Franz Mayer-Gunthof

Geboren am: 18. August 1894

Gestorben am: 2. Februar 1977

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Franz Josef Mayer-Gunthof (* 18. August 1894 in Guntramsdorf[1], Österreich-Ungarn; † 2. Februar 1977 in Wien) war ein österreichischer Unternehmer.

Franz Josef Mayer-Gunthof übernahm nach dem Jusstudium die väterliche Baumwollweberei in Mährisch-Trübau. Sein Vater war Oscar Veit Karl Mayer von Gunthof (1867–1913).

Mayer-Gunthof wurde im Ständestaat Mitglied der Vaterländischen Front. Er war als NS-Gegner bekannt und wurde nach dem Anschluss Österreichs 1938 mehrmals inhaftiert und war von November 1944 bis Januar 1945 auch im KZ Mauthausen, von wo er in das Polizeigefangenenhaus Wien rücküberstellt und dort am 5. April 1945 befreit wurde.[2]

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde er Vorstandsvorsitzender der Vöslauer Kammgarnfabrik. In der Bundeskammer der gewerblichen Wirtschaft wurde er Vorsteher des Fachverbandes der Textilindustrie. Als Mitbegründer der Industriellenvereinigung wurde er im Jahr 1960 deren Präsident und blieb es bis 1972. Als dieser war er ein Verfechter der Sozialpartnerschaft, da er für Unternehmer auch eine soziale Verantwortung sah. Da er auch die Bedeutung von Fremdsprachenkenntnisse in der Wirtschaft erkannte, geht die Gründung des Spracheninstitutes der Industrie (SPIDI) im Jahr 1961 auf ihn zurück. Er wurde am Hietzinger Friedhof bestattet.[3]

Sein Enkel war der österreichische Journalist Hubertus Czernin.[4]

Auf Mayer-Gunthof geht auch eine Stiftung, die Sprachförderung betrifft und Stipendien vergibt, zurück.[5]

Einzelnachweise

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  1. Taufbuch Sign. 1-11, Guntramsdorf St. Jakob, fol. 243a. Abgerufen am 1. November 2017. 
  2. Gedenken und Mahnen in Niederösterreich, Nr. 651 von 2011, abgerufen am 16. Mai 2026.
  3. Franz Mayer Gunthof in der Verstorbenensuche bei friedhoefewien.at
  4. Die Waldheim-Affäre auf WSWS abgerufen am 30. August 2009.
  5. Mayer-Gunthof-Stipendium (Memento vom 10. Februar 2009 im Internet Archive) abgerufen am 30. August 2009.