an Grund und Boden ist die unmittelbarste Form des Eigentums. Erstens ist sie die erste, die gewaltmäßig eingerichtet wurde und aufrechterhalten wird – alles andere Eigentum folgt aus und beruht auf dem (…)

Grundrisse, Nummer 49

Wem gehört der Acker?

Gemeinsame Produktionsmittel als notwendige Erweiterung von CSA: für eine Solidarische Landwirtschaft
März
2014

Seit einigen Jahren werden auch in deutschsprachigen Ländern Bewegungen für eine Solidarische Landwirtschaft stärker sichtbar. Am prominentesten in dieser Hinsicht ist wohl der CSA-Ansatz, zumindest ein erster Schritt in diese Richtung. CSA steht für das englische Community Supported (…)

Grundrisse, Nummer 50

Vegan-Hype

Ursachen und Vereinnahmung aus kämpferischer Perspektive
Mai
2014

Was heute alltäglich ist, hätte noch vor fünf Jahren kaum jemand aus der Tierrechtsszene für möglich gehalten: Geschäfte werben damit, dass sie vegane Artikel führen, große, bürgerliche Zeitungen wie Die Süddeutsche oder Die Zeit behandeln den Veganismus in ganzseitigen Artikeln, im (…)

Streifzüge, Heft 61

Die souverän ernährte Stadt?

Potenziale und Grenzen des urbanen Gärtnerns (Teil I)
Juni
2014

Urbanes Gärtnern gewinnt seit einigen Jahren zunehmend auch in Wien an Bedeutung. Die Gärten sind dabei nicht auf die physischen Gartenorte zu reduzieren, sondern mindestens ebenso als diskursives Phänomen von Bedeutung. Eine Reihe von Zuschreibungen fällt ins Auge, wonach die Gärten sozialen (…)

Streifzüge, Heft 62

Die souverän ernährte Stadt?

Potenziale und Grenzen des urbanen Gärtnerns (Teil II)
Oktober
2014

Die bisherigen Ausführungen sprechen nur einzelne Bereiche des Diskurses zu urbanen Gärten an, veranschaulichen aber bereits die hohen Erwartungen, die mit den Gärten in der Stadt verbunden werden. Inwieweit die Gärten diese jedoch tatsächlich erfüllen können, das reale Potential der Gärten (…)

Streifzüge, Jahrgang 2017

Hunger . Macht . Profite

Filme mit Diskussion im Wiener Top-Kino 9.-12.3.2017
März
2017

u.a. mit Lorenz Glatz organisiert von FIAN (FoodFirst Informations- und Aktions-Netzwerk), zusammen mit ÖBV Via Campesina, normale.at und attac Österreich. Wien Weitere Infos: http://www.hungermachtprofite.at/p/programm-wien.html im Top Kino, Rahlgasse 1 (Ecke Theobaldgasse), 1060 Wien (…)

Streifzüge, Jahrgang 2019

Strukturkrise der Marktwirtschaft und gesellschaftliche Emanzipation

Juli
2019

Seit 2008/09 beherrschen Staatsschulden- und Währungskrisen die europäische und internationale Medienlandschaft. Folgen wir den regierenden Parteien, dann handelt es sich bei diesen um vorübergehende Krisen. Es entsteht der Eindruck, die Politik und die nationalen WährungshüterInnen haben alles (…)

Streifzüge, Heft 79

Pandemie, Politik und Solidarische Landwirtschaft

Juni
2020

Covid-19: „Krieg“ und „Wiederaufbau“? Die Warnungen der Weltgesundheitsorganisation WHO vor der Pandemie von Covid-19 haben spontan auch ein gutes Echo gefunden. Fürsorglicher und vorsichtiger Umgang mit den Gefahren der Ansteckung und nachbarschaftliche Hilfsbereitschaft sind vielerorts (…)

Streifzüge, Heft 79

Marode kapitalistische Misswirtschaft

September
2020

Rasant zunehmender Hunger und massenhafte Lebensmittelvernichtung – in der gegenwärtigen Krise tritt die mörderische Irrationalität der kapitalistischen Produktionsweise offen zutage. Da ist er wieder, der unvermeidliche Kartoffelstandard aus fast drei Jahrhunderten Krisen-, Kriegs- und (…)

Streifzüge, Heft 82

Das Land und die Wirtschaft darauf

Juli
2021

Vorlauf Die Oberfläche des Planeten, das Land, die Gewässer und die Atmosphäre sind der Schauplatz des Lebens und seiner Erhaltung. Der Zustand von alledem treibt auf eine Krise zu, auf eine Entscheidung zwischen Bewahrung und Untergang eines Großteils des Lebens auf der Erde. Pflanzen und (…)

Streifzüge, Heft 82

Monokultur

August
2021

Wie entstand das, was wir heute so selbstverständlich „Landwirtschaft“ nennen, und was ist das überhaupt? Diesen Fragen stellt sich Florian Hurtig in dem Buch „Paradise Lost – Vom Ende der Vielfalt und dem Siegeszug der Monokultur“ (Oekom Verlag, 2020). Hurtig rekonstruiert die Genese der (…)

Streifzüge, Heft 82

Das globale Agrarsystem – Wahnsinn mit Methode

August
2021

Die Autodestruktivität der globalen Mehrwertmaschine kommt gerade bei der unmittelbaren Verwertung der Ökosysteme voll zur Entfaltung. Der kapitalistische Produktivitätsextremismus, bei dem alle betriebswirtschaftliche Rationalität dem irrationalen Selbstzweck uferloser Kapitalverwertung (…)

Streifzüge, Heft 82

SoLaKo – Solidarische LandwirtschaftsKooperative

September
2021

Jede SoLaWi ist individuell – die SoLaKo vielleicht etwas individueller: Hier kooperieren mehrere Betriebe, die Ernteteiler*innen händeln weitgehend die Organisation und sie bekommen dafür ein öko-solidarisches „Vollsortiment“ (fast halt) – in Summe ein kleines, feines, regionales (…)

Streifzüge, Heft 82

Notizen über solidarische Landwirtschaft

Oktober
2021

Praktische Erfahrungen aus zehn Jahren mit gelungenen Versuchen, Fehlschlägen und Neuanfängen einiger solidarischer Landwirtschaften rund um Wien sowie des durch sie geschaffenen Umfelds. 1. Einleitung Solidarische Landwirtschaften nahmen Ende der 1960er Jahre in Japan als „teikei“ ihren (…)

Streifzüge, Heft 82

Bedrückend und Beglückend

November
2021

Bauer wollte ich nie werden. Nie. Zu mühsam erschien mir die Plackerei am Hof meiner Großeltern mütterlicherseits. Die agrarische Existenz im Waldviertler Dorf stand ganz im Zeichen der heiligen Allianz von ora et labora. Es war stets harte Arbeit, verbunden mit einem blinden Glauben an den (…)