Joachim Fiebach

Joachim Fiebach war Professor für Theorie und Geschichte des Theaters HU Berlin bis zur Emeritierung Ende 1999; Lehre und Forschung in Afrika u. a. 1968-70 in Tansania, 1982-84 in Nigeria/Ife. Zur Zeit Diefenbaker Research Professor an der University of Toronto, Projekt „Histories of Cultural Performance from the 19th century through the 20th century“. Spezialgebiete von Forschung und Lehre: Europäisches Theater seit Ende des 19. Jhdts.; Theater und Mediatisierung im 20. Jhdt.; Theater, Literatur, Mediatisierung im anglophonen subsaharischen Afrika; komparative Studien zu Geschichten von „Cultural Performance“.

Beiträge von Joachim Fiebach
Context XXI, Heft 3-4/2001

Beweglichkeit und Dauer

Juli
2001

Überlegungen zu Performances in tradierten Kulturen Afrikas und zu Haltungen europäischer Avantgarden im 20. Jahrhundert Eine „unmögliche“ (paradoxe) Struktur Wahrscheinlich der überwiegende Teil der mündlichen Dichtung (Oral Literature), oder wohl genauer der Epen- und auch Preislied Performances (...)

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Das Denkprinzip „Inseln der Unordnung„verortet Frank Hörnigk als: „grundsätzlichen Denkansatz der (...)

Joachim Fiebach (* 8. Juni 1934 in Berlin; † 23. April 2023[1]) war ein deutscher Theaterwissenschaftler und Hochschullehrer.

Berufliche Laufbahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1965 wurde Fiebach an der Berliner Humboldt-Universität mit der Dissertation Die Darstellung kapitalistischer Widersprüche und revolutionärer Prozesse in Erwin Piscators Inszenierungen von 1920-1931. Untersuchungen zur theaterhistorischen Rolle Erwin Piscators in der Weimarer Republik promoviert. Er war Honorarprofessor für Theaterwissenschaft an der Freien Universität Berlin und war Lehrstuhlinhaber für Theorie und Geschichte des Theaters an der Humboldt-Universität zu Berlin bis 1999. Er forschte hauptsächlich zu darstellerischen Kulturen des 20. Jahrhunderts in Europa und Afrika. Als Gastprofessor lehrte er in Tansania, Nigeria, USA, Kanada und Österreich. Fiebach war ein Gründungsmitglied der EGfKA.

Publikationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hrsg. Heiner Müller: Die Schlacht, Traktor, Leben Gundlings Friedrich von Preußen Lessings Schlaf Traum Schrei, Ein Diskussionsbeitrag, Ein Brief, Henschel Berlin (DDR) 1977
  • Literatur im Umbruch, Berlin 1979
  • Hrsg. Heiner Müller: Der Auftrag / Der Bau / Herakles 5 / Todesanzeige, Henschelverlag Berlin (DDR) 1981
  • Hrsg. Heiner Müller: Die Bauern (Die Umsiedlerin oder Das Leben auf dem Lande) Macbeth, Henschelverlag Berlin (DDR) 1984
  • Die Toten als die Macht der Lebenden. Zu Theorie und Geschichte des Theaters in Afrika, Berlin/Wilhelmshaven 1986, ISBN 3-7959-0503-6
  • Hrsg. Heiner Müller: Philoktet / Bildbeschreibung / Anatomie Titus Fall of Rome. Ein Shakespearekommentar / Wolokolamsker Chaussee I / Wolokolamsker Chaussee II: Wald bei Moskau, Henschelverlag Berlin (DDR) 1988
  • Hrsg. Heiner Müller: Quartett / Weiberkomödie / Wie es euch gefallt / Verkommenes Ufer Medeamaterial Landschaft mit Argonauten / Blut ist im Schuh oder Das Rätsel der Freiheit, Henschelverlag Berlin (DDR) 1988
  • Hrsg. Heiner Müller: Stücke, Henschelverlag Berlin (DDR) 1988
  • Inseln der Unordnung. Fünf Versuche zu Heiner Müllers Theatertexten, Berlin 1990, ISBN 3-362-00438-5
  • Von Craig bis Brecht, Berlin 1991, ISBN 3-362-00576-4
  • Inszenierte Wirklichkeit. Kapitel einer Kulturgeschichte des Theatralen, Berlin 2007, ISBN 978-3-940737-08-3
  • Fiebach - Theater. Wissen. Machen, hrsg. von Antje Budde, Theater der Zeit, Berlin 2014, ISBN 978-3-943881-89-9
  • Welt Theater Geschichte: eine Kulturgeschichte des Theatralen, Theater der Zeit, Berlin, 2015, ISBN 978-3-95749-020-9

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Erik Zielke: Joachim Fiebach: Eine Insel des Wissens. In: nd. 25. April 2023, abgerufen am 25. April 2023.