Willfried Gredler
Beiträge von Willfried Gredler
FORVM, No. 66

Die vergessene Mitte

Juni
1959

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FORVM, No. 100

Wie lustig ist Politik?

Eine FORVM-Umfrage mit Zeichnungen von Paul Flora
April
1962

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FORVM, No. 138-139

100 Worte Sozialismus

Juni
1965

Vor fünfzig oder gar hundert Jahren konnte man, tatsächlich oder vermeintlich, mit zehn Worten sagen, was Sozialismus sei. Reichen heute hiefür auch nur hundert Worte aus? Dies herauszufinden, schien uns eines größer angelegten Versuches wert. Von den vierzig Autoren, die auf unsere Frage (…)

FORVM, No. 186/187

Auch die FPÖ ist nicht so

Juni
1969

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FORVM, No. 375-378

Hundert Worte Sozialismus

Juni
1985

Das FORVM hat seinen dreißigsten Geburtstag gefeiert. Aber nicht in der Redaktion und nicht in einem Jubiläumsheft, sondern in der Au bei Hainburg. Trotzdem — oder vielleicht gerade deshalb — war uns dieses Datum Anlaß eines Begriffes zu gedenken, über den sich diese Zeitschrift und ihre (…) Sie wollen mehr Texte online lesen?
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Beiträge zu Willfried Gredler
FORVM, No. 188/189

Die FPÖ ist DOCH so

August
1969

Nachspiel zu Willfried Gredlers Brief „Auch die FPÖ ist nicht so“ im NEUEN FORVM, Juni/Juli 1969. Sehr geehrter Herr Dr. Gredler! Sie haben kürzlich an den Chefredakteur der Wiener Zeitschrift NEUES FORVM, Herrn Pelinka, einen von dieser auch veröffentlichten Brief gerichtet, in welchem Sie, (…)

FORVM, No. 317/318

Hoppla, wir sterben!

NDP-Burgers Auftritt in Perchtoldsdorf
Mai
1980

Am 18. Mai 1980 ist Bundespräsidentenwahl, für die nächsten 6 Jahre. SPÖ-Kandidat ist wieder Rudolf Kirchschläger; sein Widerpart ist Willfried Gredler von der FPÖ. Norbert Burger von der NDP will auch mitmischen: am 15. März organisierte die Kameradschaft Prinz Eugen für ihn eine Veranstaltung (…)

Willfried Gredler, auch Wilfried Andreas Kolomann Gredler,[1] auch Willfried Gredler-Oxenbauer oder Wilfried Gredler-Oxenbauer[1][2] (* 12. Dezember 1916 in Wien, Österreich-Ungarn; † 18. November 1994 ebenda), war ein österreichischer Diplomat und Politiker (FPÖ).

Willfried (Wilfried)[1] Gredlers Vater Richard Oxenbauer[3] nahm 1913 den Familiennamen Gredler-Oxenbauer an. Seine Mutter Berta Kiticsan stammte aus einer Offiziersfamilie, die Ehe wurde 1923 geschieden.[4]

Gredler studierte unter anderem an der Hochschule für Welthandel und besuchte die Konsularakademie (Dr. iur.). Er war ab November 1936 illegales Mitglied österreichischen NSDAP und der SA. Nach dem Anschluss Österreichs beantragte er am 24. Mai 1938 die reguläre Aufnahme in die NSDAP und wurde rückwirkend zum 1. Mai desselben Jahres aufgenommen (Mitgliedsnummer 6.334.817).[5] Im Juli 1939 trat er in den Justizdienst ein, im Mai 1940 wurde er Soldat. Gredler wurde im September 1942 als Angestellter für Deutschtumsfragen beim Auswärtigen Amt eingestellt und war im zweiten Halbjahr 1943 im besetzten Belgrad beschäftigt.

Nach dem Zweiten Weltkrieg gehörte Gredler zunächst der ÖVP an und war gemeinsam mit Ernst Strachwitz führend in der „Jungen Front“ und danach in der Aktion zur politischen Erneuerung tätig, die mit dem Verband der Unabhängigen kooperierte. Von 1953 bis 1963 war er Abgeordneter zum Nationalrat, von 1956 bis 1963 Klubobmann der FPÖ. Ab 1960 gehörte er der österreichischen Delegation zur Beratenden Versammlung des Europarates an. Von 1963 bis 1970 war er Vertreter Österreichs beim Europarat, in den Jahren 1970 bis 1980 Botschafter in Bonn und Peking.

