Oscar Fritz Schuh

Prof. Oscar Fritz Schuh, Schöpfer beispielhafter Operninszenierungen in Wien und Salzburg (wo heuer unter seiner Regie „Cosi fan tutte“ und „Penelope“ gegeben werden), läßt seine Theatererfahrung seit einem Jahr fast gänzlich dem Schauspiel zugute kommen: er leitet das Berliner „Theater am Kurfürstendamm“, das er zu einer der interessantesten Sprechbühnen Deutschlands gemacht hat.

Beiträge von Oscar Fritz Schuh
FORVM, No. 7/8

Zur Sitution des Schauspiels

Juli
1954

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FORVM, No. 31/32

Mozart und das 20. Jahrhundert

Juli
1956

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FORVM, No. 33

Mozart und das 20. Jahrhundert (II)

September
1956

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FORVM, No. 55/56

Festspiele und Kulturpessimismus

Juli
1958

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FORVM, No. 57

Brecht soll trotzdem gespielt werden

Antworten auf eine FORVM-Umfrage
September
1958

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FORVM, No 67/68

„Mensch, Maier! sagte der Lord“
oder
Die Übersetzungs-Misere auf dem deutschen Theater

Eine FORVM-Umfrage / Zeichnungen von Paul Flora
Juli
1959

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FORVM, No. 100

Notizen zum deutschen Theater-Klischee

April
1962

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FORVM, No. 108

Vom falschen „Spiegel“-Bild

Notizen über Zusammenhänge zwischen Journalistik, Politik und Kunst
Dezember
1962

Als Oscar Fritz Schuh uns ankündigte, er wolle dem FORVM einen Beitrag — ja, worüber? — über die „Spiegel“-Affaire liefern, wußten wir, daß dies etwas Besonderes werden mußte. Einer der Bedeutendsten des deutschsprachigen Theaters der Gegenwart würde anders darüber schreiben als die ungezählten Berufenen (...) Sie wollen mehr Texte online lesen?
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FORVM, No. 112

Zwischen Engagement und Verstaatlichung

Über die Stellung des Künstlers in der westlichen Demokratie
April
1963

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FORVM, No. 115/116

Die letzten Entwürfe von Caspar Neher

Juli
1963

Dem Wiener Komponisten Gottfried von Einem ist ein kostbares Erbe zugefallen: der gesamte Nachlaß des großen Bühnenbildners Caspar Neher, dessen Todestag sich am 30. Juni zum ersten Mal jährte. Unter den tausenden Bühnenbildentwürfen und Kostümskizzen, die Einem der Theatersammlung der (...) Sie wollen mehr Texte online lesen?
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FORVM, No. 121

Kabarett der Enttäuschten

Notizen zum schwarzen Humor Helmut Qualtingers und Georg Kreislers
Januar
1964

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FORVM, No. 126/127

Plaidoyer für das geistige Theater

Juni
1964

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FORVM, No. 143

Abonnierte Provokation

Anmerkungen zur Spielplangestaltung
November
1965

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FORVM, No. 150-151

Praktische Dramaturgie

Juni
1966

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FORVM, No. 157

Bestandsaufnahme statt Opposition

Anmerkungen zu vier neu erschienenen Büchern
Januar
1967

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Oscar Fritz Schuh (* 15. Januar 1904 in München; † 22. Oktober 1984 in Großgmain bei Salzburg) war ein deutscher Dramaturg, Regisseur und Intendant.

Ausbildung und erstes Engagement[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schuh wurde als Sohn eines Tierarztes geboren. Schon während des Besuchs des humanistischen Theresien-Gymnasiums München erhielt er, dank erlogener Altersangabe, einen Theaterkorrespondentenvertrag mit der Berliner Zeitschrift Der Fechter und schrieb zudem theatergeschichtliche Aufsätze und Kritiken für weitere Zeitschriften. Nachdem er im Alter von 17 Jahren das Abitur abgelegt hatte, nahm Schuh ein Studium der Kunstgeschichte und Philosophie an der auf Universität München auf und erhielt zwei Jahre später sein erstes Engagement an der Bayerischen Landesbühne in Augsburg.

Beruf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schuh präsentierte mit seiner Inszenierung von Gerhart Hauptmanns Hanneles Himmelfahrt sein Regiedebüt. Danach folgten Engagements in Oldenburg, Osnabrück, Darmstadt, Theater Gera (bei Walter Bruno Iltz) und Prag, ehe er 1931 von Albert Ruch als Regisseur und Dramaturg an die Hamburgische Staatsoper berufen wurde, wo der Grundstein seiner Zusammenarbeit mit dem Bühnenbildner Caspar Neher gelegt wurde. Als Ruchs Nachfolger Heinrich Karl Strohm 1940 an die Wiener Staatsoper wechselte, wurde Schuh sein Oberregisseur. In Wien prägte er – bereits in den Kriegsjahren unter der Direktion Karl Böhms, verstärkt in den Nachkriegsjahren gemeinsam mit Caspar Neher und dem Dirigenten Josef Krips – einen neuen Mozart-Stil, nicht mehr verspielt, illusionistisch und outriert, sondern schlicht und auf die psychologischen Konflikte zwischen den Bühnenfiguren konzentriert. Das Wiener Mozart-Ensemble feierte in der Folge auf Gastspielreisen nach Florenz, Nizza, Paris, Brüssel, Amsterdam und London triumphale Erfolge.

Nach weiteren Engagements und Gastspielen, unter anderem am Wiener Burgtheater und bei den Salzburger Festspielen (in Zusammenarbeit mit Karl Böhm), übernahm Schuh 1953 die Direktion des Berliner Theaters am Kurfürstendamm und wandelte sich somit vom Opern- zum Sprechtheaterregisseur. Zudem wandte er sich dem Hörfunk zu und inszenierte für den RIAS im Jahr 1956 Carlo Goldonis Komödie Mirandolina. Nach fünf Jahren in Berlin wechselte Schuh 1959 als Generalintendant der Städtischen Bühnen nach Köln und übernahm schließlich von 1963 bis 1968 als Nachfolger von Gustaf Gründgens die Intendanz des Deutschen Schauspielhauses Hamburg.

Nach seiner Intendanz in Hamburg arbeitete Schuh als freier Regisseur und gründete in den 1970er Jahren das Salzburger Straßentheater, welches er gemeinsam mit seiner Frau, der Bühnenbildnerin und Malerin Ursula Schuh, bis zu seinem Tod erfolgreich leitete.

Wirkung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schuh galt als Spezialist für Inszenierungen von Mozart-Opern. Gemeinsam mit dem Bühnenbildner Caspar Neher, sowie den Dirigenten Josef Krips und Karl Böhm, schuf er an der Wiener Staatsoper den so genannten Wiener Mozart-Stil, der keine Ausstattungsoper mehr zuließ, sondern die Psychologie der Figuren hervorheben sollte. Mozarts Così fan tutte bei den Salzburger Festspielen 1953, inszeniert von Schuh, dirigiert von Karl Böhm, galt als neuer Maßstab für alle folgenden Inszenierungen dieser Oper. Die Aufführungen fanden auf einer einfachen Pawlatschenbühne im Residenzhof statt.

Seine Grabstätte befindet sich auf dem Salzburger Kommunalfriedhof.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schuh wurde 1956 mit dem Deutschen Kritikerpreis ausgezeichnet, 1964 mit der Mozart-Medaille.

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Salzburger Dramaturgie, SN Verlag (Salzburger Nachrichten), Salzburg 1969
  • So war es – war es so? Notizen und Erinnerungen eines Theatermannes. Ullstein, Berlin, Frankfurt und Wien 1980, ISBN 3-550-07490-5

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]