Willfried Gredler war der Kandidat der FPÖ bei der Bundespräsidentenwahl 1980 und erreichte 16,9 % der Stimmen.[6] Kurz vor dem Wahltermin war bekannt geworden, dass Gredler sich vor Kriegsende 1945 in der Widerstandsgruppe O5 betätigt hatte, die eine Unabhängigkeit Österreichs vom Deutschen Reich erreichen wollte. Vielen Deutschnationalen in der FPÖ-Wählerschaft galt er damit nicht mehr als wählbar. Der Kandidat der von rechten FPÖ-Abweichlern gegründeten NDP Norbert Burger erzielte daraufhin 3,2 % der Stimmen, nachdem die Partei bei ihrem letzten Wahlantritt zur Nationalratswahl 1970 nur 0,06 % erreicht hatte.[7]

Wilfried Gredler-Oxenbauer wurde am Wiener Zentralfriedhof bestattet (Gruppe 46 C, Nr. 3).[2]

  • Der Konstantinorden und die Freiheit der Menschenrechte. (= Schriftenreihe der Arbeitsgemeinschaft für Menschenrechte und Völkerrecht des Internationalen Konstantinordens, Heft Nr. 1.) Arbeitsgemeinschaft für Menschenrechte und Völkerrecht des Internationalen Konstantinordens, Männedorf (Schweiz) 1965 (DNB 451649249).
  • mit Fritz Bock und Hertha Firnberg: Österreich zuliebe. Der Staat, den alle wollten. Zsolnay, Wien / Hamburg 1985, ISBN 978-3-552-03701-4.

Posthum fanden Bilder des Fotografen Gredler in mehreren Fremdenführern, Bild- und Architekturbänden etc. Eingang, wodurch er bei diesen Büchern als Mitwirkender geführt ist.[9]

  • Gredler-Oxenbauer, Willfried. In: Maria Keipert, Peter Grupp (Red.): Biographisches Handbuch des deutschen Auswärtigen Dienstes 1871–1945. Auswärtiges Amt, Historischer Dienst (Hrsg.). Band 2: Gerhard Keiper, Martin Kröger: G–K. Paderborn, Schöningh 2005, ISBN 978-3-506-71841-9, S. 90f.

Einzelnachweise

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  1. a b c Literatur von und über Willfried Gredler im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek. Siehe hier unter Andere Namen: „Gredler, Wilfried (Munzinger-Archiv)“ und „Gredler, Wilfried Andreas Kolomann“.
  2. a b Wilfried Gredler-Oxenbauer in der Verstorbenensuche bei friedhoefewien.at; abgerufen am 15. September 2025.
  3. Gredler-Oxenbauer Richard Ing. Kurzbiografie. Website des Dokumentationsarchivs des österreichischen Widerstandes, ohne Datum, abgerufen am 15. September 2025.
  4. Karin Gradwohl-Schlacher: Kiticsan Berta, verh./gesch. Gredler-Oxenbauer, Ps. Gerde B.; Schriftstellerin. In: biografia.sabiado.at, abgerufen am 15. September 2025. In: Ilse Korotin (Hrsg.): biografiA. Lexikon österreichischer Frauen. Band 2: I–O. Böhlau, Wien 2016, ISBN 978-3-205-79590-2, S. 1648 (PDF; 7,4 MB).
  5. Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/11801281.
  6. Bundesministerium für Inneres (Hrsg.): Die Wahl des Bundespräsidenten am 18. Mai 1980. (PDF; 1,5 MB) Bearbeitet im Österreichischen Statistischen Zentralamt. Österreichische Staatsdruckerei, Wien 1980. Hier, S. 8: II. Die Hauptergebnisse / 1. Die Wahlwerber: „Wahlvorschläge für die Wahl des Bundespräsidenten wurden für folgende Wahlwerber eingebracht: / 1. […] 2. Dr. Willfried Gredler, geboren am 12. Dezember 1916 in Wien, Botschafter, wohnhaft Magdalenenstraße 4, 1060 Wien. / 3. […]“
  7. Jürgen Weninger: Dr. Norbert Burger – Eine politische Biographie, Universität Wien 2014, S. 53.
  8. a b Aufstellung (fast) aller durch den Bundespräsidenten verliehenen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich, 1952–2012 (PDF; 6,9 MB). Parlamentarische Anfragebeantwortung des Bundeskanzlers, 23. April 2012, abgerufen am 15. September 2025, S. 145 (hier als Wilfried Gredler, 1963) und S. 898 (hier als Willfried Gredler, 1991).
  9. Als mitwirkender Fotograf: Literatur von und über Gredler-Oxenbauer, Willfried im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek